wL bin
gehen sollte, da er denn sein leben elendiglich endigen muste.
Dina, kine tochter Jacobs nnd der Lea, war ä. N. 2189.
0. 1786. gebohren. Nachdem Jacob aus Mesopotamien sichin das land Canaan begeben, und zu Salem niedergelassen,gieng Dina heraus, die töchter des landes zu besehen, da Si-chern , Hemors söhn, der des landes Her-war, sich in sie ver-liebte , und sie schwächte, Hernach aber heurathen wollte. Al-lein ihre brüder wollten solches nicht zugeben , es wäre denn,daß Sichem mit den seinigen sich beschnitte. Am dritten tage abernahmen die 2. söhne Jacobs,Simeon nnd Levi, ihre schwerdter,erwürgeten in der stadt alles, was männlich war, nahmen ih-re schwester Dinam aus dem Hause Sichems, und giengendavon. Darauf kamen die andern söhne Jacobs, und plün-derten die stadt, welches alles st. Ist. 2214. st. L. 1770. geschahe.
XXX. L XXXIV. /ssep-. üb. I. sntig. c. 19.guXÜ. lo;. in Oenest V' st. stl. 2289. n. ;. 2;04. n.i. 2.;. Lc.
Dinamius, besser Dynamius, ein Lstriciu«, Gouver-neur von Marseille, lebte zu ende des VI. stxcuü , und hattemit Theodors, dem Bischoffe dieser stadt, einige Verdrießlich-keiten. Er schrieb das leben St. Martii Abts bey Sisteron,und hernach Bischvffs in dieser stadt, wie einige dafür halten.Auf begehren Orbici, Bischvffs von Riez, verfertigte er auchdas leben St. Marinst, eines von seinen vorfahren. Er stifte-te ein Mönchs-kloster zu Marseille, und der Papst Gregoriusstl. schrieb zum öftern an ihn. üb. II. ep. üb. VI.
ep. 12. Le. V«,-». üb. VI. bist. c. n. gst
lüsm 27. nov. eüron. üyrin. p. 2. n. 120. in
onnsl. kar'rbrr«, aäverf. üb. ÜIX. c. 12. c?a/r,»r/v, äs Upile.8iüsr. üb. I. n. i. Lo«^e, biüoirs äe krovsnce liv. V. c. 4. §.;. L 4.
Dinan, (David von) wird von einigen deswegen unterdie ketzer qezehlet, weil er behauptet, GOtt sey die msterisprima. Er hat in dem XIII. s-eeulo in Franckretch gelebt, undist von St. Thoma widerlegt worden» Ilck,2e,»x, bist. äe ssrsn-ce rom. II.P. ;; 9 -
Dinant , lat. vinamünm oder vinsnäum, eine ehemalsveste stadt in dem Condros, in dem Stift Lüttich, an der Maas,nebst einer citadelle, welche auf einem steilen felsen lag und diestadt commandirte. Carolus, Hertzog von Burgund, zerstörte siean. 1466. und ließ über 800. gefangene in der Maas ersäuffen.An. 1154. eroberten sie die Franzosen, und rasteten das citadell.An. 1674. machte sich der Kayserl. General Graf von Touchesdavon meister, und in dem folgenden jähre gieng sie an dieFranzosen über. In dem Niemägischen frieden wurde be-schlossen , daß, wenn diese letztem es wieder abträten, ihnen dieSpanier dafür Charlemont einräumen sollten, wenn aber dieSpanier Charlemont zu behalten verlangten, sollten sie beydem Bischofs von Lüttich zuwege bringen, daß den FranzosenDinant cedirt würde. Diese ceßion aber konnten sie niemals er-halten , daher ließ sich Franckreich Charlemont geben, und be-hielt auch Dinant diS auf den Ryßwickischen frieden, da es derBischofs von Lüttich wieder bekommen. Endlich hat sie an.170;. das Unglück gehabt, daß ihre vestungs-wercke insgesamtgeschleift worden. Die einwohner treiben mit dem schwachenmarmor, welcher in dieser gegend gegraben wird, ingleichenmit eisen und kupfer einen ziemlichen Handel. äe-
Icr. steig. bist. üb- XIII. üb. II. c. 1.
?. IV. sserump. Hsnlsst. c. 17. Inür. psc. Xeom.
»rt. XIII. Valkeniers verwirrtes Europa.
Dinant , eine stadt in Franckreich in Bretagne, liegt andem stusse Rance, 4. oder z. weilen von St. Malo, und warsonst sehr wohl bevestiget. Sie hat den titul einer Grafschafft,welchen die jüngsten Printzen der Hertzoge von Bretagne füh-reten. bitt. äs Lretsgne.
Dinarchus , ein Redner, war ein söhn des Sostrati ausAttica, oder wie andere wollen, von Corinthus. Er kam nachAthen zu der zeit, da Alexander lVI. in Asien gieng, ziemlich ä.Pl. ;6zo. L. L. ;;4. II. L. 420. Olymp. LXI. z. und wurde einzuhörer des Theophrasti. Unterdessen, weil damals die stadtkeine Redner hatte, verdiente er sich groß geld mit Verfertigungunterschiedener reden. Als er aber angeklaget wurde, daß ergeschencke von den feinden der Republick angenommen, undsich fürchtete, daß er möchte überführt werden, entflöhe ernach Chalcis, von bannen man ihn nicht eher als etwa 15.jähr hernach zurück berufte. Plutarchus sagt, daß zu seinerzeit 64. OrsrionLs von ihm vorhanden gewesen , und Photiusversichert, daß er selbige gelesen; allein vor jetzo sind nicht mehrals z. darvon zu finden. Dwnysius Xsücsrnsilenli8 nennet die-sen Redner den wilden Demosthenem. Es sind auch noch oh-ne diesen z. andere scribenten dieses nahmens gewesen. Dererste hat die fabeln von Creta heut zu tage Candia colligiret,der andere war von Delos, und der dritte hat über die bücherHomeri geschrieben. Demas oder Demetrius hat einen tra-ctat von den 4. vinsrckis verfertiget. in vits X.
Rbetorum. coä. 267. üb. XXX. üistor.
in vinsreb. bibl. Lttic.
d i n
DinckeWühl, lat. vinclceüpiiüls, eine Reichs - stadt kitSchwaben an der Wernitz nicht weit von Nördlinge». Dielandschafft daherum wird der Virngrund oder auch der Ftech-tengrund genennet. Sie hat den nahmen von dem dinckel, ei,ner hülsen-frucht, welche in Schwaben starck gebauet wird,und von den z. Vüheln oder Hügeln, darauf sie liegt. In ih-rem wapen führet sie eine vergüldete dinckel-ähre auf z. Hügeln,und pfleget man sie daher auch Lricollin oder Zeapolin zu schrei-ben. Anfänglich ist sie nur ein bauren-hof gewesen, welchender besitzer denen öfters durchreisenden Würtzdurgischen Mön,chen geschencket, die daselbst ein kloster gebauet, welches daSdaselbst noch befindliche Carmeliter-kloster seyn soll, daher auchdas kloster und die zu selbigem erbaute stadt unter Würtzburgsoll gestanden haben. Um das jähr Christi 928. ist dieses op-pläum vilüeum, wie es in einem alten insiegel genennet wird,wegen der Ungarn einfall mit einfachen mauern umgeben wor-den, worzu hernach an. 1126. gedoppelte mauern, thürne undgefütterte gräben gekommen, so daß der ort damals den Schwa-ben zu einer Vormauer gegen die Francken dienen können. An.izzi.ist die stadt von dem Kayser den Grafen von Oettingerium 7200. psund Heller versetzt worden, von welchen sie sichaber selbst wieder los gekauft, woraus zugleich erhellet, daßsie in weltlichen fachen niemals dem Bischofs zu Würtzburgmüsse zugehöret haben. Als hierauf die vornehmsten der stadtdas regiment ein wenig zu scharf führen, und den gemeinenmann von der versmnmlung gar ausschließen wollten, dle stadtaber gesehen hatte, wie gut es den Angspurgern angegangen,welche kurtz zuvor an. i;68. ihre ksmeios genöthiget, daß siedie zünfte mit in den Rath ziehen müssen; so degunten die bür-get an. i; 87 > gleichfalls wider ihren Rath sich zu empören,und brachten es dahin, daß sie 12. Personen aus den 6. zünftenin den Rath, und einen Zunftmeister zu einem Bürgermeistermit nehmen musten, welche regierung bis auf die zelten Kay-sers Caroli V. gewährt, denn derselbe ließ an. i;z2. das stadt-regiment auf iz. Personen reduciren, und danckle ;. von denRathsherren, 6. aber von den zünften ab. In der executiondes Westphälischen friedens an. 1649. wurden 4. Bürgermeister,2. geheime, 10. Raths-personen, und die cantzley von 6. Perso-nen , nemlich 2. Advvcaten, 1. Stüdtschreider, 1. Rathschrei-der, und 2. Cantzellisten beliebet und gesetzet. Über dieses be-findet sich daselbst ein grosser und äusserer Rath, wie auch einstadt-und bauren-gericht, welches alles durch den execntions-re-ceß regulirt worden. Sonst hat es auch mit dem Marggrafenzu Anspach einige irrungen gegeben, Massen derselbe den Vogel-fang nnd federwerck in der Äinckelspühler marck-grentzcn, wieauch die Hohe und niedrige Obrigkeit, nnd einigen gründ undboden prätendiret, welches aber an. 1^74. und 1608. demMarggrafen aus der Cammer abgesprochen worden. Wegender religion hat es vor dem zo. zährigen kriege daselbst auchunterschiedliche mißhelligkeiten gesetzt. Der engere Rath be-stund damals noch aus lauter Catholicken, und die Lutheranerwurden nur zu dem weiten Rath gelassen. Dadurch geschahees, daß die Augspurgische Confeßion allhier sogleich, nicht emporkommen konnte, bis endlich der Kayser Maximilian durchGeorg Ludwigen von Seinsheim, damaligen FränckischenKreiß-Obersten, es dahin verordnen ließ, daß an. 1567. denLutheranern die spital-kirche, die man ihnen genommen hatte,wieder eingeräumet, und der gantze streit an. 1570. beygelegtwurde. Endlich ist durch den Westphälischen frieden eine gleich-heit in beyden religionen, in allen chaugen und Obrigkeitlichenstellen eingeführet worden, wiewol da die Catholischen in derausführung des executions-recesses sich etwas saumselig erweisenwollten , die Lutheraner zu den damals zu Nürnberg versamm-leten Depntirten ihre zuflucht nahmen, welche die fache an diezur friedens-execution deputnte Kreis-Fürsten verwiesen, so,daß sie zu Regenspurg von den allda gegenwärtigen Commissa-rien nochmals vorgenommen wurde. Sie konnten es aber soweit nicht bringen, als es die beyden religions-verwandten durcheinen selbst beliebigen vergleich an. 16; 1. gebracht. Zu Aus-trage-Richtern hat die stadt ihren Stadt-Amman, den die Aug-spurgische Confeßions-verwandten, krafft des recesses und Ver-gleichs zu setzen haben , welcher 4. geschworne Raths-freundtvon Nördlmgen, Rotenberg an der Tauber, Halle und Do-nauwerth als beysitzer zu sich ziehen muß. Die Catholischen ha-ben die Haupt-kirche zu St. George inne, welche ein kostbaresund vortrefliches gebäude ist; die Protestanten aber krafft desexecutions-recesses die spital-kirche, zwey Teutsche schulen, >2deren einer krafft des Vergleichs an. 1651. Lateinisch tractiretwerden darf, ein geistliches besonderes Lanstliorium, und nochdarzu die erlaubnis, daß sie eine neue kirche bauen sollen, sodaß sie aber die spital-kirche zu beyder religionen gemeinen sp^tal gebrauch wieder einliefern müssen. Lepra, äe virs <L gett>s6eor§. ünäovici s 8ein8Üeim. beschreib»
dieser stadt. Il/erra». toxogr. äe jur. civ.
* Dincklage, oder Dinckelage, ein schloß und flecken oderdorf im Stift Munster an einem kleinen dach, welcher in dieHase ausfleußt, gelegen, und zu der ehemaligen GrafschaffkVecht gehörig. Es soll vor diesem eine gantze HerrschafftWesen seyn, und eigene Herren dieses nahmens gehabt haben.So stund auch vor diesem ein vestes schloß daselbst, welch^