Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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LivnE»^ werden, dann erstlich zerstorete er Caulonia, undracu?"M/ und führete die büraer wider ihren willen gen Sy-rinen vernach belagerte er Rhegium, wider welche stadt er„e i„1°^krbaren haß hegete/ dieweil sie, als er von dar sich ei-^ur ehe ausbate, der meynung, sich alldort, wieden ,, orten, durch dieses mitte! die vornehmsten zu freun-Machen, seinen Gesandten zur antwort gegeben, wie siehe,, tAne andere, als des henckers tochter, aus ihrer stadt zuden, ?« eu erlauben wollten. Je weniger nun die Rheginer vongnade hoffen konnten, desto verzweifeltere gegen-th,Maaten sie, obschon von aller andern hülffeentblösset; seine«.„Mb, sturm-dächer und andere rüstung verbrannten sie zu»„MMalen, machten viele seiner leuthe in ausfällen nieder,als iA/Ast empfienge einsmals eine gefährliche wunde. Alleindev ^ dre belagerung bis in den eilften monat verzogen, riebe1lv« Mller den grösten theil der einwohner auf, die übrige mu-" 1'H ergeben, da dann, wer sich nicht nach dem willen deszu lösen vermochte, zum sclaven muste verkauffet wer-Hj"' Der stadt Kriegs-Oberster Phyton wurde auch zusamt- '"sM lohn nicht ohne schimpf und marler getödtet. Vo theuerdie angebotene scharfrichters schwägerschafft die gutenAyegmer zu stehen. Nach diesem gab er sich einige zeit ruhe"legen, nahm sich aber vor, dagegen in andern stückenunk .Anzulegen. Sonderlich wollte er ein gar guter Poet seyn,6 ni - t"iertzte ihn gar sehr, wenn verständige Poeten seine ver-'. Ml rühmen wollten. Philoxenum verdammte er aus derAVH "l die stein-gruben, der aber sich so wenig wollte zwingen« s ^ die liederliche arbeit zu rühmen, daß er des andern tages,Ln,' , Dionysius, in Hoffnung eines bessern Urtheils, wieder,ni -Mssen, und ihm andere verse vorgelesen, mit befragen,lhm nun diese gefielen, ohne andere antwort sich zu denfravanten, welche ihn aus seinem gefängnis geholet hatten,AMvete, mit den Worten: Führet mich nur wieder in dieM"'-Muben; wodurch Dionysius zusamt allen anwesenden wiren willen zum lachen bewegt wurde, und sich schämen«nyle, den mann ferner zu plagen. Noch übler gerieth eslyrannen, da er etliche seiner getichten in den Olympi-ablesen liesse, in Hoffnung den preis der ticht-Dann wie angenehm auch der ver-^ kunst der lesern war, als welche

llerß ausgesuchet, so erkannte doch bald jederman,Me dann tapfer verlacht und ausge-

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dadurch beschlmpfet wurden. Den Dionysium schmertze-daß er fast rasend ward; da dann seinüber die unschuldigen Syracustmer aus-§^»ge. Auch den guten Platonem mißhandelte er gar übel,-«A"^em er rhn durch vieles bitten und versprechen kaum; Plato aber mit philosophischer freymüthigkeit«n 'dm tadelte, muste er ohne gnade als ein leibei-Zener knecht verkauffet werden, davon ihn doch andere in Sici-L^.^^"^ MItwelse und Gelehrte losgekauft, und wie-derum in Griechenland geschickct haben. Dionysius fienge letzt-«ch einen neuen krieg wider die Carthaginenser an, schlüge sieanfangs m die flucht mit Verlust ivooo. todter, daruMer«uch chr Feldherr Mago war, und;c>oc>. gefangenen. Aber«Is sie unter dem schein der tractaten zeit bekamen, sich wiederW verstarcken, gewannen sie eine noch grössere feld-schlacht gegenAn, und zwangen ihn zum frieden, so daß er ihnen noch lau-tend talent an die knegs-kosten erlegen muste. Als er hernach^nen neuen krieg angefangen, in Hoffnung, die Carthaginenservon einer grausamen pest geschwachet, waren nun nicht mehr»M stand, ihm zu widerstehen, gewann er zwar die städte Selinus«nd Entella, verlohr aber den besten theil seiner flotte in demAycinischen Hafen; und starb bald hierauf nach gemachtemAllstande, L. N. ;6i6. L. L. ;68. X. 186. Olymp. ein.*den als eine seiner tragödien zu Athen in denen Baccho zu eh-ren gehaltenen spielen, weiß nicht wie, den preis erhalten, undA nach empfangener botschafft hievon aus freuden eine grosse«rahlzert angestellt, und sich dabey gar zu sehr mit wein undspeisen überladen hatte, seines Reichs im; 8. jähr. Plutarchus. ^rnellus Nepos wollen jedoch, sein söhn hatte ihm nochschlaf-trunck befördern lassen, aus forcht,er mochte jonst noch vor seinem tode eine theilung des Reichsnstellen. Sonsten wird von Dionysio angemerckt, daß er zwey,, "nen tag geheurathet, die Doris aus der stadt Lo-ssrA! Italien, lind Aristomacham des Dionis schwester von^>yracum, nur um sich durch freundschafften aller orten vest zustmer großen Missethaten waren seine beständigerien l w»e er dann einsmal unversehens bis in Hetru-

rvie-!.Ä^r.E W. öen Agylleischen tempel zu plündern;«uf?l?au"da auf die tausend talente, nach unserer müntzden ^^.00020. bazoirs oder fünf ortsthaler soll geraubet ha-Eo' ^em allem fein gespött zu treiben,

vorgebend^« Iliptters statue ihres goldenen mantels,«llm kalt wÄ selbiger im Hmmer gar zu heiß, und im WinterZu einer mm-/ ließ ihr dafür einen wollenen umgeben.

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nen bart, mit anführung dieser Ursache: weil dessen vatterApollo keinen hätte. Die güldene schalen, cronen und sieges-bilder, so diese götzen gemeiniglich in der Hand trugen, nahmer weg, unter dem vorwand, sie boten sie ja sechsten dar.Beym auskragen der silbernen gewissen Göttern geheiligte«tischen, auf welchen geschrieben stunde :sie gehörten den gütigen Göttern zu, sprach er, wohlan, so willich mir ihre güte zu nutz machen. Im übrigen soll ihn ebenseine verübte grausamkeit zu einem erstaunlichen, und für ihnrecht quaalhassten mißtrauen gegen jederman gebracht haben.Er liesse kein fchärmesser, ja auch keine fremde Hand an seinenleib kommen, und musten derowegen feine tochter ihm denbart mit glüenden Nußschalen besengen. Er besuchte seineWeiber nie dös nachts, ohne sich zuvor auf das genaueste zuversichern , daß sie kein gewehr bey sich trugen. Auch schliefer nicht änderst, als an einem ort, der mit gräben umringetwar, davon er die fallbrücke mit eigener Hand aufzöge. OisttKe. lib. XIII. XIV. XV. <7,>. äs nst. Deor. lib. III. c.

Z4. A lulL. guLlk. lib. V. L. 20. 2l. /»st. lib. XX.

Xep. A in vits Dionis. ./»st. lib. XX. in

cbron.; Von den Versen und Historien, welche dieser Diony-sius soll hinterlassen haben, siehe öc bibl. Or. *Dionysius II. der jüngere zugcnannt, war gleichfalls eintyrann zu Syracusa, welcher feinem vatter II. X. ;86. undzwar durch hülffe der armee, folgte, nachdem er zuvor verspro-chen, daß er gelinde regieren wollte. Allein, so bald er sich vestegesetzet , tödtete cr seine brüder, und brachte es endlich durchfeine grausamkeit so weit, daß ihn seine Unterthanen nach zwölf-jähriger regierung L. M. zsr?. L. L. zzy. II. 0. zy?. Olymp.LV. 4. vertrieben, ohne daß er zu beschützung feiner gemaltdie geringste tapferkeik hatte sehen lassen, (siehe hievon weitläu-fig den artickul Dton) Er war auch in der that seinem vattersehr ungleich, liebte die faulheit, und forchte hie gefahr; wie erdann sowol den vom vatter wider die Carthaginenser noch vordessen tod vön neuem angefangenen krieg, als seine eigene Handelmit den Lucaniern zu seinem schlechten Vortheil und rühmdurch tractaten geendiget; auch da sein vatter gepflegt hatte zusagen,er hinterliesse seinReich so vest,als wäre es mit demant ver-knüpfet, und dieser jüngere Dionysius würcklich beym angriffdes Dionis 400. kriegs-schiffe, 100000. mann zu fuß und 10000.zu pferd auf den deinen halte, gieng doch alles wegen seinerschlechten anstatt und hertzhafftigkeit auf einmal zu gründ. Erhatte sich auch durch seine trunckenheit das aesicht frühzeitig ver-derbt,daß er auch dieser Ursache halben zum krieg untüchtig ward.Nachdem ihn die Syracusaner vertrieben , zog er nach Locrosin Italien, woher seine mutter Doris gebürtig war. Die stadtnahm ihn anfänglich wohl auf, aber er erzeigte ihr schlechtendanck, bemächtigte sich des schlosses, übte da nicht minder ge-waltthätigkeiten aus, als vorher in Sicilien, und schwächtesonderlich eine grosse anzahl weiber und töchter. Er beraubteauch auf einmal alle weiber der stadt ihres kostbarsten schmucks,als er sie unter dein schein eines gelübds in dem tempel der göt-tin Venus versammlet hatte. Doch musten es die Locrenser er-tragen , bis Dionysius nach Dionis lind Callippi tode, auch desHipvarini und Nysäi regierung wieder nach Syracusa zurückgienge, zehen jähr nach seinem exilio, und also ihre stadt von derbefatzung entblösseie. Dann da jagten sie den rest seiner solda-ten aus, schwächten seine ehefrau, die zugleich seine schwesterwar, zusamt seinen zweyen töchtern öffentlich, tödteten sie her-nach mit seinem jüngsten söhn, und warfen ihre gebeine insmeer. Dionysius hatte sich indessen von neuem der stadt Syra-cusa meister gemacht, und den Nysäum von dar verjagt: aberdie vornehmste dürger hielten es mit Jceta, blos aus haß destyrannen. Da es auch zum treffen kam , lag Icetas ob, unddrang zugleich mit den fluchtigen in die stadt, eroberte alles bisan die insul, worinn sich Dionysius aufhielte. Er hätte ihnauch ohne zweifel zur übergab gezwungen, wo nicht Timoleonvon Corintho dazu kommen, den seine stadt auf bitte vieler Sy«racusier mit einiger kriegs-macht dahin gesendet, Syracusa,als eine pflantz-stadt von Corintho, aller ihrer tyrannen zu entle-digen , und wiederum in die alte freyheit zu setzen. Dieserklopfte alsobald Jcetam, und Dionysius, welcher keine andererettung mehr sahe, war froh, sich darauf in Timvleons ge-walt zu übergeben, mit 2000. soldaten, so ihm noch übrigwaren, und einer überschwenglichen menge Waffen und kriegs-gerathe. Worauf ihn Timoleon in einem kleinen schiffe mitwenig gelbes nach Corinthus schickte; allwo er ein gar lieder-liches und verachtetes leben führte, als einer der jchlechtestendes volcks: vielleicht darum, daß er allem argwohn auswiche,als fastete er von neuem tyrannische absehen, weil solcher ihmleicht den Untergang hatte bringen mögen. Er soll auch ausarmuth die kinder auf offener gaffen nach damaligem ge-brauch gelehret haben. Von seinem tode wird nichts sonder-bares gemeldet. DisLi. lib. XVI. c^. ep. Ich. ix.18. A Tula. qu. III. 12. lib. VI. in Dione L

limolsomL, item in D. äs Zsrrul. H». v»r. um. üb. V. 12.A VI. 8- ^»1- VI. p. 6. /«//. lib. XXI.

Dionysius, König in Portugall, folgte seinem vatter Alfon-so III. an. 127Y. Er ward gleich nach dem antritt der regierungvon dem Papst in bann gethan, wett er die strettigkeiten seinesvatters mit der Cleristy im lande fortsetzte. Endlich aber wardaller bisherige streit seiner vorfahren durch einen guten ver-

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