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6'Operaticms 6s Oüirurgie; Histolre Hn-rtomlgue 6'une ms-triLS sxtrsorcüngire; Oiilert. liistorigue <L kllyügus lur 1sOsnerstion 6s 1'Homine; Oillsrrst. lur IsIVIort suhlte L lui1s Oscsleps-e, svec 1'liistoire 6'une semms cstsleptigue; 1'L-nswmie äs 1'Üomme, welche Devaux vermehrter wiederum auf-legen lassen; und einen tractat 6s 1a dräniere 6e secourlr lesfemmes 6leuis sscouckemenz. 6» Lcka«.
bibl. ssript. meäic. lib. IV.
Dionyffa, wurde die insul Naxos in dem Aegeischen meeregenennet , weil es daselbst viel und guten wein gab.
OI(M^8IH, hiessen überhaupt alle feste des Bacchi, esward aber auch sonderlich solches fest mit diesem nahmen belegt/das die Athenienser im fruhling scherten. An demselben hieltman Baccho zu ehren eine grosse proceßion / darinnen die, sosolcher beywohnten, theils auf eseln fassen, theils böcke zumopfer führten / theils auf wagen fuhren, und theils verkleidetwaren. Alle nahmen sich einer zu Bacchi dienst gehörigen un-ordentlichen und der raferey nahe kommenden bewegung des lei-des an, fchryen und heulten oder sungen vielmehr mit solchemgeschrey ihres gotzen lobgesang. (flehe 8LL0Ü6IMI1L.) Rechstdiesem trug man in diesem Umgänge allerhand gerichte von spei-sen, und insonderheit ein gefäß mit wasser. Unterschiedene dar-zu bestimmte jungfrauen trugen die heiligen laden, darinnennebst den erstlingen von allerhand fruchten auch die geheim-nisse des Bacchischen götzen-dienstes, welchen die Kirchen-vätteroffenbart haben. Nach diesem wurde der sogenannte kksllusgetragen, daher auch die proceßion kerixbsllis oder kKsIIsgoZlsgenennt ward, dem die Ichyxkslli oder gewisse manns-personenin weibs-kleidern folgten, die sich truncken stellen musten. Siehatten auch eine wurf-schaufel dabey zum zeichen, daß dieser gö-tzen-dienst zur reinigung angesehen sey.
6e ksstis Orsecnrum.
* OIO>1^s8I äOL8, (Insult) sind drey kleine insulnaufdem Mittelländischen meer; sie liegen io. stunden von Candien,zwischen den Eylanden Lovo, Stampalia und Scarpento, undsind fast wüste, dieweil die see-räuber dieselben sehr unsicher ma-chen , und sich folglich niemand sie zu bewohnen getrauet. H/ac?,
Diälionnsire.
Dionysiopolis, ist der alte nähme vieler städte, dar,unter die vornehmste war Nagara oder Nyssus an dem flusse In-dus, welche Bacchus, der auch Dionysius genennet wird, er-bauet. Eine andere stadt dieses nahmens war in Nieder-Mösien,welches das heutige Varna seyn soll. Ferner war auch eine stadtdieses nahmens in Phrygien, und eine in Afrika, / r->-
Dionysius, ein tyranne von Heraclea, einer stadt in derprovintz Pontus, lebteL. lVI. ;6zo. 0. 554. II- 6.420. Olymp.
OXI.zu den zeiten Alerandri N. und suchte sich durch den rumdes Persischen Reichs zu vergrößern; dannenhero er den glückli-chen progreß der Waffen Alerandri nicht ungern sahe. Doch baldbefand er sich in solchem zustande, daß er mehr Ursache hatte,sich vor dem Alexandro zu fürchten als vor den Persern. Denndie er von Heraclea weggejagt hatte, suchten bey Alexandro schütz,und wäre es bald dahin gekommen, baß ihn dieser hätte absetzenlassen, wenn er sich nicht zu der schwester Älcxandri, Cleopatra,gewendet, und durch deren hülffe solches verhindert hätte. DerL. ül 5660. ü. 0. 524. II. 0. 4zo. Olymp. OXIV. I. erfolgtetod des Königs Alerandri schien ihn zwar von aller furcht zu be-freyen, allein als Perdiccas sich der verjagten von Heracleagleichfalls annehmen wollte, muste er abermals durch allerhandpolitische räncke dieses ungewitter von sich abzuwenden suchen.Doch auch Perdiccas starb bald darauf 6. öl. ;66r. L. 0. 522.11.0.452. Olymp. OXIV. 5. und lebte darnach Dionysius inguter ruhe und Vergnügung, worzu seine Heurath mit der Ama-stris, einer tochter des Oratris, eines bruders des letzten Kö-nigs Darii, welche von ihrem ersten gemahl war geschiedenworden, viel beytrug, sintemal er mit derselbigen grossen reich-thum bekommen. Er ergab sich hierbey der Wollust gantz undgar, wurde auch so dicke, daß er fast nichts anders that alsschlafen, da man ihn denn mit langen nadeln stechen, und sol-cher gestalt aus dem schlafe wieder heraus bringen muste. Erstarb im 55. jähre seines alters, nachdem er ;o. jähr regierethatte. in kistor. tyrsnnorum Herscl. davon die ex-
Lerpts bey dem in bibliotkeca n. 224. jU finden. vLLa».vsr. bist. IX. 15.
Dionysius!. ein tyranne von Syracnsa, eines schlechten-ürqers, Hermocratis söhn, diente zuerst als ein Capitain wi-der die Carthaginenser, machte sich aber ö. öl. ,579. 6.0. 40;.
II. 0.549- Olymp. XOIII. 4. da er die andern Capitaine und an-sehnlichste burger der verrätherey und untreue beschuldiget, gantzabsolut. Ob ihn nun wol die Sicilianer, so seiner bald über-drußjg wurden, gerne aus dem Wege geräumet hätten , giengihnen doch ihr anschlug nicht an, sondern sie verstrickten sichnur in eine grössere sclaverey; und Dionysius bediente sich desgelds der reichen, so ihm zuwider gewesen, um sich die solda-ten mehr und mehr zu verbinden. Er litte anfangs von den Car-Ihaginensern eine ziemliche Niederlage bey der stadt Gela, die erentsetzen wollte, und verlohre die stadt; muste auch Camarinaverlassen, und die einwohner mit weil» und kind naher Syracusafuhren, aus furcht für der Carthaginenser grausamkeit. Baldemporete sich auch ein theil seiner kriegs-leuthe, sonderlich die
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Sicilianer, plünderten seinen pallast zu Syracusa, und mißhan-delten sein weib gar übel. Aber er kam ihnen unvermuthet überden hals,und schlug die meisten tobt; hatte auch das glück,mit denCarthaginensern, ohngeachtet sie ihm im selb obgelegen, einenfrieden zu machen; weil sie sonderlich den besten theil ihrer armerdurch pest verlohren hatten.Iedoch behielt dadurch Dionysius fastmehr nicht, als die stadt Syracusa. Allein er gebrauchte der er-langten ruhe sich innerlich desto sicherer zu setzen, machte vieleneue vestungs-wercker in der stadt, und griffe hernach die Srci-lianer an, in meynung, solche, als von der Carthaginenser hülffeentblößet, bald unters joch zu bringen. Aber kaum war er zuselbe gezogen, so fiel wieder der gröste theil der soldaten von ihmab, und nach ihnen die stadt sechsten; so daß er mit inühe insschloß entrann, war auch in solche Verzweiflung gerathen, daß erschon mit seinen vertrautesten von der art des todes, durch welcheer sich umbringen sollte, anfienge zu berathschlagen. Ader die er-mähnten ihn das äusserste zu versuchen, und sprach sonderlich ei-ner mit nahmen Heloris: die tyranney und höchste gemalt wäredas schönste grabmahl; anzudeuten, er könne nicht mit grössererehre sterben, als indem er die einmal erworbene gemalt ver-fechtete. Er stellte sich also, als wollte er gutwillig das schloßverlassen, machte die Svracnsaner durch tractaten sicher, und be-wegte unterdessen durch grosse Versprechungen die Campanier, sogeworbene soldaten der Carthaginenser waren , und dermalennoch in Stellten stunden, daß sie ihn zu befreyen heimlich an-rückten. Sie fielen auch ohnversehens in die stadt ein, erschlu-gen eine grosse anzahl bürger, und drangen zu Dionysio auf dasschloß. Dieser erhielte auch noch mehrere verstarckung von denkriegs-leuthen, so es noch mit ihm hielten. Die Syracusanerwurden darauf unter sich selbst uneinig; welche gelegenheitDionysius so wohl zu gebrauchen wußte, daß er sich durch einenausfall der stadt von neuem bemächtigte. Da erzeigte er sichnoch gütig gegen die überwundene, und suchte die bürger anfalleweise wiederum in die stadt zu bringen; aber gar viele wolltennicht trauen. Der Tyrann gieng unterdessen seinen weg fort,nahm Aetna, ein schloß am berge dieses nahmens, auch Na-xus, Catana, ferners die stadt der Leontiner, hernach Ennaund andere ein; zwange aller orten die beste bürger ihre Woh-nung nach Syracus zu verändern; bevcstigte sonderlich dasstädtlein Epipolas in der nähe von Syracusa, damit diese stadtim fall eines neuen Unglücks, sonderlich, da er vorhatte mit denCarthaginensern zu brechen, nicht so leicht könnte belagert unddurch lullen eingeschlossen werden. Als dieses mit »«gemeinergeschwindigkeit und grossem rühm des Dionysii, welcher selbstHand an das werck gelegt, und aller orten die treflichste anstaltengemacht, vollbracht worden, und er sonsten auch eine »«gemeinemenge von allerhand gattung kriegs-vorralh zusammen gebrachthatte, machte er dem andern kriege wider die Carthaginenser ei-nen ansang durch preis-gebung aller güther, so die zu Syracusaund in andern städten seiner Herrschafft unter dem schütz des frie-dens wohnende und handelnde Carthaginenser besassen. Er be-lagerte darauf die stadt Motya, die sehr vest und mit einem gu-ten see-haven versehen; litte zwar sowv! durch die tapfere gegen- ,wehr der bürger, als zur see durch die flotte des Carthaginensi-schen Generalen Himilco, ziemlichen schaden; bekam jedoch zu-letzt die stadt durch stürm em, wozu ihm vornemlich seine kriegs-maschinen und thürne halfen. Was von den bürgern der»schwerdt entgangen, wurde in die knechtschafft verkauft. Al-lein das folgende jähr ländete Himilco mit einer grossen flotteohnversehens an, nähme Motya wieder ein, zusamt Erveund Meßina; schlüge des Dionysii schiff-flotte unter Leptine,umringete Syracusa zu wasser und land, verwüstete, was erantraf, und nähme so gar die Vorstädte weg. Allein da begunntesein glück zu wancken; er verlohre viel leuthe durch kranckheiten;Dionysius dagegen bekam hülffe aus Griechenland und Ita-lien , gewann eine see-schlacht vor dem Hafen zu Syracusa, undals er die feinde nun durch die pest recht geschwächet sahe, griffer sie zu wasser und lande zugleich an; brachte ihre schisse in denbrand; eroberte auch die beste schantzen um ihr lager, so daßHimilco kein ander Mittel sich zu retten wußte, als mit einemkleinen theil seiner leuthe, sonderlich die von geburt Carthü-ginenser waren, soviel nemlich 40. galeeren fassen mochten,bey nacht davon zu schleichen. Aber auch von diesen wurdeneinige auf der flucht zu gründ gerichtet, und die geworbenefremde soldaten, welche Himilco in dem lager gelassen, zer-streuten sich von leidsten, und kamen meist in des Dionysii ge-malt. Die Carthaginenser verlohren da in allem über i zoooo.mann, und, wie kein Unglück allein, so dekainen auch ihre Un-terthanen und benachbarte in Airica dadurch einen muth » Mgegen sie aufzulehnen, wodurch Dionysius je mehr und mehrluft bekam, seine fachen in Sicilien recht vest zu setzen : Wiedenn, als hernach die Carthaginenser allda den krieg unter amführung des Magonis erneuern wollten, der Vortheil gäntzlichauf Dionysii feite war, und jene ihm im frieden den besten theilvon Sicilien preis lassen musten. Dieser griss darauf den un-tersten theil von Italien, gerad gegen Sicilien über liegend, amschlüge der daselbst wohnenden Griechen armee in die flucht,und zwange den rest in die 10000. starck zur Übergabe. ^wußte auch den sieg so wohl zu gebrauchen, daß er durch al-ler deren freylassung ohne löse-geld sich die meisten städte der-selben gegend verbände, welche sich glücklich schätzten, m»ihm umer verheissung eines ziemlichen tributs, und stellungvieler geisseln friede zu machen. Doch ließ es Dionysius nicht
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