Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Dionysius, von Heraclea, einer stadt in Pontus, davoner auch Heraslsorss genannt wird, war ein l?bilolopbu8, dersich unterschiedener lehrmeister bediente, und endlich zu demZenone, dem Urheber der 8toisoruin, begab. Von diesem lern-te er , daß die schmertzen keines Weges böse waren , und daßnichts ausser Welt den nahmen des bösen verdiente , ausser al-lein die laßer; gleichwie die tugend allem gut, die übrigendinge aber indifferent wären. Es geschahe aber, daß er in ei-ne schmertzhaffte kranckheit fiel, und zwar, wie einige melden,an den äugen , wodurch er sich bewegen ließ, diesen lehr-satzder 8toicorum zu verdammen, und begab sich darauf zu der steteder c^renrücorum, welche das höchste gut der menschen in derWollust setzten. Er gieng gantz ungescheuct in die huren-häu-str, und verlangte nicht einmal, daß sein unzüchtiges lebensollte verborgen seyn. Er hat einige philosophische wercke, wieauch getichte verfertiget. Sein leben brachte er auf 80. jähr,da er desselben uberdrußig ward, und sich durch Hunger selbsttödtete. OioZ. in vim Oionvs. sterssient.

üb. VII. L X. üb. V. äs knib. gueelk. Vustui. üb. II.

«Ls.

* Dionysius, von Alexandrien, ein Christlicher Redner,aber weit jünger als der Patriarch von Alexandrien dieses nah-mens , hat Lommenmrios über den Dionysium Lreopsgitain

eschrieben, welche in Lollini eines Venetianischen Edelmannsibliotheck in manuscript gewesen, äs Lusbarist.

p. 261. , äillert. äs Dianas. Lpbeln. karis.

AN. 1702. 20. insrt. ITrLw. bibl. 6r»s. III. ;2. §. 20. 79;. V.

I. §. 6. p. 6.

* Dionysius, Bar Salibi, ein Syrischer Iacobite, und

Metropolit zu Amida , so um die mitte des XII. lstsuli lebte,und von welchem in Lxiilolst HuntinZtonstnst p. III. lsqg.gehandelt wird. , bibl. Or-es. III. Z2. §. 20. x. 796.

VI. ro. H. 44. x. 822.

* Dionysius, äs Lurgo 8. 8epnlcri , ein Augustiner-Mönch zu ausgang des XIV. Lsnü , welcher die Poeten, tti-ttorison , Redner, und kbilolopbos fleißig gelesen, und überden Valertum Maximum, Ovidii übr. Llemmvrxb. Virgilium,Senecä ILZosäim und andere schriften Lommenmrios geschrie-ben , wußte auch mit anslegung der unter den Heydnischmfabeln verborgenen Moral das volck sonderlich zu erbauen.

sxuä scrixr. rer. Lernn tom. II.

x. 164.

* Dionysius Lbalsläenüs , hat nach Marciani in ksrixio

zeugnisse ;. büchergeschrieben, deren auch SlraboXII. x. 849. Suidas, Harpocration , Plutarchus äs Heroä.Mslign. v. 86°. und andere gedencken. Daher verwechseln ihneinige mrt dem Atheniensischen Dionysio, indem sie in demMymolvßiso M3gno vor haben gesetzt, da

es doch «csio-ia-, heißen soll. <7g/ä«I>o«. Lnim-läv. in Leben.X. 14. LIarsibe. not. sä Hurpncr. in äe still.

Orsec. III- Xic. Loe»si>. niileell. üpipb^II. p. ; ^4. Ler-re-L«,, varstr. IsÄ. II. 8- bibüoeb. Lr-ssa III. 21. §. 8-rwt.p. ;;6. III. ;2. §.20. p. 797.

* Dionysius HaÜcaräLllenüs, (Aelius) ein Sophist zu des

Kaysers Adriani zeiten, schrieb äs Vocibus Leeieis üb. V. undwurde daher Leeieills, sonst aber wegen seiner erfahrung inder music, Mul-sus genannt, wie er denn auch stülorstm Auli-LAM in ;6. 'iwÄ/lEwr in 24. ^«,-dei-ee

oder in 20. und äe ist, gUX inuüce äiöta ümt apuä

riaeonein, in 5. büchern verfertiget hat. 8«räa,, in vionL.IlaüearnM ?l-srr«r, coä. r;r. Es halt ihn Meursius, undIonsius III. 8. vor den Aelium Dionysium, welcher -retz,

-rwl- X«, geschriebeü hat, das

in des Aldi Lornu Lopise , Venedig 1496. steht. F'aLrrE,,bibüoeb. 6r. III. r. §. ;o. p. 21. III. z. x>. ;8- III- 10. §. 9.n.x. 267. 270. III. )2. §. 10. p. 794. IV. ;4- §- 94. p. 516.V- 7- 9. ?. i;.

* Dionysius, Nulaümes , Patriarche zu Constantinopel,

im vorigen Louis , schrieb an. 1672. eine 8ynoäicam äs Lal-vinianorum Lrroribus, welche mit dem Cyrillo Lucari ge-druckt worden. apoloZie pour Ie8 Latboügue8 tom.

II. k. II. p. I?I. , bibl. 6r. V. 4;. x. ;oo. ;o2. VI.

4. §. 2. x. 7Ii-

* Dionysius, ?erieMte8 genannt, weil er eine schöne ks-

riegesin Liunäi oder beschreibung der Welt in Griechischen Ver-sen geschrieben. Er war von Charax Pasinu gebürtig, daherihn Valesius in exoerxt. üsirelc. x. 6. nebst andern LbLUS-num, andere aber Llexsnärinuin nennen, weil gedachte stadtvorher Alexandria geheißen, welches das Alexandria in Susianaist, nicht aber das in Aftica, wie sich vielleicht Eustathius einge-bildet, der ihn einen Afticaner nennt, gleichwie dieser hinge-gen anlas gegeben, daß Luitprandus lioinsnlis ihn mit demPapst Dionysius verwechselt, und diesem die kerisZeün zu-schreibt. nä Lmmisnum XXIII. 6. x. ;-?2. La^ä«r-

aä kün. bili. nst. VI. 27. Hingegen Suidas in L,°»va-.macht ihn zu einem Byzantier, wovor Voßius äs IM. OrL-ei8 II. und Neocorus -lä 8uiäsm I. cit. Bithynier setzen', wiedenn auch Voßius l. 0. die keriegelm unter des Dionysii vonMilew und des andern Dionysii von Rhodus oder Samos

d l 0

schriften zehlt, und Meursius 3ä Ueüaä. LbrestüMatb. L äevionvi. schreibt dieses buch dem Dionysio von Corinth zu;allein die wahrscheinlichste meynung ist, daß der DionysiuskeriegetW von Charax gebürtig gewesen, und zu Kaysers Au-gusti zeiten gelebt, welcher ihn in die Morgenländer geschickt,Caji Casaris zug wider die Parther und Araber zu beschreib ,den. bist. nat. VI. 27. Lrit. Laron. tom. I. p. 8- Vo-Lenotapb. kilbn. äistere. II. p. 19z. rs , äist. äe kost.

Ickol-s xubl. utiüor. §. 18. leg. wiewvl Salmasius aä 8oliuumx. 4H. segg. aus des Dionysii ksriegeii VI. 208. segg. schließenwill, daß er weit später als Augustus , und vielmehr zu Se-veri oder Marci Antonini zeiten gelebt habe, welcher meynungauch Barthius ÜV1 II.und Ursmus in seiner editton des Dio-nysii beypflichten. Unter den alten hat Rufus, Festus, Avie-nus, und Priscianns, vor welchen andere Rhemnium Fan-nium nennen, den Dionysium in Lateinische bexsmetro8 über-setzt. Eustathius hat im XII. steculo einen weitläufigen Grie-chischen Lommemsrium darüber verfertiget, wie denn auch vorund nach ihm schon unterschiedene darüber geschrieben. Un-ter den Lateinischen Übersetzungen sind besonders gedruckt desAvieni zu Venedig 1488. in 4. und Paris 1^90. in 8. unterandern alten Poeten, und zu Madrid 16,4. in 4. unter Avienrgetichten, des Prisciani zu Venedig 1482. in 4. 1518. in 8.zu Florentz 1^19. in 8. zu Lyon izzo. rc. mit Joachimi Ca-merarii noten, zu Vienne i;i2. in 4. mit Petri Mosellantlokoüis zu Leipzig 1518. und zu Rostock 1577. in 4. des An-ton« Paschariä zu Venedig 1477. in 4. 1498. in 4. des Si-monis Lemnii zu Venedig 154;. und des Andreä Papii zu Ankwerpen 1576. in 8. Eustathii Lommslimrü sind übersetzt wor-den von Adele Matthäo, welche nebst der Lateinischen versioader kerisZeleo8 in Versen zu Paris 1^6. in 4. gedruckt wor-den , ingleichen von Bernhards Bertrando, welche zu Basel15 ?6. in 8. heraus gekommen, wie auch von Vincentio Ma-nerio, so im manuscript geblieben. Griechisch hat man dieksriegeün zu Venedig i;iz. in 8. zu Paris'!?56. und 1??9-in 4. mit Wilhelmi Morelli noten, zu Cambridge i;;;.in8.zu Londen 1668. in 8. und unter den kosti8 krincixibusberoisi csrminis zu Paris i;66. in fol. aufgelegt. Die Grie-chische edition nebst Eustathii Lommenmriis des Rob. Ste-phani zu Paris 1547. in 4. ist sehr sauber. Griechisch undLateinisch ist die beriegsL ans licht getreten mit Prisciankmst-txbrsü, und Cälit Calcagnini noten zu Basel 15z 2. in 8.mit Iohannis Camertis Übersetzung und Iohannis Ceporimnoten zu Basel 152;. in 8. 15)4. in 8. 1547. in 8. 1561.in 8. i?8;. M8. zu Cöln i;;o. in 8. zu Antwerpen i?;).in 8. mit Andreä Papii mempbrast zu Antwerpen 1576. M8. mit Henrici Stephani Übersetzung und varü8 Isälionibusin Lorpore koetsrnm 61. zu Genf 1606. in fol. mit Ant. Bastsolii noten zu Mußipont 1620. in 8. mit Henrici Stephani Über-setzung , land-charten und Wilhelmi Hills Lommenmrio zuLonden 16^7. 1679. in 8. mit Stephani Übersetzung und no-ten nebst Papii mempbr-ck,, und T. Fabri anmerckungen zäSaumur 1676. in 8. mit Stephani Übersetzung und G. H«Ursini noten zu Regenspurg 1705. in 8. Eduardus Wels haknach der art der heutigen Geographie des Dionysii werck ein-gerichtet , verbessert, mit Griechischen versen vollständiger ge-macht, anmerckungen und 16. land-charten beygefügt, und z»Oxford 1706. in 8. heraus gegeben. Griechisch und Lateinischmit Henrici Stephani Übersetzung und Eustathii LommeMÄ-rü8 ist der Dionysius zu Paris 1577. in 4. unter andern 2«-tlkoribub gedruckt, welches alles auch nebst Stephani Morelll,Ceporim, Papii, und Hills anmerckungen in der edition zu Lon-den 1688. in 8. zu finden. Mit Henrici Stephani Übersetzung,Zivilst iMerliriLLribus und eines ungenannten 8süoIstlL PS-rgpümst (Irsesa hat ihn Eduardus Thwaites zu Oxford an.1697. in 8. heraus gegeben. In Französischen versen hat ihnBenignus Salmasius zu Paris 1^97. in 12. heraus gegeben.

, bibl. 6r. IV. 2. p. 71. legg.

* Dionysius 8s^robrÄLüion oder Ssyteus, lebte kurtz vor

Cicerone, und verfertigte diejenigen Historien, welche andere deinTantv 1.760 zueignen. äs (Minium. 7. , XII-

p. ;ie. Ionsius hält ihn auch vor den Verfasser der bey demSocrate gedachter LoronX, und dieses werck vor einerley mnden büchern äs Xvmpüis bey dem Suida v. dls//--«'-Andere hingegen muthmassen, es sey das buch Lorons nichkunterschieden von dem des Dionysii Mietn. Obgedach-ter Dionysius von Mitylene hat nach Suida zeugnis in einemhelden-getichte i-««- x«, , ingleickstü

und die LrZ0N3uM8 in 6. büchern in prost geschrieben'bibl. Or. III. z r. §. 20. p. 801. V. 7. H. r;. x. 58-

* Dionysius Vbrsx, hat eine geschri^

den, welche in vielen btbliothecken in manuscript angetronfen, und von Fabricio seiner Libüorbsc-e (Ms« V. 7. §- sVp. 26. stg. einverleibet worden. Sextus Empiricus »äverstdr-lmmst. führt unterschiedenes daraus an. PorphyrchbiDiomedes 8ebostlIiLU8, Melampus, Stephanus, GeorgsChöroboscus und Theodosius Liexanärinus haben darüber commentirt, doch ist oftmals eine grosse Verwirrung. Also mo,in einem Loäiee der Königl. Groß-Britannischen bibliotye^dasjenige vom Diomede, was in Holstenii mannscripw 2Vnysio zugeschrieben wird. Es ist auch nicht gewiß, wer^^