Materien sich mit befinden, doch handelt er auch wohlvon demglas-schleifen , und dem gebrauche der geschliffenen glaser, alseiner, der aus der erfahrung redet , demonstriret auch dre el-genschafften der geschliffenen gläser, wie denn dieses buch »vegender deutlichkeit anfängern billig zu recommendiren; in Chri-stian Gottlieb Hertels vollständigen anweisung zum glas-schle«-fen, wie auch zu Verfertigung der optisthen Maschinen, Halle1716. in 8. so nach der zeit mehrmal aufgelegt worden/ welchentractat durch viele nützliche anmerckungen erläutert hat Jo-hann Georg Leurmann / in seinem tractat vom glas-schler-fen, Wittenberg 1719. in 8.
Diores, von des Prianu geschlecht/ war einer von den sie-aern in dem von Aenea angestellten wettlauf, und verlohn nebstseinem bruder Amycv/von der Hand des Königs Turnt sein le-ben ^. Ln. üb. V. v. 297. üb. XII. v. 5°y- *
* Dioscort, eine kleine insul auf dem Ionischen meer/an
der küste von Calabria okrs in Neapolis. Die Alten nenntensie Dioscoron. bist. nst. III. 10.
Dtoscortde / oder Dioscoridu / eine insul im Rothenmeer, wie Stephanus Lz-rsmimis berichtet. Man hält ste fürdas heutige Zocotora. ?/r«. üb. VI. c. 18.
Dioscorides / (Pedacius) ein Neäicus von Anazarbe / ei-ner stadt in Cilicien, welche hernach Cäsarea genennet worden.Voßius sagt, daß er L. N. ,948. L. L. ;6. II. L. 718. OIvmx.6ÜXXXVI. gelebet, und ein Neäicus Antvnii und der Cleo-paträ gewesen, daher es fast scheinet, als wenn er, gleichwieSuidas diesen Dioscoridem mit dem Dioscoride, zugenanntkbac-is, verwechselt habe. Denn dieser, von dem hier geredetwird, sagt in der vorrede über die bücher, so er äs Nsreris iVIe-äics geschrieben, daß er zu den zeiten Licinii Baßi gelebet, wel-cher wahrscheinlich derjenige ist, so an. 64. Bürgermeister ge-wesen , wiewol es schwer ist, die rechte zeit dieses sucilorü zubestimmen. Derowegen auch ehemals zwischen PandulphoCollenutio und Leonico Thomäo ein grosser streit gewesen, obPlinius den Dioscoridem, wie dieser letztere dafür hielt, oderDioscorides den Plinium ausgeschrieben, wie Collenutius unddie heutigen Lririci wollen. Pedacius Dioscorides folgte an-fangs dem kriege, hernach legte er sich auferkanntnis der krem-ier , und verfertigte sein werck, äs Nmsris Meäics, welchesannoch in 7. büchern vorhanden ist, und hoch gehalten wird.Man legt ihm auch noch andere tractate bey. xr-sk. üb.
VI. jimxüc. meäic. §: üb. IV. äs somp. meäic. Lc. ?eoä. 178- s'k/x«- in viÜ 8 Neäic. äs kkilol.
L. n. §. 40. in juäic. äs künio. *
* ^ioftorides, ein 8wicu,8 und vatter des Zenonis, wel-
cher Chrysippo gefolgt ist, und an den Chrysippus viel bü-cher geschrieben. VII. 190. 19;. 198. 200. 202.
Diesem schreibt Ionsius äs lcrixt. bitt. ? Kilos. II. 6. § 5. die
zu, welche nach Laertiil. 6z. undAthenaiXI. p. ?c>7- zeugnisse ein Dioscorides geschrieben, wiewol Casau-donus denjenigen, der Jsocratis schuler gewesen, vor den ver-fertiger hält. Eben derselbe hat nach Jvnsii I. c. urtheilegeschrieben, welche Plutarchus inTycurgo p. 46. und Athenäus IV. x>. 140. anführet,bibl. 6r. IV. 2. p. 92.
* Dioscorides, ein schüler Jsocratis, soll die verse im Ho-mere lü-lä. I. n 9. vor falsch gehalten, und geändert haben.
I. p.n. Er wird vom Suidaallegirt. Aus eben demselben ist der discours beymAthenäo p. 8. sog. 1-8 n'tzwü»' «°eZ'' O/ss,
wie Easaubonus x. 27. aus dem Suida schliesset. Eustathiussä lüsä. ä. x>. 1270. gedencket auch seiner. Seinritirt der 8cüoüslte8 ürüloxü. sä ÄVS8, ver8. 128). und Suidasin äs lcript. üiü. küil. II. 6.
bibl. 6r. II. 9. §. 48. x. zZ4- IV.2. x. 92.
* Dioscorides, ein Poete, welcher über hundert jähr vorChristi geburt, und zwar vermuthlich mit Callimacho, Theo-crito, Apvllonio und andern zu gleicher zeit gelebt. Von ihmstehen IZ. Lpißrsmmsts in der Lntüologis, und eben so vielsind noch unge-ruckt vorhanden. La«. , sä Hör. ässrts koel. VSI8. 279. F'aLrrcrr,,, bibüotü. Or. III. 28. x. 716.IV. z. §. 2.x. 91.
* Dioscorides, kkgcss, ein Nsäicu8 von Alexandrien ge-bürtig , und des Herophili secte zugethan. , tom. III.
x. 709. , bibüotüecs örTL. VI. 9. §. 4. p. 144.
Den zunahmen küscs8 bekam er von den wartzen im gesicht.Er lebte zu Antvnii und Cleopaträ zeiten, und schrieb 24.bücher von allerhand Materien in der Medicin.Herodianus in xr^f. sä glols.ttipx. meldet, daß er in siebenbüchern diejenigen widerlegt habe, welche vor ihm des Hippo-cratis schwere Worte haben erklären wollen, und zwar hat ersolches in alphabetischer ordnung gethan. Es soll auch Gale-«us exxos. ling. Hivpocrsti8 auf dieses werck zielen.
x. 565. Es gedencket auch Paulus LZinets IV.24. eines Dioscoridis ülex-märini. äs Icripr. Kill. kbi-los. II. 6. !, bibl. 6r. IV. 2. p. 90. VI. 9.
§. 4^144. Stollens hist. der med. gelahrtheit, I. §. 24.
* Dioscorides, ein Griechischer smbor, schrieb einentractat von der Spartanischen Republick. Athenäus ziehet das
zweyte buch davon an, und Plutarchus thut desselben auchMeldung in dem leben Agesilai und Lycurgi. Einige verwech-seln ihn mit einem andern Dioscorides, welcher auch ein koersüz'ricus gewesen, und LpiZrsmnisrs geschrieben hak.äe Hiüorici8 6rXci8 üb. III. x. ^9.
Dioscorus I. Patriarch zu Alexandria, folgte an. 444. Cy-rillo. Er warmete den alten streit von dem Primat wider denPatriarchen von Antiochia wiederum auf, und vertheidigte desEutychis irrthummer, welche er auf dem an. 449. zu Ephesogehaltenen Lonsiüo billigte. Als er von bannen nach Alcxan-dria wiederum zurück gekommen war, that er Papst Leonen;in den bann. Allein im folgenden jähre Mauf wurde er vondem Constantinopolitanischen Lonciüo abgesetzt , und an. 451.vor das Lorwilium zu Chalcedon gefordert. Ob er nun woldaselbst nicht erscheinen wollte, so wurde er doch nichts destoweniger einmüthiglich verdammet, abgesetzt, und hernach verja-get. Endlich starb er zu Gangra in Paphlagonien, an dem or-te seines exiüi Les, ex. 7. L 8l. L in cüron.
II. Loncil. LxbeL tom. III. Lonc. Loncil. Lbslceäon. scl.i. 2.z. Lc. tom. IV. ex. 16. sä Llsv. üb.
XIV. s. 47. La7o»rr», sn. Lbr. 4)9. 444. Lc. üüt.
SLol. üb. II. kec. V.
Dioscorus II. oder der jüngere, wurde an. 517. Patriarchzu Alexandrien, nach dem tobe Iohannis Machiorä, und derEutychianischen ketzerey zugethan gehalten. Weil er nicht,nach der damaligen gewohnheit, von den Btschöffen in Egv«pten , der Clerisey und dem volcke, erwehlet worden, wollteihn das volck anfangs nicht erkennen, welches eine aufruhr er-regte, darinnen viel ihr leben einbüßten. Er besaß den Pa-triarchalischen stuhl bis an. 519. LÄerar«/, Lrev. c. 19.sn. Lbr. 517. 519- *
Dioscorus, ein Gegen-Papst, welcher an. z z o.BonifacioII. entgegen gesetzet, und von Athanarico beschützet wurde, auchgewiß eine spaltung in der kirche würde erreget haben, woferneer nicht bald nach seiner wähl gestorben wäre. Er wurde nachseinem tobe, wegen der ihm zugeschriebenen Simonie, ver-dammt, allein von Agapeto, bes Bonifacii Nachfolger, absolvi-ret. in ÜZsx. La^o«. sn. Lbr. ;;o.
VI 08 LV K.I, das ist: Jupiters söhne; war der nähme,womit Castor und Pollux von den Heyden angedeutet wurden,ungeachtet sie lichteten, daß ihrer beyder Mutter, Leda, nur denPollux von dem Jupiter, hingegen den Castor von ihrem ge-mahl, dem Könige Tyndaro, empfangen hatte. Siehe Ca-stor und pollux. Ist^r. I. ^Zr/. Lneiä. üb. VI. ?a-psntb. m^Lb.
Dioscurias, eine stadt in Colchis, trieb so grossen Handel,daß bey zoo. nationen, davon keine der andern spräche verstund,dahin handelten. Die kaufleuthe von Rom hielten daselbst 1; 0.dollmetfcher. Plinius sagt, daß sie zu seiner zeit wüste gelegen,Ammianus Marcellinus aber, daß ste zu seiner zeit noch be-rühmt gewesen. Einige legen ihre erbauung dem Castor undPollux bey, andere aber den 2. kutschern dieser beyden Helden.Arrianus , der sie selbst gesehen, bezeuget, daß ste zu seinerzeit Sebastopolis geheißen, und eine colonie der Milester 2260.üsäis von Trapezunt gewesen. üb. XI. üb. VI.c. 9. üb. XXII. c. 8. H/e/a, üb.l.
c. 19. 5 s/«E, c. i;.
Diospolis in Egypten, siehe Thebä.
Diospolts, von einigen Lidda oder St. George, und vonandern Rama genannt, eine stadt in Palästina, mit einemBißthum, welches unter den Patriarchen zu Jerusalemgehörte. An. 41;. wurde allhier ein Lonciüum wider Pela-gium gehalten. üb. II. istrsckst. L. 12. üb. I. con-
rrs luüsnum c. 5. Lc. exist. 76. sn. Lbr.
41;. geoZr. ecclel.
I)I 08 k 0 üHL, wurden vor zeiten die Egyptischen Kö-nige genennet, welche zu Diospoli, sonst auch Thebe genannt,in der Haupt-stadt ihres Reichs in Ober-Egypten regierten. Eswerden von einigen 6. von andern 7. DM-Mse der Diospolitengezehlet, das ist: sie wollen, daß, so oft dorten der sitz einesEgyptischen Königreichs, welches länger oder kürtzer gedauret,gewesen sey. Die Verzeichnis dieser Könige und Dynastenfind uns aus dem Manethone, Eratosthene und andern aufbe-halten worden, von Africano, Eusebio und Syncello. Aus de-nen neuen hat sonderlich die fache gelehrt untersuchet MarshaMin LSN. cüron. der k. Paul Pezron , und letztlich PerizonMS,jener ä 3 N 8 I'sntig. äL8 temn retsbüe , dieser in ori§.haben auch davon ihre besondere gedancken. *
Diotallevi, (Franciscus) Bischoff zu St. Angelo, in deMKönigreiche Neapolis, lebte an. 1610. Er war von Nimmstund nachdem er zu Rom studirt hatte, machte er sich in der Mflofophie und Theologie geschickt. Zu den zeiten Dementis Viu-disputirte er zum öfter» über die bekannte streit-frage äs suxm^grstise , und verfertigte einen tractat, die Meynung der Jesui-ten zu vertheidigen, unter dem titul : Oxulculum äs Loncvr-lu Üei sä sÄus libsros volumsti 8 crestre. Nachdem er Bi-schoff zu St. Angelo worden, gieng er als Xunciu8 in Post,,!woselbst er sieben jähr blieb, und zweifelt man nicht, daß stimdienste durch ernen Cardinals-Hut wären belohnt worden, wemer nicht alsobald nach seiner zurückkunft zu Rom gestörtemals er nur 4». jähr alt war. Er hat einen tractat äs Mm