Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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AMnandv I secularisirt, und zu einem Königlichen Cammer-

s »L wfzngüch-»«»L L1:

^^rpfaildet, hernach von Kayser

^dün. Igor an Äeinrich Anshelm von Prvmnitz i K g

chc» Rath und Landvoat in der Nieder-Lausitz verkauft, und^uter dem titul einer freyen Herrschafft überlassen. A>u

^tzvg Christian/ postulirter stäwimstrswr des St f^urg, Dvbrelug / nebst der gantzen Nieder - Lausitz ,gedachter Lernva den einacäftherten ort und d,e wüste r,rcpcerneuern / das'klostcr m einem schloß und residentz-hause annch-

ten, und'zuMe^ Gdtlein verwandeln lassen,

wre denn auch gedachter Hertzog Chrlstian an. - 68 -bey der zu Merseburg eingerissenen pest zew rtt rade Meyer genommen. Es gehören zu dieser Herrschafft schone lanvereyen,M, nebst dem ssädtlein Kirchhayn , auch veele dorMM en.Dee Fürstlichen beamten allhier besuchenauchd.e Land-lagerarwne dieser Herrschafft. Stehe Gwssers Lausitz, mercrwurdlgkeiten, üb. in.

Dobrin, (Rittervon) siehe Dobrzin.

* Dobroc, eine stadt in Weiß-Reussen, drey merkn von

Mnslaw am flusse Cziorna, wo an. i?°8. den ;<>. aug. vreRussen das Schwedische lager angegriffen. . ...

_* Dobroslaus I. Herr von Dalmatien, und M 0y.

Dragimirs, heurathete Dommream, ane e^elm Sam -Kvnrgs von Bulgarien, nut welcher er fünf söhne »Mg

Als nach dem tobe ihres vatters die Unterthanen ihn mcyl tu

ihren Herrn erkennen, sondern nunmehro ftey leben w ,brachte er sie endlich nach vielen blutigen treffen an.gehorsam. Er genösse daraufseines Reiches rn der besten ruhe,drs an seinen tod , der an. 1047. erfolgte. O« c««Le, mmu.o^ranr.

* Dodroslaus II. ein söhn Rodoslai / und enckel des vor-hergehenden , muste vor Bodino, der das Reich vonMcuma.tien usurpirce, nach Constantinvpel flüchtig werden. Racy oemtode Bodini trugen ihm die Stände die regierung mtt ymoan-srtzung Michaelis, Bodini sohns, freywtllig auf; aber Coccra-por sein eigener bruder wollte ihn nicht darzu lassen, sondernerregte wider ihn einen krieg, in welchem Dodroslaus gefan-gen , und an den König Uladimir geschickt worden. Jaoumca,Königs Bodini Wittwe, ließ ihm darauf die äugen ausstecyen,und zum Ander - zeugen untüchtig machen ; worauf er nach >La-taro gieng, und daselbst sein leben in der sttlle beschlösse.

lämil. Lorant.

* Dobrorvica, lat. vodrovic», ein städtgen in Litthauenan dem fiuß Horin in Polcsia gegen Ober-Volhynien zu.

* Dobruccia, eine gegend in der Buigarey, liegt zwischen

der Donau, und dem Überbleibseln der maucr, so d,e Gnecy,-schen Kayser von Gopasal an, ohnfern Silistria, bls nachConstantia, an dem gestade des Nsre Majors angebauethaben. Da herum halten sich die Cibelesischen oder CldesschenTartarn bey 2000. auf; der Groß-Sultan bedlenet sich derftl/den zuweilen , um seine Przecopischen Tartarn zu verstarcken.Sie sind der Mahometanischen religion zugethan, und bey y-nen wohnen annoch die Nachkömmlinge, der sogenannten C.unu.chen / welche von der faciion Tekeis uberqcbüeben.u^vonder secte Ali sind, welcher gattung m dem ubngen theü Bulga-riens nur noch sehr wenig anzutreffen; sonst ,st dieses Dobruc-cia, "on theils 6eogrÄpki8 auch Dvdrizm genannt, von andernTartarn bewohnet, welche sich auch in dem östlichen theile derBul^ haben, so ferne sich dieselbe Mischen

meer und der Donau erstrecket. Math m^ Schwaitzen^meer uuv ^ unter dem Türcki-

selnem Diätloniirio derichte inun deinschen Groß-Sultan stehen' »"d ummtk^ nach^sei-

vvn Silistria abhängen. Dk ftadte dann» n ymsm NE^,^

uer aussage, Ariopolis, Azmbm, Provada, L. ^ j E alssienge oder Proslawiza, Stramca und andre, 1° gering i idiese sind. cvrEüe, viäk. e^r. Uwr. m

vm. äs Dvdrusse. . . x

Dobrzin, welche die Alten Dobrinum, Mmmum undDobnznum nennen, ist eine kleine stadt und landschM M s olen, welches drey Castellanschafftm , Dobrzm, Slonska undRlplna ,n sich begreift. Es ist dieserwegen zum oftern Mit oenTeutschen Ordens-Rittern und den Königen in Pokn em strellgewesen , jedoch haben es endlich die erster» den Wer« über as-ten müssen. Das schloß Dobrin, welches auf einem festennahe an der Weichsel zwischen Uladislaw und Plozko lieget,haben die Ritter, so Müws Oünsti genennt wurden, erbauet,nnd sich daher nachgehends Ritter von Dobrin benennen las-ten. Es ist aber deren Ursprung folgender gewesen. Als rmAM. Lculo der Polnische Hertzog in Masurien oder Masovlen,nahmens Cvnrad, mit den ungläubigen Preussen schwere krie-ge führte, und sahe» was die Schwertträger in Lwflanvvor glückliche progressen wider ihre feinde machten, ward erM emrathen -es Preußischen Bischoffs schlüßig, dergleichenRitter-orden wider seine feinde zu stiften , welches er auchHfstor. Le-nc-,» m. Theil.

d 0 c

bewerckstelligte, und die Ritter Wittes cüristi nennete, diegleich den Liefländischen Schwerdl-Brüdern einen weissen Man-tel mit einem rothen schwerdt und stern trugen. Der vornehm-ste unter ihnen hieß Bruno, welcher nebst noch dreyzehen an-dern von gedachtem Bischofs in den orden eingekleidet wurde.Als nachgehends Hertzog Cvnrad ihnen einen gewissen districtlandes eingab, daueren sie die vorerwehnte vestung Dobrin,und liessen sich Ritter oder brüder von Dobrin nennen. Es ver-gliche sich auch gedachter Hertzog dergestalt mit ihnen, daß das-jenige, was sie den Heydnischen Preussen abgewinnen würden,unter ihm und dem orden gleich getheilet werden sollte. Hier-auf aber geriethen die feinde vollends in den Harnisch, und füg-ten Masovien noch mehr schaden zu, als sie zuvor gethan, eskam auch endlich zwischen ihnen und den Rittern zu einem har-ten treffen, welches zwey tage nach einander gewährt haben soll,in welchem die Preussen obsiegten, und die neuen brüder mit ih-rer mannschafft völlig erlegten, worauf der orden ein ende ge-nommen, und Hertzog Cvnrad genöthiget worden, zu denTeutschen Ordens-Nttlern, deren Helden - thaten durch gantzEuropa bekannt waren, seine zuflucht wider seine feinde zu neh-men. Hartknochs alt und neu Preussen, L. II. x. 270. c>a-

Doc, (Johannes) lat. vocTus, war erstlich ein Vene-dictmer - Mönch in der Abtey St. Dionysii in Franckreich,voickor TKsoloZiX und suris Lanvnici, dabey ein vortreflicherPrediger. Er wurde nachgehends Groß-Prior zu St. Denys,und endlich an. 1557. Bischofs zu Laon. Er starb an. i;6o. undhinterließ cle Lterna klüi i>ei Lenerstioiie SL temporsli dl-uivl-tste, libro8 II.; Homilisb <Lc. daliia. cks

täriptor. Ikc. XVI.

Docampo, (Florianus) L-mcmicus zu Zamoro in Spa-nien , stund bey dem Kayser Earolo V. sehr wohl, welcher ihmbefahl, eine Historie von Spanien zu schreiben, davon er dieersten fünf bücher, unter dem titul: I-os cinco Ilbro8prime-ros äs I-L LronisL ßenersl äs Llpsnns, heraus gab. Er ver-fertigte auch andere tractate, als I-ikro äs Unsges 7 srmsb Lc.

Docampo, (Consalvus) .Ertz-Bischoff von Lima, warvon Madrid gebürtig, und hielt sich lange zeit in Italien auf,woselbst ihm Clemens VIII. viel gnade erwies. Nachgehendswurde er LLnonicu8 zu Sevilien, LrshiäiLconus zu Niebla,und endlich Bischofs zu Cadix. Ehe er aber hievon besitz nahm,erhielt er an. i Srz.das Ertz-Bißthum zu Lima in Peru, woselbster an. 1626. starb. Man schreibt ihm ein buch zu : äel Oovisriwäs! kercs. L«vr/a, in tkeat. esclss. I.im. bidl.

OOLKTL, waren gewisse ketzer in der ersten Arche, desMarcionis Nachfolger. Sie hatten diesen nahmen von demWorte oder scheinen, weil sie dafür hielten , daß Chri-stus nicht wahrhafftig, sondern nur scheinbarer weise gelittenhabe. lib. VII. ström. T^eosiar-rc. üb. V.

brerec. küb. c. 12. üiüoir. ä'bssile Lcc.

* Doch, eine vestung oder bürg in der ebene von Jericho,

allwo Ptolemäus, ein söhn Abobi, wohnete, und seinen schwie-ger-vatter den Simonen, Maccabäum samt seinen zwey söh-nen , Mathatia und Juda, vcrrätherischer weise um das lebenbrachte, auch gar in dem sinn hatte seinen andern zu Gazawohnenden schwager, Johannem Hyrcan, zu todten; alleines kam ihm ein böte zuvor, und sagte es Johann,, der machtesich gleich auf, und belagerte seinen schwager Ptolemaum aufseinem schlöffe zu Doch , 1. XVI. n. Josephus snti-

quic. .juäsiL. Xlll. 2;. erzehlet, daß als Hyrcan nahe herzu-kommen , und die vestung bestürmen wollen, hätte Ptolemäusauf der mauer seine mittler und zwey brüder vor seinem ange-fleht auf das allergrausamste mit ruthen schlagen lassen, undanbey gedrohet, sie gar zu tödten, wann er nicht aufhörte dervestung zuzusetzen, wodurch Hyrcan bewogen wurde, es beyeiner einsperrung des orts bleiben zu lassen, die er auch, da dasruhe-oder sabbath - jähr dazwischen kam, gar aufheben muste.Nachdem aber Ptolemäus des Hyrcans mutter und die zweybrüder des Johannis Hyrcans hatte tödten lassen , flöhe er mZenon mit dem zunahmen Cotyla, einem Philadelphischen Ty-rannen. Diese erzehlung Joseph, trift nicht mit dem berichtdes ersten buchs der Maccabaer uberein, allwo es heisset: Erhabe die zwey brüder, Mathatiam und Judam, mit ihremvatter Simone zugleich in dem saale, da er sie zu gaste geladen,

* Dochiario, ein kloster in Griechenland, so von einemMönche, nahmens Neophytus, mit hülffe seiner freunde und«»verwandten, dem H. Nicolao zu ehren soll erbauet wordenseyn. Heut zu taae hat es zum Patron den Ertz-Engel Michael,dessen Ursache die Griechen von nachfolgender geschicht herleiten:Ein knabe, welcher das kloster-vieh hütete, fand einen reichenschätz, und sagte es dem Ilexumeno oder Prälaten an. Die-ser schickte einige Mönche den schätz zu holen , welche aber einigwurden, das geld vor sich zu behalten, und den knaden auSdem Wege zu räumen. Darauf hiengen sie demselben einenstein an den hals, und stürtzten ihn von emem felsen in dasmeer, verbargen inzwischen den schätz an einem heimlichenorte, und sprengten in dem kloster aus, der knav hatte denPrälaten belogen, und aus trieb seines bösen gewissens sich aufdie flucht begeben. Um Mitternacht aber kam der knabe gantz»aß und erfroren in die Arche, entdeckte die grausame that der

L Mönche,