Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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* Dwäus, (Petrus) ein accurater llittoricM in Brabant,war von Lösen gebürtig, und schrieb äs LmiguitL6du8 62I-11 » Lelgic», lud Imp. Komsrio, Antwerpen 1566. und1584. in 8. äe Lnt!guiwtil)U8 LrLbLNtl», 1 b. 1610. in 4. He-rum kovsniensmni lib. IV. Das buch cls Lntiguit»tiliu8 6sIIi»LelZic», ist auch in Schardii lcripc. rsr. 6erm. wm. I. und inPirckheimeri velcrixrions Lermsnl» befindlich. Er starb zuMecheln an. I?8i. 8-we^r» Ltben. Lelg. klbliotk.

LelZ.

Divan, nennet man den Rath und die Versammlung,welche zu Constantinopel auf dem hierzu bestimmten saal in demandern Hofe des Serrails wegen unterschiedener staats-sachen,wöchentlich 4. mal gehalten wird. Die Personen, aus welchender Divan bestehet, sind der Groß-Vezier, die 6. andere Se-ziere, die 2. Cadilesker von Romanien und Natolien, die dreyTeffterdar oder General-Schatzmeister, der Nissangibachi, alsGroß-Cantzler, und der Netangi, der wie Staats-8scrstariu8ist, nebst einigen Schreibern und Notarien. Divan heißt auchder geheime Rath oder das vornehmste LolleZmm zu Tunis,Algier und Tripoli, darinnen der Beg präsidiret.

OIVKN vll KOV, ist der nähme 5. oder 6. kleiner insulnin dem Indianischen meer, welche dem Könige von Cananor ge-hören. Sie liegen 2;. oder ;o. meilen von der insul Malicutgegen die Maldivischen, haben nur 6. oder?, meilen im um-kreise, sind aber sehr gesund.

* Divar, eine insul auf dem Indianischen meer, in Asien,nordwärts von Goa gelegen, und den Portugiesen gehörig, wel-che die einwohner zum Christlichen glauben bekehret haben.

Dive, lat. vivs oder veva, ist 1.) ein siuß in Frankreich,in der Normandie, welcher bey 8. 8-mveur äs llivs in das Bri-tannische meer fleußt. 2.) Ein fluß in Poitou, welcher sich unterSt. Just in die Thouvay, und nebst dieser bald hernach in dieLoire ergießet. clelcr. stum. 6 s 1 I.

* Diveto, lat. vivetum, eine kleine stadt im thal äi De-mona in Sicilien, ungefehr 2. meilen von Meßina.

Divico, ein General der Helvetier, hat sich dadurch be-rühmt gemacht, daß er den Caßium geschlagen, und mit grosserHeftigkeit gegen Julium Cäsarem geredet, an welchen er von die-sen volckern abgeschicket war, eine alliantz mit ihm zu schließen.Als nun Cäsar geißeln forderte, damit er sich anfdas, was ihmDivico sagte, verlassen könnte, antwortete dieser: daß seine na-tion nicht gelohnt wäre, geißeln zu geben, wohl aber anzuneh-men, und begab sich hiemik zurücke. c>/<,, äe bsllo 6^11.

* vlVINällO, siehe Wahrsager-kunst.

Divitio, (Bernhard sts) ein Cardinal, flehe Bibienna.

* Drul, oder Dml-Smd, ehemals Dobil, eine stadt undsee-haftn in der prvvintz Slnde oder Tatta in Asien, an demeinflusse des Indus unter dem 24. oder 2;. gr. Istiä. gelegen,und dem Groß-Mogol gehörig. Thevenots Ost-Jndische reise,I.

* Dium, eine stadt, welche Ptolemäus in Cölesyrien setzet,

in dem67. grad ;o. Minuten Kcltuäirus, und in dem zi. grad-c>. Minuten 1 onZltuä 1 m 8 . Plinius setzet sie ohnfern Pella,jenseit des Jordans, und zehlet sie unter die städte von llscsvoli.Die alte Xoticis Imperswrum sagt, sie haben an Arabien an-gegrentzet, und Iosephus meldet davon, Pompejus habe sie ih-ren alten einwohnern wieder eingeräumet; endlich behauptetStephanus der Oeogrspkvb, Alexander der grosse sey ihr stif-ter gewesen. vier.

Dius, ein Griechischer klistoricu«. Man weiß nicht, zuwelcher zeit er gelebet. Er hat ein historisch werck von Phöni-cier: geschrieben, davon Iosephus ein 6-sgmenwm anbringet,da er von Salomon und Hiram redet, üb. 1 . contra stplanem.

* Dius, ein Patriarche von Jerusalem, wurde zum Bischoffin dieser stadt gemachet, nachdem Narcissus sich in die wüste be-geben ; er genösse aber dieser ehre nicht lang, und hatte Germa-nionem ungefehr im jähr Christi 199. oder 200. zum Nachfolger.

cbron. Lara«, äst an. Lkr. 199.

Diwizagora , siehe Iungferberg.

Dixmuyden, eine kleine stadt in dem Oesterreichischen Flan-dern, an der Jperlee, z. meilen von Nieuport, und fast so vielvon Furnes. Sie ist verschiedene mal von den Franzosen ein-genommen worden, und sonderlich ergab sie sich an. 1695. durchverrätherey oder vielmehr zaghafftigkeit des General-Major El-lenbergers an die Franzosen, welcher auch deswegen mit demköpf hülfen muste. topoZr. Lurß. (Lc.

DiMus, von Athen, schrieb eine Historie, welche er vonPlünderung der stadt Delphis anfieng, und bis zu ende der re-gierung Philippi Macestonib fortführte. Er lebte nach dem to-be Alexandri, und rst von eurem bildhauer dieses nahmens , denDausanias anführet, unterschieden. O,»^. üb. xvi.lid. XIII. in kkoc. stellst!, llr. Ist). III. ^«,-

F»-, dst)I. litt.

Dtubnia, ein fluß in Polen , von welchem Dlugossusllist. kolon. I. p. 1;. als etwas besonderes meldet, daß ernicht austrockne durch sonnen-Hitz oder dergleichen zufalle, son-dern beständig einerley ufer behalte.

Dlugossus, (Johannes) oder lat. kongiE, weil stluxibey den Polen so viel als lonzu« heist, Dom-Herr zu Cracau und

Ertz-Bischoff zu Reusch-Lemberg. Er war aus dem HauseWieniava, und studirte auf der Academie zu Cracau, war auchder erste, welcher daselbst das conrubermum .jurizpsritorum stif-tete. Er wurde Informator bey den kindern des Königs Casimisri 53gestc>iustl8, auch von demselben in verschiedenen geschäfftengebraucht, ob er gleich anfangs von ihm war verfolget worden,desgleichen Lsnomcu8 zu Cracau, und endlich zum Ertz-Bischoffzu Reusch-Lemberg ernennet; er starb an. 1480. im 6;. jähreseines alters, ehe noch seine consecration vor sich gegangen war.Er ist sonderlich berühmt, daß er eine chrvnick von Polen bis aufdas jähr seines todes geschrieben , davon der erste wmu8 an.i6r;. zu Dobromil in fol. heraus gekommen, an. 1711. abermit den letzten 7. büchern zu Leipzig wieder aufgelegt worden.Ferner hat er die leben der Bischöffe zu Posen geschrieben, wel-che Jacobus Brzezmezki, Weyh-Bischoss von Posen, cvnti-nuirt, desgleichen ViM 8 kpilcoporum klocentmm , welche mitin den ox>crst)U 8 Stanislai Lubienski zu finden. Über dieseshat man von ihtn das leben St. Stanislai, welches Suriuszusammen gezogen, und seinen Vir. 8 sn<ck. unter dem 8 . mayeinverleibet; das leben ö. Kunigundis, Oeogrspliism oderLhronvgrgxlstgm koloni»; fccleli» Lrscvvienub stÄs; fami-liär, Lrma L Xlenostis Xobilitstir kolonorum. Er war einmann von aufrichtiger frömmigkeit und strengem leben, thatden armen viel gutes, war dabey von unvergleichlichem ge->dächtnisse und beredtsamkeit. Pins II. hat ihn sehr gerühmt,desgleichen verschiedene andere 8 cripwres. Herbortus hat seinleben beschrieben, und solches seinen aniiLlibus vorgesetzet,fr«, //. in epiit. sst 8 bignenm. cliron. kol. lik. IV.

c. 72. OsmeE, bist. kol. Ist). XXIX. « bist.

kol. in Lnnsl. ü. L. 1467. , in elag.

L in sytstl. Lrscov. äe rep. kol. foFrrn, ste llist.

I.st. Ist). III. c. 6. p. 56;. /Ve-en rstsatr. p. 22.

Dnieper, siehe Soryfthenes.

Dniester, stehe Wester.

* Doare, eine stadt auf der küste Aian in Aethiopien. Sieliegt 2;. stunden von der stadt Adel gegen mittag, und ist einevon den Haupt-städten der provintz, welche die Gattes den Äbyßr-niern durch gemalt der Waffen abgenommen haben. ^«(7,

llicstionnmie.

Dobbertin , ein adelich Jungfrauen-kloster in dem Meck-lenburgischen Fürstenthum Wenden, nicht weit von den 2. klei-nen städten Goldberg und Crackow.

Dobeneck, eine von den ältesten adelichen familien in demVorgtlande und Thüringen, von welcher Ursula an. 1499- Aeb-tißrn zu Hof gewesen. Hiob, mit dem beynahmen der eiserne,starb an. 152;. als Bischoff von Pomesanien; woher er aberden beynahmen erhalten, findet man nicht aufgezeichnet. Ami626.lebte Christoph Heinrich zu Kendeler, und Siegmund Lud-wig besaß an. 1676. Caulsdorff in Thüringen, unnal.

8ax. Harten. Preuss. x>. 460.

* Dober, ein kleiner fluß in der Nieder-Lausitz, welcher bey

Dobrelug vorbey gehet, und bey Dobremünde in die Spreefällt. Irin. 6erm. contin. I. c. 2;. p. ;o;. Eroseks

Laus. merckwürdigkeiten, k. III. x>. 6;.

* Doblach, eine kleine stadt in dem Bißthum Brixen inTyrol an der grekitze von Kärndten an dem fluß Rientz, 2. mei-len von der stadt Jnnecken gegen Westen. Es setzen einige indiese gegend der Alten Aguntum, andre aber wollen lieber dasheutige Jnnichen zu Aguntum machen. Zeillers Reichs-Geogr.I. p. 2;.

Doblin, oder Dobelen, eine stadt nebst einem schloß inSemigallien,;. oder 6. meilen von Mietau, gegen Westen.

* Doboy, Dowok, Dobor, Dohor, ein vestes Türckr-sches schloß, an dem flusse Bosna, wo derselbe in die Sau fällt,in Bosnien, welches die Kayserlichen unter dem commando desObersten, Barons von Petrasch, im nov. an. 1716. mit accoroeroberten, und in gründ verstörten.

Dobran, oder Doberan, eine kleine stadt, in der nord-westlichen gegend der Mecklenburgischen Herrschafft Rostock,nicht weit von der Ost-see gelegen, allwo sich die begräbnisse deralten Hertzoge von Schwerin befinden, die aber nunmehro ruSchwerin zu geschehen pflegen. Es ist noch ein Lutherisch^Jungfrauen-kloster allhier. loxogr. 8sx. ins

Dobrelug, oder Dobrelow, stadt, Amt und Herrschaftin der Nieder-Lausitz, an den grentzen des ChurfürstenthuM»Sachsen und des Marggrafthums Meissen, an dem Dober-fluß, so in die Spree fällt, gehöret dem Hertzoge von SaclM?Merseburg. Es war ehemals ein Cistercienscr-kloster, weichtMarggrafDietrich von Landsberg, Conradi AI. söhn, so am1184. gestorben, gestiftet hat. Nachmals hat es dessen kwrr-der Dedo, und dessen söhn Conradus II. beyde MarggrafenLarrdsberg, mit mehrern einkünften versehen; worauf nawder Hand der Abt des klosters der vornehmste Prälat des MaAgrafthums Nieder-Lausitz gewesen ist. Es hat aber diese»Stift in den kriegen zwischen den Marggrafen von Meisten »>'»Brandenburg vrel erlitten, am meisten aber bey dem Huß-cemkriege, als worinnen es an. 14z i.gantz ruiniret worden,auf es sich wieder kümmerlich in vorigen stand gesetzetAber bey der religions-änderung wurde das kloster vonMönchen meistens verlassen, auch an. r;4». vom Kao^