Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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zu gehen, und schickte Prediger in Northumberland, um dieeinwohner daselbst in der Christlichen religion zu unterrichten.Endlich starb er im 14. jähre seiner regieruug, ums jähr 647.oder?c>. bist. 8cc>r.

Donaldus V. der 70. König in Schottland, war ein wol-lüstiger König, welcher die öffentliche zucht und Hute sitten gäntz-lich zunichte machte, den rath seiner alten Rathe verachtete,und alles nach dem eingeben derjenigen, welche ihm in demliederlichen leben gesellschafft leisteten, regierte. Dieses veran-laffete die Picten, daß sie die Engellander ersuchten, sich zu ih-nen zu schlagen , und die Schottlanber mit krieg anzugreiffen,da es denn am flusse Jedd zu einer schlacht kam, darinnen aberDonaldus den sieg erhielt. Darauf gieng er den fluß Twedehinab, eroberte Berwyck wiederum , welches die Engelländereingenommen hatten, und bemächtigte sich ihrer schiffe in demausfluffe des besagten stroms. Nachdem er nun durch so glück-liche Verrichtungen einen grossen muth bekommen, kehrte erwieder zu seinem wollüstigen leben. Dabey ersahen sich die En-gcüänder ihren Vortheil, versammleten ihre trouppen, und fie-len die Schottländer bey nacht an, da selbige truncken waren,und schliefen, gewannen eine grosse schlacht, und bekamen denKönig gefangen. Darauf verfolgten sie diesen sieg, theilten ih-re armee in 2. theile, und nahmen den Picten die gantze süd-liche gegend von Sterlin, theilten die Pictischen landschafftenzwischen ihnen und den Britanniern, und rotteten endlich alleübrige Picten vollends aus , damit selbige nicht etwa» widersie auswärtige hülffe suchen möchten. Als nun Donaldus nachgemachtem frieden in fein Reich wiederum eingesetzet wurde,und sein voriges wüstes leben fortsetzte, so sahe der Adel vorsbeste an, damit er nicht auch den übrigen theil des Königreichsverlieren möchte, ihn ins gcfängnis zu werffen , worinnen ersich selbst entleibet haben soll. Wrewol andere berichten, daßdieser Donaldus beydes wegen seiner einheimischen und aus-wärtigen thaten berühmt gewesen, und endlich zu Sconean. 8? 8. eines natürlichen todes gestorben sey. - Kill.

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Donaldus VI. der 74. König in Schottland, war ein fried-fertiger und doch tapferer Herr, beflisse sich möglichst zu verhin-dern, daß seine soldaten nicht liederlich werden möchten, und kamdem Könige Alvredo wider die Dänen zu -hülffe. Johann For-don berichtet, daß er zu Forresse in der nördlichen gegend vonSchottland gestorben, als er aufdem wege begriffen gewesen,einige zwistigkeiten , die unter den nördlichen Graffchafften enl-standen, beyzulegen. Boethius hingegen meldet, daß er in Nor-thnmberland gestorben, als er an. s->z. auf die bewegung derDänen acht gehabt, und daß sein gedächtnis bey allen men-schen in rühm geblieben. <Lc.

Donaldus VII. der 84. König in Schottland, stund den En-gellandern, da er noch Gouverneur in Cumberland war, treu-lich wider die Dänen bey, und regierte hernach, da er zur Cro-ne gelanget, mit grosser gerechtigkeit. Die ihm zustoßende ersteunruhe wurde von dem Fürsten Makdualdo verursachet, welcher,nachdem er Banchonem, einen TKanum von Loqhvabre, ver-wundet, und noch einen andern von des Königs bedienten, in.dem selbiger gericht hielt, getödtet hatte, so denn in eine öffent-liche rebellion verfiel, und Milcolumbum mit des Königs armeeschlug. Darauf wurden Macbeth und Bancho ihm entgegenzu gehen beordert, welche ihn auch schlugen. Nach diesem lan-deten die Dänen unter des Königs von Norwegen, Suenonis,anführung in Schottland an, und schlugen die Schottländerbey Culrosse, welche sich nach Perth flüchteten, und von Sue-none verfolget wurden, der aber von jenen durch eine besonde-re krieges-list gäntzlich ruiniret wurde. Denn nachdem ihm dieSchottländer verstellter weise friedens-vorschläge gethan, ver-mischten sie hernach den tranck, welchen sie seiner armee gaben,mit einem kraute, das den schlaf verursachte. Daraus über-sieleu sie dieselbigen, da sie von dem besagten truncke eingenom-men und gleichsam bezaubert worden , und erlegten sie meh-rentheils. Allein kaum war dieser sieg erhalten, so wurden sievon einer neuen Dänischen macht und flotte allarmiret, wel-che in Fife landete, und dieselbe gegend plünderte. Hieraufwurde Bancho ihnen entgegen geschickt , welcher sie schlug,und ihre anführer im ersten gefechle tödtete. Nachdem nundie Dänen so viel fruchtlose anschlüge auf Schottland gemacht,so verschwuren sie es feyerlich, daß sie nimmermehr als fein-de dahin kommen wollten. Wie nun solcher gestalt wiederumfriede gemacht worden, begab sichs, daß Macbeth durch ei-nen träum angereihet wurde nach der Crone zu streben , wel-ches er auch that, den Konig Donaldum hinterlistiger weise er-mordete , und sich also des throns bemächtigte.

Donaldus VIII. mit dem zunahmen Banus, der 87. Königin Schottland, des Komgs Milcolumbi bruder, wurde vorMacbeth flüchtig, und versprach Magno, dem Könige in Norwe-gen, alle insuln, wofern er »hm zur Crone helffen wollte. Des-gleichen hatte er auch eine factton m «Schottland unter denjeni-gen, welche damit übel zufrieden waren, daß die Engclländi-schen exulanten , welche mit Edgar, Edmondr söhne, und des-sen schwester Margaretha, des vorigen Königs gemahlt», inSchottland gekommen, daselbst güther haben sollten. Allein,da Donaldus durch solche unrechte wege die Crone erhalten ,wurde er von dem Adel schaffet, welcher Duncanum, Milco.

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lumbi natürlichen söhn, der in den unter Wilhelms kuko ge-führten kriegen sich einen grossen nahmen gemacht, zum Köni-ge haben wollte, und es dahin brachte, daß Donaldus, nach-dem er 6. monate den thron besessen, die flucht nehmen muste.Doch weil Duncan durch seine strenge sich bald verhaßt mach-te , fand Donaldus gelegenheit, ihn durch den Grafen von Mer-nis nach anderthalb jähren umbringen zu lassen, und selbstwieder auf den thron zu steigen, worauf ihn auch das volck,in ermangelnng eines bessern, eine zeitlang duldete. Zu seinerzeit thaten sowol die völcker aus den benachbarten insuln, alsauch die Engelländer, feindliche einfülle in Schottland, undMagims, der König in Norwegen , griff die westliche» insulnan. Weil nun Donaldus diesen feinden keinen widerstand that,so wurden die Unterthanen aufs neue wider ihn erbittert, undliessen den Printzen Edgar, einen söhn des Königs Milcolum-bi I«I. aus Engelland holen, welcher von dem Könige Wilhel-ms Kuko einige trouppen zu hülffe, und in Schottland selbstgar bald einen grossen anhang bekam. Donaldus hingegenward von den seinigen verlassen, in der flucht eingeholet, undvor Edgar» geführet, welcher ihn in ein gefängnis setzen ließ,worinnen er bald hernach gestorben, und zwar zu ausgangsdes X. liLLuli, nachdem er in allem etwan drey jähr regie-ret. Ao.

Donatisten, werden gewisse ketzer oder ScKilmstiLi genen-net, welche in der alten kirche viel unruhe verursachet. Sieführen diesen nahmen von einem Africaner, nahmens Donatus,welcher nach dem MajorinoBischoff dieser partey zu Carthago ge-wesen, und ob zwar ein anderer Donatus gleichfalls ein Äftica-ner aus Numidien Bischofs zu Lall« Xi^ris der erste urhebeedieser spaltung seyn soll, so haben sie doch lieber von jenem,als welcher berühmter war, ihren nahmen führen wollen. Diebefchaffenheit diefer spaltung verhält sich eigentlich alfd : E»wurde nach Mensur» tobe, dessen Diaconus Cäcilianus von et-lichen, und zwar mit anSschlieffung der aus Numidien darzu ge-hörigen Bischöffe, zum Bischoffe von Carthago erwehlet. Die-ser wähl widersetzten sich andere, worunter vielleicht einige sey»mochten, die selbst gerne Bischöffe gewesen wären, welches mandem Botro und Celesio schuld giebt, und kam es so weit, daßdieselben an. zi2. zu Carthago einen 8xnoäum hielten, aufwelchem Cäciliani wähl vor nichtig erkannt wurde, weil seinleben nicht so beschaffen, als es seyn sollte, und er insonderheitverboten, den Märtyrern speise zu bringen, auch nicht recht-mäßiger weife erwehlet, und noch darzu von Felice Lprungim-no, einem solchen, der sein leben zu erhalten, die heiligen bis-cher den Heyden übergeben hätte, welche leuthe sie, als mit ei-nem sehr schimpflichen nahmen Iraciiwres benenneten, wäre or-diniert worden. Also schloffen sie Cäcilianum von dem amteund der gemeinschafft aus, und erwehlten im gegentheil Ma-jorinum zu ihrem Bischoffe, wodurch eine sehr grosse spaltungentstanden. Beyde Parteyen wurden gar heftig erbittert, indemdie Donatisten an dem leben ihrer Widersacher viel zu tadelnwußten, und sie nicht für gliedmassen der wahren kirche erken-nen wollten, als welche allein bey ihnen zu finden. Sie wur-den aber im gegentheil von den andern vieler lasier und bos-heiten beschuldiget. Hierbey bekamen die Donatisten einen grol-len anhang, worunter sonderlich eine vornehme weibes-pcrsouzu Carthago, nahmens Lucilla, berühmt ist, welche durch ih-ren grossen reichthum den Donatisten mächtigen Vorschub that'Unterdessen behielt gleichwol Cäcilianus und behauptete denBischöfftichen sitz zu Carthago, absonderlich, da nunmehr Cou-stantinus nach Marentii tode auch Africam beherrschete, unssich sowol gegen alle Bischöffe insgemein » als insonderheit ge-gen Cäcilianum sehr gütig und freygebig erzeigte. Die Donstisten hingegen suchten den Kayser auf ihre feite zu ziehen, mwbaten einige Lominilllirio« aus Franckreich aus, welche auf.A-fehl des Kaysers die gantze fache erörtern und abthun moch-ten. Der Kayser Constantinus war auch bereit darzu, u"obeorderte einige Bischöffe aus Gallien und Teutschland, alsticium von Autmi, Maternum von Cöln, und Marinum vonArles, daß sie sich nach Rom begeben, und nebst demmit zuziehung einiger anderer Bischöffe die fache unterstEsollten. Er schrieb auch deswegen an Melchiadem oder M ,tiadem, Römischen Papst, einen brief, der bey dem Eusebwlesen. Hierzu funden sich noch verschiedene Bischöffe aus Jwlien ein , und also wurde dieses Römische Lonciliuw a>':;iz. gehalten, auf welchem man drey tage lang wegen UCäciliani beschuldigungen mit einander difputirte. Der augang war dieser, daß Cäcilianus völlig absolvirt, im E ,,theil Donatus a LM Xigris, weil er bekannt haben sollsf,daß er die leuthe wieder getäufet, und den gefallenen BimA,fen die Hände aufgeleget, verdammt wurde; gegen den "dern Donatum aber und die übrigen in dieser parteyfuhr man etwas gelinder, indem man ihnen erlaufwenn sie wollten, sich wieder zu der rechten kirche zu ^den, und wo etwan zwey Bischöffe wären, einer von der A»Mischen, der andere von der andern partey , solltejenige , der zuerst ordinirt wäre, bestätiget, der andere Umit einem andern Bißthum versehen werden. Die DUlisten waren dennoch mit diesem ausspruche nicht zu v"den, sondern appellirten darwider an den Kayser,bende , baß man sie auf dem Loueilio zu Rom nichts