Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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T?"' gehöret, sondern die Bisthöffe sich «n einem orte em-W« isen, und alles nach ihrem eigenen quttuinckm gethanneu-^ Sie brachten es auch endlich dahin, daß der Kayser emden^<>onciiium zu Arles an. ;i4- anstellete. Nun war diesesdas ?o"Een eben nicht gelegen, als welche lieber, gesehen,dir w^Kayser selbst diesen streit geschlichtet hatte, indem Bbeschösse, die man wider sie versammlete, für parteyischDer Kayser aber gab ihnen zur antwort, baß er 'NMilchen fachen nicht könne Richter seyn, sondern dreselbigenMen von den Bischöffen ausgemacht werden, und das urtiM° Men müste 7 ven S viel gelten, als hätte es GOtt stlbstN^°chen; und alsogieng dieses Loncibum vor sich, allfwei-M die Donatisten abermals verdammt wurden. In dem-W'gen jähre; 14. ließ der Kayser durch den kroconLism mMlca, Aelianum, die fache Felicis , derben Cau-

«anum ordinirt hatte, und von den Donatisten beschuldigetworden, daß er die heiligen bücher den Heyden ausgeantwor-wt' untersuchen, damit man den Donatisten alle gelegenhert sichU beschweren benehmen möchte, und nach einer scharfen rnqui-Mvn kam es dahin, daß Felix gäntzlich absolvirt, und von al->em, das man ihm vorwarf, losgesprochen wurde. Wiewoldie Donatisten hierbey gleichfalls noch viel zu erinnern hatten,gleichwie sie auch mit dem ausspruche des Loncilii Lrelstsnbsnicht zufrieden waren. Denn ob schon unterschiedene sich da-

vurch bewegen liessen , stch mit Cäcriiano wiederum auszu-söhnen , so blieben dennoch die übrigen bey ihrer meynung ,und appellirten aufs neue an den Kayser, der auch beyde par-ken zu sich nach Rom beschiede. Nachdem aber CacilranusUlcht erschienen, und ihn der Kayser abwesend nicht verdam-men wollte, nahmen die Donatisten dieses für ein böses zer-ren an, und entwichen zum theil mit der flucht, die von»AM stber ließ der Kayser in verhafft nehmen < und nach May-land fuhren. Nächst diesem kam endlich Cäciliamis nach May-Mbb zu dem Kayser, welcher, nachdem er ihn nebst den Do-uatisten, so noch da waren > gehört hatte, ihn stlbst vonaller anklage los sprach, wiewol die Donatisten nachgchendsras gegentheil vorgaben» Weil nun auch dadurch die jache«och mehr ausgemacht war, und die Donatisten in Afticaauf ihrem sinne verharretm, brauchte der alte Kayser etwasgroffern ernst , ließ ihnen ihre Archen nehmen, einige unterihnen mit allerhand strafen belegen , sehr viel aber ins elendverwiesen. Diese letzter» gaben bey dem Kayser eine supplicem, und erhielten endlich die restitution und freyheit ihrerreilgwn. Auch findet man nicht, daß nach der zeit der Kay-ser Constantinus etwas wider sie fürgenommen. Vielmehrbreiteten sie sich gar sehr aus, so, daß sie um das jährzu Carthago ein Concilium von 270. Bischöffen hielten, darin-nen sie doch ihren vorigen schlüssen gantz zuwider beschlossen,daß auch diejenigen in ihre gemeinschafft sollten aufgenom-men werden, welche die heiligen bücher bey verfolgung derHeyden übergeben hätten, ob sie gleich nicht wieder getauftMürben. Um diese zeit an.; ry. starb der Donatisten Bischofszu Carthago, Majormus, welchem eben dieser Donams folg-st , von welchem die Donatisten ihre beneimung haben. Erwird von etlichen einer grossen Hoffart beschuldiget, so gar,baß er auch göttliche ehren-bezeigungen hätte angenommen,dem aber andere stlbst unter den recht-gläubigen widerspro-chen. Dem sey wie ihm wolle, so ist dieses gewiß, daß durchDonati Vorsorge sich diese stete, über die Massen ausbreitete, so,daß unterschiedene der vornehmsten aus Afriea sich darunterbefunden, wiewol auch ihre gegner nicht aufhörten, sie starckzu verfolgen. Sonderlich wurden sie sehr verhaßt gemacht,als in Afriea eine art leurhe entstund , die man (.ircumcelüo-nes nennete, weil sie die keller der dauren in Afriea plünderten,Und sonst allerhand grausame gewaltthätiqkeiten verübten. Zudiesen sollen sich einige der Donatisten gesellet haben, daherMan sie überhaupt LircumceUiones genennet. Wiewol dieandern Donatisten bezeugten, daß sie mit den Lircumcelüo-nibus keine aememschafft hatten. Dem aber vhngeachtet,Mürbe dann und wann ziemlich

daß man endlich die Häupter derstlbigen, worunter Donatusselber war, ins elend verwies; wodurch b" Äfticanische Ar-che wieder einiger Massen in ruhe gesetzt wurde,welchesderCarthagineustsche Bischvff Graws anf dem eonciüo ' weicheser an. «48- zu Carthago gehalten, danckbarlich erkennet.Dieses geschahe unter der regiernng des Kaysers Constantls,welcher an. starb , und es scheinet, daß die fache in die.stm stände geblieben , bis der Kayser Iulianus zur regiernngkam, welcher auf ihr anhalten befahl, daß sie sollten resti-tuirt, und die Archen, die man ihnen abgenommen, wiedergegeben werden. Worauf sie dann mit grossem ungestümund Heftigkeit ihre Archen wiederum sollen eingenommen, undvardey grossen muthwillen verübt haben. Es geschahe aber,vaß sie unter einander selbst uneins wurden, und unterschiede-ne steten bey ihnen entstunden , die sich in besondern Lomstlüsunter einander verdammten und heftig verfolgten. Gleichwie'"um, dadurch sich selbst schwächten , also unterliessen dierechtgläubigen Lehrer nicht» sie mit gelehrten schriften zu wi-verlegen, worunter dte vornehmsten sind Optatus Mlevim-, 'Augustmus. So wurden auch mit ihnen gesprächer,< ooiMmneg angestellet, sie mündlich zu überführen, wor-in noch unterschiedene LonoiÜL kamen, darinnen sie verdammtHistsr. ///. Theil.

wurden, wie auch einige scharfe gesttze der Kayser Valentimani,Gratiani, Honorii, Lheodosii sumori8, rc. »sie wurdenaber dadurch nicht ausgetilget, sintemal der Papst Gregorinsist. stch im VI. Lsulo noch beschweret , daß sie durch Nachläs-sigkeit der Clerisey sehr üderhand genommen hätten. Nachdemaber die Saracenen gantz Afticam überschwemmet, wurden dierechtgläubigen zugleich mit den Donatisten vertilget. Was nunihre lehre anlanget, bestund der,Haupt-irrthum darinnen, daßsie ihre Versammlungen allein für die wahre Arche ausgaben ,die gantz rein und unbefleckt wäre, dahero sie die andern ver-dammten , und mit ihnen in keiner gemeinschafft leben woll-ten. So verachteten sie auch, nebst andern heiligen Archen-handlungen, wie man meldet, die taufe der rechtgläubigen Ar-che , als welche nach ihrem vorgeben von unheiligen mannernverrichtet würde, und wodurch die getauften mehr befleckt alsgereiniget würden. Dannenherv sie auch diejenigen, die sich -zu ihnen begaben , wieder tauften, welches jedennvch, wie be-reits oben gemeldet, in dem LonsiÜo zu Carthago von ihnenselbst gewisser «nassen vor unnöthig erachtet wurde. So sollenauch, einige unter ihnen den selbst - mord und die freywiüigeverkürtznng des lebens gebilliget haben, welches wenigstens dieLirLumcsULOE würcklich Mit ihrem erempel bestätiget. Manbeschuldiget fle gleicher gestalt, daß sie es mit den Arianern ge-halten , darinnen sie aber selbst von Augustino entschuldigetwerden, der jedoch nebst Hieronymo erkennet, daß in desDonati tractat, äs8xiriw 8»nÄo, Arianische irrthümmerenthalten. , äs b-erest csp. 6yi. 1c. übris VII. äs

bspt. contra vonstistas; it. übr. III. contra üteras psrilianivonsciiiL, it. übris III. contra epistolam Larmeniani vona-tistarum Lxiicopi, in coüac. von. Ulid in andern schriften ,die er den Donatisten entgegen gesetzt. vptntr,,üb. VII. concca karmsnia. äs script. eccl. c. y;.

II. V. , äs brer. lab. üar'avir,,, aä L.

L. ;o6. Icgg. , in cüls. äs Ickilm. vonat. ,

cüstert. äs Icbitm. vonat. welche sich in dem ersten theile seinermilcellaneorum befindet. kistor. scbism. vonat. wel-

che sich bey dem appenclics cliilertationis äs kLreüarcbis seviapoitoüci äk Lpostoüso proximi befindet. Arnolds ketzer-Hi-storie, xart. I. üb. IV. L. 8- §. 14 segg. *

Donato, ist eine der vornehmsten und edelsten familien zuVenedig, welche viel berühmte leuthe hervor gebracht. Fran-cistus Donato wurde an. i?4;. Hertzog zu Venedig, vollendeteden pallast St. Marci, und richtete eine schöne biblivtheck auf.Er widersetzte sich dem Türcken, und starb an. i;z;. Leou-hardus wurde an. 1606. Hertzog, von dem hernach gedachtwird. Nicolaus wurde an. 1618. Hertzog, und starb ,0. tagenach seiner wähl, nachdem er die conjuration wider die Re-publick entdeckt und unterdrückt hatte, welche der bekannteAlfonsus äs la Cueva, Marquis äs Bedmar, angesponnen ,und dre der Repudlick bey nahem den gäntzlichen ruin verur-sachet. Ludovicus, welcher an. 1482. dieses zeitliche gesegne-te , war Bischoff zu Bergamo, und hat unterschiedene werckegeschrieben, als : k^ommenrarios in Masilkrnm lententiarum;Orarinnss, «L. Trithemius gedenckt seiner in catslogo scri-xtorum ecslesiastisokum. Man sagt auch, daß JohannesPaulus Donatus, ein Carmeliter-Mönch, aus dieser familiegewesen. Erlebte an. ^69. und dcdicirte dem Papst Pro V.seine 8olutionss contrsäiLionnm in äiäkis Lriüotsüs L vbo-ML. bitt. vuc. Venst. /rz/lrirrii». Ld ^cknktr-oc'e«»-,

biji. Venst. bibl. Lsrmel. Lc. *

Donars, (Ludovicus) ein Cardinal, war von Venedig, undbegab sich in seiner juqend in den Franciscaner-orben, darin-nen er sich dergestalt hervor that, daß er endlich um das jähri;79. General darinnen wurde. Urbanus VI. welcher ihn inverschiedenen angelegenhellen wohl gebrauchet, wollte ihn stetsum sich haben, gab ihm derohalben an. i;8i. den Cardinals»Hut. An. r;82. schickte er ihn mit etlichen andern Cardinälenals Legaten nach Reapvlis an den Koma Caroium III. es giengihnen aber ihr vorhaben nicht so von statten , wie es sich Ur-banus eingebildet hatte, welcher darüber einen ungemrine«Verdruß bezeugte, und deswegen die Cardinäle aufs härteste undschimpflichste tractirte. Ludovicus Donato wurde zu Luceria iaarrest genommen, und auf die folter gespannet, welches eraber mit grosser beständigkeit aushielte» worauf man ihn nachGenua führte, und daselbst im dcc. an. i;8z. den köpf herun-ter schlug. Le ME. üb. I. s. zo. 1sgg. , in an-

lisl. Ninor.

Donato, (Leonhardus) Hertzog zu Venedig, wurde an-fangs wcgm seiner beredtfamkeit und erudition zu dem wich-tigsten Ambaffaden gebraucht. An. iz 72. wurde er zu dem Kö-nige in Spanien geschickt, bey demselben um fortsttzung desbündnisses mit Venedig anzuhalten, damit den Turcken, wel-che durch den sieg bey Lepanto gantz desturtzt waren, nochweiter abbruch geschehen möchte. An. i;79- wu^e chm vonder Repudlick aufgetragen, die gre>>tz-scheldungmlt dem HaustOesterreich vorzunehmen. Zwey 'ahr darauf muste er nachRoin gehen» um daselbst bey Gregorio Xlli. das wegen desMa riarche» ru Aouiieja entstandene Mißverständnis beyzule-K m v-rs«i-d-mn mch H-m

aeschickt, dev dem Papst Sirw V. iwd bey fernen Nachfolgern,weM rrhedun-auf den Pavstüchen stuhl, rm nahmen der

Repudlick