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Gelegenheiten befunden. An. 1^2. aber verließ ihn das gluck.Denn Dragut Rais, General der Corsaren , überrumpelte ihnzwischen den insuln Ponza und Jschia, da er es am wenigstengedachte , und weil der Dragutes viel stärcker war an schiffen,so zwang er den Doria, die flucht zu nehmen , da er ihn mitseinen leichten schiffen verfolgete, und ihm verschiedene schiffewegnahm. Jedoch giebt Sigonius der fach erne solche gestalt,daß Doria so wenig in ansehüng des Weges, welchen er genom-men , und der ihn gleichsam dem viel starckern feinde in die Hän-de geliefert, als wegen der bey aufstossung des feindes erfolg-ten flucht und Verlust der am schlechtsten besegelten oder vielmehrberuderten galeeren einige schuld zu haben scheinet. An. i;;4.eroberte Doria Sansiotenzo in der insul Corsica, und verjagtedie Franzosen. Als er nun sehr alt worden, und an krafften ab-genommen , begab er sich in seinen schönen pallast , den er mei-ner Vorstadt zu Genua bauen lassen, und starb daselbst an.i?6o.im yz. jähre seines alters ohne leibes-erben. Er hat das Für-stenthum Meist im Neapolitanischen an sein Haus gebracht. Imübrigen giebt man ihm schuld, daß er wenigst gegen denen, vonwelchen er sich sonderbar beleidiget zu seyn achtete, sehr grau-sam gewesen; dessen ein Muster seyn mag, daß als ihm vieljähre nach der Fieschischen zusammenschwörung Othobon Fie-schi, ein bruder des Givv. Luigi, in die Hände geliefert worden, erdenselben ohne gnade in einen sack einnähen, und ins meer werffenlassen ; welche strafe, vormals die Römer nur an vatter - undmutter-mördern auszuüben pflegten. m ejns vim.
D« Lc. *
Doria, (Hieronymus) ein Cardinal, war von Genna. Erführte anfangs den titul eines Grafen von Cremolin, und leisteteunter diesem nahmen der Republick grosse dienste, welche ihnan. 1512. an Julium II. nach Rom schickte. Nachgehends hatteer noch andere wichtige bedienungen. Man ernennte ihn auchmit unter den zwölfen, welche die alte regiments-form bey derRepublick einführen sollten. Als er aber seine frau verlohren,beschloß er, sich in den geistlichen stand zu begeben, mit der Hoff-nung , den Cardinals-Hut zu erhalten, welchen ihm auch An-dreas Doria an. izzo. bey Elemente VII. verschaffte. Dafürerwies er seine danckbarkeit in unterschiedlichen Gelegenheiten,und sonderlich an. r;47> in währender conjuration der Fieschi.Er erhielt hierauf das Bißthnm zu Nebbi, hernach das zu Jaccaund Huesca, und endlich das Ertz-Bißthum zu Tarracona. Erstarb zu Genua im mertz an. 1558. , in elog. NZa«. in
vit. Lnclr. OoriL. l/KbeL", Ital. Iscr. Lc.
* Doria, (Smibaldus) ein Cardinal und Ertz-Bischoff zuBenevent, war zu Genua an. 1664. den 21. oct. gebühren.Nachdem er in Rom dem studiren obgelegen, und unterschied-lichen bedienungen vorgestanden, sendete ihn Clemens XI. an.2706. als Vice-Legaten nach Avignon, woselbst er bis an. 1711.blieb, und hierauf die reiche Commende vom H. Geist zu Rom,beuchst dem titul eines Crtz - Bischoffs von Patrasso, erhielt.An. 1716. wurde er Groß-Schatzmeister, und an. 1720. Cam-mer-Meister des Apostolischen stuhls, in welcher ehren-stehe ihndie folgenden Päpste bestätigten. An. 17zi. gab ihm ClemensXII. das Ertz-Bißthum Benevent, und erklärte ihn den 24.sept. zum Cardinal, welche würde er aber nicht lange getra-gen, iNmassener an. r?;;. den 4. dec. zu Benevent das zeit-liche gesegnet.
Dortens, ein söhn des Diagoras von Rhodus, hat nebendem, daß er seinen vatter und brüder zu gar fürtreflichen fech-tern hatte, sich auch für sich selbsten in den öffentlichen spielenin Griechenland einen grossen rühm zuwege gebracht; denn ererhielte den preis dreymal in den Olympischen, desgleichen acht-mal in den Jsthmischen, siebenmal in den Mimischen spielen,und endlich auch einmal zu Delphis, ja gar diese letztere ohnekämpf, weil ihm solche niemand durfte streitig machen, odersich gegen ihm einlassen. Auf solche weise trug Dorieus in al-len vier Haupt-spielen , oder, wie man sie sonst nennete, gehei-ligten spielen in Griechenland den preis davon, und wurde,Nach der Griechen mund-art, kerioclonicss, welches bey die-sem volcke bey weitem für die gröste ehre geachtet worden, dieje einem fechter widerfahren konnte. Diese siege des Dorieiwurden eigentlich erworben durch die art fechtens, so manpgnLratium nennete, und zugleich im ringen und weltzen be-stünde , daß, wann auch einer den andern zu boden warf, siesich noch da so lange umwerffen musten, bis einer von beydensich überwunden bekannte. Von dem ansehen, so diesem sech-ter seine siege zuwege gebracht, kan man unter andern ausdem urtheilen, daß, als er in dem Peloponnesischen kriege, ne-ben andern Rhodiern , sich für die Lacedämonier erkläret, undauf eigenen kosten wider d,e Athenienfer schiffe ausgerüstet hatte,diese ihm zwar erstlich gewiß den, tod gedrohet, wo sie ihn indie Hände kriegten; aber da sie wurcklich seiner Person mächtigworden, und man ihn, m gewöhnlicher gestalt der gefangenen,für das versammlete volck gebracht, fast jederman wegen sei-nes vorigen ruhms mitleiden mit ihm getragen, und alsobaldder schlttß gefastet worden, ihn unbeschädigt heimziehen zu las-sen. Es scheinet, er habe sich gegen den Atheniensern dage-gen danckbar erwiesen , indem er vielleicht zu der Veränderungdas seinige beygetragen, durch welche die Rhodier sich auf die-ser feiten gewendet. Wenigstens soll ihm durch diese änderung,nach Androtions eines Atheniensischen Historie! erzehlung, dertod verursachet worden seyn; weil nemlich, als ihn hernach
die Lacedämonier auf einer reife durch Peloponnefum ertappet/'sie denselben durch urtheil zum tode verdainmet. Im übrige»war Dorieus noch in seiner jugend , durch einheimische Han-del , von einer starckern gegen-partey ins elend verjaget, beywelcher gelegenheit er sich gen Thurios in Italien begeben,auch wegen dieser Ursache sich bey seinen ersten siegen in denschau-spielen nicht einen Rhodier, sondern als einen Thuriereinschreiben lassen. Allein, nach wenig jähren hatte er die er-laubnis erlanget, wieder dahin zu kommen , auch sich alldortenin das ansehen gesetzet, wovon oben gemeldet worden.in Lluc. kost. *
* Dorrgnv , (Michael) ein berühmter Französischer mäh*ler von St. Quentin, aus der Picardie gebürtig, war einschüler und tochlermann des berühmten Voüet, welchem erin seiner knnst glücklich nachahmete. Er starb als krofelldrbey der Mahler-Academie zu Paris an. 166;. im 48. jähre sei»nes alters. De, vier cle« keinttss.
* Doriolle, (Petrus) Herr von Loire en Aunis, Cantz-ler von Franckreich, des Johannis Doriolle, Bürgermeistersvon Rocheüe, söhn. Er stiege auch zu dieser würde an.1451. und wurde hernach General über die Finanzen undNastre äes comptes an. 14? 6. welches er aufgäbe, da er an.1472. zum Cantzler von Franckreich gemachet worden. Ekwar in dieser qualität zugegen , da an. 1474. im april in deinParlement, so zu Vendomc gehalten ward, der spruch widerden Hertzog von Älengon ist ausgesprochen worden. Er präsi-dirte auch in dem geeichte wider den Connetable von St.Paul,und spräche den sententz bey gesessenem Parlement wider ihnaus, welches geschahe an. 147;. im december, und auch indem gericht den Hertzog von Nemours betreffend an. 1477. An.1476. machte er den frieden zwischen dein Hertzoge von Bur-gund und dem König. Und nach dem tod dieses Hertzogs,nachdem sich die meisten Picardischen städte unter des Königsgehorsam begeben hatten, verfügte er sich nach Arras, um deneyd der treue von den Unterthanen abzunehmen, ehe der Kö-nig dieselben in Person besuchte. Er war auch einer derjenigen/welche mit dem Hertzoge von Bretagne an. 1477. mit dem Kö-nig in Sicilien und dem Hertzoge von Lothringen an. 1480-tractirten. Ob er schon diese und andere grosse dienste demKönigreich geleistet, so wurde er doch an. 148;. seines arntsentsetzet. Bald darauf aber bekam er wieder das amt einesRechnungs-Präsidenten, laut Königlichem brief und siegel vondem nemlichen jähre , welches er doch nicht lang versehenkonnte, indem er bald daraus im Herbstmonat an. 148?. denaeist aufgegeben. Er hat sich vermählet mit Charlotte vonBarr, der Wittib Wilhelmi von Varie, Herrn äe 1'Jsle Sa-vary, und einer tochter Johannis von Barr, Herrn von undzu Baugy, aus welcher ehe er eine einzige tochter zeugest/welche erstlich mit Joh. Berard , Herrn zu Chisle und Blers,und ersten Präsidenten in dem Parlement zu Bourdeaup-und zweytens mit Wilhelm Savary, dem LKevaiisr, ver-mählet worden» Dr, c?öe»L, bist. ÜS8 Lüancell.
Doris , eine alte landschafft in der Griechischen provmtzAchaja, so anjetzo, wie einige berichten, Valsts Livadia,nennet wird. Vor zeiten waren darinnen die städte LiläatErynäa, Bojum, Cytinum, rc. Der nähme dieser landschEwurde auch einer andern in Klein-Asien gegeben, die ein thenvon Carien war, und Halicarnassus zur Haupt-stadt hakss-Die Dorische mund-art, so einer von den vier berühmtenIsÄis unter den Griechen war, wurde von den Lacedämoniernund Argivern, und nachgehends auch in Epiro, Lydia, <2?*cilien, Creta und Rhodis gebraucht. Archimedes, Theos"'tus und Pindarus haben darinnen geschrieben. heiss"im Griechischen so viel als eine gaabe oder geschencke; dah^kam das sprich-wort: llorica NulK; bey dem AristophaM /wodurch diejenigen verstanden wurden, welche verse um se»lohn Machten. , lib. X. üb. III. c. i2.
CeLr»«,, 6eogr.
Doris, eine Meer-Nymphe, eine tochter des Oceanider Thelis, welche, nachdem sie mit ihrem bruder Nereo vAHeurathet worden, eine grosse menge der Nymphen, welKXereiäes genennet werden, zur Welt gebracht, xwa/.m^ebol.
* Doris, oder Dores, Dosilheah, Dosis, die erste Emahlin KönigS Herodis Nagni, war ei.ie Jdumäerin, oder w'andere lieber wollen, eine einheimische, und gebahr ihm Ant'p ",trum. Sie ließ sich aber hernach mit diesem ihrem söhn >»/'ne conspiration wider Herodem ein, und als dieselbe oEthen wurde, jagte sie Herodes von sich, und nahm ihr Uihre kostbarkeiten. snrig. fluä. XIV. n. n. 1.
6. ii. XVII. i. n. ;. cle bello stucl. I. 28. n. 4. ' s
26. ;6. 4,-44. V. 27. ;2. , bist- ^
I. 6. , Kilt. läum. p. Z48.
Doriscum, ein ort in Thracier,, bey dem Xerres Etrouppen nach dem platz des erdreichs, den sie einnahmen, au"rechnete , oder vielmehr recht nach dem buchstaden nE 'weil er sie sonst wegen der grossen menge nicht zehlen konff/ADer eingeschrenckte ort sollte just l oooo. mann halten, und anliesse XerxeS immer neue völcker hinein marfchiren, bis niemA