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Dornberg , ein Heßisch-Darmstädtisches Amt und schloß mder obern Grafschafft Catzenelnbogen, ist an. 1554. von GrafEberharden III. zu Catzenelnbogen erbauet, und mit maurenund grüben wohl verwahret worden, dahero es denn einige Gra-fen zu ihrem Hof-sitz gebraucht. Vor zeiten ist der Neckar vordiesem schloß vorbey gegangen, und bey Trebur in den Rhein ge-lausten, gestalt man noch heutiges tages die ringe an den maurensiehet, daran die schiffe geleget worden. Weil er aber fast allejähr das land weit und breit überschwemmet, (daher die herumliegende gegend noch jetzo das Ried genennet wird) so haben esendlich die Grafen von Catzenelnbogen mit grossen kosten dahingebracht, daß selbiger unter Heidelberg abgegraben, und inden ström, welchen er nun halt, geleitet worden, winckel«Manns Heßische beschreib, x. 106.
Dornberg, ein unweit WormS gelegenes dorf, wobeyAdolphus von Nassau von Alberto aus Oesterreich an. 1293. ineiner Macht erleget worden. Spangenb. MannS-
feldische thron. c. 27x.; r;.
Dornberg , eine Gräfliche familie, welche ehemals inFrancken, Schwaben und Bayern in grossem ansehen gewe-sen, mtt Wolframs aber an. i; 87. verloschen ist. Ihren Ur-sprung wollen einige von den Grafen zu Kyburg, andere abervon den Grafen zu Abensperg herführen. Vor andern sind zumercken Siegfried, welcher an. 1096. als Bischoff zu Aug-ivurg gestorben, und Conrad, der an. n6o. Burggraf zuNürnberg gewesen. Lar. äs inigr. gent. 11b. VII. x. ;i4-Gpangenv. Adelfp. ?. I. c. i;. monsü. 6erm. cbr.
k- 548. Luca Grafen-saal.
Dornbiern, oder Dornbeuern, eine stadt in Schwabenzwischen dem Bregenzer wald, und der Grafschafft Embs ander Fußach gelegen. Sie hat unterschiedliche dorfschaisten,und einen wem-und korn-reichen boden. Vor zeiten hat sie denGrafen von Embs gehört, jetzo aber haben sie nicht mehr alsden blut-bann, wild-ban, und andere regalien vom Reiche zulehne. Das übrige gehöret zu der Oesterreichischen HerrschasflFeldkirch. top. 8 uev. Schlee, in beschreibung der
landschasst unterhalb St. Lucis steig.
Dornburg, eine kleine auf einem berge gelegene Thüringi-sche stadt und ehemalige Grafschafft mit einem schloß und darzugehörigen Amte, bey den Meißnischen grentzen an der Saale,nur eine meile von Jena gelegen, und dem Hause Sachsen-Weimar gehörig. Vor reiten war sie in solchen ansehen, daßder Kayser Otto I. an. 96;. und Otto II. an. 980. daselbst resi-dirten, wie denn auch des letztem schwester Mathildis, Aeb-tißin zu Quedlinburg, in abwesenheit ihres Vetters, Ottonis III.die Thüringischen Land-Stände dahin zusammen beruffen, undKönig Henricus II. an. 100;. eine Reichs-versammlung alldaangestellet. Als die einwohner dieses orts von ihrem Landes,Herrn die freyheit bekamen, wegen der an. 1450. in der Vitz-thumischen unruhe an den tag gelegten treue sich eine freyheitauszukitten, begehrten sie weiter nichts als den nahmen der ge-treuen , daher sie lange zeit die getreue Dornburger genennetworden. vng. 8ax. 11b. II. f. 227. 6r^o>-. A-orHstz-tt
beschreibung des Saal-stroms. geographie.
Dornburg, ein schloß in dem Fürstenthum Anhalt, nahebey Zerbst, welches an. 1674. an das Haus Zerbst gefallen,nachdem Johann von Münchhausen ohne männliche erbenverstorben. An. 1688. erwehlte es Johann Ludwig, ein jün-gerer bruder des damals regierenden Fürsten von Anhalt-Zerbst,zu seiner residentz. Von der ehemaligen vesten bürg dieses nah-mens , nahe an der Elbe gelegen, sind nur noch die ruinen zusehen. Beckmanns Anhalt. Historie, k. III.
Dorne , (Antonius) ein berühmter Rechtsgelehrter in demXVI. tseculo. war aus Dauphins gebürtig, und lehrte als Kö-niglicher krokessor bey jähren die Rechtsgelehrsamkeit zuValence. c7/-o»e^.
Dorneck, oder Dornach, lat. vomacum, ein Solothur-nisches berg-schloß und dorf, eine gute halbe meile von derstadt Basel , an der rechten feite der Birs, gegen dem dorfRheynach über gelegen. Es hat vor zeiten einen eigenen Adeldes nahmens von Dorneck gehabt, deren wapen , zweyschwartze aufwärts gehende,angel-weis gekrümmte,rück-wärts gekehrte dorne, in sicherm schild, gewesen. Es war,allem ansehen nach, ein lehen von den Grafen von Thierstein,an die es, nach abgang derer von Dorneck zurück gefallen. Siehaben es aber nach der Hand wieder von Handen gelassen, undbesassen es vor dem Schwaben-kriege die Junckern von Eftingen,von welchen Johann Bernhard dieses schloß und Herrschasstan. 1484. der stadt Solothurn zu kauffen gegeben, welcheeinen Landvogt bahrn gesetzet, der alle 6. jähr abgewechseltwird. cstron. Laul. lib. I. x. 24. ÄkEFf. üb. XII.
I>. ;86. *
Dieses schloß ist in der Evdgenoßischen Historie berühmt,wegen dem sieg, welchen d»e Eydgenossen an. 1499. den 22. jul.allda wider die Oesterreicher erfochten haben. Dann als KayserMaximilianus I. mit hülste des Schwäbischen bunds und dergeftllschafft von St. Görgen schild, die Eydgenossen bekriegte,und dieser meiste macht im Thurgöw, gegen Costnitz zu selbewg , versammlete der Kayserl. General Graf Heinrich vonFurstenberg, auf anstiften eines Edlen von Gilgenberg, heim.
sich in dem Elfaß und Suntgow 15000. mann zu roß und fuß,zöge vor Basel herauf, willens den Solothurnern das schloßDorneck wegzunehmen, in meynung, daß die Eydgenossen danicht wurden können zu hülffe kommen, sondern im Thurgowgenug zu schaffen hätten. Weil aber der Landvogt auf Dorneckseine Herren und Obern zeitlich dieses anzugs halber berich-tet hatte, als mahnten sie ihr übriges volck auf, und lagertensich den 21. jul. mit 1500. mann in und um Liechstall, und alsfolgenden tags zooo. Berner und 400. Zürcher alldort zu ih-nen gestoßen, zogen sie gesamter Hand dem belagerten schloß inhöchster stille zu, und hielten sich im gebürge hinter dem schloßnahe bey einander verdeckt. Ais nun die Oesterreichischen mr»aufichlagen -er zelten, flechtung der Hütte», kochen rc. beschass-tiget waren, auch die Oberste gantz sorglos in den bad-hemdernherum giengen, und wol nicht gedachten, daß ein Schwerervorhanden wäre, (wie dann der Graf von Fürstenberg, einen»zur fürsichtigkeit anmahnenden Officirer, zur antwort gegeben rob er dann meyne, daß es Schweißer schncye) nahmen die Eyd-genossen (die von der höhe die beschaffenhcit des lagers woh»abgesehen,) die geschwindigkeit zur tapferkeit, drnngen nachUhren abends, durch standen und Aöck, den berg Herunter,aufdie sorglosen feinde an, und machten alles nieder, was,siebey den stucken und zelten antrafen , also daß ein grosses gelautund Unordnung in dem lager entstünde, und keiner recht wußte,wie er daran wäre. Als aber die Generalen und Oberste dasernstliche eindringen der unverhofften Schweitzer ersahen,mahnten sie auch ihre leuthe eiligst in das gewehr und ordnung,welche dann sich zusammen thaten, und ansiengen den Schwel«tzern die spitze zu bieten, zumal fochten die reuterey und die Buk,gundier so äut, daß die Eydgenossen in das holtz zurück weichesmusten. Sie erholten sich aber gleich wieder, also daß es ausdem selbe, zwischen Arlesheim und Dorneck, zu einen»heißen gesteht Miethe, und der sieg bald auf die eine, baldauf die andere feite wanckete, bis daß mitten im gefechte,die 1000. mit starckem marsch herzugeeilten Lucerner undZuger, ob Arlesheim zum Vorschein gekommen, welche so«gleich dem schlacht-feld zugeeilt, und mit ihrem grimmigesangriff den stind in schrecken , confusion und völlige fluch»gebracht, dem sie doch wegen Müdigkeit nicht nachgejaget ha«den, sondern sich in des stmdeS lager erquicket und verzehret,was andere zugerüstet hatten. Sie eroberten 21. stück gesch»,tzes und die gantze bagage; von den feinden blieben in dieauf dem platz , worunter der Graf von Fürstenberg selb!»nebst vielen andern Herren war. Viele der gebeinen wur,den alldort in eine aufgebaute capelle , oder dein - Haus«lein , zum angedencken zusammen gelegt. Die Schweitzekverlohren bey 150. mann. ckron. ö»61. 11b- vr-
x. 490. 11b. XII. x». ;86. Tbeatr. 80I0»-
x. 406. *
* Dorneus , (Gerard) ein Ueäicus, lebte zu ende desXVI. ÜLLull, und schrieb ÜiÄionsrmm karscelll, Franckftrk»1584. in 3 . Lamm. in Laracelll llbros Lrcbiäoxorum , 1b. eoa.M 8. Lomxenä. Mronomixe mgßnse kiNLcelli, 1b.jkalclculuo»karacelllcL Nsälcinss, ib. 1581. Llavsm kbllolopbiso LkeM^cse, Herborn 1594. in 8. Ursel. 1602. in 8. äs Xatur-e huc°Lbemica; Longeriem ?aneIÜLL Lkemiss äs 1ran8MUt^tione Äletallorum; Lenealoxlam Nlnerslluin ac NetallorulNomnium; ürtiÜLium lupernatursls ; Lrtlkcium Lbemlltlcuw,i;68- in 8. äs I.ap1äe kbiloloxblco, 1570.
* Dornford , ehemals Caer-Dorm , DormanceaM
und Dormeccafter genannt, eine kleine stadt in HuntEdonshire an dem fluß Nen, an der grentze von NorthauUtonshire , welches man wegen der alterthümmer, die s«selbst gefunden werden, nicht ohne gründ vor das alte TArobrione halt, dessen bey dem Antonino ltlner. gedsw'wird. , not. orb. sntig. II. 4. §. 45. eaniä,«, bN
x. 4-4-41s-
Dornhan, Dornheim, ein WurtembergischeS städtltt^ohnweit Horb im Schwartzwalde, hat vor diesem den Hech-,gen von Teck gehöret. Das benachbarte kloster Alpirspach vauch feine gerechtsame darüber gehabt, deren es sich aufs neu.von Hertzog Ludwigen von Teck an. 1271. versichern ließ, ^derselbe den ort mit mauren umgeben wollte, welches >e«tere aber erst an. 1Z64. erfolgt» c>«/l k. in. x. 274.tox. 8uev.
Dorntck, siehe Tournay. ^
* Dornkrell, oder vorencrellius von Eberhertz, (cob) ein Lutherischer Tbeologu«, an. 164;. zu Lüneburs»^bohren, wurde, nachdem er zu Helmstädt und Kiel siudirenHeldenstädt in dem Amte Ultzen ksüor; er danckte aber rvreab, und legte in seinem vatterland eine buchdrnckereyAn. 1690. wurde er zum Probst zu Heltzow in Hinter-»» ^mern beruffen, legte aber binnen einem jähre auch vieleswieder nieder, und starb, nachdem er die übrige zeit zu
in dem privat-stande zugebracht, an. 1704. den 25. oct.
hat von ihm: 8pecimen Libliorum Usrmonicoium icurriculum ; Liblls Hiltoilco-HLrmomca, üvevlri-L LvnfonrmtisL integrum ; Tr-uIatum contra paruMtsti8 bsbente8 Loncionee ssbLologlcas; Ditputstione8;schriften wider voeior Schelwigen unter dem nahmenfii s VeriMUNt; kolltlsm Lmoris vsre LkrlüIsQar» K