Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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dor

Dbeo». sä I-ucisn. tom. XII. chicileg. Vr//ema»r, memoir.eccl. tom. V. LsrFer, vit. 8snökor. menk. kept.

* Dorotheus, der jüngere genannt, Abt in einem Bithy-nischen kloster. Er lebte indem X. und XI. s^culo ^ und wargebürtig von Trapezunt, einer stadt in Cappadoc»en, an demkonto Luxino gelegen; seine eltern erzogen ihn bis in daszwölfte jähr, wie es einem jungen menschen von gutem Hauszustünde. Nach verfliessung dieser kurtzen zelt gedachten sie ihnschon zu verheurathen. Dorotheus, welcher sahe, daß man ihndiesem stände gewiedmet, verliesse seines vatters Haus, kamnach Amisus, einer stadt, so an dem ende des komi gegen denPaphlaqonischen grentzen gelegen. Johannes, ein Abt über daskloster Geune, nahm ihn unter die Mönche auf, und veranlagsete ihn in kurtzer zeit sich den ordens-reguln zu unterwerffen,und seine xrotslüon zu thun. Dorotheus stiftete hernach daskloster Chiliotom, in dem dorf Chilte, wurde zum Abt gemachet,und starb darauf in dem ansang des XI. kseculi.

LarFek , vies äes 8sint8 menk. kept.Dorpius, oder Darpius, (Martinus) ein Holländer,war in sprachen, Titteris elegsmioribus und der Theologiewohl erfahren, und lehrte zu Loven, schrieb auch einige tracta-1e, starb aber gar jung den ;i. may an. i;r;. und unterbrachdie Hoffnung, die man von ihm hatte. Erasmus war sein son-derbarer freund, wiewol Dorpius das gespött, so jener mit vie-len religions-gebräuchen seiner zeit in einigen schriften, sonder-lich in dem Lncoimo Koris-, geführet, nicht allzuwohl aufge-nommen , welches anlas zu dem schönen briefThomä Mori anDvrpium gab, welcher anfängt: 8i midi sä te venire tsm ek-let liberum. cbron. One. Lrsbsnt. in elog.

L äe kcriptor. kec. XVI. kibi. Lelg- Lc. *

* Dorpius, (Henricus) war zu Münster in Westphalen ge-

bohren , und lebte um die mitte des XVI. Lculi. Er schriebüissorism äe ksökione <L Vnrore Lnsbsptiüsrum in nrbs IVlo-nsüeriensi, wiewol einige dafür halten, daß ein stück davonDr. Theodorns Fabricius, Superintendent zu Zerbst, verfer-tiget. Sleidanus hat seine Historie im X. buch aus diesemwerck genommen. Es stehet aber solche mit unter Lutherivpetikns. opp. p. 19). 12. ;6. kezz. p. 126;.

* Dorsch, (Christoph) ein berühmter edelgestem-schneider«n Nürnberg. Sein vatter war Erhard Dorsch, der an. 1649.gebohren, und an. 1712. mit dem rühm eines geschickten wa-pen-steinschneiders zu Nürnberg gestorben. Christoph wurdeden io. junii an. 1676. gebohren, und starb den 17. oct. an.17,2. Er hatte in seiner kunst niemanden seines gleichen. Un-ter andern hat er den Ebermeyerischen grossen schätz von edelge-steinen, den Baier und Reusch in regal-fol. beschrieben, meh-rentheils geschnitten, hatte auch beständig viel vor die vornehm-ste Höfe in Europa zu thun. Aus seiner ersten ehe hatte er ver-schiedene linder verlassen, unter welchen sein einziger söhnPaul, und älteste tochter Susanna Maria, welche an einenmahler zu Nürnberg verheurathet worden , besonders zu mer-cken, weil sie ebenfalls gantz vortreflich in ihres vatters kunstgewesen sind. Christophs leben soll ehestens mit desselben stamm-buche in dem druck erscheinen. Gel. Zeit. 17Z2. x. 8-9- kezz.I 7 N-P- lü-

Dorscheus, (Joh. Georg) wurde an. 1597. zu Straßburggebohren, und nachdem er sich allda in der Philosophie um-gesehen , wurde er an. 1617. MsZiüer. Hierauf wendete ersich zu der Theologie, und übte sich darinnen sowol durchLoUegis, als verschiedene vispmstiones. Von Straßburgmachte er sich nach Tübingen, wurde aber nach feiner zurückkunst an. 1622. zu der Pfarre nach Ensisheim in dem Straß-buraischen beruffen, und zu einem mitgliede des 8eminsrü Lc-dellsttici gemacht, weil das dorf Ensisheim oder Ensheim, somit dem städtlein Ensisheim im Ober-Elsaß nicht zu vermischenist, von jungen Predigern aus diesem Lollegio pflegt versehenzu werden. Gleichwol ließ er sich dadurch nicht abhalten, auchauf Universitäten neue proben feiner gefchicklichkeit abzulegen.Johann Schmidt erwehlte ihn bey seiner inaugural-disputa-tion zum respondenten, und viel vornehme manner riethen ihmeine reise nach den Sächsischen Universitäten vorzunehmen.Diestmnach gab er zum valet den tractat äs ÄIMiris ?on-tikcire heraus, hielt auch eine disputation über das 6. cap.der ersten Epistel an den Timotheum, und kam darauf den;. april an. 1624. nach Jena, allwo er bis auf den 7. oct. desfolgenden jahres verblieb, und sich mit Majore, Gerhardsund Himmelio bekannt machte. Hierauf begab er sich nachLeipzig, und brachte sich Lyseri und Höpffneri gewogenheitzuwege. In Wlttenberg gierig er bey Erasmo Schmidts,Professors der Mathematrc und der Griechischen spräche, anden tisch , und horte auch Jacobum Martini, Meisnernmund Bülduinum. Hlestlbst las ev ein LoUeZiurn über dieTheologie, und nahm an. 1626. seinen abschied, um sich auch inMarpurq Menzeri und Feurbornu zu bedienen. Von hierkam er den 29. mertz an. 1627. auf erhaltene vocation des Rathszu der theologischen Profession nach Straßburg , nachdem ervorherv dem Landgrafen Ludwig auf befehl des Cantzler Wolfserne lob-rede gehalten. Sofort hielt er ferne orsrionsm insn-eurslem, und wurde den 9. nov. mit der voNor-würde beehret.Aufden beruf, welchen ihm die Hertzoge von Mecklenburg zu-geschickt, grenz er endlich, ohnqeachtet er bereits viel andere aus-geschlagen hatte, an. iü;4. nach Rostock, allwo er aber fünf

bor

jähr darauf dieses zeitliche gesegnet. Unter seinen schriften sindausser den bereits gedachten : LxiZrsmmstum cemurire ocw -Vinäici-e <L Lnimsäverkiones sä csp. I. II. III. Lxoäi, con«»LeUsrm; Xircberus äevius; ksilium exulsns; kossessorem re-üitutum contrs Ülores Lcsäem. cum not. in Vertust. äs ksl-iio; 8700x63 Tbeologise 2scbsrisnse; Lissertstiones äe trr-bus in Terrs Teüibus; äs 8scrN 8cripturse L Lccle6se Luctori-tste; äe Den Ilno Trino; äs LIoZiis , zuibu8 inkigniturOeus, i. Tim. VI. i16. ; äe inksUibili Veritstis Livinsestimonio, äe -eterns 2°« generstione kk. II. 7.; äe sta-xins öäsjeüstis äivillD >8: 8stl8ksrkione pro es Ac. ; äe kro-xbetis Henocbi , ex ^uä. v. 14. ; äe Lonkezuentibus üu-

gullsnL Lonkestinnis inügniorjhns; Lämirsnäs Älortis Lbrkiii, cum äistert. äe Inürumentis Lrucistus Nsrt^rum; Oillert-äe lscrs Loens contrs ^vingernm; 8pecimen 8celctomsnisLontikci-s cires relizuiss 8. Nsrci äc 8. l uc-e; ksrslleis Rs'nsüics L Lcsäemics; Helstio ünon. äe Lorpore 8. Nsrci inLugis äivite cum not. odkervst.; V. Oiüert. äs VolunrstaLei, contrs Trigisnäium; 8eptensriu8 sämirsnäormnLliristi; Oefsctio mslss kiäei ksxslis; Lollstiones sä Lanci-lium Lrsncokurt. kub. Lsrolo A. L 8irmiense lud Lonüsnt. m-dsbit.; Dillert. sä Concilium Lrsuücsnum L Xic-enum; fu-äex Inizuitstis Noguntinorum ^sekuitsrum in Älateris äe VotrbIVlonsüicis; Oiilert. äe üngulsribus L sämirsnäis Ovcumeat^kroviäentise Oivinse circs Luguüsn. Lonketl.; 1boms8 ügvi'ns8 Veritstis LvsngelicL Conkeilor; Tonics Lbrilli inconsutiü^cum conkutstione kskul-e äe ejus ssservstione spuä Ireviros;Oillertstio eoistolics cum ürilleo äe Lerkons Lkrilli L 8. LcL'ns; Tstro rkeoIogu8 L 1 keo 1 ogu 81 -stro; Mlcellsnes Hilw-rico-Tüeologics; Liblis numersts; Tliekeon TbeologicsruiNäe 8. 8. utriuszue Tellsmenti 8scrsmentis centuris; äecixuis Ooöknnse Lkriltisn« Lspitibus säverkus ^uäsevs A kk0'tinisno8; äe VliL lVlsIsclr. IV. promW, Nsttk. XVII.i z. oüentl üäventu üc sävenientis Oistcio ; äe siubilLis ^LÄ. IX. ; r; äe 8snguine kulkocsto circs iocum äÄ. XV. ra-contrs Hug. Crotium; Lommentsr. in Kssjsm; kroäroM^^nticriseos Tlieologic-e «L ünticrills i^ts contrs Lrnestum äaLulelni8; Trigs 8^närvmo8 Lnticrikeos VkeoIozicL cum noi>ä: obkervst Lc. , memor. Tüeol. äec. .X x. 1)46. sag-

FVeKer. tkestr. , in ixlius vits xrLmists LommentSttN

in IV. Lvsngelistss. *

Dorsenus, oderDossenus, siehe Fabius Dorsenus.Dorsetshire, lat. Oorcellris oder DorceürienliL Lomitstvi,eine Engelländische am meer gelegene Grafschafft, welche nord-wärts an Sommerset und Wiltshire, südwärts an den canauder Engelland von Franckreich scheidet, ostwärts an Hamp^Hire und westwärts an Devonshire flösset. In der länge erstUcket sie sich von osten bis gegen Westen auf 45. und in der bremvon norden gegen süden auf 2;. Englische Meilen. Sie hat s 4 »'kirchspiele und 18. marck-städte. Zur zeit der Römer wohiEin dieser landschafft die vurotrigss, wovon sie auch vermuthn^den nahmen Dorsetshire bekommen haben mag. Zur ^7der Heptarchie war sie eine provintz der West-Sachstn , ^anjetzo macht sie mit Bristol die vimces von Bristol. Nebe"der gesunden luft und der bequemlichkeit des meers ist sie auwmit allen andern Nothwendigkeiten zum Überfluß versehen?wie dann insonderheit kein ort in Engelland in einem so klAnen bezirck mehr schaafe hat, als diese Grafschasst um DEchester herum. Unter den Offen, wovon sie bewEwird, sind die Stowre und Frome die vornehmsten. D?»chester ist die Haupt-stadt ; Llme, Bridport, WeymoEPool und Warham sind Häfen. Die Beauforts wurvEzuerst Marggrafen von Dorset tituliret, hernach kam dm.würde auf die Greys, unter welchen Henricus Grey,von Suffolk, der letzte gewesen, welcher an. 1;;). Nhauptet wurde. Den titul, Graf von Dorset, bekam zuAvom Könige Jacobs I. Thomas Sackvil, Lord BuckhuUwelcher an. 160;. darzu gemacht wurde, in dessen linie or«würde nachgehends geblieben, bis aufden Grafen Lionell Cc»'sield Sackvil, welcher von Konig Georgio II. zum ersten -vftzog von Dorset gemacht worden, (siehe Sackvil.)

in tkestro MSFNN Lritsn.

* Dorstadt, oder.Dörstadt, Dorstad, Dorstat, Df pstadt, Dorstete, Durstet, Dorstede, ehemals DorstedkDorstide, ein Wolffenbüttelisches Nonnen-kloster naheHeiningen zur lincken der Ocker, ungefehr;. stunden oberv"Wolffenbüttel, und 2. meilen von Goslar, im Amt Lauenvu z,und in der Hildesheimischen vioeces. Schneiders beiw^j,bung des alten Sachsenlandes, p. 186. Ehemals war e» §ne besondere Herrschafft, wovon sich die besitzer Edel-HA^.von Dörstadt oder Dorstadt schrieben; siehe folgenden arn^^.Von denselben stiftete Arnoldus, wie einige wollen, an.»' Laus seinem stamm-schloß dieses kloster, mit welcher zemrlnung auch Meibomius not. sä kill. äe Rsnr. I-eonS ill 10^5 yesrer. vermsn. tom. I. p. 440. übereil! kommt, Massen erstifter einen bruder Adelhogi Bischoffs zu Hildesheim new> ^welcher an. 1190. gestorben. Hamelmann op?. x. 677-setzet solches erst in das XV. Lculum.

* Dorstadt, (Edle Herren zu) ein uraltes Freyherr^,

geschlecht in Nieder-Sachsen, und zwar in der gegen- Gov st,allda auch ihr stamm-Haus gelegen; -- '