Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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rung führte, da sie denn Wenceslaum, welcher ihr, wegen fer-nes Christenthums, nicht wohl anstünde, von sich wegschaff-te , Boleslaum aber bey sich auf dem Wisschrad behielt, undheftig wider die Christen wütete, auch zu Prag emen Stadt-Richter, nahmens Palhogum, setzte, welcher die Christen umder geringsten Ursache willen, auf das grausamste mit dem to-de strafete. Solche tyranney währete 4. iahr lang, da dieChristen die Waffen darwider ergriffen , und an. 919. wurdenauf dem Präger - marckte drey heftige fcharmützel gehalten,daß das blut durch alle gaffen geflossen, in deren letztem Pal-hogus selbst um das leben gekommen. Hierauf ließ sie ihreschwieger-mutter Ludomillam, welche die Christliche religionsehr vertheidigte, im schlösse zu Tetin umbringen, und zerstör-te die kirche zu Buntzlau, welches endlich Wenceslaus nichtlänger mehr ansehen konnte, und dahero an. 921., ob ergleich nur 1;. jähr alt war, nach Prag kam, die Ständezusammen berufte, seine Mutter der regierung entsetzte, undder Christlichen religion wiederum aufhalf. Die mut-ier suchte ihn hierauf zwar mit gift aus dem Wege zu räu-men, welches ihr aber nicht angieng. Jedoch wurde Wen-ceslaus von seinem bruder Boleslao, auf ihr anstiften, an.s;8. umgebracht. Die Drahomiram aber hat, wie gesagt wird,die erde zu Prag lebendig verschlungen. e-F-r«, KK. I.

Hittor. , Kill. Lok. c. 1;. , in gerieft,

krino. Lokem. , Kitt. Lokem. lik. V. ,

kill. Lokem. ckron. Lokem. x>. 104. leg. LoregS

Bohmis chrvn. La/Lr«»,, exicome rer. Lokem. lik. I. II.miftell. äec. I. lik. VII. tect. I. o. 14. k- 57 - rstx.

Lokem. c. 8- p. )46.

* Drama, eine kleine stadt in Macedonien gegen den Thra-

cischen grentzen, nebst einer citadelle und Ertz-Bißthum, aneiner anmuthigen gegend gelegen, woselbst noch viele monu-mentÄ gefunden werden. vvMgs tom. I. P2g. 198.

*Dramburg, oder Tramburg, eine kleine stadt in derneuen Marck Brandenburg, und die Haupt-stadt desDram-burgischen kreises, bey dem Ursprung der flüsse Drage undRega, bestehet aus der alt-und neuen stadt. Xer/e^. irmerar.

6erm. contlir. I. c. 17.

Drances, ein vornehmer, beredter und schon betagterMinister des Königs Latini, welcher mit seinen rathschlägenallezeit dem Könige der Rutuler, Turno, zuwider, und hinge-gen dem Aeneas günstig war» Ln. lik. XI. v. 122.220.z; 6 . ;8z. 44;.

Drandorff, Trandorff, eine adeliche familie in Meisten,welche heut zu tage in dem amte Schrieben die güther Striefa,Colochau, Stecha rc. besitzet. Dietrich von Drondorp wirdin einem clixlomste, welches Wigmann, Ertz-Bifchvff zu Mag-deburg, dem kloster Nienburg m dem Anhalttschen an. 1162.gegeben, als zeuge angeführet. Eustachius war bey dem Chur-Wrsten zu Sachsen, Augusts, Cammer - Juncker. Christophvertrat an. 1642. die stelle eines Commenbanten auf der vesiungPleissenburg zu Leipzig. August Friedrich hat in des Chur-fürsten zu Sachsen nahmen den executions-receß des Westphä-lischen friedens zu Nürnberg an. 1650. unterschrieben. Beck-manns Anhält, hist. Rnauths xroär. Nitk.

Drangiana, eine provintz in Persien, welche heut zu ta-ge Sigistan genennet wird, und am meisten gegen osten liegt.Die vornehmsten städte darinnen sind Ariaspe und Praphthasie.

Dransa, ein fluß in Wallis, welcher in dem gebürge gegenmittag, so das land Wallis vom Augstthal absondert, einendoppelten Ursprung hat, deren der eine durch das Banienthalherunter kommt, der andere entspringt auf dem St. Bernhards-berge, und beyde vereinigen sich unter St-Brandschier mit ein-ander, lausten alsdann zwischen dem flecken Martinach unddem schloß hindurch in den Rhodan.

* Dransfeld, ein marckt-flecken in Nieder-Sachsen, zwischender Leine und Weser, im Fürstenthum Calenberg, 2. meilenvon Göltingen gegen süden gelegen, und dem Churfürsten vonHannover gehörig; die bürger «ehren sich vom ackerbau. Zetl-lers Reichs-Geogr. X. p. 1444. itinerar. 6erm. contin. I. c. 5.

wpogr. Lruliluic. x. 79.

* Dransfeld, (Justus von) ein berühmter Schulmann,war zu Gottingen den 27. tun. an. 16;;. gebohren. Nach-dem er auf dem daflgen kseäsgogio in allen nöthigen wissen-schafften bestens unterrichtet worden, bezog er in dem 2;. jähreseines alters die Helmstädtische Academie, und hörte allda son-derlich Schraderum, dessen söhn er selbst dagegen in der Grie-chischen sprach unterwiese. Nach diesem ward er erstlich an.I66r. zum LonreÄor, an. 1676. aber zum kiLäagogiarcka inseiner vatter-stadt bestellet, und that sich m diesem amte so sehrhervor, daß er an. 1702. auch den titul eines krokelioris Ikso-loZiT erhielt, und zu Eimbord an. 1707. in das LolleZiume-monicorum aufgenommen wurde. Er starb den 16. aug. an.17-4. nachdem er bey einer guten gesundheit fein lehr-amt über40. jähr geführet. Im übrigen war er kein freund von vielembucher-schrelben ; doch hat man von ihm: kroäromum klonu-mentorum quorunäsm ftottingenlkim; ftllvcutiones L kro-Kmmrnam vsrü Mneris, K7L ona loluti , gua ligati , nebst eini-gen zur Gottingtschen Historie gehörigen episteln, und verschiede-nen disputationen. Ausser diesen aber hat er auch LslM Imx.

Lk. reßium äe Imxerio xis L jufts aäministrsnclo; iNgleicheNMacarii Komiliam 20. mit seiner eigenen Lateinischen Überse-tzung, und verschiedene fchriften von I. Caselio wiedrum auf-legen lassen. Sein schwieger-sohn, 6.7V. hat von sei-nem leben an. 1717. einen besondern Lommencarium Herau-gegeben.

*VXftd>l8I, alte Thracische völcker, von welchen man vor-giebt, sie haben geweinet, wann ein kind zur weit gebohrenworden, und hingegen bey den begräbnissen freuden-ftste an-gestellet , dieweil jene, als die erst in dieses jammerthal ein-träten, zu bedauren, diese aber die daraus bereits abschied ge-nommen, und daraus erlöset, glückselig zu preisen wären. Dietraur-mähler, die sonderlich bey den Teutschen im gebrauchesind, möchten wol eben diesen Ursprung und gründ haben.

* Drapes , ein Feldherr der Senonen, brachte eine starckemannschafft wider die Römer auf, und hatte, als Cäsar dieGallier geschlagen hatte, einen neuen anschlug, wurde aber vonCaninio geschlagen, und ins geiangnis gesetzt, worinnen er sichaus Verzweifelung durch Hunger selbst das leben nahm.äs KeLo ftftlico VIII. ;c>. Isgg. Von Bünaus Reichs-Histo-rie, k. 1. üb. III. §. 41. x. 726.

Draschwitz, Traschwitz, eine adeliche familie in Meisten,deren stamm-haus Draschwitz in dem Amte Weissenfels, 4. wei-len von Leipzig, gelegen. Von Alberten, Heinrichen und Bar-teln, gebrüdern von Draschwitz, ist ein brief vorhanden, dar-innen sie dem Landgraf Friedrichen in Thüringen an. izn-das lehn an etlichen einkünften zu Storckowitz resigniren, wor-auf derselbe erwehntes lehn dem kloster St. Jacobi zu Pegaufchencket. Bernhard von Draschwitz wurde an. 1542. Lano-lücus zu Naumburg. Joachim von Draschwitz war an. isn-Fürstl.Würtembergischer, und Caspar an. 1627. Fürstl.Weima-rischer Hofmeister; ob aber diese beyde letzter« zu der familievon Draschwitz gehören, kan man nicht .eben sagen.äo>/. in Kilt. Link. lik. III. 106.

Draskowich, (Johannes) von Trakostia, Lanus-erKö-nigreiche Dalmatien, Croatien und Sclavonien. Sein gs-schlecht, welches in Ungarn und Croatien floriret, soll von ei-ner andern Sclavonischen familie Suadich, so Grafen zu D-rinio gewesen, und Spalatro, Cliffa und andere städte besiegfen, feinen Ursprung haben, aus welchem schon an. 122»'bey Königs Andreä in Ungarn regierung ein Johann Drasko-wich berühmt gewesen. Gegenwärtiger Johannes aber Eein söhn Caspars, und Catharinä Szechel, und begab Mjung in den krieg , da er unter dem Lano in Croatien, Gra-fen Thomas Erdeödi be» der Niederlage des Türckischen BAzu Poseck Scanders sich befand, und an. 1592. unter diejemGrafen Sisseck entsetzen half, auch in der bey diesem or»folgenden jahrs vorgegangenen schlacht sich solcher gestalt signa-lisiere , daß er zur belohnung seiner tapferkeit das Gouverne-ment zu Crisa erhielt; und nachdem er an. 1596. PetrEerobern helffen, anferwehnten Thomä Erdeödi resignation vomKayser Rudolpho II. das Banat in Dalmatien, Croatien »noSclavonien erlangte. Er beförderte hierauf die eroberiECliffa, so doch die Türcken bald wieder einbekamen, und Mdurch George Draskowich die von den Türcken wiederum be-lagerte stadt Petrinia entsetzen, welche stadt er an. 1597. rE-riren ließ. An. 1600. hatte er vor, der belagerten vestung ^nischa durch einen entsatz luft zu machen, welchen ort jedoAi>ie Türcken eroberten. Als Stephan Bozschkay das regiEn Siebenbürgen an sich zog, suchte er diesen Herrn aufsameite zu bringen, der aber mit den Croaten sich den UnsK»eyfügte, so dem Kayser treu verblieben, und nach einem gch^liehen treffen Sabaria, Kerment, Cuseg und Sumegh w>emeinnahm. Nach dem an. 1606. mit den Türcken und SE'bürgen geschlossenen frieden, resignirte er sein amt eines v ^ni, und ward Kayserlicher Krtegs-Rath, Gubernator »'VGeneral des Königreichs Ungarn jenseits der Donau. Ukay in seiner Croatischen Historie legt ihm ein grosses lob UEr ist sonderlich ein eiferer der Catholischen religion gewep^endlich an. i6iz. mit tode abgegangen, und zu Preßburg k»graben worden, in Kiüor. Lroar.

klunx. lik. XXX. sä an. 15 96. L 1597. De Ke-rv«, -naroki» Unng-rr. ^a^/evrcrr oratio sä ftuäolxk. II. cie»ä 8illeck viötoiia. /.orekraE, in der Ungarischen ehnologie. .

Draskowich , ( Georgius) ein Cardinal, ein soN.Aj,vorhergehenden, und ein enckeldes Cardinals Georg»nusti. Seine ansehnliche gestalt, seine gelehrsamkeit,stand und sein exemplarischer Wandel brachten ihn in.solchen credit, daß er nach und nach Bischoff vonchen, Bischoff von Raab, Cantzler von Ungarn, Ertz-W,^j-von Colocza, und endlich an. i;8;. auf des Kaysersphi II. nomination, von Sixto V. zum Cardinal gemacht n»

Zu dieser letzten erhebung trug ein grosses bey, daß Mgedachter Papst auf dem Tridentinischen Lonoilio hatte ^nen lernen, bey dessen dritter celebration er, als BischvuFünfkirchen und Kayserl. Ambassador wegen des KoMgVMUngarn, erschienen war. Als er auf Päpstlichen bejey'fertig machte, eine reise nach Rom zu thun, ward er an ve ^1then ruhr kranck, und muste daran zu grossem leid-weM ' pck