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stadt keine andere Prediger haben sollte, als gebohrne stadt-kinder, Prediger zu Niort, allwo er an. 168«. seines alters ;6.jähr, gestorben, nachdem ihm GOtt 6. monat vorher sein ge-sicht genommen hatte. Er ist der Hebräischen spräche hochst-kündig gewesen, und hat schöne predigten, Christliche sonnete,und eine geschriebene schrift hinterlassen, wie man die Französi-sche spräche von ihren niedrigen und unreinen redens-arten rei-nigen solle. Er hat nur töchter gelassen. Der andere söhnHenricus ist erst Advocat gewesen, hat sich aber nachgehendSzum Prediger-amte gewandt, dem er erst zu Wen, nachgehendszu Fontainebleau vorgestanden. Der dritte ist der berühmteAeäiLus, Carl, (siehe den folgenden artickul) der ebenfalls,auch nach erlangtem Doctorat, eine begierde in sich befunden,der kirche als ein Prediger zu dienen. Der vierte ist Antonius,INeäicus zu Orbes in der Schweitz. Der fünfte ist als ein 8tu-ckoüis IbcoloZire zu Genf gestorben. Der sechste, Peter, Prie-ster der Englischen kirche und Dechant zu Armagh, ist an. 1722.in dem 86. jähre seines alters zu Londen gestorben, und hat nureine tochter mit einem grossen vermögen hinterlassen. Die übri-gen sind alle in ihrer jugend gestorben, eine tochter ausgenom-men , die an den Herrn Malnöe, Parlements-Advocaten zuParis, verheurathet worden , aber zur zeit der FranzösischenVerfolgung zu der Römischen kirche getreten, und, da ihrmann sich, nach Holland retiriret, in Franckreich gebliebenist. Im übrigen machte er sich sowol durch seine gelehr-samkeit, als durch seine gute aufführung, bey jederman be-liebt , und starb an. 1669. den;. nov. Unter feinen schriften,so theils zur erbauung und aufmunterung im Christenthum,theils zu Widerlegung der Catholischen gerichtet, sind sonder-lich bekannt Lonlolations äs I'/tms fiäele contrs 1e8 Krayeur8äs 1a Nort; ferner : 1e ^ubils; le Lombat komsin ; le Ui-bou äs? iselultsa ; le Triompks äs l'Lgllle 1c>u8 1a Lrolx; 1akeponle au köre Laullin; Iss O1lputs8 aves kkvegue äs LellaitoucliÄNt kklonueur, gui est äü a 1a lsinte Vierte; la veken-1e äs Lalvin, ou son äpologis contre Is 1.1 vre äu Lsrälnal äsLicbelieu; ksponle au krlncs Lrnü, I.anägrave äs Hellen,Lc. In tbeatro x. 696. *
Drelincourt, (Carolus) ein söhn des vorhergehenden,wurde zu Paris den r. febr. an. 16;;. gebohren. Er legte sichauf die Medicin, und bekam an. 1654. zu Montpellier dievoötor-würde, worauf er fowol bey der armee, die Turennecommandirt, als auch zu Paris gute proben in xraxl ablegte,und endlich nach Leiden zu einem krolsllor ÄleälcinL an. 1668.beruffen wurde. Daselbst erlangte er in der Medicin, sonder-lich in der Anatomie einen gar grossen rühm, war auch dabeyin der Griechischen und Lateinischen spräche, ingleichen in den8tuäü8 Kumanioribu8 wohl erfahren, und starb zu Leiden an.1697. den ;i. may. Er hat unterschiedene schriften hinterlaßsen : als Olatriben äs kartu oölimeliri vivacl; HpoloZIam IVIe-äic. gua äspellltur calumnia, Älsäisos lexcsntis anni8 Koma
exulalle, welche tractate nebst einigen andern zu Leiden an.1680« zusammen gedruckt sind. in kinäsnio re-
novsto.
* Drenftenvoort, oder Drenstenfort, und Dreinsten-voort, eine kleine stadt iin Bißthum Münster, im districtDavert im Amte Wolbeck am flusse Wersa nicht weit von Mün-ster , und anderthalb meile von OIn. Schneiders beschrei-bung des alten Sachsenlandes, x.Nach des Herrn vonEckhard rcr. kranclc. XXIV. 217. Meynung soll hiervon der alteksxuz Dreini oder Dreni den nahmen haben.
Drente, eines von den ;. theilen der Niederländischen pro-vintz Ober-Assel, ist ein land, welches voller Morasten ist, undCövorden zur Haupt-stadt hat. An. 1672. halten sich die Fran-zosen davon meister gemacht, musten es aber 2. jähr hernach denHolländern wieder überlassen.
Drepanius, (Florus) ein Franzose, welcher an. 6;o. unterder regierung Clodoväi II. lebte; wiewol ihn andere auch jün-ger machen, als ob er nemlich erst im IX. üeculo gelebt. Geor-gius Fabricius getrauete sich von dessen alter noch gar nichtszu schreiben. Die schreib-art und Verse sind geringe. Er hatPsalmen, H7MN08 und einige andere fachen verfertiget, welchein der bikliotkesa katrum zu finden, auch schon vorher vonGeorg. Fabricio feiner collection der alten Christlichen Poeteneinverleibet worden.
Drepanius, siehe Florus, zugenannt NsMer und Karl-
NU8 ?ZcLtus DrepLnms.
* Drepta, ein ffuß in Westphalen, welcher aus einem was-ser-sumpfe, Karten-Moer genannt, entspringt, und bey Jndcr-Drepta in die Weser fließt. Schneiders beschreibung des alten
Sachsenlandes, x. ; 19-keg.
Dreßden, lat. Vrs8äa, die Chur-Sächsische residentz, haupt-vestung und Haupt-stadt im gantzen Churfürstenthum, ist eineder berühmtesten stadte in gantz Teutschland. Sie liegt inMeissen an der Elbe, da die Wersseritz hinein fällt, in einer sehrangenehmen und fruchtbaren gegend. Sie bestehet aus 2. städ-ten,Alt-und Neu-Dreßden, welche durch die Elbe von einandergejchicden, durch die grosse steinerne brücke aber wieder vereinigtsind. Von dem Ursprünge der stadt Alt-Dreßden sind unterschie-dene meynungen, die sicherste aber ist, daß, wie Rhegino berich-tet, der Kayser Carolus N. an. 8°8. die bürg Dreßden an der El-be wider die Böhmen erbauet. Nachgehends zu den zeiten derKayser Henne« äusux!» und Qttonis i. ist sie ein flecken gewesen,
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da eine schenck-stätte und eine bevestigte überfahrt anderElbkgestanden. Als aber dieser srt von Überschwemmung des Elo«stroms zum oftern, und auch um das jähr 1020. schaden geln«teil, haben dessen einwohner anlas bekommen, gegen über amdem andern ufer, welches höher gelegen, ihren aufenthalt zusuchen, zu welcher zeit man den sogenannten Taschenberg aMersten gebauet, bis man hernach den thannen-wald, welchersich damals weit erstrecket, an dem ufer der Elbe abgeholttzet, und die länge hinaufwärts mehr Wohnungen, auch dieFrauen-kirche unweit des Elb-stroms erbauet. Also ist Neu*Dreßden eine colonie von Alt-Dreßden, es ist aber dieses nach«gehends durch jenes sehr übertreffen worden, indem die ren-dentz der Marggrafen zu Meisten daselbst gewesen. Alt-Dreß*den ist zwar auch empor gekommen, hat aber niemals zu der«gleichen svlendor gelangen können. - Vormals'waren diesebeyden städte der regierung nach von einander unterschieden,und hatte jegliche ihren besondern Rath, welchen aber derChurfürst Mauritius, als er Alt-Dreßden zu fortisiciren ange-fangen , mit einander vereiniget. In Neu-Dreßden hat be-reits MarggrafOtto der reiche einige zeitlang, ferner Marg'gras Heinrich der erleuchtete, 48. jähr nach einander bis anseinen tod an. 1288. hernach Marggraf Friedrich der kleine^der sich Marggraf zu Dreßden qenennet, alsdann MarggralFriedrich der strenge, Marggraf Wilhelm u. a. m. Hofgeha *ten. Die beständige residentz aber der Chur- und Fürsten Al-bertinischer linie, ist sie von der zeit an, da Hertzog Albrechtzu Sachsen, Churfürst Friedrichs des gütigen söhn, sein Hof-lager allhier genommen. Das erste schloß der alten Marggra*fen zu Meissen und Landsberg hat auf dem Tafchenberge ge-standen, und ist sehr schlecht gewesen, auch an. i;i8. zu eine««futter-boden und stallung angerichtet worden. Längst vorheraber haben die alten Marggrafen auf eine bequemere residentzgedacht, und etwas hoher hinaufwärts an dem Tafchenberge »Mdie gegend, wo das jetzige schloß stehet, zu bauen angefangen;weil aber solches gleichfalls gar unordentlich worden, hat Hss*tzog Georg an. i;;4. ein neues schloß angelegt, und solches in-nerhalb ;. bis 4. jähren vollendet, welches von aussen her Evielen denckwurdigen in stein gehauenen figuren, schriften n»owapen gezieret ist. Das andere alte schloß aber hat an. r§47-Churfürst Mauritius zum theil, sonderlich abendwärts, abbre-chen, und allda mit dem bau weiter nach der vestung hinaus ru-cken, auch neue gemächer nebst vielen andern zu auszierung die-ser residentz gehörigen gebäuden aufführen lassen. ChurfuchJohann George I- ließ den berühmten riefen-saal aufs neuebauen, und Churfürst Johann George IV. hat es an vielen orte»noch herrlicher auszieren lassen. Allein an. 1701. den 2?. wer«ist ein groß theil von diesem schlösse in die asche gelegt worden-Die allhier befindliche und in vielen ziminern bestehende kunst-cammer ist wegen der vielen raritäten jederman bekannt.Neu-Dreßden an dem schlösse stehet auch das ansehnliche «Mweitläufige stall-gebaude mit allen zugehörungen, worzu MChurfürst Christianus I. an. 86. den 6. jun. den gründ Eget, und welches vor ein prächtiges schloß paßiren kan. R'Tallein in den prächtig und kostbar erbaueten ställen, sind staEvor 128. Pferde, sondern es sind auch die darüber befindlich^'vielen gemacher mit kostbarem pftrd-zeuge, allerhand art vb"armatur, und was zu Ritterlichen spielen und aufzögen gehoff«desgleichen mit verschiedenen historischen gemählden von kvsucceßion der Sachsen und dergleichen erfüllet. Das zeughEso Churfürst Augustus an. ,559. zu bauen angefangen,an. i§6;. vollendet, wird unter die vornehmsten in gantz ^ropa gezehlet, worinnen ein sonderbarer grosser vorrathallerhand gefchütz und rüstung vorhanden ist. So ist aMder schöne zwinger-garten hinter dem schlösse, und der grab,garten vor dem Pmüfchen thore wohl zu sehen. DesglEist allhier der sitz der Ober-Gerichts-Collegien der Chur Sachstb'Neu-Dreßden hat;, thore, 2. marckt-plätze, ;. stadt-kirE; 6. gaffen, welche gleich, und mit prächtigen steinernen Ufern sezieret sind. Die fortisication allhier ist unvergleichMund die gantze vestung aus harten quader-steinen gebauet, hu"welcher noch eine hohe und dicke stadt-mauer ist. Den amWzur bevestigung machte Hertzog George, worauf nachgehe",zdie folgenden Churfürsten Mauritius, Augustus, Christusund deren Nachfolger unglaubliche kosten angewendet, dietification fortzuführen und zu verstärcken, auch selbige MVnen solchen zustand gesetzt, daß sie keiner vestung in TeuMland weder an starcke noch an zierlichkeit etwas nacWMdarf. Die brücke über die Elbe ist nechst der zu Regemp"^und Präge die vornehmste in Teutschland, und an.bauen angefangen , nachgehends aber wieder unterlassen, clieh an. n?;. ist der bau von neuem fortgesetzt, und an.vollendet worden. Sie hat vor diesem 24. Pfeiler gehabt,ist 8°o. schritte lang gewesen, bey Churfürst Moritzens jl>aber, als man mit bevestigung der stadt Neu-Dreßden »w. ^grosses theil über das ufer bis an die Elbe gerücket, sind 5/ler von dieser brücke verschüttet worden,daß sie also nur nockiMschritte lang ist. Alt-Dreßden gehörte ehemals dem Stiftesen; BischossBernhard von Camentz aber hat es den MAUchtfen um ein geringes überlassen. An. 1404. hat es das stE ^albekommen. Es ist etliche mal berennet worden, und etlicheabgebrannt, sonderlich an. 1685. bis auf2i. Häuser, hernaw ^hat man es desto zierlicher wieder aufgebauet. Es ist aucyfüget, und an. 1704. eine weitläufige fortisication darum s"