Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Dünen , sät. üttors 8uüexi-e <L Lsntü, auf Niederlän-disch Duyns oder Duynm, auf Englisch Downes, ist dernähme, welchen man den see-küsten der Englischen provintzSussex und Kent giebt, sonderlich um Dover und Sandwichherum, eigentlich aber von Dover bis Northforeland. Diesebenennung kömmt her von den hohen Hügeln, welche in dengedachten gegenden zu sehen sind, dergleichen die alten Gallierund Britten Dunum haben zu nennen pflegen; wie denn auchdie Franzosen den nahmen unterschiedener orter in ihrem Kö«nigrcich, als Chateaudun, Verdun, Loudun, Dun le koi, rc.von dem alten Lettischen Dun , das ist, ein erhabener ort, her-leiten. Einige meynen, daß ciune so viel bedeute, als einewelle, und daß die Niederländer ihre sandhügel, welche deneinbruch des meers verhindern,, deswegen Dunen nennen;daher auch der nähme der stadt Dunkirchen entstanden.

Lrit. p. 91. i66. ;4Y.

Dünktrchen, siehe Dunkerken.

Auren, .lat. vura oder iVlsrcoäurum , eine stadt im Her«tzogthum Iülich an dem flusse Rver zwischen Iülich und Nideckgelegen. Marcus Vipsanius Agrippa soll sie nebst Cöln erbauethaben , und von dem Kayser Ruperto ist sie an. 1407. zu einerReichs-stadt gemacht worden, hat auch unter den Westphäli-schen kreis gehört, nunmehro aber ist sie unter dem Churfürstenvon der Pfaltz , als Hertzoge von Iülich. Auf Veranlassungdes Königs Pipini und dessen sohns Caroli N. wurden allhieran. 761. 77;. und 779. LonLiliL gehalten. Carvlus V. hatdiese stadt den 24. oct. an. 154z- mit stürm erobert, geplündertund angezündet. In dem dreißigjährigen kriege hat dieser ortebenfalls nicht wenig erlitten. in salb. Lelg. x. 447.

ropogrspk.

Dürtngen, Thüringen, eine adeliche familie in dem Her-tzogthum Bremen, woselbst ihr stamm-haus gleiches nahmensin dem kirch-spiele Lockstede, an der Lune, gelegen. An. 1144.lebte Theodoricus. An. 1279. hat Nicolaus einen Ertz-Bischöff-lichen brief, als zeuge unterschrieben. An. 1602. war ArpErtz - Bischöfflicher Land - Drost, dessen söhn , Melchior, diecharae eines Präsidenten der Bremischen Ritterschafft erhalten.Christoph , Schwedischer Land-Rath , hinterließ Arpen, Land-Rath des Hertzogthums Bremen , dieser aber Arpen den jün-ger« Schwedischen Oberst - Wachtmeister und Erd-Richter derBurgmänner zu Horneburg. Otto, welcher seine linie in demKedinger-lande fortgepflantzet, waran. 1600. Dom-Herr zuHamburg, dessen söhn, nahmens Dietrich, SchwedischerOberster und Commendant zu Made, ist an. issg. mit tobeabgegangen, und hat zwey söhne nachgelassen,

dlob. Rrem.

Dürmstein oder Dtrmftein, eine kleine stadt in der Unter-Pfaltz nicht weit von Franckenthal, ist ein Bischofflich Wormsi-sches lehn, und kauft - weise an die Pfaltz - Grafen gekommen.

?. p. 8z.

Duero oder Dours, lat. vurius, ein fluß in Spanien,entspringet gegen den qrentzen von Aragonien, in dem gebür-ge Jdubeda in Alt-Castilien , gehet von dar durch das König-reich Leon und Portugall, da er ein lvenig unter der stadt Por-to , nachdem er verschiedene flösse in sich genommen , ins meerfället. Silius Jtalicus saget, daß man unter seinem fände goldfinde, üb-1.

Duesme, eine stadt in Franckreich in Burgund, liegt ander Seine, und hat von ihr das kleine ländlein Duesmois dennahmen, welches um den Ursprung des flusses Seine liegei.

Düsseldorfs, die Haupt - stadt des Hertzogthums Bergen,und vormalige residentz des Churfürsten von der Pfaltz, liegt andem einflusse der Düssel in den Rhein, zwischen Neus undKayserswerth. Sie ist schön , wohl bevestiget, und hat einschönes schloß, ingleichen eine Collegial - kirche , und einprächtiges Jesuiter - Lollegium. An. 1709. hat der Churfürstdiesen zur Handlung sehr bequem gelegenen ort zu vergrößernangefangen, und den anbauenden das burger-recht umsonst nebstdreißigjähriger freyheit von allen anlagen versprochen, auch ei-nen Commercien-Rath aufgerichtet, darinnen die streitigkeitender kaufleuthe ohne weitere appellation beygelegt werden sollen.

geogr.

Düsseldorfs, (Franciscus) gebürtig von Leiden in Hol-land, war in der Theologie sowol als in den Rechten wohler-fahren , und predigte lange zeit in Holland und im HertzogthumEleve. Als ihm aber die Protestirenden seine güther wegge-nommen , wurdeer aenöthiget, sein vatterland zu verlassen;worauf er sich nach Coln begab, und den zi. mertz an. 16,0.starb. Nach fernem tobe gab man einige seiner wercke heraus,als zwey volumma Lnuaüum; einen tractat vorn ehestande,undandere mehr. bwiiock. Lelx.

Düsseldorfs, (Johannes) ein Carmeliter-Mönch vonStraßburg, hat unterschiedene schuften, und unter andern ei«ne beschreibung des heiligen landes verfertiget. Er ist zu Straß-burg, allwo er Prior soll gewesen seyn, an. I4?9. gestorben.

Dütlingen, siehe Dutlingen.

* Duetus, (Antonius) aus dem Hennegau, war Vxmns.»arcba zu Amsterdam, und starb daselbst den zo. aug. an. 1776.Er hat Lsrmen Nkltsli 7 elu , Antwerpen iz?9. kars-nesin»ä übersImm ärtium Lmäiosoe, ib. i;6o. Larsxkrssm S. kM.

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worum; Vitsm TobiL Najoris ; Oescriptionem dlinivss; ^logas Leiden 156;. Lxpokularionem cie lemporum Ls«'

mitatibus, ib. 1567. Lsuxerrstis tzuerelsm, geschrieben.

r» Lrken. Zeig.

* Dussle , ein grosser marcktflecken in Brabant, zwischenMecheln und Lrer an der Nethe gelegen. Es ist eine alte be-rühmte Baronie, und begreift drey schöne dörser und Her-schafften, nemlich Perwez-Duffle, Waelhem und WavreCatharine, unter sich. Ehemals gehörte sie der familie vo»Berthout. Henricus, Berthout, Waltheri BerthoutHerrn von Mecheln, jüngerer bruder, so nach an. 1248. Fstorben, war Herr von Dussle, Gele, Waelhem rc. Dessenden urenckel, Henricus IV. Herr von Dussle, Gele, OiM-lo und Waelhem, hinterließ von Margaretha von Wesewaeleine einzige tochter, Cathartnam, welche an. 1,55. Theobo-ricum von Hornes heurathete, und demselben die BaronsDussle zubrachte. Dieses Theodorici ältester söhn, Wilhelmmus, zeugte mit Maria, Frau von Randenrode, eine tod-ter , Marram, welche sich mit Johanne Stuart, Grasesvon Marr, vermählte. Dieselbe überließ Dussle und Wael-hem an Antonium, Hertzog von Brabant, und Johannes,Hertzog von Brabant, Antonii sohn, gab sie an. 1422. Phi-lipps , Grafen von St. Pol und Ligny , zur appanage. Na«der zeit kam die Herrschafft Dussle wieder an das haus Hornes,und von selbigem an Johannem, Baron von Merode, welchean. 1451. Adelheiden von Hornes, die von ihrem an. 148)'verstorbenen bruder die Baronie Dussle erbte, geheurathel,von welcher zelt an sie bey dessen nachkommen geblieben-

rropk. äe Lrali.wm.il. x. 26. i;6. supxl. wm-ü'

PNK. 12.

Duffus, der acht und siebenzigste König in Schottland, un-terdrückte dre raubercy und Plünderungen, welche die liederl«'chen Edelleuthe an den einwohnern der westlichen insuln verüb-ten , und machte eine Verordnung, daß die Gouverneurs, pur«deren nachlaßigkeit dergleichen unfug geschehen , dem volcke da»ihnen genommene wieder ersetzen muffen, verbannete auch ihrerviele von den thatern. Hierdurch befanden sich derofelben un-verwandten sehr beleidiget, und machten dahero eine conspir«tion wider den Konig , als einen Verächter des Adels. Zu ebenderselbigen zeit verübten einige leuthe zu Forresse in Murra«leichtfertige dinge, indem sie, wo je diesen dingen so leicht «glauben ist, des Königs bildnis in wax allmählich verbranntesund hierdurch dem Konig eine grausame quaal verursachte«daß er immerfort schwitzte, und von allen kräfften kam; widerwelches unheil kein Mittel konnte ersonnen werden, bis endü«die heperey entdecket, das bild zernichtet, und die hexen ge-straft wurden. In währender kranckhett des Königs plünder-ten die Hochländer die um sie her gelegenen gegenden, weil Ameynten , es wurde ihnen keine gefahr bringen. Allein, so-bald der Konig wiederum genesen, marschirte er wider sie«felde, bekam den rädelsführer gefangen, und ließ ihm zu Ad-resse seinen verdienten lohn geben. Donaldus, der Gouver-neur des schlosses, worinnen der König eingekehret, hatte un-terschiedliche freunde unter denjenigen, vor welche er keine gnAde erhalten konnte. Dieses verleitete ihn, daß er aufftiOwerbes einrathe», und mit derselben beystand, den König ynachts ermordete, seinen cörper alsofort wegschaffte, undft heimlich begrub, daß man die thäter nicht erforschen konnte-Damit er auch solche verübte bosheit noch desto mehr verheernmochte, brachte er alle aufwärter und bedienten des Königschen zimmers wegen ihrer Unachtsamkeit um. Als aber herECulenus von dem Adel zum König erwehlct worden, und «die nördliche gegend kam, um den Königs - Mörder auftE,chen, wachte Donaldo das gewissen auf, daß er auf dieflöhe. Allein, nachdem er durch einen stürm zurück getrie-ben worden, brachte man ihn vor den König, worauf Knebst seinem weibe und andern mitschuldigen die gebühretstrafe empfieng. Es wurde aber Duffus um das jähr 97l-Lmordet, nachdem er vier jähr und sechs monat regieretbitt. 8cot.

* Dugdale, (Wilhelm) ein grosser Englischer äntWriu8 des XVII. ssecuü, ward den 12. jept. an. 1605. zu ShusiAin Warwickshire gebohren. Nachdem er bis in das fünfte«"de jahr in den schulen zugebracht hatte, hat ihn dessenErasmus Dugdale zu sich naher Hause genommen, und «selbst in äue unterwiesen, darinnen auch Wilhelmus in «Niger zeit, vermittelst seines unermüdeten fleisses, grossegressen machte. Er verheurathete sich den 17. mertz an.

mit Margaretha Hnntbache, und kaufte ohngefehr an.die HerMafft Blythe, allwo er sich gesetzet, und die mE,semer ducher geschrieben hat. Da nun seine Neigung ihnnemlich »u den alterthümmern und Historien insgemein,«jkderlich aber seines vatterlandes triebe, als machte er sichftichen Personen bekannt, welche ihm in dergleichen untt>chungen am nützlichsten seyn konnten; unter diesen war haAsächlich der Ritter Hemrich Spelmann, mit dem er zu Lon^an- i6t8. bekanntichafft gemacht hatte, und der ihn H-Uchdsy Thomas Grafen von Arundel recommendiret hat. E ^j,dieses letztem nachdrückliches fürwort ward Dugdale krE.x-ner Königlichen patente vom iz. mertz an. 1640. zu>nschall mit dem rothen Creutz ernennet, und bezog krafftamts ein lofament rn dem amthause der Herolden,