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dun
gantz nahe bey dem ort, wo der fluß Nith sich in das meer er»gießet, zwischen zwey Hügeln, in einer sehr fruchtbaren und an-genehmen gegend s gelegen ist. Über den erwehnten fluß gehetdaselbst eine schöne und breite brücke von gehauenen steinen/ wel-che auf neun grossen schwibbögen ruhet. Im übrigen ist die stadtwegen ihres Handels mit tuch und stein - kohlen berühmt / undauch wegen eines alten schlosses und einer Arche / worinnen zuansang des XIV. Lsuli der Schottlandrsche Konig / RobertusBruce / mit eigner Hand Johannem Commes / welcher ihm dieCrone streitig gemacht, ermordet. ZriiAluüs. Let-ve-
r-e/ 7 , äelic. äs I'Lcofts x. 1090.1094.
Dummersee, lat. vmnmem, ein see in Westphalen, zwi-schen den Bißthümmern Münster /Osnabrück, Minden und derGrafschafft Diepholt. Er ist drey viertel meilen lang, und eineHalbe meile breit. topogr. v^eiipkal.
Dumnorix, einer von den vornehmsten und unruhigstenGalliern zu den zeiten Iulii Cäsaris, welcher das gemeine volckdurch seine freygebigkeit an sich zog. Er erwarb sich grosses guthdurch die Pachtungen der Repubiick, welche er jährlich für ge-ringes geld bekam, weil ihm niemand entgegen zu bieten sich ze-ichnete. Damit er aber sein vorhaben, sich über sein land sou-verain zu machen, und es der Römer botmäßigkeit zu entzie-hen , desto besser hinaus führen möchte, hieng er sich an die Hel«vetier, welche eben damals auf die Römer nicht wohl zu spre-chen waren, weil sie ihnen keinen durchzug durch ihre provintzverstatten wollen. Er aber ließ sie durch das land der Sequa-nier ziehen, weswegen er ohnfehlbar von den Römern zu ge-bührender strafe wäre gezogen worden, wofern es nicht sein bru-der Divitiacus, der sehr viel bey dem Cäsare galt, hintertrie-ben. Diesem ungeachtet unterließ er dennoch nicht, feinen ge-faßten vorsah ins werck zu setzen. Allein es wurde ihm aufsneue durch die expedition des Cäsaris in Britannien , bey wel-cher alle Officier der Gallier mit ihren unterhabenden trouvpenerscheinen musten, unterbrochen. Er wollte sich zwar von demCäsare ausbitten, daß er zurück bleiben dürfte, allein dieser,welcher von seinem vorhaben Nachricht hatte, erlaubte es ihmnicht. Deswegen muste er mit seiner mannschafft zu der armeestoßen, welche nur auf guten wind wartete, eingeschifft zu wer-den. Doch, als es an dem war, daß der aufbruch geschehensollte, gieng er ohne wissen des Cäsaris mit seiner reuterey, wel-che er durch grosse Versprechungen darzu beredet, zurücke. Al-lein es wurde ihm sogleich ein grosser theil von der übrigen reute«rey nachgeschickt, mit dem befehle, ihn entweder lebendig odertodt zu liefern. Er wollte sich zwar wehren, und seine freyheitMit grossem geschrey vorwenden; allein er wurde von der gros-sen menge umgeben und getödtet. , bell. Oalüc. üb. I.e. ;. 9. 18» feg- Üb. V. c. 6. 7. Lc.
* Dumontius , (Paulus) war des Raths - Oollegü zuDouay, wo er auch gebohren, geheimer 8ecretarius, starb da-stlbst an. iüoL. m dem 72. jähre seines alters, und ließ einenLommeutarium in Otationem Oominicsm in Französischerspräche, in welche er auch öugustiui Lonkeiüones; Ibom. üXsmpis äs Imir. Lüritü; Oion^lii Lsrtbusisrü 8ententiss bensvivenäi L alia ejusäem ; ingleichen Ludovici Oranatenüs, Ant.Guevarrä, Marci Maruli und Dorothei Sermones übersetzt.Flirre, lltüen. Zeig.
Dun oder Don, heißt (r. I ein fluß in Engelland in der pro-vintz Porck , bey den Lateinern vsnus genannt, von welchemder flecken Doncaster, wo er vorbey gehet, im Lateinischen dennahmen vsnum hat. (2.) Ein fluß in Lothringen in dem Her-tzogthum Bar. (;.) Eine stadt in Franckreich in der provintzla Marche.
Dunaan, ein Iüde von geburt, König der Homeriten, ei-nes volcks im glückseligen Arabien , lebte zu ansang des VI. üe-ouü. Man sagt, daß als er in einer schlackst überwunden wor-den , er seinen eifer über die Christen, so in seinem lande gewöh-net, ausgelassen, indem er die stadt Nageran, welche voll Christenwar, belagert, und unglaubliche grausamkeiten darinnen aus-geübet. Unterdessen zog Elesbaan, der König in Aethiopien, aufbegehren des Patriarchen zu Alexandrien wider ihn, und ließ ihnumbringen, als er ihn gantz niedergeschlagen nach der Niederlageseiner trouppen antraf,
/>«r. 5«^,^, ^ä ä. 24. oÄ. , L. 6. 522.
Dunalma, ist der nähme eines gewissen festes unter den Tür-cken, das auch sonst Zine oder Ezine genennet wird. Dieses festwährt 7. tage und nächte, binnen welcher zeit feuerwercke ange-zündet , stücke und musqueten losgeschossen, die trommeln ge-schlagen, und dre trompeten mit »«gemeinen freudens-bezeugun-gen geblasen werden. Das gemeine volck feyert dieses fest aufden straffen, welche mst tapeten und blumen sezieret sind , undmacht sich mit allerley spulen lustig. Es pfleget bey des Sultanscrsterm einzuge in die stadt, oder nach einem erhaltenen sonder-baren siege, gefeyert zu werden. . 6s l'ümpire Orrom.
Dunawey , ein vestes schloß in Ober - Ungarn, unweitStrako, an den Polnischen qrentzen, gelegen, und den Freyher-ren Joanelli zuständig. Es ist an. 1684. von den Christen mitaccord erobert worden. , äs I'ümpirs Orrom.
Dunbar, lat. vumbarum, oder rke Lallle ofbsr, eine stadtin der SchoMändischen Grafschafft Lothian, an der östlichen kä-ste , 20. Schottlandische Meilen nordwärts von Berwick , undeben so weit ostwärts von Edenburg. Vor diesem war ein ta-
stest daselbst; gleichwie man noch bis jetzo einen Hafen daselbsthat. Sie hat sitz und stimme im Parlement, und ist insonder-heit deswegen merckwürdig , weil an. 1651. den 2;. stUOlivier Cromwel König Carln den II. zum ersten mal daselbnschlug. Siehe Hume und Humey.
Dunbritton , lat. Lrltsunoäunum , Laürum ZritonuM-,eine stadt in der SchoMändischen Grafschafft Lennox, annem meer - arme gleiches nahmens , allwo der fluß Levin in be-sagten see - arm fallt, 8. meilen von Glasco nordwärts. S>»wrrd auch Dunbarton genennet, und hat daher 'den nahmen'weil sie die Britannier viel länger, als irgends eine andere stad»in Schottland wider die Picken und Schotten erhalten und be-sessen haben. Sie hat das vesteste casteü unter allen in Schott-land, als welches nicht allein durch kunst, sondern auch vonnatur veste ist, weil es auf einem hohen rauhen und zweyspD-gen felsen liegt, zwischen welchem es nordwärts eine einige en-ge passage hat, wodurch kaum eine einzele person kommen kan -westwärts liegt der fluß Levin, und südwärts der fluß Cluyd»'ostwärts aber ist ein tieftr morast, welcher allezeit bey ebbe umfluch mit Wasser bedecket wird.
Dunbritton - Frith, oder Fyrth, ist ein grosser meer-artNin der süd - westlichen gegend von Schottland, welcher also vondem vorgemeldeten casteü genennet wird. Er sänget bey Dun»-kay an, hat südwärts Galloway, Carrick, Kyle und CunniEham, und nordwärts Menteith, Lenox, Argyle, Kilmore umCantyr, nebst einigen kleinen flüssen , so hinein lausten. D>»insul Arran liegt darinnen, und lausten viel von den groflmSchoMändischen flüssen hinein. Gleich gegen über westwack»liegt das östliche theil von Jrrland, welches überaus fruchtbst.und mehrentheils mit Schottlänbern besetzt ist. Es sind Eschöne Häfen und volckreiche städte an diesem meer - arme, wel-che zur Handlung mit America sehr bequem liegen.
Duncan , der 88. König in Schottland, war Malcolmi Un-natürlicher söhn, welcher von dem Schottlandischen Adel amEngelland, wider Donaldum VII. der sich der Crone mit ge-malt angemaßet hatte, geholet wurde. Allein weil Duncan ewkriegsmann war, und also sich etwas strenger aufführte, als Ahätte thun sollen, machte er sich bald bey seinen Unterthansverhaßt, welches Vortheils sich sein Widersacher Donaldusdiente, und ihn durch Macpendir, Grafen von MerniS, ve»nächtlicher weile in Menteith umbringen ließ, nachdem er Uderthalb jähr regieret hatte, worauf jener sich wiederum ^throns anmaßte. Kill. 8cot.
Duncan , (Martinus) war zu Kempen in dem Ertz - <§t>b'Cöln an. 150;. gebohren, und nachdem er zu Lösen studirckwurde er in der Theologie so geschickt, daß er einen von denfrigsten Widersachern der Protestirenden abgab. Als er PfM-,.in Holland worden, brachte er sein gantzes leben daselbst zu, w'»widersetzte sich daselbst den Wiedertäufern, Muste aber von 0-'Protestirenden, als sie in diesen landen den meister spielten,mE,schiedenes erdulden. Er ist zu Amersfort an. 1590. im 84-seines alters gestorben, und hat verschiedene schriften verfertig^'als: äs vsra Lkriki Lscleila; äs Sscrikcio ; äsimplarmn Imaginum Oisssrentia L Lultu Lc. 7/^«-,stvita Üuncani. bibl. Zeig. äs lcript. stec.X'
Duncan, (Marcüs) zugenannt Cerisantes, siehe CertsaU^, * Duncan, (Daniel) ein mitglied der mcdicinischentat zu Montpellier, war ein sohn Petri, und ein enckelhelmi Duncan, die aus einem adelichen Schottischen gestlEentsprossen, und zu Montauban VoÄores NeäicinL gcw/>^Er wurde an. 1649. gebohren , studirte zu Puylaureus ^Philosophie, die Medicin aber zu Montpellier, und nahwseinem 24. jähre den grsäum eines voeiorl« an. Als er y'-,,auf 4. jähre zu Paris zugebracht, practicirte er in seiner " st,ter - stadt, und erwarb sich zu gleicher zeit durch seine l>dten viele ehre, muste aber an. 1690. um der religion w>^nach Genf entweichen, da er jedoch auch nach einemdurch den neid der andern Aertzte wieder vertrieben wm^Hierauf begab er sich nach Bern , und trieb 1 " " '
xrsxin, sondern läse auch über die Anatomie, bis .
8. oder 9. jähren die Französische flüchtlinge daselbst,der nahrung willen an einen andern ort zu wenden, vonRath veranlasset wurden. Ob er nun gleich hiervon wnommen war; so gieng er doch mit einer colonie freyst,,,0-nach Berlin, da er aber weiter nichts, als den titut eine» ..telloris in der Medicin bekam. Deswegen reisete er an. stpje-nach dem Haag, und 12. jähre hernach, da er mittlerweile geles geld verdienet, nach Londen, allwo er sich durch uberv"allzugrosse arbeit und pmxin eine kranckheit zuzog, und amden ;o. apr. mit tode abgieng. Seine schriften sind:
tion nouvelle L mecüsnigue äss »cüons animales;,naturelle ou expücation ckvmlgus L msskanigue äsriture äs I'animsl, welche er nachgehends unter dem
Okymise natuksüs 8pecimen, Lateinisch und vermehrter >v' Dum auflegen lassen; Hilloire äs I'Unimal ou la connoiu^v
nickst'! endlicki^D
übersetzet »vorden. Sonsten hat er auch noch andre weterlassen, die annoch geschriebeii aufbehalten werden.Zeitung, von gelehrten fachen r?;^,1^