Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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tet worden; 2.1, eine feine stadt an dem Neckar, welche in daSChur-Pfältzische Amt Moßbach gehöret, und eine weile von derstadt Moßdach entfernet ist; ;.) ein Amt und stecken in demFürstenkhum Nassau, eine meile von Dillenburg, an den Wit.gensteinischen grentzen gelegen. monaü. Osrm.

Ery-Bischöffe zu Trier und Saltzburg.

Eberhard, Ertz-Bifchoff und Churfürst zu Trier, war einsöhn Hezilonis, Pfaltzgrafen am Rhein, und wurde an. 1047.crwehlet. An. 1049. bekam er von dem Papst eine gewisse mü-he , und dadurch die erneuerung des Trierischen Primats durchGallien und Germanien, daß er bey zufammenkünften unmit-telbar , in des Päpstlichen Gesandten abwefenheit, neben demKayfer sitzen sollte; worgegen der Ertz-Bifchoff zu Rheims hef-tig protestirte. An. 1-^2. erhielt das Ertz-Stift Trier schönegüther von dem letztem Grafen zu Arlon Walramo indem Lu-xenburgischen. An. Iv;;. unter feiner regierung, ward zuTrier ein cörver gefunden , und, wie ihn ein gewisser Priesteranrührete, fiengen seine finget an von fett zu triefen, woraufman glaubte, daß es der cörper des heiligen Apostels Matthiäwäre. Letztens wollte er alle Iüden, die sich vor Ostern nichtwürden taufen lassen, aus dem lande tagen. Es machten aberdieselben sein bildnis von wachs, und steckten es an einen glüen-den brat-svieß; wie nun dasselbe anfieng zu schmeltzen, wardder Ertz-Bifchoff kranck, und wie es gantz vom spiesse herunterfiel, starb er gleich am sonnabend vor dem Oster-tage an. ic>66.Allein, es gehöret mehr beweis darzu, diese und andere des-gleichen seltsame zauber-geschichte, deren die chronicken undLegenden dieser mittlern zeilen gantz voll find, so leicht zu glau-ben. 6srm. k. I. uunal. Trev. *

Eberhard I. Ertz-Bifchoff zu Saltzburg, war ein söhnHeinrichs , Grafen von Biburg und Hilpoltstein, in der Ober-Praltz. Nachdem seine Mutter Bertha lange zeit unfruchtbargewesen, that fie der heil. Jungfrau Maria ein gelübde, undgedahr hierauf ic>. söhne, von welchen Eberhard, als der älte-ste , zu dem geistlichen stände gewiedmet, und nach Paris aufdie hohe schule geschickt wurde. Nach seiner zurückkunft warder in dem kloster Biburg, welches seine brüder gestiftet hatten,zum Abt, und an. 1147- zum Ertz-Bifchoff zu Saltzburg er-wehtet, da er denn, in dem streit des Kayfers Friderici I. mitAlexandro III. es beständig mit dem letztem hielt. Als er eins-mals einem aussätzigen das H. Abendmahl reichte, und der-selbe die geweyhete Hostie alsodald von sich brach, hielt er dieHand unter < und verschluckte dieselbe; da er nun den Patien-ten wiederum besuchen wollte, und niemand antraf, gerieth erauf die gedancken, daß ihn GOtt durch eine so wunderbare er-scheinung in dem artickul von der transsubstantiation habe pro-biren wollen. Man sagt, daß er alle nacht auf den knien ge-legen und gebötet habe, und daß dahero dieselbe gantz mit blutunterlauffen gewesen. Er that den armen viel gutes, und starban. 1164. worauf bey seinem grabe viel wunder geschehen seynsollen. Unter andern erzehlet man, daß, als ein dieb in derDom-kirche zu Saltzburg einige kostbare Priester-kleider gestoh-len , und,unterwegs bey dem grabe dieses Ertz-Bischoffs vorbeygehen müssen, habe ihn eine verborgene krafft an den füssendermaffen aelähmet, daß er nicht von der stelle gehen können,und also über dem diebstahl ergriffen worden, Mscrnx.

Talizl). -lr/erZe« kick. äalisb. in 6erm. Iscra.

Eberhard II. Ertz-Bifchoff zu Saltzburg, aus dem adeli-lichen geschlecht von Trugfen, wurde an. 1196. Bischofs zuBriren, und an. 1200. Ertz-Bischoff zu Saltzburg. An. 1215.stiftete er das Bißthum Chiemsee in Ober-Bayern, an. 1219.das zu Seckau in Ober-Steyermarck, und an. 1221. das zu St.Andreä oder Lavant in Ober-Kämdten. In dem streit des Kay-sers Friderici II. mit Gregorio IX. hielt er des erster» partey,und ward deswegen in den bann gethan, worinnen er auch an.1246. starb. ületrox. 8s!isb. ö»Lv/. 6erm. 8. Z/eLLe/r

lull. Lslish.

pfaltzgraf bey Rhein.

Eberhard , Pfaltzgraf bey Rhein und Hertzog in Fran-cken, lebte zu den zeiten Kaysers Conradi I. Henrici llucupizund Ottonis MsMi. Sein groß-vatter Otto und fein vatterConrad der altere, hatten das land Francken nur als Grafenverwaltet. Sein bruder Conrad aber folgte den fußstapfen derSchwaben und Sachsen, und warf fich nach abgang der Caro-linger zu einem Hertzog auf, von welchem das Hertzogthumnach seiner erhebung auf den Kayserlichen thron und noch mehrnach dessen tobe, an Eberharden gediehe. Solcher gestalt wur-de dieser einer der mächtigsten Fürsten im Reich, stntemal ernebst Francken nicht allem em stuck von dem Königreich Austra-lien an dem Rhein hinauf besaß, sondern auch die Grafschaff,ten Meyenfeld im Trierischen, Namur im Jülichischen, Er-pach, Sayn , Wied, Solms und Jsenburg in Francken ansich gebracht, deren heutige befitzer dahero noch immer einigestucke von Pfaltz zu lehn tragen. Er war also der erste Pfaltz-graf, von dem man fagen kan, daß er ein gewisses land amRhein besessen, obwol feine Nachfolger fich erst Pfaltzgrafen

bey Rhein zu schreiben angefangen. An. 91z. zerfiel er mitseinem bruder, wurde aber bald wieder ausgeföhnt, und com-mandirte darauf an. 91Ü. die Kayserliche armer wider HertzogHeinrichen von Sachsen, welcher ihn aber bey Ehresdurg aufsHaupt schlug. Dieses zu rächen gieng er mit seinem bruderaufs neue mit einer ansehnlichen kriegS-macht auf Heinrichenlos, welchen fie in Gruna einschlössen, und mit list einen frie-den einzugehen bewogen. Doch hierdurch wurde der alte grollnoch nicht gehoben, und weil Conrad wohl sahe, daß nachseinem tode sein bruder die Kayserliche Crone schwerlich widerdiesen mächtigen feind würde behaupten können, befahl er aufseinem todbethe Eberharden, daß er die Reichs-kleinodien Her-tzog Heinrichen, als dem mächtigsten und würdigsten Fürsten,überbringen sollte, welches er auch that, und davor von ihmzeit seiner regierung viele kennzeichen einer gar besondern gnadeverspürte. Dem öhngeachtet gieng es ihm sehr nahe, zumal,da nach Heinrichs tode dieses söhn Otto !VI. zur Kayserliche»würde gelangte, baß das Kayserthum von dem Fränckische"und Carolingischen geblüte, aus welchem er entsprossen, amdie Sachsen gekommen war. Und ob er sich wol bey desKaysers Ottonis crönung einfand, und das Ertz-Truchfessen-amt versähe, so pflog er doch nachgehends wenig freundschammit ihm, sonbern hieng sich beständig an seine feinde. Dannals sich Hermanni Biüingii bruder Wichmann wider den Lav-ier auflehnte, hielte es Eberhard mit selbigem, sie wurden abervon dem Kayfer dergestalt in die enge getrieben, daß er ihnenzu Magdeburg die damals übliche strafe einen Hund zu tragen,auferlegte, welche er doch an dem Pfaltzgrafen nicht vollziehenließ. Nicht lange hernach zerfiel er wegen etlicher Vasallen nutdes Kaysers bruder Henrico, und nahm denselben mit hüMdes andern bruders Tancmari, der mit beyden in schlechtenvernehmen stund, zu Bellick an der Nur gefangen. Auf die-sen glücklichen fortgang schlug sich Hertzog Gsselbert von Lo-thringen zu ihm, und machten sie dem Kayfer viel zu schaffe»'Als es aber an. 9;?. bey Andernach zu einer schlackst kam,blieb Eberhard auf der wahlstatt, und Giselbert kam in deMRhein um. Seine lande waren schon bey seinen lebzeiten nachder wider ihn ergangenen acht getheilet worden, und halttHermann, Hertzogs Adolphi ülali von Bayern söhn, die an deMRhein gelegene stücke nebst der Pfaltzgräflichen wurde, und eMtheil von dem Hertzogthum Francken bekommen, das übrigeaber Conradus 8apien8, ein söhn Werners, so Eberhards dru-der war, erhalten. Hieraus ist deutlich zu begreiffen, warumdie ersten Pfaltzgrafen bey den qeschicht-fchreidern bald Hertzv-ge in Francken, bald Pfaltzgrafen in Francken genennet wer-den. ckron. lib. VI. geneal. krcML. 7 ^'

nrax»,, Nerseb. L'or^e/. üb. II. biünr. kick. c. I. A 7 '

cbron. 8pir. sck Vitr. x. 941.

Grafen und Heryoge von Würtemberg.

M. Der günstige lefer wolle sich hier erinnern lassen, daßauf absonderliches begehren, so im nahmen des Dl»Eläuchtigsten Hauses Würtemberg geschehen, alle Hertzog'dieses Hauses mit dem nahmen Eberhard hier find >Egethan, und bis in den artickul würtemberg verscholl"worden. Wird man fich also unterdessen mit nachfolge»der anwersung vergnügen.

Grafen von Würtemberg:

Eberhard oder Eberthal I. Freyherr und Graf zu Wür-temberg , Beutelsbach und Calb, Kaysers Caroli IN. GcEHofmeister, starb an. 8 n.

Eberhard II. Graf zu Würtemberg und Paris,Hofmeister König Carls des einfältigen in Franckreich, »man. 89;.

Eberhard III. Graf zu Würtemberg, starb ums jähr 9^'Eberhard, IV. auch V. Graf zu Würtemberg, starb ab'ir;8.

EberhardVI. der Durchlauchtige, gefürsteter Grat-Würtemberg, starb an. i; 2;.

Eberhard VII. der greiner, gefürsteter Graf zu Wärterberg, starb an. N 9 ).

Eberhard VIII. der milte, und ältere Graf zu Württ>berg, starb an. 1419.

Heryoge von Würtemberg:

Eberhard I. im hart, der ältere, erster regierendertzog zu Würtemberg, Ritter des goldenen Vliesses, star»

1496.

Eberhard II. zweyter regierender Hertzog zu Würtemverstarb an. i;°4. .

Eberhard III. dritter regierender Hertzog zu Würtenwstarb an. -074. ^

* Eberhard Ludwig , Hertzog zu Würtemberg ,söhn Hertzogs Wilhelm! Ludovici , den ihm seine g^gps-