Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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es sey solches nur um ein einiges ey ärmer, als das gantze Bisi-thum Würtzburg. Allhier verwahret man die hertzen derBischösse zu Würtzburg, welche auf einem mit 4. Pferdenbespannten wagen hieher gebracht werben. Ausser bereits ge-dachten lejchnamen liegen auch daselbst Hertzvg Friedrich inSchwaben, des Kaysers Conradi III. söhn, und die KayferinIrene, des Kaysers Alexii von Constantinopel schwester undPhilipp, gemahlin, begraben. Die vortreffiche kirche daselbsthat an. i2ov. durch sorgfalt des Abts Hermanni ihren ansanggenommen. Es hat dieses kloster vielmaligen streit mit den,Bi-schöffen zu Würtzburg, welche die schutz-gerechtigkeit darüberhaben wollten, geführt, bis es endlich an. 1544. der KayserFerdinandus frey gesprochen, und für ein unmittelbares Reichs-kloster erklärt. sääit. sä lih. IV. äs sure pnbl. Lrec-e-

6 erm. läcr. rbelsur. prsäk. voc. Kastenvogt. L^«-

cbronol. monsü. P. 14;. feg. ssoxogr. krsne. in syx.p. 17. ürsne. reäiv. x. 450.

* Eborensis, (Andr.) ein gelehrter Portugiesischer kauf-Mann, der seinen nahmen vermuthlich von seiner geburts-stadtEvora bekommen, lebte um die mitte des XVI. LLuli, triebfeinen Handel zu Lisabon, las aber dabey stets gute bücher,Und gab aus seinen Lxcerpeix 8 ementisrum niemorsbiüumLuni Ltbriiesrum, tum Lbrilkisnsrum tomo 8 äuo 8 zu Lyon1857- in 8 -, heraus. Sie sind hernach zu Venedig 1-172. in 12.und zu Coln 1619. in 8. wieder aufgelegt worden,

bikl. Nil?.

*.Ebrancus, Memprecii söhn, welcher soll der fünfte Kö-nig in Engelland gewesen seyn, war nach der aussag der ge-schicht-schreider, i. welche dergleichen alte und ungewisse Histo-rien oder fabeln lieben) ein tapferer Printz; er fiel in Gallienein, und trug etliche herrliche siege davon. Er soll die stadtCaer Edranc, welche die Lateiner Lborscmn, und die Engellan-der nun Jorck nennen, angebauet haben. Sein Reich hat nachihrer erzehlung 40. iahr gewähret, und Brutus II. war seinNachfolger. Siehe die Englischen Geschicht-schreider, undclu Lbene Engellandischegeschichten, lih. II. e. II. x. 6 l.

Ebrbuharis, werden gewisse Türckische Mönche genennet,welche auf eine sehr eingezogene, andächtige und strenge art le-ben, und dadurch eine solche reinigung der freien zu erlangen ver-meynen, daß sie deswegen nicht nöthig hätten, nach dem exempelanderer Muselmänner nach Mecca zu wallfahrten.

Ebremar, Patriarch zu Jerusalem, wurde durch den Kö-nig Balduinum wider Daiderlum gesetzt. Allein Gibellinus,welcher von Paschali II. diese fache zu untersuchen, nach Orientwar geschickt worden, setzte ihn wiederum ab. Jedoch, weilMan sahe, daß man sich nur seiner einfalt bedienet hatte, seinemvorfahrer einen Verdruß zu machen, gab ihm der Papst um dasjähr 1107. das Bißthum zu Cäsarea. , in cbion.

üb. XI. bist. Iscr. g. L. 1107.

* Ebremondus, oder Ebermuth, ein schwager des Go-

thischen Königs Theodati in Italien, commandirte ums jähr;;6. desselben armee, ergab sich aber nebst derselben treuloserweise an Belisarium. Dieser schickte ihn darauf nach Constanti-nopel , woselbst er von dem Kayfer Justiniano sehr wohl empfan-gen , und zum ?!wiiLio gemacht wurde, welches aber der Kayfer,nicht svwol seine verratherey zu belohnen, als vielmehr durchwohlthaten die gemüther der Gothen an sich zu locken, gethanhaben soll. , äe bell. doch. I. 8. legg. Le

bist. äel'Lglile Läel'Lmxire sn. ;;ü.

* Ebrevil, oder Ebreville, eine kleine stadt in der Fran^rösischen provintz Auvergne an dem siuß Scioule, ;. Meilen vonRiom und z. weilen von Clermont nordwärts gelegen. Siehat eine Abtey, deren Abt Herr des orts ist, aber die justitz zuRiom verwalten lassen MUß. Oe /« Hce, äescrixt. äs krsnce,tom. V. p. Z49.

Ebro , lat. Iberus, ein siuß, welcher in Alt-Castilim an dengrentzen von Asturia, nicht weit von dem flecken Fuentibre ent-springt. Er läuft durch Alt-Castilien und einen theil von Na-varra. In jener provintz fliestet er von Miranda äs l'Ebro,Jancugo, Logronno und Calahorra vorbey, und nimmt aufdem Wege noch unterschiedene flüsse zu sich. In Navarra geheter von Milagro vorbey, läuft sodenn in Äragonien nach Sara-gossa zu, vermischt sich mit dem Rio Martin, den flössen Ta-lon , Gallega und Guadalope. Nicht weit von Catalonienfliestet der siuß Segra hinein , worauf er nach Tortosa läuft,und sich endlich ins Mittelländische meer ergeußt. Vor uraltenzeiten wurde Spanien in das Spanien bissest, und das Spa-nien jenseit des Ebro eingetheilet. Dieser siuß war auch diegrentze, welche dre conqueten der Carthaginenser von den Rö-mischen absonderte, und zwar dieses krafft des von LuctatioCatulo zwischen diesen beyden volckern nach dem ersten Puni-schen oder Carthagmenflschen kriege aufgerichteten Vergleichs.

üb. III. /Vr«. bb. III. L.L üb. IV. s. 20.

Ililp. äsler.

Ebrodunum, stehe Z^verdon.

^ Ebroinus, war unter dem Könige in Franckreich, Clo-tnno III. O0MU8, und fuhkte anfangs zugleich mit derKönigin Batilde über diesen König die vormundschafft. Alsaber die Batilde in ein kloster gieng; bekam er allein die gemaltm die Hände, und als Tlotarius IÜ. ohne erben starb , wollte er

dessen bruder Theodorico zum thron verhelffen, ward aber vonChilderico II. dem andern bruder, nebst Theodorico ins klostergestecket. Nach Childerici rode wurde Thevdoricus an. 677»wieder auf den thron erhoben, und einer, mit nahmen Leude-sms, zum lVlsjore V0MU8 oder Hofmeister gemacht. Alleinnachdem sich Ebroinus aus dem kloster los gemacht, ließ erLeudesium ermorden, und brachte einen verstellten Clodoveumzum Vorschein , welcher sich vor Clotarii III. söhn ausgebenmuste. Wie sich nun hierauf Thevdoricus aenöthiget befände,ihn zum Hofmeister zu machen, so schaffte Ebroin den falsche»Clodoveum, dessen er nicht mehr nöthig hatte, auf die seile,maßte sich der höchsten gcwalt an, und opferte.alle diejenigen,die sich ihm widersetzten, seiner raachgierde, und alle, welchrvornehmeämter bedienten, oder grosse gükher besassen-, seinemgeitze auf, bis er endlich selbst einmal des morgens von Her-manfredo, einem Edelmann, dem er alle seine güther genom-men , an. 68 z. oder 688 - ermordet wurde. >L in

cbron. üb. IV. c. 44. 4z. leg. Kilt. äekrsncs

tom. I. p. 249. tom. I. p. ;;c>. leg.

Ebsdorff, Ebbeckestorp, oder Epsdorf, einstecken,Ami, und ehemaliges Benedictiner - nnnmehro aber adelichesjungfrau-kloster in dem Hertzogthum Lüneburg an der Schwei-nau, z. meilen von Lüneburg. Hier soll der Hertzog Bruno,so Braunschweig gedauet, an. 876. im treffen wider die Nor-männer nebst 12. Grafen, den Bischöffen von Minden und Hil-besheim , auch einem gantzen Heer, geblieben seyn.topogr. geogr.

Eburic, ein König der Schwaben in Gallicia, welcher an.58;. seinem vatter Miron succedirte, aber das folgende jähr ge-fangen, und von Anduca, welcher sich des Königreichs anmaßte,in ein kloster gesperrct wurde. An. 585.. widerfuhr dem Anducavon Leuvigtldo, dem Könige der Gothen, eben dergleichen tra-ctament, wodurch das Königreich der 8uevorum in Spanienseine endschafft erreichte. üb. Vl. c. 4;.

, eine berühmte nation in 6süis Lelgics,welche sich aus Teutschland dahin gewendet. Ihre haupt-stavkwar Atuatuca oder das jetzige Tongern, und mithin ihre gegenvin dem heutigen Stift Lüttich. äe6sü. »m.

ssöOKOVILLK, ein theil der Lnlercorum in 60IÜÄ üugäu-nenü, deren Haupt-stadt anfangs Mediolanum hieß, nachg^hends aber den nahmen der nation Lburovice8 bekam, welchesdas jetzige Evreur in der Ober-Normandie ist.

Ebusus, siehe Zvica.

Ebzan, oder Abesan, von Bethlehem im stamm Jud<brichtete das volck Israel 7. jähr nach dem tobe Jephtä. Er;o. söhne und ;o. töchter gehabt, die sämtlich verheurathet ge-wesen. XII. 8- 9. sä so. 285;.

Ecbatana, die ehemalige Haupt-stadt in Medien, war dieordentliche residentz der Medischen Könige; nach diesem pfleg-ten sich auch die Persischen Könige den sommer über allhier aus-zuhalten , weil er daselbst wegen der anliegenden berge und weh'allzuweiten entfernung der Caspischen see viel kühler, als in de"andern da herum gelegenen platzen war. Einige, als Ctesia^und die ihm nachfolgen, wollen, daß sie schon vor den zelte"der Semiramjs gestanden, und daß dieses weib eben in der ve-lagerung dieser stadt, so durch Ninum vorgenommen wordendiesem König grosse dienste gethan, und also zuerst in seine be-kanntschafft kommen sey. Dagegen behaupten andere, daßDejoces, oder wie er im buch Judith genennet wird,phachsad erbauet, und da sie darauf rninirt worden, Seleneswiederum aufgeführt habe. Die geschicht-schreiber bericht^daß die mauren dieser stadt, welche Judith I. beschrieb^''werden, der anzahl nach nicht weniger als 7. gewesen, bere»eine immer halb über die andere gebauet, und mit zinnenvielerley färben geziert gewesen, also daß eine weiß, die anverschwartz, die dritte purpur-roth, die vierte blau, die fünfte vu>ckel-roth, die sechste silberfarbig und die siebende übergüldet SWesen. Heut zu tage heisset sie Tabris, und ist mit den Lcv'rsm8 in Persien und Syrien nicht zu vermengen. '

üb. I. ttes A ex eo Oroci. Kc. 8r>^a, üb. I. üb. VII- 1 ^^'/'/r«. üb. V. c. 19. Üb. VI. c. 15. * ^

* Ecbatana, eine stadt in Syrien, so vor zeiten nichtigvon Ptolemais auf dem berge Carmed-gelegen war.

unter andern auch daher bekannt, weil Camdyses, Cyri «bv sin derselbigen mit tobe abgegangen. Herodotus berichtet,das Orscnlum dem Camdyses zuvor vermeldet, wie er zu Eav,tana sterben würde, der sich aber eingebildet, daß solches v ^dem Ecbatana in Medien zu verstehen sey. 1 w- ^

c. 64. kslseikins, üb. III.

Eccard, stehe Eckard und Eckhart.

* Eccard, (Joh. Georg von) ein berühmterwar zu Duingen in dem Braunschweigischen an. 1674.sept. gebühren. Nachdem er eine zeitlang zu Braunst"und Helmstädt studiert, und besonders in der literaturstorie einen sattsamen gründ gelegt, diente er einige MGrafen von Flemming in Polen als 8ecretsriu8, kam avcr v ^nach zu dem berühmten Leidnitz, und wurde durch dessen,^,schub krokessor blillorisrum zu Helmstädt, nach dessen

den aber Churfurstlicher Hillorie^rspbu8 und bibüockbL- ^zu Hannover, da er denn den Gelehrten mit unterschied^ ^f,