206
e c k
nlcl LüoälernIIn iuüitutloue Lssäemics, Utrecht 1694. in z.Orstio äs üeü^ions <L kletste veterum ^uri8coiffultoruniüsbits , cum üecloris KcsäsmicI munus tsrtis vice äepous-rer, Iblä. 1717. diese rede stehet auch in Slevogtii Opulduüsäs 8e6ki8 <L küilolopkis ^Ltoium. Lrö/rst^. ö^e»r. cliiss. m.Islc. I. p. 16;. Isgg.
Eckard, oder Echard I. Marggraf von Missen, war einsöhn Günthers, dessen geschlecht einige aus dem Wittekindischenstamme herleiten, weiches aber nochsthr zweifelhafftig ist. Soviel ist gewiß, daß Günther in Sud-Thuringen, welches einigefür das sogenannte Osterland halten, in grossem ansehen ge-wesen. Eckard wurde »u allen anständigen Übungen angehal-ten , und begab sich unter dem Kayser Ottone II. in kriegs-dien-ste. Nachdem aber dieser mit tode abgegangen, stund er dessensöhne, Ottoni III. wider Henrrcum, Hertzog von Bayern, dersich des Reichs anmaßen wollte, bey. Nachgehcnds zog er nebstandern, auf beseht der Theophaniä, die eine Mutter Ottonis III.war, dem Miseconi in Polen zu hülffe, welcher mit Boleslao inBöhmen in streit gerathen war. Allein, dieser stellte sich, alswenn er sich bequemen wollte, lind beredete diejenigen, so demMiseconi zu hülffe gekommen waren, baß sie ihre völcker vonsich liessen, und mit ihm zu dem Misecone reiseten, wodurchsie zwar in ziemliche gefahr, aber doch unbeschädigt zurück ka-men. Hierauf schickte der Kayser Otto III. Eckaroen widerdie Slaven, die stadt Brandenburg, die sie erobert hatten, wie-derum wegzunehmen. Gleichwie er nun bey diesem allem grossse tapferkeit verspüren ließ, also wurde der Kayser dadurch be.wogen, ihm die Marggraffchafft Missen nach dem tode desMarggrafen Ridagi, zu geben, und dieses söhn Carolum hinda»zu fetzen. Hierdurch nun bekam Eckard gelegenhett, feine tapfer-keit recht sehen zu lassen, und zwang Boleslaum von Böhmen,Missen zu verlassen, und ihm zu dienen., griff die Milzen«,ein Slavisches volck, mit gewalt an, und bezwäng dieselbigen ,ließ sich auch in ein genaues bündniS mit Boleslao in Polenein. Er begleitete den Kayser Ottonem III. nach Italien, undda dieser nach seiner Wiederkunft nach Polen gehen wollte,empfieng er ihn zu Missen sehr prächtig. Ja, er wurde soansehnlich, daß man ihn, mit allgemeiner genehmhaltung desvolcks. zu einem Hertzoge, das ist, wie es einige auslegen, zu ei-nem Heerführer in Thüringen verordnete. Hierdurch wurdeer so hochmüthig, daß er nach dem tode Ottonis III. die Kö-nigliche würde in Teutschland an sich zu bringen trachtete.Ob auch gleich Henricns II. erwehlet wurde, wollte er dochvon seinem beginnen nicht ablassen, sintemal er sich Königli-cher ehre anmaßte, und nach Duysburg begab, sich mit demHertzoge von Schwaben, Hermanns, zu unterreden, und dieserfache halben zu vereinigen. Da er nach Paderborn kam, er-fuhr er, daß diese zusammenknifft nicht von statten gehen wür-de , und entschloß sich also, wiederum nach Hause zu reisen.Da er nun unterweges war, wurde er von dem Grafen Sieg-fried und seinen lohnen angegriffen, und , nachdem er mit fei-nen leuthen tapfern widerstand geleistet, den 29. apr. an.loor. getödtet, sein leichnam aber erstlich zu Jena begraben,und nachgehends nach Naumburg gebracht. Seine gemahlinwar Svonchilda, Hermanni Billingii, Hertzogs in Sachsentochter, Ditmari, Marggrafen von der Laußnitz, wittwe, mitwelcher er, nebst einigen töchtern, Hermannum, Eccardum II.und Güntherum gezeuget hat. cüron. Klsffsb. üb.
IV. L V. Meisnische land - und berg - chronick.
, 8axon. , In exerc. bist. äs Lcssräo
I. <Lc.
Eckard II. Marggraf von Missen, war ein söhn des vor-gedachten, und begab sich nach dessen tode mit seiner Mutterund brüdern nach Missen. Die succeßion in der Marggraf-schafft Missen gehörte zwar dessen ältern bruder Hermanne,allein ihres vatters bruder Guncelinus setzte sich mit gewalt inbesitz, und obgleich der Hertzog von Polen, Boleslans, Misseneinnahm, fetzte er dennoch Gnncelinum wieder darüber, die-ses land zu beschützen. Zwar wollte er, daß ihm dieser solchesrestituiren sollte, weil er aber von dem Kayser Henrico II. be-satzung eingenommen, muste er ihm solches abschlage». Nacheiniger zeit entstund zwischen Gnncelino und Hermanns einkrieg, da denn Eckard seinem bruder Hermann» beystund, undin diesem kriege seine tapferkeit bewies. Doch wurde, durchVermittelung des Kaysers, die fache beygelegt, und dergestalt ent-schieden , baß Hermannus die Marggraffchafft Missen erhielt.Eckard aber verfiel hierauf bey Henrico II. in Ungnade, weiler mit Boleslao, dem Hertzoge in Polen , heimliche freund-schafft hielt, auch, ohne erlaubnis des Kaysers, zu demselben ge-rettet war, und übel Ion diesem letztem geredet hatte, deswe-gen er aller seiner guther beraubet wurde, die er doch endlichwieder erhielte, nachdem sich der Kayser durch anderer inter-ceßion wieder versöhnen lassen. Sonst hat er auch mit demMerseburgischen Bischoffe, Dltmaro, viel zu schaffen gehabt,und, nebst feinem bruder Hermann», an. 1009. die Verlegungdes Bißthums von Zeitz nach Naumburg befördert. Bald dar-auf starb Hermannus , da ihm denn Eckard in der Marg-graffchafft Missen succedirte, und mit dem Kayser HenricoIII. sehr gute freundschafft hielt , welcher ihn auch kiäeliill-INUM käelem genennet, daher vielleicht das sprüch-wort vondem getreuen Eckard entstanden. Er starb plötzlich an. 1246.
e c k
und liegt zu Raumburg begraben. Mit seiner gemahlin Mhat er keine kinder gezeuget. Orrm«,«-, In sbron. Klerlsb.üb. V. 6c VI. origin. 8sxon. üb. III.
In bist. Lsssrä. II. Narckion. Killn. 6cs.
Eckard, der erste Abt in dem Benedictiner-klvster St. Lau-rentii, im Bißthum Würtzburg , war ein Teutscher, und ingeistlich - und weltlichen wissenschafften wohl erfahren , auchdabey geschickt, in gebundener und ungebundener rede zu schreyden. Er lebte um das jähr n;o. und schrieb eine chronick',episteln und predigten , desgleichen einen tractat, Intern»Klonssborum genannt» äs Icript. essles.
in sppsr. Iscr.
* Eckard, Ekehardus, oder Eggehardus, ein Mönch indein kloster St. Gallen, der ein Obranicon seines klosters ge-schrieben , davon einige frsßweiits beym Goldasto Icript. rer.älemsnn. tom. I. und in des äu Chsne colleötsneis lüstori-corum Ist-mcise tom. III. stehen. Er ist an. 990. gestorben. ,
* Eckard, erst Lsriomcu8 zu Hildesheim, hernach Bischofzu Schleßwich, wurde von feinem Stifte durch die Slavenvertrieben, und hielt sich zu Hildesheim auf. Er war an-1200. bey der einweyhung einer Arche zu Gandersheim, wel-che die Aebtißin Gerbnrgis gestiftet hatte,
Wäe,/,. spuä LerÄtt'rs , icript. rer. Lrmffuic. tom. I-
р. 449. Isqq. An. 1001. suchte er Bernwardi rechte wider den
Ertz-Bifchoss zu Magdeburg zu behaupten , und kam darübermit demselben so harte zusammen , daß dieser ihn öffentlichbeschimpfen zu lassen drohete, wo er nicht stille schwieg. D§nun bey nahe ein tumult entstanden wäre, gieng er auf dererandern einrathen fort. !. c. p. 451.
Lx. K,Ikiä. p. 490. An. 101z. war er beyder confecration Bischoffs Unwani zu Brcmen.cbron. VI. spuä Lerö«r,2, Icript. rer. ürunlu. tom. I. p. ;y 7 -An. ioi;. und 1022. wohnte er nebst andern Bischöffen dereinweyhung des St. Michaelis-klosters zu Hildesheim dey. ^
spuä 1. s. P 460. feg'
Im jähr 102;. weyhete er die capelle zu Hildesheim zwischchder H. Creutz-Arche und dem kloster ein , weil Bernwardu»wegen grosser leibes-schwachheil solches nicht verrichten konnte.
I. c. p. 4Ü2.
* Eckard, Eckardus, Eckkehardus, oder Ekkchardus t
wurde an. 1216. zum Bischofs zu Merseburg erwehlet, und amtage St. Bonifacii von Alberto, Ertz - Bischoffe zu Mag^bürg, dazu geweyhet. KVo»,. 8^. spuä
icript. rer. 8sxon. tom. II. p. 246. Als er die stadt - maurMzu Merseburg in guten stand setzen wollte, setzte sich Mars"gras Dietrich zu Missen darwider, doch wurde die fache in et-was beygeleget, bis nach des Marggrafen tode sich neue str«'tlgkeiten erhoben, indem der Bffchoff die admmistration vonLeipzig, Grimme, Borna und Groitsch , bis zur majorem»"tät des Marggrafen Henri« verlangte, weil es Stifts - lehrnwären. Da aber die zur vormundfchafft verordneten REsolches nicht eingehen wollten , that er den Marggrafen w"feinen Räthen und Unterthanen in gedachten städten in bann lund wollte diese lehrn einziehen , bis er endlich 8c>o. warnvor sein vermcyntes recht bekam, c^o», Lxi/c.
spuä äe /.«äerrvL. reügo. msuulor. tom. IV. p. ;94. s^gg'
Er that eine reife nach Italien, von da er an. 122;. ziwna.kam. 6^. I. c. p. zoo. Er muste auch
kloster zu Lauterberg eine Visitation anstellen , es wird >n,.aber schhld gegeben, daß er auf des Probsts feite gewesen, w.die ihm aufgebürdete verbrechen nicht genug untersuch^
KV»»,. Ä-x. I. c. p. ;o2. leg. Nachdem er nunStifte zehen jähr vorgestanden, starb er.
с. p. ;y6. . L-
* Eckard, (Tobias) ein gelehrter Teutscher, ward im1661. den 1. winterm. zu Jüterbock gebohren. Im iahrfieng er an in das 6>mnffium zu Halle zu gehen, verließ ^solches an. 1682. wegen der pest, und begab sich nach Wrch..§berg. Daselbst ward er an. 1686. Klsgllisr, und dispw' j,,verschiedene mal. Nach diesem fieng er an, andere erstn^ ^den sprachen und in der Weltweisheit zu unterrichten ;ches er bald hernach auch in der Gottsgelehrtheit that, "Uldem er von seiner geschicklichkeit öffentliche proben abMhatte. Indessen wurde er an. 1691. nach Stade zumrsÄor beruffen 7 und kurtz darauf gar zum ffeckor geh'^zAn. 1704. verließ er diese stelle, weil er nach Qucdluw.^zum üscior beruffen wurde. Allhier ist er auch an. 1717- cl-1;. dec. gestorben, lund hat nebst zwey söhnen, deren oe» s,ne sein leben beschrieben hat, viele schriften hinterlassen.
ser den bissertationen und einladungS - schriften sind z«cken : Orstio äs Vläkoris s Lsrolo XII. 8ues. ffegsvsm sn. 1700. s Kulüs reportsts; veus 8scrilsgii VinäeX'
üstioniz , s. Elements üoglW ; Nachricht von den öffcvchAg.bibliothecken zu Quedlinburg; Tsskuiss sscrs ; äsrÜ8 sntiguis ; Lpistols äs Lomitscu 8tsäenll ; cis ILsppsäosiL Lomsno ; äs fflocutione ; äs Loäiceff. guo uüi8 Üutkeru8; Vita k'r. Lrn. Lettneri; LoäiceSo^nuksr. (IusälinkurMniss ; Vits Oerksräl Klezsrl; XoN ,stisnorum äs Lkrliio leüimonis ; äs Origins <L krönetti8 KIsäisL ; Vits Klbsrli 8tsäsnÜ8 ; üinguss KpostoioiI. G. Leuckfelds lebens - beschreib. ; Oiffsrv. küilol.