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waltthatigkeit in sicherheit stellen möchte, zu welchem ende ersowol aus seiner eigenen, als auch aus seines sohns Grafschaff-ten eine ziemliche armee auf die deine brachte. Sein verwandwar, daß er mit solchen trouppen wider die Walliser gehenwollte, welche vorhätten, in Herfordshire einzufallen , umwelche Grafschafft hemm sein söhn Swane mit einem theil sei-ner armee lag. Allein, nachdem dieser sein verwand ohnegründ befunden worden, bekam er nebst seinen söhnen ordre,sich vor den König und den zu London versammleten Lords un-bewaffnet zu stellen, und allda die gantze fache schlichten zu las.sen. Sie weigerten sich aber, vor einer widrigen partey,ohne vorher gestellte cantion, zu erscheinen , erklärten sich den-noch, ihre soldaten abzudancken, und in allem dem Könige zugehorsamen, was nicht wider ihre ehre liefe, oder ihrer sicher-heit nachtheilig wäre. Hierauf befahl derselbe, es sollte God-win nebst seinen söhnen innerhalb fünf tagen das land räumen,welches sie auch thaten. Die Königin aber, ungeachtet sie un-schuldig war, schaffte er in geheim, nebst einem kammer-mägd-lein, nach Worwell, zu seiner schwester, die Aedtißin alldawar. Nach diesem kam Wilhelm , der Hertzog von Norman-die, mit einem grossen gefolge in Engelland, und wurde vondem Könige Eduardo überaus höflich tractiret, auch um allestädte und schlösser herum geführet, daß er mit grossem vergnü-gen wiederum nach Hause gieng. Indessen kam Godwin, wel-cher sich zu Balduino, dem Grafen von Flandern, gemachthatte, dessen tvchter Judith an Tostt, einen von seinen söhnen,vermählt worden, nach einiger zeit zurücke, und ließ sich aufder see mit einer kriegs-flotte sehen , welches König Eduardendermassen erschreckte, daß er ihn nebst seinen söhnen in ihre vo-rige ehren-stellen setzte, auch die Königin zu ihrer vorigen wür-de erhob. Zu eben derselbigen zeit wurden die Normänner,welche unter des Königs nahmen viel Ungerechtigkeiten ausge-übet , aus dem Reiche verbannet, da denn einige von den vor-nehmsten noch mit genauer noth dem grimm des pöbels entron-nen. An. 1054. bekriegte der König den tyrannen von Schott-land, Macbeth, unter Siwards, des Grafen von Northum-berland Generalat, schlug den tyrannen, und setzte Malcok,mum, des Cumbrischen Königs söhn , an seine statt. Mitt-lerweile , als König Eduard sahe, daß er keine leibes-erben be-kommen konnte, schickte er Adred, den Bischofs von Winche-ster , mit grossen geschenkten zu dem Kayser, um denselbigen zuersuchen, daß er seinen vetter. Eduard, seines bruders EdmundJronside noch übrigen söhn, in Engelland kommen lassen möch-te , weil er daselbst nach ihm König werden sollte. Allein,nachdem verteidige in Engelland angelanget, starb er, wenigtage nach seiner ankunft, an. 10;?. zu Londen, und hinterließeinen söhn Edgarum Atheling , nebst zwey töchtern. Um diesezeit streifte Griffin, der Fürst von Süb-Wallis , nebst Algar,des Grafen Leofric söhne, sehr oft in des Königs gebiethe,und verursachte viel unruhe. Darauf wurde Harvld, der Grafvon Kent, beordert, sich ihm zu widersetzen , welches er auchmit glücklichem fortgange that, daß er fein land gäntzlich ver-heerte, und die Walliser nöthigte, daß sie sich ihm ergaben,und versprachen, den Griffin nicht mehr für ihren Fürsten zuerkennen, sondern dem Könige tribut zu geben, wie sie vorhinzu thun pflegten. Dieses geschahe an. 106;. Im folgenden jährewurde Griffin gefangen und getödtet, und sein köpf dem Kö-nige zugeschickt, welchem es so dann gefiel, seine zwey brüderan seine statt zu Fürsten zu machen, weswegen sie Haroldo,an statt des Königs, den eyd der treue und zinsbarkeit schwu-ren. Als nun der König alt worden, hielt er seinen vetter Ed-gard nicht vor geschickt zur regierung, und zwar insonderheitwegen des Hochmuths der söhne des Grafens Godwin, alswelche ihm keinen gehorsam leisten würden. Dannenhero warfer, wie Jmgulf schreibet, der succeßion halber ein äuge aufWilhelmum, Hertzog von Normandie, als einen vortreflichenund hochverdienten Fürsten, mit dem er von mütterlicher feitebefreundet war, und ließ ihm diese seine gedancken kund thun.So viel ist gewiß, daß der Hertzog hernach aus diesem gründeauf die Crone prätension gemacht hat. Endlich starb der Kö-nig an. 1066. nachdem er durch sein Hohes alter und kranck-heit sehr entkräfflet worden. Er war der erste, welcher sichdas vermögen, kröpfe zu curiren , zuschrieb, mit welchem pri-vileg'o er wegen seiner sonderbaren frömmiqkeit soll seyn begä-bet worden. Seine gesetze, die er aus den Merciamschen, West-Sächsifchen, Northumbrischen und Dänischen gesehen zusam-men gelesen, sind noch jetzo vorhanden, und werden vor gutund heilsam, als die sich auf die gerechtigkeit gründen, gehal-ten. Er bauete die Abtey von Westmünster wieder auf, undbegabte sie mit vortrefllchen priviieZüs und einkünften, war auchder erste, der allda begraben wurde.lib. II. c. IZ. Lc.
Eduard I. long-shanks oder der lang.schencklichte zuqe-nannt, succedirte seinem vatter, Lenricv lll. an. 127-. Alsihm die Crone zufiel, war er mit ferner gemahlin Eleonora imgelobten lande. Nachdem er von dar zurück kam , legte er inFranckreich dem König Philippo III. wegen Gmenne,, die Hul-digung ab. Hierauf gieng er an. 1274. m stm Reich über, wo-selbst inzwischen der Ertz-Bischoff von Norck, nebst andern vor-nehmen , eine regierung formiret, und alle Stände ihm , alsdem rechten Herrn, huldigen lassen. Er machte gleich an-fangs , nachdem er sich und seine gemahlin cronen lassen, mit
dem Parlement unterschiedliche heilsame gesetze, restringirte diejurisdiction der Bifchöffe, nahm allen klöstern ihre freyheiten,und vertrieb die Jüden aus dem gantzen Reich. Als der Printzvon Waüis, Leolinus, ihm die Huldigung verweigerte, zwanger ihn mit gemalt der Waffen darzu , bemächtigte sich auch dervornehmsten platze dieses landes, die er im frieden behielte.Weil aber Leolinus zum andern mal rebcllirte, gieng er demsel-ben wiederum in das land, da denn Lcolinus in einer schlachtblieb, Eduard ließ ihm aber nach dem tobe noch den köpf ab-schlagen , solchen aus den Tour stecken , und nachdem er dessenbruder David auch gefangen bekommen, ließ er ihn aufhängen,und hernach viertheilen; und hierauf vereinigte er endlich dasgantze land Walles mit der Crone, und gab es seinem ältestensöhn Eduard , von welcher zeit an diesen titul allezeit die Cron-Printzen von Engelland geführet haben. Bald hernach nahmer eine reise vor nach Gmenne, und vermittelte zwischen demKönige in Aragonien und Neapolis einen frieden , trafst dessenCarolus, Graf von Valois, aus der gefangenschafft kam. (Sie-he Larolus von Vaiois.) Als an. 1289. der letzte König inSchottland, Alexander III. mit tobe abgieng, hatte, Eduard vor,seinen Printzenmit dessen hinterlassener Printzeßin zu verheura-then, als aber diese auch gleich darauf gestorben, hielt er, alSOder-Lehn-Herr, ein solennes geeichte, wegen der erd - folgedieses Reichs, worinn unter den 12. Prätendenten, darunterBalliolus , Bruce und Hasting die vornehmsten waren, dererste cinmüthiglich den andern vorgezogen, von Eduardo zumKönig erkannt, und der lehns-eyd von ihm angenommen wur-de. Eduard führte sich bey allem diesem als ein sonverainerHerr über Schottland auf, und Johannes Balliolus dereuetebald, daß er sich demselben so sehr unterworffen. Denn alsnachmals, in einer gewissen lehns - fache, der Graf von Fiffeden König Balliolum bey Eduardo verklagte, forderte dieserBalliolum vor gerichte, und als dieser nicht erscheinen wollte,kam es zum öffentlichen kriege. Zu gleicher zeit aber verfielEduardns auch in einen krieg mit Franckreich , der jedoch nichtlange währte, und dergestalt geendiget wurde, daß Eduard amdie Normandie und andere Englische provintzen in Franckreichverzicht that, und dagegen Gmenne, unter dem titul eines Her-tzogs und Pair von Franckreich, und mit dem lehns-nsxu be-hielte. (Siehe Philippus IV. König in Franckreich.) Istdem kriege wider Schottland aber war Eduard so glücklich,daß , nachdem er das gantze Reich durch seine Waffen erobert,Balliolus an. 1296. ihm dasselbe durch eine solenne abdanckungübergab. Die Schotten fiengen zwar bald hernach, unter an-führung Wilhelmi Wallys , an zu rebelliren, sie wurden aberdurch die schlacht bey Falkirk zum andern mal unter das jocvgebracht. Mittlerweile hatte Eduard mit dem Papst Bonifa-cio VlII. wegen der kirchen-iurisdiction, in weltlichen fache»grosse streitigkeiten , widersetzte sich aber sowol demselben, al»Clementi V. mit grossem eifer. Die Schottländer bedienten Mdieses streits auch, und erhielten von Bonifacio VIII. daß der-selbe an. r zc>o. an Eduardum eine bulle ergehen ließ, darum erihm anbefohl, Schottland in freyheit zu setzen, und feine an-spräche vor ihm , als dem Lehns-Herrn von Engelland ulwSchottland, zu Rom auszuführen. Allein Eduardus überga?in einem zu Lincoln gehaltenen Parlemente die gantze fache st"nen Lords und Rcichs-Ständen , welche sodann die EngellaN-dische Crone vor independent erklärten, und behaupteten , dasein König von Engelland vor keinem einigen Richter-stuhl Eund antwort zu geben gehalten wäre, zu welches privUesHbeschützung sie ihm ihren äussersten beystand versprachen.nun der Papst damals mit dem Könige Philippe IV. <»Franckreich grossen streit hatte, ließ er die Schottländer 1 'Acken, und ihre fachen vor sich selbst so gut ausführen ,sie konnten. Eduardus aber gieng hierauf an. nor. mitner armee in Schottland, welches inzwischen völlig rebeimhatte, und brachte es zum drittenmal mit den Waffen zum Ahorsam. Er bekam auch das bisherige Haupt der Schottn"',der, Wilhelmum Wallys, durch verrälherey gefangen,ließ ihn, znm schrecken der andern, viertheilen. Diesem ov''geachtet warf sich an. i;o6. Robertus Bruce, dessen vam'laus jalousie wider Balliolum, die partey Eduardi gehE''und an allem Unglück der Schotten dadurch schuld gewetz!znm König auf, ward auch lolemüter gecrönet, undobgst'^,Eduard ihn aus dem selbe schlug, und in die Schottischebürge verjagte, kam er doch im folgenden jähre wieder herv^schlug Ednardi General, den Grafen von Pembrock, mm' ^Eduardus selbst ihm entgegen gieng, starb er ohnweitCa."'..den 7. iulü an. izo-?. Er war ein klüger und tapferer Kor>Anur wird seine grausamkeit gegen seine feinde, wenn ihm ivU,in die Hände gefallen, an ihm ausgesetzt. Er bestätigte ^Unterthanen die sogenannte magasm charmm, und ob ihnder Papst von dem eyde, womit er solche beschworen,sprach, wollte er doch solche nicht brechen. Er hatte MevA,mahlinnen, Eleonoram, des Königs von Castilien,, ^nandi III. und Margaretham, Philipp! Luäscis, KoE,Franckreich, tochter. Mit der ersten zeugte er vier som".. p,nenn töchter, drey aber von diesen söhnen stürben in derheit, und blieb keiner mehr übrig , als Eduard sein naw> §ger. Mit der andern gemahlin zeugte er zwey söhne unvtochter. Der älteste von diese» söhnen war Thomas von Wa-cheren, von seinem geburts-vrte also genannt, der zu"'fen von Norfolk und zum Groß-Marsthall von Enscllm^A