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dum Sorenbrodt, und räumten ihm das schloß Schaurstedt,neben allen zugehörnngen ein. Allein Papst Alexander, gedach-ten Jnnocentii Nachfolger, drohele dem Stift mit dem bann ,wenn es nicht Eggardum zum Bischoffe annehmen würde,welches an. 1492. geschahe. Durch diese drohungen wurdeEowaldus bewogen, den Päpstlichen befchl zu respectiren. Dochlegte sich auch der König in Dänemarck darein, und schrieb vordes Stifts gerechtigkeiten an den Papst, welcher sich endlich an.1494. erklärte, daß es den rechten des Dom-Capituls nichtprajudiciren sollte. Unterdessen gab Eggardus nach angetrete-ner regierung unterschiedene Svnodal-und Provincial - Verord-nungen , insonderheit verbot er die heimlichen ehen, und daßdie Priester keine köchinnen oder concubinen halten sollten.Weil er aber sahe, daß ihn iederman haßte, begab er sichnach verffieffung eines jahrs nach Rom, wo ihm Bockholdt,einer von Adel, ein dein stellte, und auslachte, worüber sichEggardus so erzörnte, baß er den Edelmann, welcher ohnedem vorhero in beständiger feindschafft mit ihm gelebt hatte,so verwundete, daß er gleich auf dem platz todt blieb. Unter-dessen war das Bißthum Schleßwig ohne Bischoff, und da-durch in ziemliche Unordnung gerathen. Eggardus kam auchnicht wieder zurück, sondern starb zu Rom an. 1499. den 6.Nvv. , ckron. 8Isftvic. spuä leicht,
rsr. 8axon. tom. M. p. 62z. legq.
Eggeling, ( Johann Heinrich) ein gelehrter Lritisus undLncigu3nu8, wurde zu Bremen an. 16,9. den 1;. may geboh-ren , und war sein vatter, Heinrich Eggeling, voätor suris,geheimer Rath bey dem Ertz-Bischoff zu Bremen, und Cantz«ler des Grafen von Waldeck, wie auch des Stifts zu Lübeck äl-tester LanomLug. Ob ihm nun dieser gleich sehr zeitlich starb,so hielt ihn dennoch sein stief-vatter, Gottlieb von Hagen, Kö-niglich-Dänischer geheimer Rath, fleißig zum studiren an. Nach-dem er den gründ seiner wissenschassten in dem Ovmnsiio zuBremen geleget, besuchte er die Universitäten zu Helmstädt undLeipzig, that hierauf eine reise in die Schweitz, Italien,Spanien, Franckreich und Teutschland, und wurde nach sei-ner rückkunft an. 1676. in das Lolleglum 8sniorum zu Bre-men aufgenommen. Nicht lange hierauf wurde er, wegen ei-niger zwischen dem Rath und der bürgerschafft entstandenen ir-runqen , an den Kayserl. Hof geschickt, und weil er an selbigemdie ihm aufgetragene Verrichtungen glücklich zu ende brachte, sobekam er an. 1679. das Secretariat, welches er bis an seinenden febr. an. 171;. erfolgten tod rühmlich verwaltet. Erhatte eine grosse erfahrenheit in den Griechischen, Römischenund Teutschen antiquitäten. Seine schriften sind: äs Xumls-instibus guibnsäam dleronis cum Larolo Patin 0 per epiKolasDichuilicio ; lVchüeria Lsreris L Laccb, ; Oilcullio Lalumnia-rum pellerianarum; äs Orbe sta^neo ^ntinoi; äs Mleella-neis 6ermsnlse Lntiguitatibus lixersitacionsz.an. 171z. p. 190. leg.
Eggenberg, eine Reichs-Fürstliche familie in Teutschland,so das Hertzoqihum Crumau in Böhmen, die gefürstete Graf»schafft Gradiska in Crain, nebst vielen andern güthern in denKayserlichen erb-landen besessen, wie auch das oberste Erb-Land-Marschall-amt in Oesterreich, ob und unter der Ens, das ober-ste Eämmerer-amt in Steyer, und das Erb-Schencken-amt inCrain , und der Windischen Marck, gehabt, an. 1717. aberabgestorben. Dieses geschlecht ist aus Schwaben in Steyer-marck gekommen, und hat diesen nahmen von einem schloß,unweit Gratz, angenommen. Der erste, den man bey demBucelino findet, ist Bartholomäus Eggenberger, dessen söhnAndreas von Ehrenhauftn mit Anna Seenußin Christophorumund Ulricum erzeuget. Christophs« nachkommen sind in dermitte des XVII. lXLuIi im Freyherren-stand ausgestorben, unddaraus Rupertus und Wolfgang sonderlich berühmt gewesen,von welchen unten. Ulricus hinterließ Balthasarn , dessen söhnvon Barbara von Pain Wolfgang, mit Sibyüa PanicherinSicgfridum, Freyherr» von Eggenberg, zeugte. Demselbengebahr seine gemahlin Benigna , Freyin von Gallenstein, nebstzwey töchtern, Johannem Ulricum, von welchem hernach be,sonders. Er brachte die Reichs-Fürstliche würde an sein Haus,und starb den 18. oct. an. 16)4. Mit seiner gemahlin Sido-uia Maria, Conradi, Freyherr» von Tannhansen, tochter,zeugte er Johannem Antonium, so ihm succedirte, MariamSidoniam, die Julii Weickhardr., Grasen von Mörsberg, Ma-riam Franctscam , so Caroli Leonhardi, Grafen von Harrach,und Margaretham, so Michaelis Johannis, Grafen von Al-than, gemahlin worden. Johannes Antonius, Hertzog zuCrumau, Fürst zu Eggenberg, rc. war an. 1610. gebohren,folgte seinem vatter an. i6;q,. m seinen güthern, und an.i6;;.in der Landes-Hauptmannschafft in Crain. Weil er keine un-mittelbare gnther Hatte , erklärte er sich an. i6;6. daß er im-mittelst einen billtgmaßrgen anschlug nach dem Römer-zug aufsieb nehmen wollte. Da denn an. 1641. Kaysers Ferdinand! III.intimations-decret erfolgte, daß uian ihn nä lslUonem <L vorumim Reichs-Fürsten-Rath kommen lassen möchte , worauf er ihmauch die Hauptmannschafft und stswm Gradisch in Crain ver-kaufte, und an. 1647. das prädicat gefursteter Graf von Gra-disch verliehe. Er starb den 19. febr. 1649. Seine gemahlinwar Anna Maria, Cbristiani, Marggrafen von Brandenburg-Bayrenth, tochter, welche ihm im oct. an. 16,9. zu Regen»spurg beygelegt ward , und den 8. may an. 168°. zu Oedenburgin Ungarn starb. Die mit ihr erzeugte kinder waren JohannesEhristianus, Johannes Seyfried, Maria Elisabeth, eine ge.
viahlin Ferdinandi Iosephi, Fürsten von Dietrichstein, so den19. may an. 171?. zu Wien gestorben; und Maria Francisca,so den 8- april an. 1644. ihren geburts-tag, aber auch bald dar-auf ihren sierb-ns-tag gehabt. Johannes Christianus, Hertzogvon Crumau, Fürst von Eggenberg, war den 7. stpt. an. ,64'-gedohren , und wurde den zo. jun. an. 16;;. in den Reichs-Fürsten-Rath introducirt. Erwürbe an. 1691. Kayserl. gehei-mer Rath, und an. 1694. Ritter des güldenen Vliesses, verrich-tete an. 1705. den 2. sept. bey der Nieder-Oesterreichischen Hul-digung des Kaysers Josephi das amt, als oberster Erb - Mar-schall , und starb den iz. dec. an. 1710. zu Prag. An. 1666. ver-mählte er sich mit Maria Ernestina, Johannis Adolphi, Für-sten von Schwartzenberg, Reichs-HoftRatbs-Präsidenten toch-ter , zeugte aber mit derselben keine kinder. Ihm folgte fein bru-der Johann Seyfried, welcher den 12. aug. an. 1644. gebohrenwar, er wurde an. 107;. Landes-Hauptmann und Landes-Ober-ster in Crain , an. 1682. Kayserl. geheimer Rath, und an.i697»Ritter des güldenen Vliesses. Endlich trat er, mit Kayserl. ein-willigung/seinem söhne die Landes-Hauptmannschafft ab, undwurde geheimer Raths-ftirsÄor in Nieder-Oesterreich zu Grätz,verrichtite das oberste Erb-Land-Marschallen-amt von Oester-reich , bey der Huldigung des Kaysers Caroli VI. zu Wien den8. nov. an. 1712. und starb denoct. an. 171;. An. 1666. tt-wehlte er Mariam Eleonoram Rosaliam, Caroli Eusebii, Für-sten von Lichtenstein, tochter, zur gemahlin, so an. 1706. starb,nachdem er mit ihr gezeuget, nebst Leopolds Johanne, so an.1675. gebohren und verschieden, Johannem Antonium Jost-phum, der ihm succedirte; von seiner zweyten gemahlin, Mar-garetha Maria Antonia, Wolfgangi Andrea, Grafen von Ur-sin und Rosenbergs tochter, so den 17. mertz an. 171?. gestor-ben, hinterließ er Josepham, welche den 24. jan. an. 1724»vermählet worden an Johann Wilhelm, Grafen von Sinzen-dorff, Kayserl. würcklichen Cämmerern. Johannes AntoniusJosephus, Hertzog zu Crumau, Fürst von Eggenberg und Kgv-strl. Cammcr-Herr, war den 6. jan. an. lüsh. gebohren, löset«ftincn vatter in der Landes-Hauptmannschafft in Crain ab, undwurde an. 1701. Kayserl. geheimer Rath. An. 1692. ver-mählte er sich mit Maria Charlotte Joseph«, Grafen AdolphrVratislai von Sternberg, tochter, welche aber durch seinentod, so den 9. jun. an. 1716. erfolget ist, in den wittwenstanbgesetzt worden, nachdem sie ihm gebohren i.) Mariam ArmaniJosepham, welche den 26. jun. an. 1719. an Josephum, Gra-fen von Reste, vermählt worden. 2.) Mariam Theresiam Jo-sepham , so ebenfalls den 26. jun. an. 1719. an Carolum, Gra-sen von Reste, des erstgedachten bruder, vermählet worden.
Johannem Christianum, welcher, als der letzte seines ge-schlechts, zu Grätz den 2;. febr. an. 1717. in dem i;. jähre sei-nes alters starb , woraus der Graf Gundacker Thomas vonStahrenberg mit dem obersten Erb-Land-Marschallen-amt rnOber-und Nieder - Oesterreich belehnt worden. 6er-
manja, k.III. P.28. Jus pukl. tom. IV. aääit. aä lib.'-
c. 7. /»lös/ X. k. lib. V. c. 2. Lümgs Reichs - archiv. chöL.cootin. II. 2. und z. fortsetz. 4. abtheil. x. 4)9- leg. 6 - «ecollectansa gsnsal. p. 282. 290. zio. ValUtt-
sors Crain.
Eggenberg, (HansUlrich) Hertzog zu Crumau, Fursiund Herr, war ein söhn Siegfridi, Herrn von Eggenberg, n»oBenignä von Gallenstein, gebohren an. 1568. Er war ein >vEerfahrner und beredter Herr ^ den der Kayset Ferdinandusunveränderlich für seinen allervertrautesten Minister gehalten-Nachdem er von seinen üuäüs und aus den Niederlanden (0»er in dem damaligen kriege Hauptmann gewesen) an den Ertz-Hertzoglichen Hof nach Gratz kam , wurde er Mundschenk/Cämmerer, Cammer-Präsident,cher Ertz-Hertzogin Mariä Anna-Ertz-Hertzogs Ferdinand! II. ersterer gemahlin, Oberst-Hof-meister , hernach geheimer Rath, und nachdem sich BalthaMFreyherr von Schrottenbach, alters wegen von Hof begebe"/Ertz-Hertzogs, hernach Kaysers Ferdinandi II. Oberst -meister, welcher stelle er bis an. 1624. vorgestanden, da iv»Gundacker, Fürst von Lichtenstein, succedirte. An. 1605. V,er schon Oberst-Hofmeister war, wurde er als GesandterSpanien geschickt. Er wurde auch geheimer Raths-Mrecwc»und vollmachtigter Gubernator der innern Oesterreichischen m'den Steuer, Kärndten, Crain und Görtz, und trat bereits1602. die Landes-Hauptmannschafft in Crain an. An.bekam er den Ritter-orden des güldenen Vliesses. Der MvnRudolphus und Matthias schickten ihn zweymal inals Gesandten, woraufer klenipotemiarms, in schliessung,.Heurath mit der Kayserin Eleonora, Printzeßin von -Manu>wurde, und ließ sich mit ihr den 21. nov. an. ,621. zu M"" ^zusammen geben. Der Kayser Ferdinandus II. gab ihm , "Iabsterben Don Johannis Caroli ä'Austria,eines natürlichen l"" ,Kaysers Rudolphi II. die Herrschafft Crumau in Boh"'^welche sonst den Grafen von Rosenberg gehöret, mit ^ritul eines Hertzogthums, nebst viel andern Herrschafften.wurde erstlich zum Grafen, an. 1621. zum Fürsten, uiw,622. zum Hertzog creirel. Es ließ ihm auch der Kayser bev^Königs Ferdinandi III. mit der Königin Maria, JnfantinSpanien, beylager, an. 16; 1. den Hut wie die Gesandtentzen, verliehe ihm ferner an. 162;. das oberste Erb-Canin> v-amt des Hertzogthums Steyer, wie auch das oberste Erb-L?As.chen-amt in Crain und der Windischen Marck , und an * ^das oberste Erb - Marschallen - amt in Oesterreich unter ^