Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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229
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wen, daß er grossen reichthum zu Grätz ein

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. Eggenberg, (Ruprecht, Freyherr M) ausArnha^s^Ante an. 1584. als General der Bayerischen are

^uchseßischen Unruhe bey Bonn , wurde hernach ^

Kayftr Rudvlphum II. an den König m Spamm ^o.Aet, welcher ihm an. 1586. eme lahrüche p I ^ mitdueaten und die Obersten-stelle gab , da er - Anden.2^00. mann unter dem, Hertzoae von. ParmaNachdem er sich 17. jähr in den Niederländisch Sfunden, trat er in Kayserl. drenste, nahm A'ämmM-evmmando zu Agra an, wurde Kavstrl. K > s den

rw8, und half den äs. ,un. ftldrgen mhrs den heg wHaffan Bassa von Bosmen an A Culpa - stuß vch ^befechten, wie auch an. P§rmm weeoer e» - ^

als aber die gefahr des Turckm-krlegs sicb denn°w ^

grossern schien, und man eme deiagemng der stadt ^sorgte, wurde er an. i<;96. zum Obersten, UM ) verordnet.Mhre zum Obersten-Zeugnmster m der st«bt Wren veroron^Er starb an. i6n. Lt>svc»^. an. Vawasors Erarn,

Eggenberg, (Wolf, Freyherr von) ^ em tapferersoldar, welcher alle staffeln der knegs-drenste ml »)S^

Als er in dem Ungarischen kriege durch elnenschutzem

verlohr, ließ er sich ein hdltzrrnes machen , da ihn oeMKayftr Ferdinandus II. damals noch Ertz- Arhvg, » ^Obersten zu Carlstadt, und General derselben Croat sMNmeer-grentzen bestellte, allwo er auch fern leben vefty ',

Es hat ihn auch der Groß-Hertzog zu Flvrentz zum Obersten an-genommen und besoldet. Mit seiner gemahlm Emavely m 8maulin hat er verschiedene ktnder erzeuget /davon 2. zu -Wachstum jähren kommen. Wolf Rudolph, so m. KE. -kriegs-diensten geblieben, und Elisabeth Concordm, W ausKayserin Eleonora frauenzimmer mit Marquardo» ,

von Ursenbeck, vermählt worden. srmm. n. r.

vasors 1 L. XII. x. 56.

Eggenfelden,ein guter Bayerischer marckt-siecken und Owo-gericht im Bißthum Regenspurg, liegt an dem waM Ro»,zwischen Pfarrkirchen und Ganckhofen; stehet wegen der vreyzucht, des wiesen-wachfts und des guten getreyd-bodens, ineinem feinen ansehen. Chur-Bayern, p. 294.

* Eggs, eine alte adeliche familie,noch heut zu tage im Ober«Elsaß, Breißgau und Schwaden, zum theil auch m Rheu I -den, einer Vor-Oesterreichischen vestung und Waldstadt setzvaffr.Ihren Ursprung, stamm und nahmen leitet ste her von denen »mOber-Elsaß wohl bekannten drey alten langst zerfallenen MM.fern, die drey Eggsen genannt, welche ohnwett Ruffach amfuß des Vogesischen gebürgs, (wie L.ClaudmsSudan 8 . ).iLMLL Lcra sä snnum 1041. bezeuget) liegen, und annvch alsruäers rripartirs srcis zu sehen sind. Dieses Astb s ^den Römischen Kaysern und Ertz - Hertzogm v°u^errmylang vorhin, sonderlich aber m letztern Menubeohnausfttzlich in Verwaltung ansehnlicher ehren-stellen zu Megsund friedens-zerten gute dienste gethan; auch in verichlMne»fällen mit darleihung nahmhaffter llowffummen (lau ch

nen authentischen schnften und doeumenten m Bor ^en

reichlichen Raith-und Amts-buchern) getreulich beygeuanve^

Mod,n-cU i>»nn dieselbe bewogen worden, die Eggten mcyl m

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ler.zugehvr (wie m bem Zlach naeymm Wie

drrch Eggsen zu sehen) zu befthuen Mo^ ^ die-dann Ludwig, der andere stammwaller ' Statthal-ses geschlechts, Ferdlnanbi des Ertz-EMS ^ater und Ober-Amtmann der HerrschaMRvEv^ ^

m anschung seiner und seiner Voreltern verdien^ ^

K ll- Römischen Kayftr, indem >ahr ^^Nachkömmlingeeinem adellchen äiplomme, auf siel) und iet nach

beyderley geschlechts lautend, beschmckt worden/wem) ,versilessung eines LcuU, an. 1692. von dem Ronumm ,ser Leopolde,I. mildem zusatz des prseä-Lsn von und ZU Eggsich hinfuhro schreiben zu ddrfen, vermehrt; auch alsv^ j,usm von den Ober-Oesterreichisth-und Vor - Oesterreleyscheu vlLsüerüs vrvnmlgirt worden. Sousten hat obgeMiv-ter Ludwig Mit ftmer ehegemahlin Verena WE», von Ba.ftl gebürtig, neben 2. tvchtern n. söhne Sauget, deren siebenuachgehends Dkeologig-, Zurmm und AeälLMS- PoÄores UNvELnrmü crerrt worden , wie in besondern absahen zu ieyc»seyn wird. So hat auch eben dieser Ludwig im lahr 158--.m Rheinfelden zunächst an dastges Collegiat-Stift und Pfarr-Arche, die sogenannte St. Michaels-eaprlle zum theil mff erge-uen kosten erbauet, und in selbiqer seine und seiner nachkomm-uugen begrädnis verordnet, ist auch selbst an. rzyr. w,e?)ibt weniger uachgehends seine ehegemahlin und andere semeAnder darinnen begraben, und mit fryerlich-sundtrten jahr-M-Ätstor. t.»«rea» /n. Theil.

egg 22)

ten (so noch biS dato in wohlersagter Stift jährlich gehaltenwerden) bedacht worden. Ein mehrerer bericht von diesemgeschlecht ist zu lesen in des k. k. 8wev» L»

clellsiiies srriculo , kol. 712. L seg. Item r» M«-

§5 Orar,o»e/r,»eL. i;yr.

*Eggs, (Friedrich) NeäicinX voÄor , wie auch Leopold!,Ertz-Hertzogs zu Oesterreich, Rath und Leib-Ueälcus. ein ssh«Ludovici, (von dem oben Meldung geschehen) ist gebohrm zuRheinfelden im jähr 1572. Nachdem er die 8wäis bumsmo-rs zu Freyburg in dem Breißgau mit besondern: rühm abfol--virt, und im jähr i;8y. die grsäus kkiiosoxkico8 zu Jngol«stadt erhalten, ließ er einen ungemeinen lust und eiftr zurMedicin und Chymie verspüren : zu dem ende reiscte er nachLöven, allwo er in des berühmten Joh. Baptista Helmvntijbekanntschaffr wegen gleichem üuäio kam, und hernach, zeitlebens conlilis und schriften mit ihm wechselte. Von Lovenbegab er sich in Italien, und wurde zu Padua zum voüorMeäicmR creirt. Weil er aber kurtz hernach seines vatters tvdvernommen, und die mutier seines beystands vonnöthen hatte,trat er über Venedig in das Tyrol, und von dar nach haustseine reise an, verfügte sich daraus mit der mutter gen Ba-sel , um mit der Wentzischen freundschafft sich wegen ihremmütterlichen erb-contingent abzufinden. Mit dieser gelegenheitkam er in bekanntschafft der berühmtesten männer, FelicisPlateri und Jacvbi Zwingeri, voälorum Neä. mit deren hülffeund rath er sowol seine Lrerms Neäics als LK^mics mit grossemfleiß zusammen trüge, und nachgehends durch den druck publici-ren lassen wollte; woran er aber von einer schweren kranckheitverhindert, und sein vorhaben zu verschieben gezwungen wurde.Bey wieder erhaltener gesundheit practicirle er die Medicin undChymie mit solchem rühm und Nachdruck, daß er bey männigslich, insonderheit bey Fürsten und Herren, in consideration gezo-gen wurde; wie dann Leopoldus,Ertz-Hertzog zu Oesterreich undGubernator zu Jnspruck, im jähr 16,3. ihn zu sich rüste, undunter einem erklecklichen siäsrio zu seinem Rath und ordentli-chen Leib-Artzt annähme, zugleich auch tikersm xrsxin gestat-tete , und endlich zu einer belohnung seiner viele jahrelang treu-lich geleisteten dienste, auf tödtlichen Hintritt weiland Laur.Dietrich von Reiphach (so ohne leibs-und lehens-erben abgan-gen) mit dem schloß Megtberg und dorf Mühlhausen im Hcgölvgelegen, an. 1626. den 24. nov. belehnet und beschencket hatte.Er besaß dieses Oesterreichische lehen in bester ruhe biS zurzeit des Schweden-kriegs. Da er dann sich erstlich mit seinenbesten mobilien zu dem Ertz-Hertzoge nach Jnspruck; zwey jähraber hernach gen Grätz zu bcdienüng des Hofs und Adels ver-fügte ; allwo er endlich den 22. may an.iü;8. im 66. jähre seinesalters gestorben. Er war ein mann von besondern gaaben, dreyerHaupt-sprachen kündig, tiefsinnig, beredt,und über alles mit jeder-man leuthselig, von grossem reichthum und vermögen. Und weiler niemal verheurathet gewesen, bezeigte er seine freygebigkeit in-sonderheit gegen den armen, denen er in seinem testament einesumme von 8000. gülden auszutheilen verordnete. Sein schö-nes Haus in Rheinfelden haben nachgehends im jähr 1649. dieEggsifthe erben den ksrrilms Lszmcmis zu einem kloster (alsderen erste Wohnung ausser der stadt von den Schweden, wäh-render belagerung, gäntzlich verheeret worden) freywillig über-lassen ; ist auch an. i6;i. als ein geistliches eigenthum von demdamaligen Herrn Weyh-Bischvff und Dom-Herrn zu Basel,Thoma Henri«, feyerlich eingeweyhet worden. In eben die-sem seinem Hause hatte er vor jähren, kurtz vor seinem abzug,den Ertz-Hertzog Leopoldum samt seiner gantzen Hofstatt zweytage lang, da er sich nach Straßburg zu seinem Vetter, dama-ligen Bischoffe, begäbe, bewirthet-, auch seine bediente, derenüber 4°. waren, reichlich beschencket. Er hinterliesse sehr vielansehnliche milde leZscs den kirchen und Haus-armen zumbesten; zugleich auch viel nützliche, zu der Medicin dienlichemanuscrtpte, deren theils gedruckt, theils aber von der Eqq-sischen familie aufbehalten worden. L/»sr« -

* Eggs, (Joh. Jacob von) ein bruder des obstchenden Joh.Friedrichs, ist gebohrm zu Rheinfelden im jähr 1^74. den 6.julii. Nach absolvirten 8 mäiis policioribus und ptülolopkieislegte er sich auf die Rechtsgelehrtheit, in welchem llnä-o erwegen seines fürtreflichen iriMml und scharfen Verstands der-gestalt zunähme, daß ihm der Zrsäu8 eines Öcentisti inmrogue )ure nicht ohne rühm gar bald < und zwar in dem20. jähre seines alters beygelegt wurde. Er legte hierauf hinund wieder in cantzleyen gute proben seiner gefchicklichkeit ab.Als Maximilianus, Ertz-Hertzog zu Oesterreich, seinem vatterFerdinande, zu Jnspruck rn der Tyrolischen regierung fuccedrr-te, wurde er zu seinem Rath in Vor-Oesterreichischen landen,zugleich auch Ober-Amtmann der Herrschafft Rhemfeldm undWehr durch ein besonders äiploma erklärt. Dieftr Verwal-tung ist er mit besonder«! lobe bis an. 1627. vorgestanden,auch in selbigem jähre den n. iulii an emem httzrgen sichergestorben, und zu Rheinfelden in der Eaa.Mcn St. Mlchaels-capelle mit einem ansehnlichen epuspkio beygesetzt worden.Er hinterließ von Maria von Offrmgen, ftmer gemahlm , er-nen einigen söhn, mit nahmen Hartmann/(welcher chm mbeyden ehren-stellen eines Vor-Oesterreichlschm Raths undOber-Amtmanns zu Rheinfelden und Wehr nachfolgte) sodann drey töchter, deren er die zweyte, Maria Helena genannt,