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rr reisete aber naher Steyermarck, und nahm Ladislaum mit sichdahin. Mrirrtt, I. c. p. 4Y. leq. Unterdessen suchten sie mehrereauf ihre feite zu bringen, und einen Land-tag zu halten, wertaber die stadt Wien nicht ihre partey ergreiffen wollte, son-dern ihr vorhaben an den Kayfer berichtete, schickte dieser be-fehl an die Oesterreichischen Gouverneurs, daß sie keuie zusam-menkunft der Stände erlauben sollten. Ettzmger schickte unter-schiedene nach Wien, welche, weil ihm der Rath zuwider war,das volck auf seine feite bringen sollten. Es geluna ihm auchziemlich, und der Kayser muste geschehen lassen, daß bey Wienein Land-tag gehalten wurde, wobey die meisten vonderKay-serlichen feiten nicht erschienen , andre wollten den ausgangerwarten. Eitzingers anhang hingegen war alle daselbst, undempsiengen Ettzmger mit grossen freuden , welcher in einer be-sondern rede des Kanters verfahren in der regierung übel aus-legte, ihnen die Oesterreichische Printzeßin Elisabetham voräugen stellte, wie sie nemlich vom Kayser nicht standsmäßig ge-halten würbe. Nachdem er nun überall beyfall gefunden, wur-de beschlossen, Ladislao die regierung zu geben, und den Kay-ser von der vormundschafft auszuschließen; Man erwehlte 12.manner, welche die regierung besorgen sollten, worunter Ei-tzinger der oberste war - und die Land-Hauptmanvs-stelle bedien-te. Die stadt Wien muste sich auch auf ihre feite wenden, undhierauf schrieben sie dem Kayser, daß sie seine vormundschafftnicht mehr erkennten. K/vr«,, I. c. x. 51. feg. Sie suchtenauch in ziemlich harten terminis bey dem Papst ihr verfahrenzu rechtfertigen, allein der Kayser ließ ihren Abgeordneten aufdem wege angreiffen, und die briefschafften nehmen; ,
I c. p. 69. feg. ob nun gleich Eitzinger sowvl an den Papstqls Hertzog in Bayern neue Abgeordnete schickte, fand er dochnirgends beyfall , und wurde er sonderlich an letzterm Hofesehr verächtlich gehalten. K/v,«,, 1. c. p. 98. Einem Kayser-lichen Abgeordneten, welcher übel von seinem verfahren ge-sprochen , daß nemlich Ladislai einkünfte durch ihn durchqe-bracht würden, ließ er die zunge aus dem halse schneiden, wor-auf der Kayser ihn und seinen anhang citirte, rechenschafftvon ihrem verfahren zu geben. K/E, 1 . c. x. roi. Allein dieseerschienen nicht , sondern griffen zu den Waffen, und erober-ten die Neustadt. Mm«,, 1. c. p. 107. Endlich ließ der Kay-ser Ladislaum nach Oesterreich kommen, wodurch die unruheziemlich gehoben wurde, und Eitzinger bezeigte sich dabey amvergnügsten. K/v/«/, 1. c. p. no. 145.148.
Ekelenfürd, siehe, Eckelenföhrde.
Ekesto , lat. LKeüum, eine kleine stadt in Schweden, inder prvvintz Smaland, an dem fluß Arby gelegen. Ausserder stadt ist ein schönes schloß mit 4. thürnen von lauter holtzgebauet.
Ela, Baesa söhn, ein König von Israel, welcher L. N.e. 9;o. seinem vatter succedirte, und von Simri er-mordet wurde, nachdem er 2. jähr regieret hatte. Er war eingottloser und abgöttischer Fürst. i. XVI. , lib. VII.
sntlg. c. 6. Ta/ra». L. N. z io;. ;io6.
Elam , ein söhn Sem , von welchem die Elamiter her-stammen, so von den Heydnischen scribenten Llyms-i genennetwerden, und vor zeiten denjenigen strich des vesten landes, sozwischen Persien und Babylon liegt, bewohnten. Einige ge-schicht-schreiber halten dafür, daß die Persianer von diesen Na-nnten entsprungen, und gründen ihre meynung auf die Wortedes Propheten Daniels, wenn er spricht, daß Susa oder Susandie Haupt-stadt von Persien in der landschasst Elam liege. Ke-dor Laomor, welcher Sodom plünderte, und von Abraham ge-schlagen wurde, war ein König der Elamiter, dessen Haupt-stadt Elymais war, aüwo der berühmte tempel der Dianastund , welchen Antiochus LxipKrmLs nach dem ersten buch derMaccabäer soll haben plündern wollen, aber von den bür-gern mit Verlust weggejagt, auch bald hernach gestorben seyn;wiewol das andere buch der Maccabäer an statt Elymais se-tzet Persepolis. XIV. L/a. XI. XXI. XXII. XXV.XI.IX. VIII. VI. A 2 . IX. XI.
lib. I. sm. c. 7. L lib. XII c. 1;. Vo^»re//.
öacd^r. In kbsIeZ. *
^s.^pHIVL.8. sind;. kleine zwischen Mela und Ragusagelegene injuln, nahmens Calamota, Jsolo äi Mezzo, undGuipana. Siegehören der Republick Ragusa-Veschr.Dalmat.
, war ein fest, welches die einwohnerder prvvintz Phocis der jagt-göttin Diana zu ehren scherten,weil sie bey der stadt Hyampolis einen grossen sieg wider dieThessalier befochten , und selbiger auch sonderlich durch dietavferkeit der Phocensischen weider sollte befördert worden seyn.Man psiegte da der Diana eme kuche, die von Honig, schwer,sesam und mehl gebacken war , zu opfern, welche kuche aberelspkos, welches Wort sonst nn Griechischen einen hirfchen be-deutet , ist genennet worden, auch daher der nähme des festskommen. äe virt. mul. lib. XlV. ,
Elba, siehe Ewa.
"Elba, eineGrafschafft im Königreich Nalentia in Spa-nien , dem Grafen dieses nahmens vormals gehörig, so ihmaber, weil er in Königs Caroli III. dienste getreten, von Phi-lippo V. an. 1708. entzogen, und dem Hertzoge von Atri, derseine guther m NeapoliS verlohren, gegeben wurde.
Elbe, lat. tUbls, ein berühmter fluß in Deutschland, wel-cher in Schlesien aufdem Riesengebürge bey dem Teufels-grun-de in der Gräflichen Schaffgottischen Herrschafft Kynast hart ander Böhmischen grentze entspringt. Anfangs sind es 2. bäche,davon einer die grosse Eibe, welche sich aus s. brunnen samm-let , der andere aber die kleine Elbe, die aus 5. brunnen ent-springet , genennet wird. Beyde kommen bey Gendorf zusam-men. Dieser fluß durchströmet hernach Böhmen, Ober - undNieder-Sachsen, und fallt endlich bey Rizbüttel, 14. weilenunter Hamburg, in die Nord-see. Drusus der bruder Tiberitist der erste Römer gewesen, der mit einer armee bis an diesenfluß durchaedrungen ; konnte aber vor der Teutschen star-cken widerstand nicht darüber setzen; daher nachmals die Rö-mer , um selbiges zu entschuldigen, das geschrey ausgebracht:Es wäre ihm ein weib von mehr als gewöhnlicher grösse er-schienen , welches ihm angedeutet, wie das geschick der göt-ter nicht zuließe, daß er ein mehrers sehen sollte; auch stündeihm das ende feines lebens bevor. Weswegen er sich soll zu-rück gegen dem Rhein gezogen, aber unterwegs zu erfüüungdieser Weissagung einen fall mit dem pferde gethan haben, undvon dem dabey erlittenen bein-bruch gestorben seyn. Nach ei-nigen jähren gelangte auch der bruder Drusi, Tiberius, her-nach Röm. Kayser, mit dem Römischen kriegs-heer bis an daslincke ufer dieses flusses ; durfte sich aber auch nicht hinüberwägen ; soll jedoch von einem vornehmen und an jährenziemlich alten Teutschen, der sich in einem schifflein alleinüber den fluß gesetzet, besticht worden seyn, aus blosser Ver-wunderung über dessen tapferkeit, und begierde ihn zu sehen.Allein was weder Drusus noch Tiberius unterstanden oder ver-richten mögen , das gerieth hernach unter Tiberii regierungdem L. Domitio, als welcher würcklich die Römische feld-zei-chen jenseit dieses flusses gebracht, und dabey so grosse ehreeingelegt hat, daß ihm Tiberius die chren-zeichen des triumphs,ornÄmentÄ triumxbslia, deswegen mitgetheilet, ^e//.
1ib.II. TVrcrr. annal. lib.IV. Or'o L?«/ör<i,Iib.I.V. lib.
VII. 8/rH./.«ea»«,. Nr«, colmoZr. lib. III.
ästb. 6erm. snnsl. urb. Mtnenf. 1ib.II.
Meißn. land-chron. tir. 24. 8»/» bistoria incenclü, p. !22. feg.milcsl. lib. I. c. ;. 4. Lc. xroär. Uiüi. x. 7.
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Elbenau, eines von den 4. Aemtern, so zu demBurggraf-thum Magdeburg gehören , ist zu dem Amte Gommern ge-schlagen.
Elbene , oder äe! Vene, ist der nähme einer edlenund alten familie von Florentz, welche daselbst in die;. biS400. jähr in grossem ansehen gewesen. Einige sagen, sie stam-me aus Franckreich, weil die Freyherrliche Herrschafft Vene,nicht weit von Montfork 1 'Amauri, darinnen lieget, und be-richten darbey , daß dieser familie wapen daselbst in unter-schiedliche mauren des castells eingegraben sey. Ändere hin-gegen , unter welchen auch Hugolinus Verrinus ist, wollen ha-ben , daß es eine Italiänische familie sey , und von Fiesole Her-stamme. Dieses ist gewiß, daß Jacobus clel Vene 4. mal,nemlich an. iz,4. ;8. und 60. Prior von der freyheit der Flo-rentinischen Republick gewesen, und z. mal, nemlich an. i z;r.55. und 60. zum Fendrjch der stadt erwehlet worden. SeinsöhnFranciscus ä'Elbene war gleichfalls an. r;?;. und»;??'Prior der sreyheik, und ein vatter i.) Antonii, von welchemdie Herrn von Elbene zu Florentz herstammen, 2.) Olivetti,welcher unter andern kindern Aibertaßium gezeuget, der an.147;. Prior der freyheit gewesen. Unter seinen kindern warNicolaus , der sich in Franckreich begab, und Petrus Nico-laus wurde an. 1505. Hofmeister unter Ludovico XII. welchestelle er auch unter Francisco I. verwaltete. Sein söhn Barlho-lomäus schrieb ein buch unter dem titul: Liviea? veri seu M-rum , welches er Margarcthä von Franckreich, Hertzogin vonSavoyen, dedicirte, die viel auf ihm hielt, und seinem an-dern söhne Alphonso die Abtey Hautecombe gab, welcher her-nach Bischvff zu Aldi wurde. Sein ältester söhn war Julianu»von Elbene, welchen die Köniain Catharina von Medices an.1574. nach Polen schickte, die zurückkunft des Königs zu beschleu-nigen. Dessen söhn Petrus pflantzte das geschlecht fort,und ein an-derer söhn Alphonsus wurde Bischvff zu Albi. Petrus , Ca>mmer - Herr des Königs, Oberster zu fuße, Gouverneur vonPierre Chötel, rc. hatte verschiedene kinder, darunter ihmGuido succedirte. Alphonsus wurde an. 1647. Bischvff zu Or-leans, und starb ums jähr 1665. Bartholomaus, BischoffEAgen, der nms jähr 1661. starb, u. a. m. Guido war CaAtain-Lieutenant über die leichten Pferde , hernach Camnie»-Herr bey Johanne Baptist« Gastone, Hertzoge von OrleauAund zeugte nebst 2. töchtern, Bartholomäum, welcher unvttheurathet gestorben. Petrus von Elbene, Herr von ME,lonti und von St. Marco in Toscanien , dessen obgedacht, h'^terließ Albissum von Elbene und ;. andere söhne, welchenach Franckreich begaben; zwey davon wurden kaneriers^
bey
dem Könige, Bernhardus aber wurde an. 15 z?. Bisthou «Lodeve und an. r; 6 o. zu Nimes, befand sich auch aufdem U <ciüa zu Trident. Albissus kam unter der regierung Francu"und Henrici II. in grosses ansehen, welcher letztere ihn zum V*neral und Ober-Aufseher der sinanzirn, so ausser das Reimgen, machte. Er hatte zwar verschiedene söhne, welche aberne erben mit tobe abgegangen. In den einheimischen hau^