Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Eistnrelch, (LucaS) war zu Breßlau an. 14;--. geboh-war Conrad Eisenreich. An. 1464. nahm manj?"das Raths-LolleZlum seiner vatter-stadt auf, so wardiy. mal die Lands-Hauptmannschafft anvertraut. Ca-König in Polen , brauchte ihn an. 1466. als zeugen beydcns-schluß , den er bey Thoren mit dem Groß-Teutsch,machte. In selbigem jähre führte er auch dem KönigK?n>- Ungarn 1800. reuter zu hülffe wider den KönigE von Podicbrad bis nach Olmütz entgegen , und wurdedemselben zur danckbarkeit an. 1487. zu einem Rath er-Sonst leistete er zu kriegs-und friedens-zeiten seinem« "Alande ungemeine dienste, und starb den 6. may an. i;o6.^^^vat ein Oikiriüin äs Xebus Uii »emporis ausgesetzt, wel-"ian aber nicht leicht antrift. Hanckens 8ils5. inäie.«Rrausens vergnüg - müßiger stunden/ k. XI v.^ Schlescurios. th. II. x. üio.

Eisenschmid, (Ioh. Caspar) eines zinngiessers söhn zuL^tzburg, ward dastlbst den 15. ftpt. an. i6;6. gebohren.egte sich mit besonderm fleiß auf die Medicin und Mathe-E , und nachdem er in der ersten promoviret / that er, "b reise durch Franckreich nach Italien. Weil er aber an."20. durch einen unglücklichen fall zum curiren unfähig ge-wurde / und von da an stets zu Hause halten muste /in ^ vornemlich die Mathematic, und wurde an. 1699.^Academie der wissenschafften aufgenommen. Er starbuch den 5.dec. an.1712. und hinterließ zwey villerc.cls Ilmbi-Lo lerr-e und äs Lsropkulis , auch zwey tractate / äs kiZura"wns LlIiptico-8vIlLroiäe; und äs konäeribus L iVlenturisLentium, nec non äs Valore kesunis: vcteris , Straß»»rg 1708. in 8. ^-7. 171;. x- 280. tegg.

^^iffnstadt, auf Ungarisch Xi8martc>Q, eine Königliche frey-dtt-Ungarn in dem Oedenburger - Commitat / ani^^b^vrelchischen grentze. Sie hat den titul einer Graf-gehabt, und ist nebst Forchtenstein an Oesterreich ver-vtandet gewesen. Als aber auf dem Oedenburger - land - tageUngarischen Stände die auslösung dieser und an-versetzten orter verlanget, so ist sie in nachfolgendenFerdinands dem Ungarischen kslaüno,verehret / und erblich überlassen / auch an.a/die Ungarn, nebst allem gründ und boden / bis

chenfrenstav^^°^."' und an. 1648. zu einer Konigli-und nabr'et llä, worden. Sie ist nicht gar groß,

daselbst^* M meist von wein-und acker-bau. Das schloßist von oba^Äe- «der stadt auf einer kleinen hohe lieget,verstorbenenvÄ7^^> Estcrhast söhne, dem an. 1714.Dauw und gleichfalls Ungarischen kalauno,

von gründ auf sehr groß ins 4. eck erbauet,«was «uem starcken thuen, da aufjeglichem

trelliä,^/a-kA^^"dlges, versehen, und kan vor das vor-an?» nÜ^^ude »n Ungarn paßrren. Es wird darinnen einegute besatzung von dem Fürsten unterhalten.

v-,o>7^vnthor , lat. korta kerrea, in der land-sprache aberanv^ vester paß zwischen hohen gebürgen,

scben ^ ^Ööer - Ungarischen und Siebenburgi-

ch n grentzen. An. r66i. haben ihn die Türcken erobert.

f^p-^dld , oder wie es vor altcrs genennet worden, Esse-kleine stadt m dem Hertzogthum Coburg, an den Hen-grentzen, dritthalb Meilen von Coburg gelegen,welche eine stunde von hier entspringet, fliestetUvtge, und theilet sie in die alte und neue stadt. Vondn^ u^vrunge dieses orts hat man keine gewisse Nachricht; je-berichtet, daß anfänglich allhier 6. Höfe gewesen,»rauf nachgehends mehr angebauet worden , daraus einu^en entstanden, welchen Berthold, Graf zu Henneberg, mit»nauren umgeben, und darüber von dem Kayser Ludovico an.,,W. ein Privilegium erhalten. Nach diesem hat Balthasar ,UUvgraf m Thüringen, mit Catharina , seiner ersten gemah»." Burggraf Iohannis zu Nürnberg tochter, (deren mnt-i^M'sabeth, Bertholdi, des ersten Fürsten zu Hennebergse» N gewesen) diese stadt samt Heldburg und Hilpershan-sr^. ommen , welcher an. iz;4- den bürgern verschiedenevet???^ Lieben. An. 142°. hat Landgraf Friedrich seinemTbi'win^welmo, zugenannt dem reichen , Landgrafen inan d r cL.Ld Ualtzgrafen zu Sachsen, Eißfeld und anderedurch K?I„AAen grentze gelegene orter'abgetreten, we-hend bei?n-.?^ Haus Hachsen gekommen, auch nachge-vey ver Ernellininn-« li«,- j,, der thei-

unter seinenwelcher

lunq , welcbe^?«^'?^^ linie geblieben, undPÄtzen^mL°lius^w«. .Hertzog..zu Gotha,

von seiner relld?nk ^5! Ernestus Eißfeld bekommen, welche,gens bat H^pershausen den nahmen führet. Ubri

kriege vielesschUen^^l durch feuer als auch im jährigen

stadt'^rube, eine dem Fürsten von Lichtenstein gehörigePähre.,7an berühmten tust-garten, in

«ne vortreflich?L siegen. Daselbst

?^Edar-u aeb?riae.^Li'" 7' Grafschafft Mannsfeld,HE m einer -l lieget ;. starcke messen von

werck, welch^'eEm^g^rnd - und hat ein schiefer-berg-- äistor ehemalssehr deruhmc gewesen , indem es vielO'uvr. Lenm« ///. Theil.

silber und kupfer gegeben. Es ist auch allhier ein Gräflich-Mannsfeldischcs schloß und die hauvt-kirche zu St. Andreä zusehen. An. 1082. sind allhier etliche Teutsche Fürsten zusammengekommen, und haben Hertzog Hermannum von Lothringen,Grafen zu Saarbrück, zum Römischen Könige erwehlet, derauch allhier Hof gehalten, und von seinen feinden der Lauch-Rönig genannt worden , weil viel lauch um diese stadtwächst; wiewol andere sagen, man habe ihn zu Bamberg er-wehlet , und zu Eisleben sey nur seine residentzgewcsen. Dasfolgende jähr wurde Eisleben von dem Ertz-Bischoff zu Bre-men und dem Bischoffe von Hildesheim , die es mit demrechtmäßigen Kayser Henrico IV. hielten, erobert, ausgepiün,dert und verbrannt. Das schloß in der stadt aber konntensie nicht gewinnen, sondern sie wurden von dem jetztgedach-ten Könige Hermanns abgetrieben. An. i;62. wurde diestadt von Fnderico, Landgrafen in Thüringen und Marggra-fen zu Meisten , belagert, allein nachgehends ist dieses vesteansehnliche schloß durch das feuer ruiniret worden, daß esan. 1612. gantz darnieder gelegen. Auch sonst hat diese stadtsehr viel vom feuer erlitten, sonderlich an. 1601. 1612.1645. undi6?z. in welchem letztem brande über 600. Häuser in die aschegeleget worden. Im ; 0. jährigen kriege wurde sie etliche malgeplündert, v. Martin Luther ist an. 148;. den 10. nov. all-hier auf die welt gekommen, und auch den 18. febr. an. 1546.allda gestorben. Das Haus» darinnen er gebohren worden,hat man an. 1694. zu einer schule gemacht. , äs ur-

bib. 6srm.

Eismeer, lat. lVIsre glasisle, oder Nars 8s^tkicum, wirddasjenige stück von dem mitternächtlichen Osssno genennet, wel-ches von den küsten von Lappland, Moscau und der grossenTartarey, bis an den kolum Lrctisum , sich erstreckt, und we-gen des starcken eises, womit es die meiste zeit des jahres be-legt ist , nicht hat umschifft werden können , ungeachtet die'Holländer etliche Mal versucht haben, sich dadurch einen wegnach Ost-Indien zu erofnen.

Eitluch, eine stadt und wichtige vestung am ffuß Narentain Dalmatien, so die Türcken an. 1694. den Venetianern ab-genommen.

*Eitzinger, (Ulrich) war von gutem aber unbekanntenherkommen; weil in Bayern, als seinem vatterlande, das glückihm nicht günstig war, kam er in ziemlich armseligem zustandenach Oesterreich, setzte sich aber durch feinen fleiß und arbeitbey Alberto, Ertz-Hertzoge von Oesterreich, so in ansehen, daß erihn in allen staats-sachen nützlich brauchte, und endlich überdas gantze finanz - Wesen setzte. Hierdurch sammlete er sichgrosse reichthümmer, kaufte sich vortrefliche güther an; Al-bertus erhub ihn in Freyherrlichen stand, und sahe dessen rath-Wäge als or-isula an, zumal da der Oesterreichische Adel da-mals sich nicht sonderlich aufstaats-und andere wissenschafftenlegte. Doch hat man Eitzingern des Lriicissni und anderer dar-aus folgenden irrthümmer beschuldigen wollen, welches abernicht gewiß zu behaupten ist. Als- er hörte, daß Albertusdas schloß Forchenstein in Ungarn verkauffen wollte, gab ersich zum kauffer an, und wurde wegen kaufs-summe undzahlungs-zeit einig , ausser daß es sich an die müntz-sorten stieß,indem Albertus gold verlangte, und Eitzinger halb gold undhalb silber geben wollte. Unterdessen suchte Kayser FridericusÄlbertum als seinen bruder zu bewegen, daß er lieber ihm dasschloß überlassen sollte, dieser aber entschuldigte sich, daß erschon mit Eitzinger in tractaten stünde, doch schickte er Johan-ne,» von Ungnad an denselben, welcher ihn bereden sollte, Fri->derico Forchenstein zu cediren. Dieser brachte auch dessen ein-willigung zurück , und wurde das schloß Friderico vekkauft.Allein Eitzinger beschwerte sich deswegen über Älbertum, daßer den geschlossenen kauf nicht gehalten, und ihn wegen deSschon dazu aufgenommenen geldes in schaden gesetzt, Johannesvon Ungnad hätte den Kayser mit Unwahrheit berichtet, undwollte keine Vorstellungen annehmen, daß der kauf noch nichtvöllig zur richtigkeit gekommen, und, ungeachtet Fridericusund Albertus die entscheidung dem Oesterreichischen Adel über-liessen , wollte doch Eitzinger solches nicht annehmen, unter demvorwande, daß es etwas gefährliches wäre, er wolle lieberden geschlossenen tractat halten. H. Mn«,, vir. Vriä. III.spuä Icript. rer. 6erm. x>. 44. Worbey er sich vieler

drohungen vernehmen ließ, daher ihn der Kayser zu besänfti-gen suchte, indem er ihn unter die geheimen Räth aufnehmenwollte, welches er aber ausschlug , wenn nicht die Oesterrei-chtschen Land-Stände darein willigten. K/E, I. c. x. 4;.Unterdessen war er auf mache bedacht, stellte andern schwu-rigen Standen vor, daß die Oesterreichische regierung schlecht be,stellt wäre, und mit dem unmündigen König Ladislao allzu,hart verfahren wurde, daher man den Kayser Fridencum deradministrativ», der lande berauben müste, worinnen »hm vielebeypflichteten, sie schickten auch eine Gesandtschafft an denKayser, darinnen sie sich über viele fachen beschwerten, unddeswegen satisfaction verlangten , sonderlich, daß er die vor«mundschafft über den jungen Konig Ladlslaum niederlegensollte. Allein sie erhielten von dem Kayser zur antwort, daßsie ihm ja selbst solche aufgttragen, und Alberti testament vorungültig erkläret hätten. Es gaben auch einige dem Kayserden rath , er sollte die unruhe m der ersten flamme ersticken;

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