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volck unsäglich viel kosteten. Es verliefen auf diest weife dieersten 10. jähre der regierung Elisabeth in ruhe. Aber an. 1569.ward auf anstiften der Spanier und des Papsts unter einigenCatholifchen, in dem nordischen theil von Engelland eine in-nerliche unruhe erregt, die auch würcklich zum kriege ausfchlug,dennoch aber in selbigem jähre alfobald gedampft wurde. Ebenso gieng es an. 1572. wieder, da die Spanischen und Päpstli-chen anschlage wider die Königin noch m der asche unterdrücktwurden, und brauchte die Königin wider die Catholifchen, diean diesen handeln theil hatten, viele jähre nach einander allenglimps, bis sie sich endlich genöthigt sahe, mit einigen nach derschärfe zu verfahren, wiewol auch dieses nicht hindern konnte,daß sie nicht von zeit zu zeit neuen versuch sollten gethan haben,zumal die Pävste hin und wieder Englische 8eminsrm angelegthatten , aus welchen viel Geistliche nach Engelland geschicktwurden. Bishero hatte nun also die Königin noch mit keinemandern Staat in öffentlicher feindseligkeit gelebt; denn ob sie sichgleich der Reformirten in Franckreich annahm, auch deswe-gen an. i?6r. Havre cle Grace besetzte, verlohren doch die En-glischen solchen platz bald wieder, weil die Reformirten sich ohnesie mit dem Hofe vertrugen, und an. 1564. ward zwischen bey-den Cronen friede gemacht, nach welchem sich zwar Elisabethdes gedachten beystandes nicht gäntzlich enthielt, und die Refor-mirten sonderlich mit gelde unterstützte, doch also, daß es mitdem Hofe zu keinem bruche kam. Von Spanien war sie stetsscheel angesehen worden, seit dem Philippus die Hoffnung ver-jähren , sich mit ihr zu vermählen, da denn sein eifer vor dieCatholische religion und der Verdruß, daß er sich die Cron En-gelland also muste entziehen lassen, ihn gar zeitig wider die Kö-nigin reihten, darzu kam auch der Päpste zorn wider die Elisa-beth , unter denen sie Paulus IV. vor eine uneheliche Printzeßinerkannte, Pius V. aber, Gregorius XIII. und Siptus V. siegar in den bann thaten , und dem Könige in Spanien stets an-lagen , etwas wider Engelland zu unternehmen. Es währteaber doch sehr lange, ehe es zum wücklichen kriege kam, undward derselbe durch allerhand Staats-ursachen aufgehalten ,indem sonderlich Elisabeth viel verbiß, und weder den Hochmuthder Spanier, noch ihre geheime Handlungen bey den einheimi-schen unrnhen in Engelland und Jrrland , dabey sich zuweilengantze truppen von Spanischen soldaten befanden, so ahndete,wie sie es wohl befugt gewesen. Absonderlich enthielt sie sichgeraume zeit der Niederländischen Händel, und wollte denStaaten gegen die Spanier nicht beystehen, bis sie endlichfurchte, es möchten sich dieselben an Franckreich hängen, imfall sie von ihnen abstünde, und also, weil auch zugleich desDon Juan ä'Austria anschläge auf Engelland ausbrachen, an.i z7?.'mit den Staaten ein gewisses bündnis machte, dadurchsie sich verband, ihnen mit geld und vvlcke beyzustehen, doch wei-gerte sie sich beständig, die ihr zugleich angetragene ober-herr-schaffl über die Niederlande anzunehmen. Dieses bündnis waran. i?8;. erneuert, und den Englischen hülfs-völckern damalsBriet und Mißingen zu ihrer Versicherung eingeräumet. Sol-ches , nebst den stetigen aufmunterungen des Papstes , veranlas-sete endlich die Spanier an. i z 88- eine landung ausEngcllandzu beschließen, zu welchem ende sie die sogenannte unüberwind-liche flotte ausrüsteten. Die Königin fieng etwas spät an, sichdagegen zu waffnen, weil sie der Printz von Parma durch ange-stellte friedens-handlunqen einiger mästen sicher gemacht, nahmsich aber hernach der fachen so viel eifriger an, und beschleunigtein eigner person die anstalten , die auf den kästen gemacht wur-den , war auch so glücklich, daß theils durch der Spanier viel-fältiges versehen, theils durch Ungewisser, theils durch dieEnglischen schiffe, die Spanische flotte meist verderbet ward,und der erbärmliche Überrest nnverrichteter fachen wieder nachHause gehen muste. Hierauf besuchte an. 1589. eine Englischeflotte die Spanischen und Portugiesischen kästen, verbrannteeinen theil von Corogne und belagerte Lisabon , muste aberwieder abziehen, ohne etwas gewonnen zu haben, war alsoLitz unternehmen nicht von sonderlicher Wichtigkeit, gestalt die -Komgm, die Ursache hatte alle grosse Unkosten zu vermeiden,nicht viel daran wendete, und die ausrüstung gröstentheils durchprivat-personen geschahe. Kurtz daraus verband sie sich mitHeinrich iv. in Franckreich wider die lllgue, schickte ihm einegrosse summa gelbes und 4000. mann zu hülste, dadurch seinensehr verfallenen angelegenheiten ziemlich wieder aufgeholffenwurde, wrewol es zwischen beyden theilen stets etwas zu streitengab, indem der Konig in Franckreich entweder aus nachläßigkeit,oder weil ferne jachen so unordentlich stunden, oder weil er fürch-tete , die Engellander, die zu ihrer Versicherung einen Hasen inBretagne begehrten, mochten zu gefährliche nachbarn wer-den , an sturer serte dre bedmgungen der bündnisse nicht rechterfüllte, und die Englischen also wenig von Wichtigkeit in Franck-reich verrichten konnten. Hierzu kam endlich noch des KönigsVeränderung in der religion, die Elisabeth zwar sehr zu hertzennahm, dennoch aber Nicht unterließ ihm ferner beyzustehen, weilsie damit den Spaniern etwas zu schaffen machte. Ausser demnun, daß die Engelländer die Spanischen Unternehmungen inFranckreich und den Niederlanden hinderten, war eben nichtssonderliches zwischen beyden Cronen, die einander ohne diß soweit aus dem wege liegen , vorgegangen, und hatten sich dieEngellander begnügt , den Spaniern ihre schlffahrten nach ,West-Indien zu beunruhigen, in welchen Unternehmungen sie'aber merstentheils schlechtes glück hatten. Imjähr aber,
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da die Spanier Calais eingenommen,und von daraus demKönigreiche Engelland droheten , ließ Elisabeth aberinals einemächtige flotte ausrüsten, sie in ihrem eigenthum heimzusuchen.Es nahmen auch die Engelländer Cadix ein, und vernichte-ten die daselbst liegenden Spanischen schiffe, worauf sie, ohnesich an diesem orte veste zu setzen, wieder nach Hause giengen,weil die Königin weiter nichts wollte gethan haben, als, daßman der Spanier schiffrüstung , dadurch sie den Engellän-dern hätten können gefährlich werden, zu schänden machte^An. i?y8. schritte der König in Franckreich mit den Spa-niern zu einem besondern frieden, den aber die Königin Eli-sabeth nicht annehmen wollte, sondern in geseüschafft der Nie-derländern den krieg wider Spanien fortsetzte , der auch beyihrem leben nicht geendigt worden. An. 1601. landeten zwardie Spanier zu Kinsale in Jrrland, da sie mit den rebellenein stetiges Verständnis hatten,wurden aber von dem Vice-Königealsobald belagert und gezwungen, sich zur rückkehr zu beque-men. Mit den Jrrlandern hatte sie die gantze zeit ihrer regle-rung zu thun , welches volck sich noch niemals recht zu derEnglischen herrschafft verstehen wollen, damals aber sonder-lich durch die Spanier und den Römischen Hof aufgehetzt ward.Sie muste jährlich mehr als z 00000. pfund sterlings auf diesekriege wenden, die zumal von feiten der Jrrländer mit entsetz-licher grausamkeit und Hartnäckigkeit geführt wurden. End-lich hatte der Vice-König Montjoy das glück, daß er die rebel-len an. 1602. dampfte, und ihr Haupt, den Grafen von Tirone,n öthigte, sich zu ergeben. An den Verwirrungen des KönigreichsSchottland hatten die Engelländer bisher stets grossen antheilgehabt, und die Königin Elisabeth nahm sich bald von den erstenjähren ihrer regierung der Protestanten in diesem Reiche an, dievom Hofe mit hülffe der Franzosen gedruckt wurden, brachteihnen auch an. i?6c>. einen ziemlich vortheilhafften vergleich zu-wege. Daran aber war wol zum theil der besondere verdrußschuld, den Elisabeth gegen die Schottische Königin Mariamhegte, welche damals unter dem vorwande, daß sie die nächsteverwandtin sey, titul und wapen von Engelland und Jrrland,angenommen, auch von dem Guisischen Hause gar sehr widerdie Englische Königin verhetzt ward. Es hat auch Elisabethihren Widerwillen dieser Königin bis an ihr unglückliches endegenugsam spüren lassen. Als Maria an. i^so. aus Franck-reich nach Schottland gehen wollte, verweigerte ihr die Kö-nigin in Engelland die verlangten paßporten, ließ auch wurck-lich einige schiffe auf sie kreutzen. Sie nahm es folgends übel,daß Maria von ihr verlangte , sie zur nächsten Cron-erbmnach ihrem und ihrer künftigen kinder absterben zu erklären,verhinderte verschiedene Vermählungen, so mit dieser KönigMgeschlossen werden sollten, und wiewol sie zuweilen that, alsob ste viel auf Maria hielte, auch diejenigen , so wider ihrkünftiges recht zur Englischen Crone redeten , hart strafte, hatdoch ihr folgendes verfahren den verdacht erweckt, daß die be-zeugte freundschafft nicht aufrichtig gewesen ; denn als Mariawegen ihrer unordentlichen aufführung durch die Schottenvom throne gestoßen war, und sich aus der gefangenschafft,darinn man sie hielt, nach Engelland flüchtete, aüwo ste nachder Hoffnung, so ihr Elisabeth gemacht hatte, beystand zu findenvcmeynte, wies man sie nach Carlisle, und ließ sie nicht nachHofe kommen, unter dem vorwande, daß man zuvor wegen ihrerUnschuld versichert seyn mäste, dabey sich denn die Königin Est^sabeth zur Richterin über die verbrechen auswarf, deren Mariavon den Schotten beschuldigt ward, wie denn die Deputirtcnvon allen feiten deswegen zu Aorck zusammenkamen, allwo/wie auch nachmals in Londen selbst, vor den Englischen dieanklage der Königin und ihre Vertheidigung geschehen muste-Nun that zwar Elisabeth damals den ausspruch, daß die beschul-digungen der Königin nicht sattsam beygebracht wären , redeteauch den Schotten etliche mal zu, sich mit ihrer Printzeßin ausgewisse bedmgungen, so sie vorschlug, zu vergleichen, man zwei-felt aber, daß ihr ernst gewesen , allermassen sie bald hernachMariam, als das gerächte erscholl, daß sich der Hertzog von Nor-solck auf ihre Vermählung rechnung machte, genauer verwahre»ließ. Bald hernach ward eine verrätherey entdeckt, die Mau»vorgehabt anzuspinnen, und darzu die Vermählung des gedaAten Hertzogs abermal der gründ war. Dieser muste daruoe^an. i ? 72. den köpf lassen, wegen der Schottischen Königin av^war Elisabeth unschlüßig, wie sie mit derselben verfahren so»»rwiewol das Parlement draufdrang, sie nach erforderung der Usetze zu bestrafen, welches man denn als ein zeichen anzieht, savElisabeth anfänglich nicht willens gewesen, der Mariä ans leoc'zu kommen, ob sie gleich aus Staats-ursachen vor gut befmwA
zusetzen, als an. 1586. ein abermaliger gefährlicher anschuwwider Engelland und der Königin leben ausbrach, den VdssJmit dem Papste, dem Könige in Spanien und denen von Gst.se angesponnen, darzu man auch unter ihren schriften wmerckzeichen fand. Darüber ward ihr der Proceß gemacht, w'von denen darzu bestellten Richtern der köpf abgesprochn'Ungeachtet nun das Parlement dieses urtheil bestätigte, wo»doch die Königin den beseht dazu lange nicht ausfertigen lallnbis sie durch vieles bitten ihrer Minister sich endlich darzu e ^schloß, hernach aber den 8ecreesrium, der denselben ohne »Lvrdres aufbegehren der Räthe siegeln lassen und fortgelchAH