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öAAch die enthauptung der Königin beschleunigt wurde, vorAuen und zur strafe ziehen ließ. Viele meynen jedoch,aA. - ses alles blosse Verstellungen von ihr wären, und glaubte»i^^uch der König in Schottland, der aber doch, weil erM ^"sabeth der nächste zur Cron Engelland war, feiner mut-rer lotz nicht improbirte, so, daß Elisabeth hernach mit denZotten immer in friede gelebt. Noch ein dergleichen gericht!.uu>te >le an. 1601. über den Grafen von Esser ergehen lassen, der.M in sehr grossen gnaden stund, derselben aber fich so sehr«Mrauchte, daß er aus Halsstarrigkeit und Hitze oft die ehrer-AAW vergaß, die er der Königin schuldig war, darüber sie sich^gestalt ereiferte, daß sie ihm im Rath einen backenstreich gab.verzieh ihm zwar damals wieder, allein er ließ sich nachge-uvs so weit verführen, daß er ein öffentlicher aufrührer wurde,Aw deswegen enthauptet ward. (stehe Evreux, RobertMas von Essex) Man erzehlet dabey,die Königin habe ein liebes-"erjtandnis mit diesem Grafen gehabt, und demselben einen ringdem versprechen gegeben, ihm alle verbrechen, so groß sieuuch sey» möchten, zu verzeihen, wenn er ihr denselben schickte,^ ring aber sey von einer Dame, die ihn der Königin überrei-An sollen, Hinterhalten worden; ja es habe Elisabeth nach demtvoe dieses Grafen weder essen noch trincken wollen, und sey„vvAmmer über ihn gestorben. Die meisten aber halten dieseumstände vor eine fabel. Die letzte zeit ihres lebens ist die Kö-Mn oft verdrießlich gewesen, und zwar weil sie gemerckt, daßvch ihres alters halben viele Höflinge von ihr weg und zu IacoboM Schottland, als ihrem vermuthlichen erben, gewendet.Avr chrem ende ist sie in eine gar tiefe melancholey gefallen, hatM Medicin genommen, und sich erst etwan;. tage zuvor zu""he geleget; doch hat sie Iacobum noch auf ihrem tod-bethe-um Nachfolger ernennt, und ist bald darauf den 24. mart. an.
gestorben. Der Ertz-Bischoff von Cantelberg, der Bi-'Mvff von Londen und andere Geistlichen haben ihr bis an ihrM veygestanden, da sie viel zeichen ihrer andacht und erkennt-t,mttit gegen GOtt von sich blicken lassen. Sie hat sich niemals^mahlen wollen, ungeachtet ihr das Parlement oft darum au-riinA" Doch weiß man die eigentliche Ursache nicht, wa-sie sich den vesten Vorsatz ledig zu bleiben genommen , ob esvi?i gewissen leibes-befchaffenhett, die ihr im ehestande^j.Sckahr hätte zuziehen können, oder ob es darum geschehen," sie lieber allein, als in gefellschafft eines gehülffen regieren. Indessen hat sie viel Werber gehabt, inmassen sich derm Schweden, Erich, der Ertz-Hertzog Carl von Oester-stein F?nig Philipp in Spanien, der Hertzog Adolph von Hol-L?!.! Carl der IX. in Franckreich und feine beyden brüder-^"nrich und Francifcus mühe um sie gemacht, die sie aber alle,j" ßuter art abgewiesen, obgleich zuweilen die Handlung schonMch weit gekommen gewesen. So haben sich auch etlichevg^Ame Herren in Engelland, als der Graf von Aran, derGondel, und sonderlich der von Leicester rechnung auf sieacku.. ' Sie war eine Printzeßin, die sonderliche grosse hoch-voir ihren Unterthanen, und von fremden Potentaten,bar? p? siA vielmal von ihren feinden genoß, die ihr die sonder-tiissk ughetc zuwege brachte, mit welcher sie ihre lande regierte,Verdi? . streit chre regierung vor vielen andern den vorzugair«! » Sie nahm sich aller fachen selbst mit grossem eifer an,Wack-EA* auf das, was ihr land wahrhafftig konnte glücklichstillt« sie war von sehr fertigen und dennoch reisten entschlrej-rvar A' befaß eine angenehme beredtsamkeit,hielt jederman wohl,freundin verschwenderischer eitelkeiten, und wußte tref-M,.voyl haus zu halten , war aber auch zu rechter zeit, jedochMit Übermaß, freygebig. Zur qrausamkeit war sie nichtililea?» ""d suchte, was nur möglich war, ohne todes-strafe bey-svr^"' Sie hatte sehr wohl studirt, und redete unterschiedeneher auch darunter Griechisch und Lateinisch sehr sertig, da-8av den Gesandten bey audientzen meist selber antwortwen« Man sagt bey dem allem von ihr, daß sie es gerne gehört,der " jemand ihre gestalt oder gefchicklichkeit im tantzen und indgss'y"sic gelobt. Die Holländer schickten einsmals eine Am-wak?/ sie ab, bey der ein junger mensch sich befand, der zeitlie«, „ vder audientz mit einem Engelländer sich in discours ein-fchönsA. behauptete, wie unrecht diejenigen thäten, die an ihrerNacs N viel aussetzten, auch, wie die Königin so vollkommenklärt? AA lmsto sey, sich gar frey und recht Holländisch er-sen, Königin merckte, daß diß gespräche von ihr gewe-lvas r>Av?Vn Engelländer nachdem zu sich kommen, und fragte,als K? llander gesagt hätte. Er wollte erst nicht mit heraus,
des aber solches bey ihrer Ungnade befahl, that er von
die hAAstders freyen reden eine offenhertzige erzehlung, welchesbey jf.vvlgln so wenig übel nahm, daß, als die Ambassadoren>» der a.ss ^"zuge mit güldenen ketten von 800. thalern, und die?sscheuA-, waren, mit andern, die 100. thaler werth waren,'Evn erki?u Aden, dieser Holländer alleine eine von 1600. tha-ten. -AA ^ bie er zeit seines lebens der Königin zu ehren getra-Auzann^egen konnte äu Pleßis Mornay und der Herr von. - an v / - 5 .^ siewichtigen Verrichtungen von Heinrich demAchten. ^5,'^vulgm abgeschicket wurden, nichts tüchtiges aus-^»der M Konigin erfahren, daß Buzanual einsmals wäh-
!?sel, iV^ung von Paris an des Herrn äu Pleßis MornayA" ihrer Französischen aussprache gespottet habe.
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Röniginnen in Franckreich:
Elisabeth .oder Isabella , eine gemahlin des KönigsPhi-lippi III. des kühnen , und eine tochter des Königs Jacobi I.von Aragonien. Ihr deylager hielte fle zu Clermont in Auver.gne an. 1262. Als ihr schwieger-vatter der König Ludovicus IX.oder der heilige, an. 1270. einen zug in Africam vornahm, folg-te sie ihm nebst ihrem gemahl. AIs aber nach dem tode Ludo-vici IX. ihr gemahl durch Italien wiederum in seine lande gieng,that sie einen gefährlichen fall vom Pferde, darauf sie den 2;.jan. an. 1271. im 24. jähre ihres alters in Calabrien starb. Diekinder, so sie ihrem gemahl gebohren, stehen in dem artickulPhilippus III. König in Franckreich. l^Weürr. ^
lliiior. geneslog. Lc.
,Elisabeth oder Jsabella, war eine tochter Stephani desjunger«, Hertzogs in Bayern, und wurde an. i; 8 ;. zu Amiensan Caroium VI. König von Franckreich, vermählet. Sie warvon grosser schönheit, wurde aber beschuldiget, daß sie von denKöniglichen einkünften vieles entwendete, einen theil davonnach Deutschland schickte, und das übrige zu allerhand artender Verschwendung brauchte; dahingegen der König und derHof einen schlechten staat machten. Darneben war sie vonunersättlichem ehrgeitz, welchen auszuüben ihr der zustandihres gemahls, der immerdar mit einer verrückung des Verstan-des geplaget war, gelegenheit gab. Indem aber die Printzenvom geblut, so die regierung führten, und sonderlich die Her-tzoge von Burgund und Orleans, unter einander sehr getrennetwaren, und das gantze Reich in unruhe setzten ; (sihe CarolasVI. König in Franckreich) hielte sie die partey des letztem, undals solcher an. 1407. von dem Hertzog Johanne von Burgundumgebracht worden, brachte sie es dahin, daß obgleich dieservon dem Konig einen begnadigungs - brief erhalten, solcherdoch widerruffen , und der Hertzog, so mächtig er war, genö-thigt wurde, einiger -nassen dem König und sonderlich demjungen Printzen von Orleans abbitte zu thun. Es nahm aberdadurch die beyderseitige feindschafft nur noch mehr zu, bis end-lich , nachdem der bisherige Dauphin gestorben, und dessenbruder Carolus, der nachfolgende König, so darauf Dauphinworden, auf einrathen des Grafen von Armagnac der Königinihren schätz an geld und edelgesteinen entwendet, sie sich nachVincennes retirirte. Daselbst aber führte sie sich dergestaltverdächtig mit den Cavalieren auf, daß der König sie gar alseine gefangene nach Tours schickte. Dieses verfahren gieng ihrso nahe, daß sie sich nachher» niemals resolviren können,dem Connetable von Armagnac zu pardonniren, auch sechstennicht ihrem söhne, dem Dauphin Carolo, weil solches mitseiner bewilligung geschehen, wiewol er damals nur 16. jähralt war. Um sich nun zu rächen, schlug sie sich zu dem Hertzogvon Burgund, ließ sich von demselben zu Tours befreyen, undweil sie ehemals war zur Regenrin einmal verordnet gewesen,zog ste diese commilllones wieder Herfür, ließ unter solchemtitul Verordnungen ergehen, und setzte das Reich durch hülffeder Burgundischen faction in die gröste Unruhen. An demConnetable rächete sie sich bald daraus, insonderheit als mithülffe des Hertzogs von Burgund Paris eingenommen, undderselbe nebst allen seinen anhängern den 12. jun. an. 1418. demwüten des pöbels aufgeopfert wurde. Ja ihre raache trieb steendlich so weit, daß als die Engelländer in dem Reich angeländet,sie an. 1419. ihre tochter Catharinam an den König HenricumV. in Engelland verheurathete, und verschaffte, daß durch einenöffentlichen tractat, darzu der schwache Konig Carolus VI. seinennahmen hergab, der Dauphin, unter dem vorwand, daß er andem kurtz vorher geschehenen mord des Hertzogs von Burgundtheil gehabt, aufewig von der Crone ausgeschlossen, und solcheHenrrco V. von Engelland übergeben wurde. Allein als dieEngelländer einmal veste fassen, ward sie von denselben so verach-tet , daß fle die meiste zeit nach ihres gemahls tode in betrübmszubrachte, welche noch mehr zunahm, da ste sehen muste, daßihres sohns Caroli VII. fachen einen guten fortgang gewonnen,und dieser endlich an. 14z 5. sich gar mit dem Hertzog von Bur-gund versöhnte. Sie starb kurtz nach diesem vergleich den letz-ten sept. an. 14;;. und ward mrt gar schlechtem Pracht zu St.Denis begraben, auch von niemand bedauert. Bey ihrem sargward nach der zeit eine Wölfin in marmvr gestellt, zum anden-cken ihrer Verfolgung gegen ihren Printzen, dadurch sie das Reichin so grosses Unglück gestürtzet. /».
L /e cle Lharlss VI.
<Lc.
Elisabeth von Oesterreich, eine tochter des Kaysers Mari-miliani II. wurde an den König Carolum IX. von Franckreichan. 1570. vermählt, und im folgenden jähre den 25. mertz durchCarolum, Cardinal von Lothringen, gecrönet. Sie war ihrertugend wegen überall berühmt, und ihr gemahl pflegte sie seineheilige zu nennen. Nach dessen an. i? 74 . erfolgtem tode be-gab sie sich nach Wien in Oesterreich, stiftete daftlbst das klosterSt. Clara, wie auch zu Präge die kirche aller Heiligen. DerKönig Philippus II. in Spanien, und Sebastlanus von Por-tugall, hielten inständigst um sie an, sie bück, aber m ihremwittwenstande, und starb zu Wren den 22. zan. an 1592. rm )8.jähre ihres alters. , ui t?»roio IX. Oe <?o/?x, elog. äes
Osmes Illultr.
Rönigitt