Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Rönigin in polen:

Elisabeth, Königin in Polen , war eine einzige tochterOttonis von Pilcza, Woywobens zu Sendomir, nach dessenabsterben sie einer aus Mähren, der eben nichts sonderlicheswar, entführte. Allein, ihre reiche erbschafft stach dem BaronJanczik von Hickznic dermassen in die äugen , daß er sich ihrermit gemalt bemächtigte, und ihren ersten liebhaber ermordenließ. Als er aber bald hierauf mit tobe abgieng, verheura-thete sich Spitko von Metschtin, Woywode zu Cracau, mitihr, der sie aber nachgehends , wegen der allzunahen bluts-freundschafft, einem armen von Adel, Vincentio von Granov,überließ. Nach dessen tode nahm sie König Uladislaus Iagelloan. 1417. zu seiner gemahlin, und ließ sie crönen , auf welcheungleiche Vermählung die Polnischen Reichs - Stände nichtallein sehr übel zu sprechen waren, sondern es kostete auch vielmühe, ehe das Ooncilmm zu Costnitz darein willigte, weil die-ser Elisabeth mutter Uladislanm aus der taufe gehoben hatte.Sie starb an. 1420. ohne kinder, und kamen auf ihren todallerhand satyrische schriften zum Vorschein, wie denn unterandern Stanislaus Czicleck, nachmaliger Vice-Cantzkr undBischoff zu Posen, sie in einem carmine mit einer alten sauzu vergleichen, kein bedencken trug. üb. XI. bist.

kol.

Königinnen in Spanien:

Elisabeth von Franckreich, Königin in Spanien; siehe Isa-belln.

Elisabeth, Königs Ferdinandi Larbolici in Aragonien ge-mahlin; siehe Isabella.

Königinnen von Ungarn:

Elisabeth, Konigm in Ungarn, war eine tochter und erbinKönigs Uladiskai LoÄici in Polen. An. I?20. wurde sie anKönig Carolum Robertum in Ungarn vermählet, und gebahrihm verschiedene kinder. Nachdem aber dieser an. 1^42. gestor-ben, führte sie einige zeit die regieruna von den beyden Königrei-chen Ungarn und Polen. Endlich starb sie in grossem alter an.

i;8c>. , blü. HunALr.

Elisabeth, Königs Sigismundi in Polen tochter, und einegemahlin Iohannis äe Zapolia, welcher sich zum König in Un-garn auswarf. Siehe Isabella.

* Elisabeth, oder Isabella von Portugall, Kayserin undKönigin in Spanien, die älteste tochter Emannelis, Königsin Portugall, und Maria von Castilien seiner zweyten gemahlin,gebohren zu Lisabona den 5. oct. an. rzoz. Sie wurde zuSevilla mit Kayscr Carolo V. vermählet, welcher ihrozu einer devise die drey Gratien gegeben, davon die einte rosen,die andere mirthen-äste, und die dritte einen äst von einemeichbaum mit der frucht daran in den Händen trüge, welchesihre schönheit, ihre fruchtbarkeit, und die des Kayfers gegensie tragende liebe andeuten sollte. Um dieses sinnbild stundendie Worte : Hss baber L lupeear. Elisabeth starb als einefechs-wöchnerin in der stadt Toledo, in dem Königreiche Ca-stilien, an. i;;o. Franciscus Borgia, Hertzog von Gandia ,welcher ihren leichnam nach Granada begleiten sollte, wurde sogerührt, da er die erblaßte Kayserin schon anfangen zu faulensahe, daß er sich deswegen in ein Jesuiter-kloster begab, undin diesem orden sein leben endete. 4t/«««««.

* Elisabeth von Bosnien , Königin in Polen, eine tochterStephani , Königs in Bosnien, war vermählet mit Ludo-vico dem grossen genannt, König in Ungarn und Polen,und eine mutter Catharinä, welche an. r; 74 . Ludovico vonFranckreich, Grafen von Valois, hernachmals Hertzoge vonOrkans versprochen worden. Carolas von Duras, iixiguusgenannt, war nicht zufrieden, das Königreich Neapolis einge-nommen zu haben, sondern machte sich auch von Ungarn meister,und verjagte Mariam die tochter Ludovici feines Mitthäters, undgemahlin Sigismundi von Luxemburg , welcher nach der Handan seines bruders Wenceslai stelle Kayser worden. Er be-hielte sie auch samt ihrer mutter Elisabeth gefangen. An. i; 86 .aber wurde er auf befehl Nicolai Garo ermordet, und alsoseiner unbilligkeit wegen belohnet. Dieser Garo war einer derPalatinen des Reiches; es wollte aber auch diß nicht langebehagen , dann gegen dem ende des nemlichen jahrs fielenauch diese beyde Königinnen, welche theil an erstgemeldter con-spiration Nicolm Garo genommen hatten, wieder in die gewalt-Ihätige Hände Horvans, des Statthalters von Croatien, wel-cher von Carolt von Duras partey war; die unglückseligeElisabeth wurde massamrt, und ihr leichnam in einen fluß ae-worffen. Andere sagen gar, ire sey in diesem Wasser ersäuffetworden. Bonfinius , Thurosius und Collenutio erzehlen diesegcschicht etwas weitlaufttgcr. Elche auch Rainald!, in des-sen Uiüoris xcelelisstiLa ein fmgmentum ist, welches meldet,diese Königin sey den 16. jan. an. 2? 87. IN dem gefängnis ge-storben. >.

* Elisabeth von Aragonien, zugenannt von Castilien, Kö-nigin m Portugall, die älteste tochter Ferdmandl V. Lscklllici,und Jsabellä, Königin von Castilien; sie führte ln der jugendden titul der Printzeßin von Asturien. An. 1490. ward sie mitAlphonso, Printzen von Portugall, und söhn des Königs Iv-

hannis II. welcher IVlagnu« und auch 8evsrus zugenannt wurde,vermählet. Den 1;. julii an. 1491. starb dieser Alphvnsusschon ohne erben ab, und Elisabetha vermahlte sich in einerzweyten ehe mit Emanuel, König in Portugall, Älngnur ge-nannt , im octobr. an. 1497. Sie aber starb in kinds-nöthenan. 1498. ihres alters nicht mehr als 28. jähr, und wurde beyden kloster-frauen zu St. Elisabeth zn Toledo beygesetzt.

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üusrcanorum.

* Elisabeth, oder Jsabelle von Valois, eine tochter Carolivon Franckreich, und Margarethä von Sicilien, seiner erstengemahlin. An. 1295. wurde sie mit Eduarde , Printzenvon Schottland, versprochen, welcher der älteste söhn IohannisBaliols war; aber diese Heuraths»cvntracte wurden hernachnicht vollzogen. Das jähr darauf wurde sie mit Johanne III.Hertzoge von Bretagne würcklich vermählet, und starb an.rzoo. schon im 16. jähre ihres alters ohne kinder. Dernemliche Carolus von Valois hatte noch zwey andere Prin-tzeßinnen des nemlichen nahmens, und zwar die eine von Sa-charins äe Courtenay, seiner zweyten gemahlin, die andere vonMahaud äe Chatillon, mit welcher er in der dritten ehe gelebethat; die tochter der ersten war Elisabeth von Valois, eine klo-ster-ftau und Priorin von Poissy, aus dem Dominicaner-orden,hernach Aebtißin von Fontevrault, so den n.nov. an. i;49-gestorben; die andere war auch Elisabeth von Valois, einetochter der erstgemeldten Mahaud äs Chatillon; diese ward den2;. jan. an. r;;6. mit Petro I..Hertzoge von Bourbon vermäh-let , und wurde die mutter Ludovici II. und von sieben töchtern.Nach dem tode dieses Hertzvgs begab sie sich in ein kloster in derVorstadt St. Marcell zu Paris, wo sie den 26. julii an.den geist aufgab.

* Elisabeth, oder Jsabelle von Franckreich, Hertzogin vonMayland, eine tochter des Königs Iohannis, und Bonnä vonLuxemburg, gebohren zu Vincennes den r. oct. an. i;48. An.i;6o. wurde sie mit Johanne Galeacio., Vicomten undGrafen von Vertus, wie auch ersten Hertzog von Mayland,vermählet ; diese Elisabeth hinterliesse neben andern kmdernauch Äalentinam von Mayland, eine gemahlin Ludovici vonFranckreich , Hertzvgs von Orleans, und Jsabellä der ge-mahlin Gentilis von Varenne, Herrn von und zu Cam-merts. Sie starb den n. stpr. an. 1)72. und wurde in derkirche St. Francisci von Pavia beygesetzet. c?o,,s

üittoria Necüolallenlk. /'s«/«, /ovr«,. Z'-

Lc.

* Elisabeth, eine Africanische insul, zwey oder drey stunden

von dem land abgelegen , an dem L->xo äs Lona 8pcran-2a , von welchem sie gegen norden bey 24. Französische mer-kn entfernet ist. Von der äquinoctial - linie liegt sie zwey unddreißig und einen halben grad südwärts, und hat ungefehr einemeile im umfang. Es giebt eine gattung thiere darauf, ,st>den bären ähnlich sind, ohne daß sie den köpf etwas ausgespitz-ter haben; die hindern füsse sind auch fast wie Hände gema-ch et , aber sehr schwach, dahero sie nicht veste gehen können /sondern etwas hincken. Doch können sie geschwinder als ernmensch lausten, und sich wohl wider drey beschützen, so sie an-greiffen wurden. Ihr gcsicht ist gräßlich anzusehen, und ihrgediß sehr starck. Es giebt noch ein ander thier aufdieser insiikgroß wie ungefehr ein caninichen, sehr schmackhasst, und aljozur speise dienlich. Die sogenannten Pinguin und meer-bare»sind auch in so grosser anzahl daselbst anzutreffen , daß man beyder menge fett davon sammle» könnte. Die Holländer nenne-ten diese insul zuerst Elisabeth. i'/>. , LicUonnaus

Leogrspbigue.

* Elisabeths-Eyland, oder die insul Elisabethä, liegtder Magellanifchen meer-enge, in dem südlichen theile America»sie ist sehr klein und in der Baye St. Nicolas zu finden, zwischender insul St. Bartholomäus, und in der stadt St. Philipp"^nicht gar in der mitte, , OicHonnairs.

* Elissem, oder Elipem, eine Herrschafft in Brabant alldem flusse Gcte, eine meile von Tirlemont gelegen. Arnoldv»von Mocrs bekam sie an. 1^6;. von Philipp II. Könige in Sp"''nien, worauf sie dessen Wittwe, Maria Straesberg , an.

Petro von Ruyschen käuflich überließ. An. 169;. den 20. Ewurde sie von dem Könige Carolo II. Michaeli Constantwvon Ruyschen zu ehren, zu einer Baronie, an. 1705. den

aber von Philippo V. zu einer Grafschafft erhoben, welchesder Kayser Carolus VI. an. 1722. den ;. jan. bestätigte.tropk. äe Lrab. kippl. Win. I. p. 421.

Elkana, ist in der H. Schrift der nähme eines sohnö KoAingleichen eines sohns Ieroham, welcher zwey weider,und Peninna, gehabt, wovon ihm die erste den Propheten ^muel gebohren. VI. 24. L»,. I. 4. ..

Eil, lat. Helkim oder HsIKIlum , ein kleines dorf ohnw

Straßburg, an dem waffer Jll, ist dadurch bekannt wE',weil man allda viel anciquitäten, die bildnisse der HeyönM^,götter Mercurü und Dianä, und andere, desgleichen ehersilberne und güldene müutzen gefunden. So soll auch St-ternus, der Elfaßische Apostel, allda gestorben seyn. .

in catal. Lpile. ?.rgsmin. Le«,«, cle red. c'

wx. Llstct.