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Einbogen / Elbogen, Bohm. Loket , lat. Almus, oderLlbvM, die Haupt-stadt einer Grafschafft / die zu Bohmen gehö-ret / und von einigen zu den Böhmischen kreisen gerechnet wird.Den nahmen führt dle stadt daher / weil sie langst an der Egerhin, in der figur eines elnbogens lieget. See hat em vestesschloß auf einem zähen felsen, anbey wegen der herumliegendenberge nur ein thor, daher man nicht vorbey paßwen kan, son-dern bis auf den marckt der stadt fahren, daselbst umwenden ,und zu eben dem thor wieder zurück kehren muß. Sie lst dieeinzige stadt in Böhmen, so die Schweden m dem dreOgiahn-gen kriege niemals erobern können, ob sie gleich vrel volck davorverlvhren. Die Bayern aber nahmen sie an. 1621. , und dieSachsen an.i6;i. ein. Die dazu gehörige Grafschafft liegtzwischen der Herrschafft Eger, dem Vvigtlande, dem Satzer-undPilßner-kreise, und war vor alters der Marggrafen von Voh-burg, ist aber schon um das jähr i;;o. bey Böhmen gewesen,vermuthlich weil sie Rudolphus von Habspurg riebst Eger alsein heuraths-guth an Wenceslaum gegeben. Der Kayser Si-qismuudus schenckte sie hernach den Grafen von Schlick, diesie aber wieder verlohren haben. Sie ist wegen der Joa-chimsthalischen bergwercke, des Carlsbades, und des schonenschlaffes Schlackenwerd berühmt. 2er/-»-. roxogr. Lossem.P.22. mi stell. ciec. I. Ich. III. c. 4. §- 7 - k- Vögten-
zetzl. Böm. p. 91.
Eine , lat. Helena, eine kleine stadt in der Grafschafft RonS-sillon, am fluß Tech auf einem Hügel, eine meile von dem Mittel-ländischen meer, und 2. bisvon Perpignan, gelegen. Vordiesem hatte sie ein Bißthum, welches unter Narbonne gehörte,so aber nachgehends von Elemente VIII. an. 1604. nach Per-pignan verlegt worden. An. 1640. ist diese stadt von den Spa-niern an Franckreich gekommen. Orvsius, Zosimus, und an-dere gedencken ihrer.
Elorne, ein kleiner fluß in dem Hertzogthum Bretagne inFranckreich, welcher bey Brest sich in die see verstecket. *
Elpenor, war, nach den poetischen getichten, einer vondes Ulyßis geführten, welcher den trunck sehr liebte, und von. der zauberin Circe in ein schwein verwandelt wurde, nachge-hends aber, da er seine menschliche gestalt wieder bekommen,trunckener weise von einer höhe herunter fiel, und den halsbrach. Käme?. 06. lo. metsm. Ilb. XIV. V. 2;2.triü. Ich. III. eleg. 4. v. 19. lat. r;. v. 22.
üb. XI. epiM. 85-
Elphm, oder Elphem, ist eine kleine stadt in der Jrrlän-bischen provintz Conaught, insonderheit aber in der GrafschafftRoßcommon, und in der Baronie Bvyle, gelegen. Sie hat ei-nen Bischofs, welcher nach Galloway gehört. Server, äelch.
cke 1'Irlanäe p. 1496.
Elphinston, (Wilhelmus ) ein Schottländer, war Bi-schofs zu Aberdon, Cantzler des Königreichs, und Siegel-Ver-wahrer des Königs. Er lebte um das jähr 1480. zu den zeitenJacobi III., und hinterließ 8mwta (ionciliorum, wie auchLkronicon 8cotorum. Lse/iM,, in preelst. luü. 8cor. ,
lle Hiü. Lat. lib. III. x>. 6;;.
Elpide, siehe Alpaide.
Elpidius, ein Bischofs zu Laodicea in Syrien, nahm sschdes heiligen Chrysostomi an, und vertheidigte ihn vor dem Kay-ftr Arcadio, bezeugte auch, daß er unrechtmäßiger weise ver-dammt worden. Er florirte um das jähr 404., und ist wegenfeiner Heiligkeit und gerechtiakeit berühmt. Er ist - von einemandern dieses nahmens, der sich zu der ketzerey der Priscrllianistengewandt, unterschieden. , amial. Lc. IV. <Lc.
Elpidius, ein vornehmer Hof-bedienter bey dem Kayser Ju-liano, dem er zu gefallen die Heydnische religion annahm, aberhernach unter dem Kayser Valente sehr elend starb. Es warauch ein anderer dieses nahmens krTstctus kr^torn, der einMärtyrer soll worden seyn. Lss.III. o. 22.
lib. VII. n. lo. vis lie 8. Lassl. lib. XI. c. 14.
Elric, siehe Alric.
Elrich, Eller, eine kleine stadt in Thüringen, an dem flußZörge, in der Grafschafft Hohenstein, und zwar m dem AmtClettenberg, 2. meilen von Northausen, gelegen. Sie gehörtdem Könige in Preussen, welcher von hier die Cantzley und dasconüüorium, an. 1714. nach Halberstadt verlegt hat. Nahehierbey ist das guth Bischoffrode, wo man in einer hole sehrtiefe und gräßlich anzusehende seen antrift, welche die Kellengenennet werden, preuß. ftaats-geogr.
El-Roy, oder Al-Roy, (David) sonst auch DavidEl-David genannt, ein Jüde, der sich um das jähr n6o.für den Meßiam ausgab. Er machte sich unter den Juden inBersten einen grossen anhang, und war willens, wider denKönia in Gersten aufzustehen »hernach die übrigen Jüden zubefreyen, und die stadt Jerusalem wieder zu erbauen. Manlägt, daß er in allen wlssenschafften sehr erfahren gewesen, undsich durch seine zauber-kunste m grosses ansehen gebracht habe.Ja, man berichtet, er sey unerschrocken vor dem Koniq inPersien erschien , und habe bekannt, daß er der Jüden Königfty , und als ihn derselbe ins gefangms werffen lassen, habeer sich durch seine zauber-kunst wiederum los gemacht, undsey uach dreyen tagen übermal an den Hof gekommen. Daihn nun der König aufs neue wollen Missen lassen , habe ersich davon gemacht, und da man ihn vis an emen fluß verfolg-
te, sey er auf einem tuch darüber gefahrm, und noch selbigentag in der stadt Amatia angelanget, die von dem orte, da solchesgeschehen, 10. tag-reisen entfernet war. Weil nun der Königin Persien sehr dadurch erbittert wurde, und seinen zorn über dieJüden auslasten wollte, bemüheten sich die Jüden aufs äusserste,wiewol vergebens, diesen El-Roy auf andere gedancken zu brin-gen. Endlich nahm sich ein Türckischer Kömg, der des Persi-schen Königs Vasall, und ein guter freund der Jüden war, die-ser fache an, und brachte des El-Roy schwieger-vatter dahin,daß er diesen seinen schwieger-sohn zu gaste bat, und da er sehrbetruncken, und im tiefen schlaflag , mithin seine zauber-künstenicht gebrauchen konnte, hieb er ihm den köpf ab, und schicktedenselben dem Könige in Persien. Aber, wer wollte diesen al-bern Jüdischen fabeln glauben zustellen?in itiner. p. 91. leg. Lr/s--rs iv» ssr>Fa, in Icssebet ßessuäa p. 22.Lk«,, in Temsess Oaviä aä ä. IVi. 489;. , in tsssf.
xramm. x. 662. feg. <r Lest, in stkeäiafm. äe luä. kfeuclo-MeLIis c. x. 52. feg.
Elsa, ein kleiner fluß in Schlesien, welcher hinter Jablunckain der Ungarischen grentze entspringet, bey Teschen vorbey gehet,und sich bey Oderberg in die Oder ergießet. Er wird bey denLateinern auch 8lest genennet, und wollen einige das WortSchlesien daher führen. Lucä Schl. chron.
Elsaß, eine landschafft in Teutschland, zwischen dem Rhein,Lothringen, Pfaltz und Sundgau, hat den nahmen von dem flußJll, der in alten Urkunden auch Asse geschrieben wird. (a) An-dere (ss) sagen , es sey gleichsam Edelsaß von dem schon unterden Römern und auch nachmals starck daselbst sich befindlichenAdel genennet worden. Unter den Römern wurde es noch ack6ermani»m primam gezehlet. Die Alemannen aber haben derprovintz den nahmen Elsaß zuerst aufgelegt, als welchen manschon zu zeiten der Könige Childeberti und Dagobert« I. (c) an-trift. Vor Julii Cäsaris zeiten sollen die ssleäiomstrsti in die-sem lande gewöhnet haben, welche hernach von den Inbocci»sollen vertrieben worden seyn. Allein es beweiset Cäsar, (ä) daßbeyde nur nachbarn gewesen, oder unter einander gewöhnetDie Triboccen sind hierauf den Römern unterwürfig worden,bis ihnen die Alemannen (e) das land wieder abgenommen.Von diesen soll es an die Burgundier gekommen seyn, (f) wie-wol andere (g) behaupten, daß die Francken das land an sichgebracht, nachdem sie die Alemannen bey Zülpich überwun-den. In der theilung der lande, unter Ludoviei kss söhne,wurde dieser strich Lothario zugeschlagen, von dessen söhnen eshernach wiederum Lotharius bekommen. (K) Dieser jüngereLotharius gab solches seinem unächten söhn Hugoni, und be-fahl die aufsicht darüber Ludovico 6erm-msto, damit er ihmwider die gewaltthätigkeit Caroli Lslvi hülffe leisten sollte.( i ) Nach Lotharii tode aber nahm solches Carl mit gemaltein, dem es jedoch Ludovicus Lermanieus wieder abzwang /und an Ludovicum II. zurück gab, damit es nicht das anse-hen haben möchte, als wäre es ihm darum allein zu thun ge-wesen. (ss) Nachdem aber auch dieser mit tode abgieng, bekamLudovicus OerinLMLus dieses antheil von der verlassenschafft'dessen nachkommen es besessen , bis , nach abgang Ludwigsdes kin-es , Carolus Limplex sich dessen anmassete, widevwelchen aber Conradus I. und Henricus üucep8 des Teut-schen Reichs einmal darauf erlangtes recht mit den Waffen der-gestalt behaupteten, daß Carl das land durch einen vergleichan Henricum überlassen muste. (I) Solchergestalt fällethinweg, daß man den Franzosen noch vor dem Münsterssehen stieben einiges recht auf Elsaß zusprechen, und daraus /die nach solchem frieden vorgegangene einziehungen der ElfEschen Reichs-lehne, behaupten will, angesehen sich Franckreichüber Elsaß nicht mehr recht, als über das gantze TeutschReich, anmaßen können, dessen antheil Elsaß, nach abganSdes Lotharii nachkommen, sowol durch erbgangs-recht, al»auch durch den vergleich und die Waffen worden ist. Unter bei*ersten Francken nun wurde Elsaß von den nachkommen Clodo*väi, samt Alemannien, einem Hertzog anvertrauet. Der erste/von dem man in den geschichten gewißheit hat, ist Ethico, Ad»-ricus oder Athicus. (m) Sein sitz war auf dem schloß HohUbürg, jetzo Otilienburg, von seiner tochter Ottilia, so dajW:die erste Aebtißin gewesen, (n) Seine söhne haben eines the«^den Grafcn-stand geführet, wie das äixloma Theodorici, dar>Anen er das kloster Ebersheim bestätiget, solches glaubenchet. (o) Jedoch hat sein söhn Adelbert den nahmen eines HAtzogs von Elsaß und Alemannien behauptet. (?) Dieser HA,zur tochter die heilige Attalam, vor welche er das kloster SstStephan zu Straßburg gestiftet. (g) Eben dieser hat ^
Stift zu Hanau oder Hohenau, eine meile unter Straßbms/errichtet, welches nachmals nach Straßburg sä v. PetruM ve-legt worden, (r) Dieses Adelberts söhn war Eberhard,cher zu Egisheim gesessen, und das kloster Murbach erbE'worinnen er auch begraben lieget. (s) Sein bruder LuE,,hat auch den titul eines Hertzogs geführet. (c) Carolus Ma>-tellus aber hat dieses und seines bruders nachkommen ausElsaß vertrieben, daß sie sich hernach in Schwaben angebautund die Grafen von Altorff gezeuqet. (u) Siehezollern. Von solcher zeit an, und besonders unter Pipmo"-Carolo N. , ist Elsaß von den Alemanniern, jenseitabgekommen, welches die theilung des Reichs unter Ln^.,kü söhnen » darinnen Ludovicus Lermsnicus Alemarm^ ^