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auch ferner zu keinen diensten gezwungen wurden, ausser, wenneine gar heftige und nahe gefahr einbrach , oder sie einem Ge-neral zu gefallen von sechsten gern mitgehen wollten. Da wur-den sie Lvocgti genannt, dienten unter einer sahne, durftenkeine wachten versehen noch schantzen - arbeit thun, und wur-den lediglich zu den schlachten vorbehalten; m der ehre mengensie den Lentnrionikus, oder Hauptleuthen gleich. Es wurdeaber bey einem reäics erfordert» daß er 20. jähr, bey einemequice aber, daß er ordentlich 10. >ahr gedient hatte, undzwar zwischen ihrem 17. und 45-whr, wenn sie aber spaterals in dem -7. jähre in dienste getreten, konnten sie auch bis ins50. mitlauffen. Doch an dieser gewissen zahl der rahre pflegtensich die Kayfer nicht zu binden, und that mancher wohl ;o. bis40 feldzüqe, ehe er vor einen Lmerwum erkläret wurde.
L »6 -um lik. l- c- r. äs inillt. Kom. *
Emiliani, (Hieronymus) siehe AeMiliano.
Emiliani, (Margaretha) eine weibs - perfon, gebürtigvon Verona, welche in ihrer jugend sich der Unzucht ergab , unddamit ein grosses geld verdiente, in ihrem alter dasselbe zu aufer-bauung der schönen kirche anwendete, die man noch heutiges ta-ges auf der insul äi Sän Michaels nahe bey i^nedig siehet.
/. p. 120.
Eminentz, welches soviel als eine vortreflichkeit oder eineHoheit bedeutet, ist der titul, welchen an. 1627. der Papst Ur-danus VIII. vermittelst einer absonderlichen bulle, den Cardi-nälen beygelegt hat. Vorher nennte man dieselbe nur lllu-üriftimos L Aeverenäillimc»8. Weil aber diele prKäicLtuziemlich gemein wurden, auch weder mit der würde der Cardi-näle , welche sich den gecrönten Häuptern fast gleich schätzen,noch mit dem vorzuge, welchen der Papst, dessen vornehmsteRathe sie sind, vor allen katholischen Potentaten genießet, ge-nugsam übereinzukommen schienen ; so ward die gedachte ände-runq getroffen , vermöge welcher ein jeder Cardinal in »bftmckc»Eminentz und in consreto LminenrWmu; zu tituliern ist.In Frankreich conformirte man sich alsbald in diesem stück demPäpstlichen willen, welches um soviel weniger zu verwundern,weil eben der Cardinal Richelieu, als damaliger Premier-Mi-nister , derjenige gewesen seyn soll, auf dessen rath und ange-ben Urbanus VIII. den gedachten schluß gefastet. In Vvamenereigneten sich dißfalls ziemliche schwierigkeiten bey den Grossen,Indem dieselben insgemein sich wegern, andern, als KöniglichenPersonen, einen höhern titul zurück zu geben, als sie selbst em-pfangen; doch endlich musten sie, auf befehl ihres Königs, wel-cher dem von Franckreich, in gefälligkeit gegen dem RömischenHof, nichts nachgeben wollte, sich gleichfalls bequemen. InTeutschland und Italien blieben unterschiedene Fürsten bey deralten titulatur, so lange, bis ihnen, an statt des bisher gebrauch-ten tituls Ercellentz, von den Cardinälen der titul Altezza, oderDurchlauchtigkeit, zugestanden wurde. Nach und nach aber istLas prädieat Eminentz, in ansehung der Cardinäle, so durch-aehends angenommen worden, daß man es denselben zum of-tern auch an Protestantischen Höfen ertheilet. Diejenige Car-rinäle, welche von alten Fürstlichen Häusern sind, pflegen sichven titul tUterrs LminsntiililNL, oder Hochfürstliche Eminentz,geben zu lassen, tve«
p. 114. f-e kill. äs I.0M8 XIII. Lekr, ssremomalsI>. VI. P. 4 yo.
Emir, bedeutet bey den Türcken und bey den Saracenen ei-nen Nachkömmling, oder einen anverwandten ihres ProphetenMahomets. Man hat eine sonderbare ehrerbietung vor sie, undihnen allein ist vergönnet, einen turban oder kopf-bund von gru,uer färbe zu tragen. Man findet in den relationen, daß an denküsten des gelobten landes dergleichen Emirs gewesen; daß derTürckische Kayser über den Emir von Gaza, und über den EmirTerabee, als über souveraine Fürsten, keine gemalt gehabt; daßder Bassa von Jerusalem und von Naplouse, welcher drejemge,so nach Meccha wallfahrten, zu begleiten schuldig tst, EmirHage genennet werde, u. s. w.
Emir - alem, ist ein vornehmer bedienter in der Türckey,welcher aller provintzen sahnen in seiner Verwahrung hat, undselbige händiget er denen ein, so zu Sangiacs erwehlet werden.Wenn der Sultan mit zu selbe gehet, so marschiret er gleich vorihm her, und hat eine standarte, so halb weiß und halb grünist, als das kennzeichen seiner charge, vor sich her tragen,worauf des Sultans 6. Kayserliche standarten folgen.äs I'Lmpire Occom.
* Emiram, des Persischen Propheten Ali vatter, von welchem die Persianer lichten, daß, als die enget gewöhnlicher weise ihn »ach dem tobe in dem grab examinirt, und er auf die drittfrag' wer sein Jmam sey? nicht antworten können, weilenicht gewußt, daß sein lohn All ein Jmam werden wurde; habe der enget Gabriel bey Mahomet es dahin gebracht, daß denAli anbefohlen wurde, vor des vatters grab zu gehen, und ihnzuzuruffen, daß er sein Jmam sey, und ihn an dem jüngstertage nach sich ziehen wolle. Daher man nach der zeit den Emi-ram , Abuthalrb, d. t. Lsrer inguirens, genennet. O/eanPers. reise-beschr. V. 42.
Emma, die ehe-frau des Eginhardi, der Carolt N. 8e«remrlus war, und dessen leben beschrieben hat, Daß sie sein.
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frau gewesen, ist gewiß, 0 ) ob gleich Eginhardus ein Abt war;weil dazumal viele Layen zu Abteyen gelassen wurden, (b) Nurdieses ist zweifelhafft, ob diese Emma Caroli N. tochter gewe-sen ? Das Lkron. l-aurisksimense meldet solches, und erzehletmit vielen fabelhafften umständen, daß Eginhardus anfangslange zeit heimlich mit der Emma geduhlet, endlich aber, daes Carolns lVI. einmal gewahr worden , mit dessen genehmhal-tung mit ihr gekraut worden. Allein, es ist kein einiges merck-mahl bey tüchtigen scribenten zu finden, wodurch dieses wahr-scheinlich könnte gemacht werden. Ja , kein einiger Losevub be-richtet, daß Carolus l>I. eine tochter gehabt, die Emma geheis-sen. Wie denn heut zu tage jederman die sache vor eine fabel
halt. (s) (u) Spill. 2. p. z. kill. kslst. in coä»
äipl. p. 7. äs LrckicLnc. p. 22. (k)
kr°rnc. Üb. II. c. 8- cons. äs jur. LKKZr. (c ) L«»
eo-rr«/, uä un. 826. n. 10. Vol. X. p. 40;.
otis, tom. II. p. 20;. 206.
Emma, eine tochter Richardi II. Hertzogs in der Norman-die, und gemahlin Königs Ethelredi in Engelland, welcher mitihr St. Eduardum gezenget. Dieser wurde gleichfalls Königin Engelland, weil er aber keinen so aufgeweckten geist hatte ,als zu deherrschung eines Reichs erfordert wird, führte die mut-ier inzwischen die regierung, welches aber der Graf von Kentdermaßen übel empfand, daß er sich nicht scheuete, durch fal-sche anklage die Emma bey dem Könige verdächtig zu machen.Dieser, welcher ohnedem ein leichtgläubiger Herr war, ließsich darzu bereden, daß er die mutter völlig von dem Hofe aus-schloß. Hierauf nahm sie zwar ihre zuflucht ,n dem Bischofs zuWinchester, ihrem verwandten; allein der Graf von Kent be-kam dadurch nur neue gelegenheit, sein raachgieriges gemüthesehen zu lassen, und sie verbotener liebe, welche sie mit gedach-tem Bischoffe unterhielte, zu beschuldigen. Sie mustedannen-hero, ihre Unschuld darzulegen, nach gewohnheit selbiger zeiten,auf ein glüendes eisen treten, welches sie auch ohne die geringsteVerletzung, sowol für sich als den Bifchoff that. Nachdemder König dieses gesehen, fiel er feiner Mutter zu den füffen, undließ sich von den Bifchöffen auf den blossen rücke» stäupen. Diesache wird wenigstens von den scribenten selbiger zeit also erzeh-let, sowol als viele andere dergleichen wunder proben mehr,welche bey gleichen fällen sollen seyn verrichtet worden; allein,wie es damit zugangen, ist nicht so leicht zu erörtern. Kg?-koplotk. leck. II. ler. 2. c. 6. L«7>-/e. *
* Emma , oder Hemma, die gemahlin Ludovici tzermanioides Teutschen Königs; sie ist bey den scribenten ihrer zeit sehr be-lobt ihrer frömmigkeit und andrer weiblichen lugenden halben»Aventinus giebt sie für eine Spanierin aus, und etliche von denneuern Genealogien folgen hierinnen feiner meynung. Siestarbmonal vor dem König ihrem gemahl an. 876. undward in der kirche St. Emeran beerdiget. Siehe auch den ar-tickul Ludovicus dermamsus, wo von ihren kindern gerevtwird.
* Emma, oder Emina, Königin in Franckreich, war ei-ne tochter Lothar« II. Königs von Italien, und der «reinlichenAdelheid von Burgund, welche sich nach der Hand wieder mitdem Kayser Oltone N. vermählet. Flodoardus lehret uns, siehabe an. 966. mit Lothario das beylager gehalten, und aus die-ser ehe Ludovicum V. kigrum genannt, gezeuget. In demLkronico von Verdun und der z i. epistel Gerberti erflehet man,daß sie an. 978. mit ihrem schwaaer, Carolo von Franckreich «"?Hertzog von Lothringen, einige streitigkeilcn gehabt habe. Diezeit ihres todes ist unbekannt.
* Emma , Hertzogin von Burgund, eine tochter Raoulsoder Rudolphi II. Hertzogs von Franckreich, welcher einHaupt der partey wider den König Carolum 8impkcem war»Sie vermahlte sich mit Rudolpho, Hertzoge von Burgund lwelcher an. 9; 6. gestorben ist. Das jähr des todes Emmaaber ist unbekannt, und hatte sie nur einen einigen Printzewwelcher an. 94;. in der kindheit schon das zeitliche gesegnet'gezeuget.
* Emmaus, eine stadt in Judäa, 22. weilen von Jerusa-lem gelegen, d. i. 176. stadien, wie es sich aus einem alte»Itinerariv Hierofol^mitsnc» weiset. Diese stadt hieß auch N<-copolis, und zwar unter dem Lonlulsw Alexandri und Aug"'sti; Julius Eissnus, der Urheber eines Lkronici, wurde beor-dert , diese stadt wiederum zu erneuern; welches nach der ans-rechnung Caßiodori unter der regierung Heliogabali geschehetund das Lkronison ksssksle setzet diese begebenheit in dasChristi 22;. Der gelehrte Relandns beweiset, mit ausdrück-lichen orten aus dem Josephs gezogen, wie auch aus Hier";nymo, aus dem ersten buch der Maccabäer, und endlichden Talmudisten, daß diese stadt ein gantz andrer ort stv'" 1 »der flecken Emmaus, welcher nur 60. stadien von Jerusalemablage, und unter anderm der Jüngern wegen, «reiche u"MEmma«,s gegangen, bekannt ist. Theophanes sagt, es sev HNicopolis ein gesund-brunnen gewesen, welcher sowol viehe a«menschen geheftet, und JEsus Christus habe sich selbste"^,füsse darinnen gewaschen; er thut noch hinzu, der Kavftrl«anus habe diesen brunnen verstopfen lassen. kiftLttm >
lib. II. III. s. 6.
Emmen, Emmat , ist ein fluß in der Schweiß, der M Atheile getheilet die grosse und die kleine Emmen geiie'M .