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entspringet m dem Berner-gebieth, in dem gebürge,weiches sich rechter hands des Thuner-ftes gegen dem Lucer-nenschen Endlibuch erstrecket, nicht gar weit von St. Balt,aus einem berge, Schibenfluh genannt. Sie durchstreichet^as Emmenthal, läuft bey der stadt Burgdvrss vorbey, (all-n>o eine brücke ist) unterhalb Solothurn in die Aar, nachdemN unterwegs verschiedene bäche zu sich genommen; sie ist nichtWss- reich, aber sehr wild und ungestüm, wenn sie von star-ken regen-güssen anläuft; es wird darinnen gold-fand gesun-ken, und von den sogenannten Söldnern gewaschen. DieMMe entspringet oberhalb Wald - Emmen, aus dem bergeNesselstock im Endlibuch, läuft über das Emmanfeld neben-u>olhausen vorbey, und ostwärts in die Rüß. lib. VII.
199. b. L r>2§. 227. Ä'/diMc-LK'. Berg-reise. rom. II.*
, Emmendingen , eine kleine stadt in dem Brißgau, 2. mei-^,1 von Frey bürg gelegen, und zu der Marggrafschafft Hochberg»chorig. An. 1590. wurde hier, auf Veranlassung des Marg-srafen von Baden, ein Lolloguium zwischen den Catholischen"«d Lutheranern angestellet, welches sich aber nach 7. seßionen"lichtlos zerschlagen.
Emmenthal, ist dasjenige stücklein landes, dadurch dieswsse Emmen lauft, und da vor diesem viel Edelleuthe gewoh-nt , sonderlich aber die Freyherren von Gignorv, Brandts,«umiswald und Trachselwald, rc. oberhalb Signow laglUlcb. das Benedictiner - kloster Trüb. Es kam mehrentheilsder stadt und Grafschafft Burgdvrff an die stadt Bern,Welche in ob-erzehlten vier Freyherrlichkeiten, wie auch zuEdshut ihre Landvögte haltet. Trachselwald wurde an.?t8z. von den Bernern im krieg wider den Grafen von Ky-§urg eingenommen, dessen Vasall Burckard von Sumiswaldks zuständig war, welcher bürger zu Bern worden, und dieHerrschafft Trachselwald von der stadt Bern wiederum als le-ven empfangen, nachwärts selbige den Teutschen Orbens-Rit-«ern verkauft, von welchen sie endlich Bern an. 1408. mit^00. gold-gülden wieder an sich gelöset hat. Landshut ha-^n die Berner an. 1;;;. im Gümenen-kriege dem Grafen Eber-hard von Kyburg abgenommen. Gumisrvald wurde einevommenthurey des Teutschen ordens, dem es die stadt Bern«n. 1700. abgekanffet hat. Sictnow kam, nach abgang sei-ner Herren, (deren drey in dessSempacher - schlachtan. i;86.Angekommen sind,) an die Grafen von Freyburg, von wel-ken selbige der Stand Bern ebenfalls an. 1)99. gekauft.Kandis hat Wolfgang, Freyherr von diesem ort, an. r;;;.nachdem er das bürger - recht zu Bern für sich und seine leu-^ angenommen, durch das jus seguelL an die stadt gebracht;nachgehe,,ds hat sein groß-söhn, Wolfhardt, die Herrschasst,neben der Käst - Vogtey über die klöster Trüb und Rügsau,,L- iq.-;?. der stadt Bern völlig zu kauffen gegeben.
o- VII. pgA. 227. k. I. lib. II. 78. <K lib. IV.
kag. 172. *
Emmer , ein mittelmäßiger fluß in Westphalen, welcheran dem Teutenbnrger-walde, bey dem dorf Langenland in demStift Paderborn entspringet, bey Pyrmont vorbey fleußt, undw dem dorf Emmern, ohnweit Ochsen in dem Braunschweigi-'chen, zwischen Hameln und Bodenweder, sich in die Weser^geußt. Dieser fluß ist in den alten zeiten berühmt gewesen,jNeil die Lmbronsn an demselben gewohnt, die mit den Lim-und 1eutoiübu8 nach Italien gezogen, und an derer stelleNle Lbsrulbi, die vorher nur jenseit der Weser gewohnt, ge-Men sind; die gegend um diesen fluß, worinnen Steichelm,Blomberg, Schwalenberg, Lücke, Pyrmont, rc. gelegen ,nnrd das Emmerland, Emmeland, oder Emmergöw genannt,"Ud hat schöne mast-holtzungen, weide - und wiese-wachs.
cbron. der Grafschafft Lippe.
M^ißn. land-chron. x. 420. Schneiders beschreib, desEen Sachsenlandes, p. 109.
yv,. Emmer, ein kleiner fluß in Westphalen, welcher beyMuster in die Weser fället, und zum unterscheid der andern^-uimer, die kleine Emmer genennet wird.
s«,St. Emmeranus, Haymeranus , Bifthoff zu Regen-'I^ar aus der provintz Guienne gebürtig, und anfangsk >1M Poitiers. Er verließ dieses Bißthum, und that ,alln^flierde die Heyden zu bekehren, eine reise nach Teutschland,denk v" Theodo V. Hertzog in Bayern, ersuchte, das durch,»s'wenigen Rupertum kurtz zuvor gepffantzte Christenthum fort-vvn ^s hatte aber Theodo eine tochter, Utha, die sichb°f'.Slgebaldo oder Sigebotho, einemvomAdel, schwangerbeu ^^ll sie nun besorgten^, daß ss ihre thc
that mit dem le-
>^u würden bezahlen müssen, klagten sie ihr ungluck dem hei-Mn Emmeranv, der gleich seine reise nach Rom antretend^a ' welcher ein so hertzliches mitleiden mit ihnen hatte,er, um den Sigebvth, welcher da in die gröste gefahrssv» von der todes-strafe zu befreyen, den rath gab, nach^wer abreise die schuld der schwängerung auf ihn zu schieben.Fluches that Utha, als ihr bruder Lambertus, oder Lando-MUs, insonderheit wegen dieser befchimpfung seines Hauses,Mnig war. Weil nun Landobertus Nachricht bekam,-"« der heilige Emmeran die grentzen von Italien noch nichtsuchet hätte, setzte er demselben nach, und holete ihn zwi,'wen dem Inn unb der Jser, bey dem dorfe Heiffenburg ober
Helffendorff ein. Bey dem ersten anblick grüßte er Emmera-num, mit diesen Worten: 8älvs Lpisoope, imo salve LtÄnis!und darauf befahl er seinen leuthen, daß sie ihn auf eine leiterbinden, und ihm äugen, nase, obren, Hände und füsse nacheinander ablösen, und den übrigen rümpf hegen lassen sollten.Kaum aber war die Mordthat geschehen, so erschienen zweyunbekannte Männer, welche die abgehauene gliedmassen sorg-fältig zusammen lasen, und hernach unsichtbar wurden. Esäusserten sich auch alsodald andere anzeigungen seiner unfchnld,und sonderlich fand sich ein Geistlicher, nahmens Wolfletus,welcher aussagte, daß ihm St. Emmeran dieses alles ver-trauet, und ihm zugleich seinen bevorstehenden marter-todprophezeyet hätte. Der halb - todte cörper wurde nach Re-genspurg geführet, und in der St. Georgen-kirche begraben,da denn unterweges die seele dieses heiligen mannes sichtba-rer weise, unter der gestalt eines donner-sirahls, aus seinemmunde gen Himmel soll gefahren seyn. An dem orte, wosein blut war vergossen worden, soll ein grüner Hügel, undsonsten viel wunder - zeichen entstanden seyn. Hundius hinge-gen meldet, das volck, so sich an allen enden derselben gegendversammlet, hätte die stücke aufgelesen, und in ein schiffleinauf der Jser zusammen gelegt, welches alsbald von sich sech-sten erstlich diesen fluß hinab bis in die Donau, hernach aber( welches noch ein grösser wunder ist, als die erscheinung derunbekannten männer) die Donau herauf bis gen Regen-spurg gefahren, welches wohl ein weg von 50000. schrittenausmachet; nach welchem es nicht mehr beweises bedörfen;so lautet Emmerani legsnäs. Wenn die erzehlung wahr ist,fb muß folgen, daß auch solche thaten, die an sich sechstennoch mit grossen fehler» begleitet sind, durch wunder - werckebeehret werden können ; sonst wird die fache gemeiniglich insjähr 652. gesetzet. Landobertus hat nachgehends zur busse dasberühmte kloster zu St. Emmeran in Regenspurg gebauet,dessen Abt heut zu tage unter die unmittelbare Reichs-Ständegehöret. Im übrigen wird St. Emmeran, weil er einHeyden - Lehrer in Bayern gewesen, unter die alten Bischöffezu Regenspurg gezehlet. in Metrop. 8slisb.
annal. Lojor. in catäl. Lpitc. kstisb. in Osrm. 8. *
Emmerich, oder Embrick, lat. Lmbrica, Lmmerica,eine veste und wohlgebaute stadt in dem Hertzogthum Eleve,dem König in Preussen zuständig. Ihrer wird zuerst in der Hi-storie des Snniderti, nm das jähr Christi 696. erwehnet, Esist allda eine herrliche Stifts-kirche, welche der heilige Willi-brordus soll aufgerichtet haben. An. 1600. nahmen die Staa-ten diese stadt den Spaniern weg, restituirten sie aber gegeneinem vergleich dem Hertzog von Jülich; da aber dieser nichtgehalten wurde, nahmen sie dieselbe an. 1614. aufs neue weg,und bevestigten sie. Hierauf wurde sie Chur-Brandenburg ein-gehändiget, es blieb aber Holländische besatzung darinnen.Als der Spanische General Spinola an. 1615. verschiedenestädte in dem Clevischen eroberte, nahm sie mit gewissen bedin-gungen den ihr von den Holländern zugeschickten succurs ein.An. 1672. wurde sie von den Franzosen eingenommen.
in Llivia sntig. L moäerna. LoMr beschreib» VVNEleve. toxoZr. Meilpdal.
Grafen von Mürtemberg -
Emmerich I. Major vomus, oder Groß-Hofmeister undFeldherr Königs Clobovei M. in Franckreich , und dessen Gou-verneur oder Statthalter in Alemannien und Schwaben, ersterstamm-vatter des Hochfürstl. Hauses Würtemberg, an. 500.
Emmerich II. Major vomus Königs Dagobertt I. in Franck-reich , um das jähr 6;o. und der zweyte stamm-vatter diesesHochfürstl. Hauses.
Emmerich III. oder Emich I. Graf zu Würtemberg undGröningen, um das jähr 918. (Siehe den titul Würtem-berg. ) *
Emmius, (Ubbo) wurde zu Gretha in Ost - Frießland,allwo sein vatter, nahmens Emmodiken, Prediger war, an.1547. gebohren. Indem 9. jähre seines alters muste er nachEmbden gehen, und bis in sein r8. jähr allda verbleiben, woraufer an. 1565. nach Bremen gesandt wurde, sich der unterrichtungJoh. Molani zu bedienen. Da er von bannen nach Hause kam,muste er sich noch einige zeit zu Norden, allwo man die schulewiederum in stand brachte, aufhalten, bis er endlich, da er2;. jähr alt war, sich nach Rostock begab. Hier hörte er Da-vid Chytreum und Henricum Bruceum, der Markolm und Me-ckioinE lehrte, sahe sich aber zwey jähr hernach durch den todseines vatters gezwungen, nach Hause zu kehren, undjähr all-da zu bleiben. Hierauf gieng er nach Genf, und hielte sich da-selbst L. jähr auf, um Bezam, Daneum und Portum zu hören.Da er von dannen zurück kam, wurde ihm die stelle eines Predi-gers, wie auch eines ffeÄoris angeboten, davon n die letzte,weil er von naiur blöde war, und in geftllschafft nicht viel redenkonnte, erwehlte, und also dre Rectors - stelle zu Norden an.1579. annahm. Ob er nun wol die ihm anvertraute schulebald in aufnehmen brachte, wurde er doch an. 15 87. seines dien-stes erlassen, weil er die Augspurg. Confcßwn nicht unterschrei-ben wollce.'Docl) an. 1588. wurde er m dergleichen dedienung nachLeer beruffen , und brachte die schule daselbst ebenfalls in grossensior, gleichwie im gegencheu die zu Norden gantz in abnahm kam.