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Gottftned von Ende, ein lohn und bruder Heinrichs, lebtean Marggraf Friedrichs zu Meisten Hose, und that ihm an."yo. m dem kriege wider Marggraf Johannem von Bran-denburg gute dienste. Er war bey seiner tapferkeit ein vortref.ucher Redner, und hinterließ Gottfrieden, Landgraf Friedrichsves ernfthafften zu Thüringen Rath, welcher an. 1)40. starb.Dem söhn oder enckel, Heinrich auf Lindenberg, war bey Fride-rico LslliLofo, Churfürsten zu Sachsen, Omwr, hernach Rathbey dem Kayser Sigismundo , welcher ihm das schloß Carl-mm in Böhmen auf lebenslang eingeräumet, wovon er sichLrb-Panner-Herr geschrieben. Seine pvsterität hat nicht langgedauret.
. Sonst sind aus den Freyherren von Ende noch berühmt Ul-M, Herr von Grimmenstein, in dem Rheinthal. Er war einBenedictiner - Mönch in der gefürsteten Abtey St. Gallen inder Schweiß , nachgehcnds Probst daselbst , und wurde an.Ury. zum Abt erwehlet, muste aber zurück stehen, weil derPapst einem andern diese würde auftrug. Albertus I. und II.waren Bischöffe zu Brixen, jener von an. bis die-ftr aber von an. 1,74. bis 1,77- Wilhelm aus dem Rhein-mal blieb an. i;86. in der schlacht bey Sempach. LudwigErkaufte an. 1408. das schloß Grimmenstein dem Abt von St.Gallen. Gotthard, Kayserlichcr Oberster, blieb an. inM schlacht bey Ravenna. Stumpfens Schweißer - chron.Iw- V. c. 6.'8- öL 2;. Sarso, äe beI1i8 kriäerici lVI. üb. I.Spangenbergs Adel-spiegel und Mansfeldische chron.
rlreatr. 8ax. k. I. c. ic>. p. I02. leg. Hertzogs Elf. chron.p-2lv. 211. Märckische chronick, p. 261. cie
ölobilit. NilniL liter. ftÄ. III. §. 18. xroär. Mitn.
k- cie LsIIa veteri p. 2;. <L i;6.
. Ende, (Franciscus von dem) practicirke anfangs zu Am-sterdam in der Medicin, und gab mit gutem rühm unterrichtw der Lateinischen spräche, welche unter andern Spinoza beyihm gelernet , aber dabey auch den ersten gründ der lehren ,ble von ihm hernach in ein IMsma gebracht worden, gelegethat. Weil man nun in Amsterdam merckte, daß vom Endev>e lügend zur Atheisterey verleitete, und ihm also selbige nichtweiter anvertrauen wollte, begab er sich nach Paris, und leg-te m der Vorstadt St. Antönii eine neue Lateinische fthule*w. Allhier ward er in die Händel des Ritters von RohanMochten , welcher sich bey ihm mit seinen anhängern zu be-mrechen pflegte, ihn aber zum LecretÄno bey den correspon-,^nten nach Holland brauchte , auch nach Brüssel sendete,Ui daselbst sich mit dem Grafen von Monterey und einigenKeputirten der Staaten zu unterreden. Als das gantze vor-haben entdecket war, so ward auch vom Ende, der sich um-Mst zu entfliehen bemühet hatte, zu Paris ergriffen und ge-Wgen gesetzt, auch bald darauf an. 1674. gehangen , da erM denn bey seinem ende seinen grund-lehren gemäß bezeiget., simsl. äs» krov. unies tom. II. , lettres
6;.
„Endelechius, oder Severus Lanälus , ein Redner undChristlicher Poete, lebte zu ausgang des IV. ÜLLuli. Er beredeteMilinum, Bischoff zu Nola , vor den Kayser Theodosiumi'saZnum, von welchem die Heyben übel sprachen, eineverthei-^tgung zu schreiben. Er selbst schrieb eine Lclogsm unter demmul : cie lVIortibus kaum, darinnen er einen Heyben einfüh-v«, der sich über die sterblichkeit der thiere beklaget, und ei-«en Christen, der ihm antwortet, und ihn auf die Göttlichelursehnng weiset. Pithöus hat solche an. 159». mit anderngleichen heraus gegeben, wie sie sich denn auch in der bi-uortieLs katrum befindet. L/L/. tom. VIII.
"ppsrst. lzor. in au6tar. <Lc.
» Endlibuch, ist ein zwischen hohen bergen eingeschlossenerMch landes im Canton Lucern, so sich dem Entzenderg undAr kleinen Emmen nach, bis hinunter gen Wolhusen erstre-bt. Der Haupt-flecken führt gleichen nahmen. Dieses land-en ist an. 140;. durch versatzung vom Haus Oesterreich, anUe. stadt Lucern gekommen. Es wird alle zwey jähr aus dem«einen Rath bcvogtet, und ist bekannt wegen seinen guten kä-iÜ! wich grossen und starcken leuthen, die dabey nicht sonder-nd civilisirt sind. An. 165;. haben sie eine gefährliche rebel-«°n wider ihre Obrigkeit angefangen, und ungeachtet man ih«N. mit aller güte und gelindigkeit begegnete, einen bund zuKMusen zusammen geschworen, die sich barzwischen legende^hvgenoßische Ehren-Gefandte entunehrl und violirt, endlichgewehrter Hand für die stadt Lucern gezogen, und da-anlas gegeben, daß das rebcllions-feuer auch in das be,gz,Quarte Berntsche Emmenthal, und von bannen in das Er-iaiikr Basel - und Svlvthurner - gebieth schleunig fvrrge-nM' und dasige Unterthanen gleichfalls in widerspenstige hi-tä„k > vht hat; allermaffen die bauren - ausschüsse dieser vierlia)k apr. an. 16;,. erstlich zu Sumiswald und her-Nen Huttwyl eine Zusammenkunft gehalten, wobey sie ei-
beni,?^en bund geschworen, in folgenden vier artickeln beste-
als»
schweb" ersten von denen uralten Eydgenossen zusammen ge,chwornen bund wollen sie halten und handhaben,den ungute neue ufsatz wollen sie einander helffen dän-t>gkeii-n l°llen eines reden orts Unterthanen ihre gerech-, ""°hm fordern.
' °^r heimbsche völcker, die man ihnen über den
oMor. Ttzerl.
hals führen mochte, wollen sie einander helffen zurück halten.
4. Ob auch jemand von ihnen, um dieses Handels willen, soll-te eingezogen werden, wollen sie denselben mit leib, haad, gutund blut helffen ledig machen.
Zu ihrem Obersten haben sie erwehlt, Claus Löwenbergervon Schönholtz, aus der Bernerischen Landvogtey Trachsel-wald, auf dessen gutbefinden sind den vorigen artickeln nochdrey andere zugesetzet, nemlich:
5. Solle dieser bund alle zehen jähr vorgelesen und erneuertwerden.
6. Solle keiner so frech und vermessen seyn, der wider die,sen bund-schwur reden soll, oder rath und that geben wolle,wider darvon zu stahn und dene zunichte« zu machen.
7. Solle kein theil, ohne des andern wissen und willen, mitseiner Obrigkeit frieden eingehen, noch sich vergleichen.
Die form des geschwornen eyds war diese:
Wie die schrift ausweißt, dem will ich nachgahn und vollbrin-gen mit guten treuen; wann ich das halt, daß mir GOtt wollegnädig seyn an meinem letzten end; wenn ichs aber nicht halt,daß er mir nicht »volle gnädig seyn an meinem letzten end. Sowahr mir GOtt helffe, ohn alle gefährden.
Hierauf haben sie an allen orten zu den Waffen gegriffen, zuZofingen und Surfte etwas grob geschütz genommen, alle Pässebesetzt, und die Haupt - städte eingeschlossen. Ihr begehren andie Obrigkeit bestünde in folgenden Puncten :
1. Ihre geschworne bündt sollen ewig gehalten, und von denObrigkeiten bestätiget werden.
2. Alle 10. jähr solle ein lands-gemeind gehalten, die entzwi,schen gewesene Landvögt darfür gestellt, und wo sie unverantwort-liche fachen verübt hättlnd, darvor abgestraft werden.
;. Boden-zins, zehnden und geld-zinsen, auch andere schuldig,keilen , sollen bis austrag Handels unabgerichtet verbleiben.
4. Nach austrag Handels sollen selbige ums halbe verrin-geret werden.
5. Nach Baden, noch in einige andere stadt, wollen sie sich zutractiren nicht einlassen; sondern wo einer Obrigkeit etwas an,gelegen, sollen sie im freyen selb mit ihnen tractiren.
Es konnte also diesem muthwillen nicht anders als mit gemaltabgeholffen werden, derowegen denn die städte sich gleichfallsins selb begaben. Zürich unterm General Werthmüller mit8000. mann, einbegriffen die von Glarus, Appenzell, St. Gal-len rc. Bern unterm General von Erlach , mit 4000. mann.Lucern unterm General Zweyer mit ;o°o. mann, einbegriffendie übrigen 4. Cathol. länder. Der General von Erlach schlugden 24. may einen Haussen aufrührer bey Hertzogenbuchsi, wo,bey besagtes dorf halb im rauch aufgeflogen. Der GeneralZweyer schlug die bauren am Rüß-paß Gyßlickvn , und erlegtederen viel. Der General Werthmüller occupirte den Rüß-paßMellmgen, und lägerte sich zwischen Mellingen und Lentzburgauf eine ebene gegen dem dorf Wollenschwyl, allda wurde erden24. may von 20000. bauren unter ansührung des Löwenber-gers angegriffen. Er trieb sie aber tapfer ab , und schlug siezurück mit ihrem grossen vertust, wobey auch das dorf in brandaeriethe. Diese zufalle brachen der bauren Hartnäckigkeit, daßsie anfiengen den frieden zu begehren, welchen sie zwar erhiel,ten, aber die radelsfnhrer wurden zur gebührenden strafe ge-zogen , die übrigen aber wieder in Huldigung genommen.
üb. V. p. 227. Manifest der stadt Lucern äsan. i6?z. waldkirchö E. B. H. L. II. x>. ;2o. leg. *
* Endor, eine stadt in Palästina von dem stamme Manaffc,wo Sissera und Jabin zu gründe gegangen sind. Euftbiussetzet sie 4. meilen von dem berge Tabor, gegen mittag, ohn-sern Naim, Scykopolis zu. Daselbst wohnte die zauberin, wel,ehe Saul raths gefraget hat, r. XVIII. 7. Lc. Diesestadt wird sonsten auch Endor von Israel genennet, XVII.n. I.XXXII. n. I!e/a»ckr kslLÜ. 11 b. 111 . ,
OiÄionnaire.
Endovellicus, ein abgott, dessen in den Römischen ,'n-scriptionen gedacht wird. So viel man bisher wissen kan, sin«den sich die mlcriptmnes, welche dieser gottheit Meldung thun,um Villa Vizosa in Portugall, woraus es sich schon zum theilschließen laßt, es sey dieselbe hauptsächlich, oder vielleicht ei-nig in selbiger gegend verehret worden. Was nun eigentlichfür eine falsche gottheit durch diesen nahmen angedeutet wor-den, ist nicht leicht zu sagen, weil man nichts davon als dennahmen selbst in obbemeldten stein-schriften antrift. Reine-sius, der eine besondere dissettation hievon geschrieben hat,muthmasset, daß der von Bekoso gemeldte dritte CeltiberischeKönig Idubeda, (der auch könne Jdubela genennet werden,und unter anderm dem bey den alten Leoßmpkis berühmtenSpanischen Pburge Idubeda seinen nahmen hinterlassen darun-ter stecken mochte. Allein daß Idubeda der dritte Lettische Kö-nig in Spanien gewesen, ist ein liederliches geticht des Anniivon Viterbo, der sich fälschlich unter Berosi nahmen versteckethat. Und wer nur wenig der fache nachdencket, wird nichtzweifeln, daß anstatt ein König Idubeda dem geburge sollteden nahmen gegeben haben, vielmehr der betrieger Annius dennahmen des gcdürgs einem von ihm errichteten König beyge-legt hatte: wie er auch in andern,gar vielfattig gethan hat.Zudem , wenn auch dieser König wurcklich M Spanien qeherr»sehet hätte, so müste man denselben wegen dem gebürge, welchesvon ihm sollte seyn genennet worden , nothwendig Jdubedamheissen, wie nemlich der nähme des geburgs sowol von den Al-
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