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Hut. Er war der einige , so diese würde von Adrians VI. er-hielte. Als dieKaystrl. unter Clemens VII. die stadt Rom er-oberten, ward er gefangen, und muste sich mit 10000. ducatenranzioniren. An. 1529. bekam er das Bißthum Utrecht, undstarb zu Rom im jun. an. 15; 4- im 70. jähre semes alters.
ssov. bist. bist. LLcl. du k-ü»-bas. lubl. Leig.
/.« Ikoci-enomsucl. Lsrdin. mit. des Larcimanx.
6al!. <La.
Enckhuvsen, VncüuL, eine ziemlich grosse schöne und beve-stigte stadt in Nord-Holland, nebst einem Hafen an der Suder-see,;. oder 6. meilen von Amsterdam gelegen. Sie wird zu derVersammlung der Staaten in Holland deruffen, und ist in derordnung die vierzehende. Erstlich ist sie ein geringer ort gewe-sen, aber nachgehends mehr und mehr in ansehen gekommen.Ihrer wird zuerst an. 1279. gedacht, da sie, indem sie sich widerdie damals aufrührischen Frie-en zu selbe begeben, von JohanneArckelio, und Nicolao Guttenio soll in die asche gelegt wordenseyn. Der Graf von Holland, Wilhelm, gab ihr an. 1;?;.unterschiedene freyheiten, und schloß sie in mauren ein. An.i;i7. suchte Hertzog Carl von Geldern den Hafen bey dieser stadtvhnversehens zu überfallen , welches ihm aber fehl schlug, wo-von noch eine schuft an einem hohen thurn, der in diesem ortestehet, zu sehen. Sie war die erste stadt, welche an. 1572. nachder eroberung von Briel, von den Spaniern abfiel, und wurdean. i;yi. sehr erweitert. Vor diesem hat man allhier viel hä-ringe gefangen, und jetzo macht man hier viel saltz, welches zunicht geringer aufnähme des Handels gereichet. Es ist auch hiervor diesem die schöne kunst-kammer des berühmten Medici Ger-hardt Paludiani zu sehen gewesen, so aber nach Gottorf inSchleßwig gekommen. in delc. 8eIZ. k. III. x>. 119.
* Enckuyser - Eyland, eine insnl auf dem Nord-meere,dreißig meilen von Island, ist von den Holländern entdecketworden.
LkssEdklLIVI, war in der Griechischen kirche ein kästlein,darinnen man die reliquien der Heiligen aufbehielt. Man hieltsolche so hoch, daß man sie in wichtigen fachen als ein Pfandhingab, damit man ihnen desto sicherer trauen sollte. Diejeni-gen aber, welche sie so lange in Verwahrung hatten, trugen siestets am halse, damit sie keinen schaden nehmen konnten, undpvn dieser gewohnheit ist der Griechische nähme Lricolximn ent-standen. gloss. Or. x>. 14;.
Eucolpius, ein Hiltoricus im II. üeculo, lebte zu den zel-ten des Kaystrs Akerandri Severi, dessen leben er auch beschrie-ben. Ein detrüger, Thomas Clyot, der zu den zeiten Heinrichdes VIII. in Engelland, Image c>f OouvernLNLL cc-mpi'Isd oftüe aists snd lenteuces notables ok Alexander Leverus geschrie-ben , hat vorgegeben , als wenn er sein buch aus diesem Encol-pio genommen , allein er hat die wahren katta aus dem Lam-pridio und Herodiano zusammen getragen , vieles verkehret unddas übrige errichtet. in Aiexandr. 8evero c. 17. 48.
de Hilt. bat. üb. II. 0. 2.
, wurden gewisse ketzer imll. fieculo ge-nennet, deren Urheber der gelehrte Tatianus war, von welchemsie auch sonst ihren nahmen führen. Den nahmen Encratitenhaben sie von der enthaltnng, weil sie sich von aller unmäßigkeitund unreinigkeit mit äusserstein fleisse zu enthalten suchten. Eswerden ihnen und ihrem Urheber die irrthümmer der Valentinia-ner und der Marcioniten beygemessen, und solle» sie insonderheitmit den letztem den ehestand verdammt haben; als die da glaub-ten , daß man den Himmel durch beständige erhaltung der jung-ferschafft verdienen müste. Nicht weniger haben sie den gebrauchdes weins und des sieisches verworffen, (als die von keinem gu-ten , sondern von einem bösen wesen erschaffen,) und also in demH. Abendmahle, anstatt des weins, Wasser genommen. Mangiebt ihnen aber dieses schuld, daß sie die wahre Menschheit Chri-sti in zweifel gezogen, und von dem gesetz Mosis gelehrt, daßes von einer untern gottheit Hergekommen, dannenhero sie esauch verworffen. Von Adam sollen sie gelehrt haben, daß erewig verdammt sey, weil durch ihn das menschliche geschlechtgefallen. Anstatt der schriften des neuen Testaments brachtensie falsche bucher unter denen nahmen Andreä, Johanms, Tho-ma und anderer auf die bahn, hatten auch eine von Tatianoaufgesetzte sogenannte vergleichung oder Harmonie der Evan-gelisten , dre aber ebenfalls voller Verfälschungen war.üb. I. c.; I. äs prrelcr. sclv. ÜXr. c. ;r.
ÜLr. 46- ürxrsk. 48. H. 8. 11b. IV. L. 29.
c. 2;. »d A. L. 179. diss. de krer. Vülent.
/rrsg. dsiiLref. *
Encre, siehe Ancre.
Ende, eine von den ältesten änlichen familien in Sachsen,welche vormals den Areyherren-stand besessen, hat ihren Ur-sprung in der Dchwertz gefunden, und von einem vor sehr lan-ger zeit zerstörten schlösse Endt oder Enne genannt, welches inder ochweitz im obern Thurgow m des Abts von St. Gallenümde, m dem Tablater Gerichte gelegen, und nebst dem schlösseNuwburg den Herren von Ende zugehoret hat, den nahmen be-kommen. Sie hat auch diese» nahmen beständig behalten , undscheinet ohne gründ zu seyn , daß sie vormals die Wolffsbergerzehclssen. An. 1018. hat sich Engelfried von Enne oder Ende inTyroi niedergelassen, von dessen nachkommen aber hat Ezlinusnebst seinen söhnen Henrieo und Wilhelms, weil sie sich dem
Landes-Fürsten widersetzet, an. 127;. das land räumen müssen.Odgedachten Ehrenfrieds bruder hat sich mit den seinen insRheinthal begeben, woselbst dessen nachkommen das schloßGrimmenstein lange zeit besessen. Von bannen sind sie in Sach-sen und Thüringen gekommen, welches allem ansehen nach indem XI. oder XII. ssecido geschehen, Massen sich in den dar-auf folgenden zeiten Otto und Heinrich, um die Marggrafenvon Meisten Fridericum und Dietencum sehr verdient gemacht.Denn Otto war Rath bey Marqgraf Heinrichen von Meissen,welcher seinen vettern, Landgraf Friedrichen mit dem biß, undDietrichen, Landgraf Albrechts des unartigen zu Thüringensöhnen, die Meißnische regierung beschieden hatte. Als aberdieser Printzen vatter solche lande ihnen entziehen, und selbigefeinem unachten söhne Ludovico Apiz zuwenden wollte, so nahmder Meißnische Adel sich derselben an. 1290. an, unter welchenHeinrich und Otto von Ende die vornehmsten waren , wie sol-ches Johannes Garzo ausführlich erzehlet, welcher ihn OttonemEndamim nennt. Heinrich von Ende war MargqrafFriedrichsmit dem biß, Rath und Oberster über die Pleißner, Sorbenund Voigtländer in dem kriege wider Marggraf Johannen, vonBrandenburg. Als nachgehends Landgraf Albrecht Thüringen,seinen söhnen zum Verdruß, an den Kayser Adolphen verkauffet,und es darauf mit dem Kayser zum kriege kam, wohnte Hein-rich von Ende den bc.iden schlachten bey Borna bey. Unter seinensöhnen hat Heinrich und Gottfried das geschiechte fortgepsiantzet.
Heinrich war Oberster bey Marggraf Friedrichen , und einvatter Ulrici und Heinrichs, von dem hernach. Ulricus starban. 140;. und hinterließ nebst Ulrichen und Heinrichen, welchevon dem Kayser Fridertco III. an. 146z. wegen ihrer tapferkeiteine güldene crone ins wapen bekommen, Gottfrieden, einenvatter Ulrichs zu Lohma und Schleimtz, und Heinrichs zu Pan itz.
Ulrich hinterließ Ricolaum, Chur - Sächsischen Rath undMarschall, wie auch Hauptmann zu Georgenthal, der von an.i;i6. bis i;;6. in wichtigen Verschickungen gebraucht worden,und Gothofredum, Hos-Richter zu Leipzig, welcher in dem Al-tenburgischen district der einzige gewesen, so sich damals Luther»lehre widersetzet. Von seinen söhnen wurde Nicolaus ein vatterEhrenfrieds, auf klein Berdißdorff, der an. 1600. verstorben,und Adam Heinrich hinterlassen, der an. 1667. als Fürstlich-Sächsischer Magdeburgischer Rath, Landes-Hauptmann betGrasfchafft Barby und Herrschafft Nosenburg, verstorben, undmit folgenden söhnen seinen stamm fortgesetzet: i.) Hans Adam,auf Trinum und Alt-Jeßnitz, war Königlich-PreußischerOberster und Amts-Hauptmann zu Rosenburg, nachdem ervorher bey dem AdmiiMrLwre des Ertz-Bißthums Magdeburg,Augusts, Hertzoge von Sachsen, Cammer-Juncker, ObristeeLieutenant und Amts-Hauptmann zu Dreyleben und Sommer-schenburg, und endlich Oder-Hofmeister und Ober - Inssecwrzu Salza gewesen. 2.) Albrecht Günther, war zuerst König«.Spanischer Rittmeister, hernach Oberster Lieutenant bey demNieder-Sächsischen kreise, und starb an. 1682. ;.) AugustHeinrich blieb als Fahndrich in der schlacht bey St. Gotthardin Ungarn an. 1664. 4.) Heinrich Christian, der ehemals
Schwedischer Obrist - Wachtmeister gewesen, und unter seinesbrüdern allein einen söhn, Johann Adam, nebst drey töcy-tern gezeuget. .
Obgedachter Heinrich, ein bruder Ulrichs, war LandgratFriedrichs des ernsthaffien in Thüringen Rath, und zeugteeinen söhn gleiches nahmens, der an. 1416. lebte, und Conra-dum nach sich ließ, welcher Churfürst Friedrichs des gütigenzu Sachsen Räch und Hof-Marschaü gewesen, und dem Lomcilio zu Costnitz beygewohnet hat. Unter seinen söhnen habenUlrich und Heinrich dem Kayser Friedrich III. gute dienste ge-than, als selbiger an. 14^2. von den Ungarischen Ständen «"Wien belagert wurde. Von Ulrichs söhnen sind zu mercken HeErieh und Gottfried; jener war Chur-Sächsischer Rath undHostmeister,wie auch Churfürst Ernesti Hof-Marschatt. Er reisest am,476. mit Hertzog Alberto Animolo von Dachsen, ins gelEland, wurde daselbst zum Ritter geschlagen, und nachgehe««^von dem Churfürsten zu Sachsen in verschiedenenen wickstE'Handlungen gebraucht. Er starb an. i?i8. Gottfried war Mst^Landvogt zu Pirna, und starb an. 1527. Er hatte n. soEvvon welchen 1.) zu mercken Ewalt, auf Büra Gotha, demnachkommen noch floriren, und ist darunter vor andern GstAUlrich Assessor bey dem Cammer-Gerichte zu Speyer, und M,»ach Chur-Sächsischer Rath berühmt, so an. 1617. gestoA '
L.I Wolf, Ritter auf Nochsdurg, Oberster und Statthau«
zu Zeitz, dessen söhne waren Rudolph, aus Saudelitz, Genral-Major unter Braunschweig-Lüneburg, so au. 167?; ^der belagerung der stadt Stettin eine eigene attaqne gen>yrauch die capitulation zuwege bringen helffen; und Wwtdolph, aus Ehrenberg, welcher an. 1673. Chur-SächfiHCammer-Herr, Cammer - und Berg-Rath, Amts-Hauptm»zu Nossen, und Ober-Steuer-Einnehmer gewesen. ;.) x,.
laus, auf Laußnitz, Königsfeld und Fuchsheim, ä-Kaystrs Caroli V. Reichs-Rath und Assessor zu Speyer/sich durch seine Verdienste bey dem Kayser dergestalt beuewmacht, daß selbiger an. i;;o. den Herren von Ende >s>re>« 0herren-stand wieder erneuert. Sein stamm ist mir seinen u^fckeln verloschen. Zu dieser linie gehört auch Wolf GottiS"Roßbach, der an. 1716. als Königlich-Polnischer undSächsischer Ober-Aufseher, der Gera-und Unstrult-rflsrirte.