Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Normannische und Sächsische geblüte, in der person deS nächst-folgenden Königs Henrici II., den man Fitz-empreß zu nennenpflegte, an. 1154. mit einander vereiniget, in dessen stammenachgehends die Königliche würde stets geblieben , wiewol nichtallezeit in gerader linie. Denn daß wir nichts von dem Kö-nige Johanne gedencken, welcher seines ältern bruders Godo-fredi söhn Arthur die Crone mit gemalt abnahm,, und sichselbst aufsetzte, so ist insonderheit bekannt, wie die Häuser vonLancaster und Aorck, welche beyderseils von dem Könige Eduar-ds III. herstammeten, einander wechstls-wesse , wiewol nichtohne vieles blut-vergiessen , succedirt haben. Denn Henricus IV.der erste König von der Lancastrischm linre, mästete sich an.i,9y. unrechtmäßiger weise der Crone an, indem er sie derYorckischen linie, welche die älteste war, mit gemalt aus denHänden riß. In desselben Hause nun blieb sie in die 60. jähre,nemlich unter den nächst-folgenden beyden regierungen Hen-rici V. und Henrici Vl. Letztlich behielt die Jorckische familiedie oberhand, nemlich in der Person des Königs Ednardi IV.welcher die Crone an. 1460. mit vielem blut erlangen, undauch mit dem schwerdt behaupten muste. Diesem succedirteEduardus V. und dann Richardus III. sein vetker, so beyderseitsvon der Dorckischen linie waren. Darauf bestieg die Lanca-strische familie abermals den thron in der person Henrici VII.an. 1485- Allein hernach, als er sich mit Elisabeth, Eduar-di IV. ältesten tochter, vermählte, wurden diese beyde familienglücklich vereiniget , und sodann Engelland ruhe gefchaffet.Aus dieser Vermählung sind hernach alle seine luLLsssorss in ge-rader linie, bis auf die letzte Veränderung, entsprungen. Dennals des Königs Henrici VIII. geschlecht mit dem tode seiner roch-ier , der Königin Elisabeth, ausgieng, kam die Crone auf Ja-cobum VI. dieses nahmens, König von Schottland, und erstenvon Engelland, als den nächsten erben , welcher von Marga-rethe» , des Königs Henrici VII. ältesten tochter, herstammte.Solcher gestalt wurden an. 16°;. die beyden Königreiche, En-aelland und Schottland, welche bis dahin stets einander aus-sätzig gewesen , glücklich vereinbaret, und gedachter König Ja-codus wurde der erste König von Groß-Britannien, in dessen li-nie die Crone bis auf den König Wtlhelmum III. Fürsten vonOrange, geblieben, nach dessen tode Anna Stuart, KönigsJacobi II. tochter, und darauf George I. Churfürst von Han-nover, gefolget. *

6. Die Sächsischen Röntge r

819. Egbert,

8;6. Ethelwolf,

«57. Ethelbald,)

86°. Ethelbert, ( ^.-.her

«66. Ethelred, (

87». Alfred, -

9°r. Eduard, mit dem zunahmen der altere.

Ethelwald, besten ältester söhn und Cron-erbe, lebtenur etliche tage nach ihm, und wird deswegen nichtunter die Könige gerechnet.

92;. Ethelstan,

941. Edmund,

946. Edred,

9;;. Edwin, J sber schone.

959. Edgar, ' i der friedfertige.

97; . Eduard, ^genannt >> der Märtyrer und heilige.

978. Ethelred, . der unfertige,

lvi 6. Edmund, ^ !_Jronside , oder dre eiserne serte.

2.

Die Dänischen Röntge:

1017. Canutus I.

Harold I. ») hasemfuß.

r°4v. Canutus, sllknannr ^bhertzte.

Die wiederum auf den thron erhobene Sachstn:

1042. Eduard, genannt der bekenner.rc>66. Harold II.

4 .

Die Normannische Röntge:1066. Wilhelm I. > cder eroberer.ro8?. Wilhelm II. > genannt < ssukus.

1100. Heinrich I. 0 LSeauclerc.n;;. Stephanus.

Das vereinigte Normannische und Sächsische geblütt

n;4. Heinrich IH89. Richard I.

"99. Johannes,1216. Heinrich III.1272. Eduard I.

i;c>7. Eduard II.1)27. Eduard III.i;77. Richard 11.

Fitz-empreß.

' cour cie leon , oder löwenHertz.

lacli-lonä oder ohne land.

> von Winchester.

kgenannk> lonZ-sKarii«, oder der lana' schencklichte.

von Caernarvan.von windsor.

.von sourdeaux.

6 .

st. e. Die Eancastrische linie:

i;99. Heinrich IV. 9 insgeinein cBullingbrook.1412. Heinrich V. > genannt -iMonmouth.1422. Heinrich VI.-» von e windsor.

7.

Die AZorckische linie:

1460. Eduard IV. 148;. Eduard V. 148;. Richard lll.

8.

Nachher Vereinigung beyder linien:

1489. Heinrich VII. i;?;. Maria.

i;°9. Heinrich VIII. i;;8. Elisabeth.

1547. Eduard VI.

9 .

Die Monarchen von Groß-Britannien:

16°;. Jacobi. 1688. WilhelmIII. und Maria.

162;. Carl I. 1702. Anna Stuart

1648. Carl II. 1714. Georgius I. Churfürst vost

1684. Jacob II. Hannover, starb den 22.

jun. an. 1727. ihm folgte in der regierung als Königvon Engelland und Churfürst von Hannover, Geor-gius II. Augustus.

Lollscliones icripl. öiieunnicorum vetulliorum,

kill. Lrican. lib. II. tznglo-Lrirsnn. O« ^e»k, script.

biüor. dlnrman. <L killor. stngl. /.e/r, in tlieatro Lritsn.

, in tkeatr. stlsLn-e Lritsnni-e. Lrast ot

Lnglanck, Aa. *

Engelland, (Neu) wurde zuerst von Sebastian Cabot an.1479. entdecket, an. 1584- aber nahinen Philipp Amadas unvArthur Barlow in der Königin Elisabeth nahmen besitz davon.An. i?8;. führte Richard Greenvil unter Ralph Lare eine En-glische colonie dahin, welche ein jähr hernach mit FranciscoDrake wiederum nach Engelland kam. Es liegt auf der nörd-lichen seite von Maryland, und auf der südlichen von Virgi-nien im 40. und 41. grade lstitullini», und ist mit unterschied-lichen guten Häfen versehen, deren einige so weitläufig sind,daß sie z°°. feget in sich fassen können , indem ohngefehr 200.infuln, welche an der küsten liegen, die ungestümigkeit deksee und der winde hemmen. Der Capitain Smith, welchervon den einwohnern dieses landes gefangen worden , giebt vonihrem aberglauben folgende Nachricht: In dem Hause, wo er lag,waren sieben von ihren Priestern, die allesamt klappern hatten,und des morgens um i°. uhr um ein feuer herum , welches siemit einem kreise von mehl umgaben, zu singen anfiengen.Wenn ein gesang aus war, legten sie allemal einige waitzen-kör-ner auf die erde, darauf fieng der vornehmste Priester an , wmit einer haut bekleidet, um den köpf mit Wiesel-stellen gezieretwar, und einecrone von federn, die recht heßlich bemahlet war,aufhatte, mit überaus seltzamen geberden, buchen von Hirscheschmaltz und tabac ins feuer zu schmeiffen, welches sie drey tagelang bis um 6. uhr gegen abend continuirten, und vorgaben,daß sie dieses thäten, um von ihrem gott zu erfahren, ob nochmehr Engelländer zu ihnen kommen würden, und was sie der)ihnen machen wollten. Sie fütterten den Capitain mit aller-hgnd speisen, dcrinassen, daß er sich furchte, sie würden ihnetwa ihrem gott opfern, dessen bildnis so abscheulich war,daß nichts heßlichers seyn konnte. Da er nun wieder auf freyenfuß gestellet worden, und Präsident von der Engelländisth^compagine ward, lractirten ihn die weider auf folgende wun-derliche weise. Es kamen deren aus einem Waide, hattenihre leiber mit blättern von bäumen bedeckt, und mit mancher-ley färben bemahlet. Ihre anführerin hatte ein paar grollehirsch-geweyhe, samt bogen und pfeilen, und die übrigen wa-ren eben also aufgeputzt. Solcher gestalt liefen sie mit einen»erschrecklichen gefchrey durch die straffen, und tantzten en>estunde lang um ein feuer. Nachgehends luden sie ihn inWohnung, und da sie ihn, mit allerhand auf ihre art gekoclM"speisen tractirt hatten, führten sie ihn mit einem feuer-branonach Hause. Die einheimisch-gebohrne einwohner tragenten um den leib schurtze von reh-häuten, die übrige theile 0»leibs aber sind gantz nackend. Sie streichen sich mit allerleifärben an, und halten den vor den schönsten, der sich am»»-liebsten verstellen kan. Die weider zieren ihre deine,und andere gliedmaffen mehr mit schlangen-figuren , und n>^chen sich schwache flecken in ihr fleisch. Ihre Häuser sind vodünnen rund zusammen gesetzten stangen gemacht, welche Ezusammen gefüget, und mit bintzen-decken bedeckt sind. ^sind erfahrne schützen, so daß sie unter dem lausten stussst,,können. Einer von den Engcüändern wurde von ihnen mu»nem pseil durch den leib und beyde arme auf einmal geschE^Desgleichen schösse auch ein Indianer einen pseil einerlang durch eine tartsche, so einen pistol-schuß aushielt.bögen sind von hartem holtz gemacht, mit stein oder Hornspitzet. Wenn sie init ihren pfeilen in der schlacht n»gleich treffen, werden sie alsofort zaghafftig. Sie rühmen 1 H