Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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keuche unter sich habe«/ welche 200. jähr alt sind. Wennens sind, einen krieg anzufangen, berathschlagen sie sichmtt rhren Pfaffen und beschwörern, und bäten alles an,buv 'x " auf einige weife schaden kan, als feuer, Wasser,A'I / vonner, stück-aeschütze, mufqueten und Pferde. Ja ei-M eychracken einstens so sehr, als sie ein Englisch wild-M'vbtn sahen, welches feinen barst in die höhe richtete, daßor den gott der fchweine hielten, und meynten, erU.ubcr sie erzürnt. Sie haben in ihrem tempel ein bild,Wes gar seltsam gebildet und gemahlet, und mit ketten,jWer und corallen, auch mit einer haut bedecket ist. WennM Könige sterben, nehmen sie ihre eingeweide aus demM, dorren selbige auf einer mit corallen-ketten gezierten herd-uart, wickeln sie alsdann in weisse häute und biesem-decken, und^graben sie in gewisse schwibbögen, samt ihrem reichthum ne-ihre Fürsten; das gemeine volck aber wickeln sie in felledecken, legen sie in ein loch, werffen stecken darauf, unduevecken sie hernach mit erde. Wenn dieses geschehen, bestrei-UEN die wciber ihre gesichter mit kohlen und öl, und traurenHause 24. stunden lang, und heulen wechsels-weise. An. 1606.wurde unter den Capitainen Popham und Gilbert auf JohnsHvvhams angeben und Unkosten, eine kleine colonie von Engcl-wndern hieher geschickt, aber vergeblich. Bald hernach erhiel-»n einige ansehnliche Personen in der westlichen gegend von En--Nlland von dem Könige Jacobo I. ein patent über Nord-Ame-Neu-Engelland genannt, vom 40. bis zum 48. grad 1s-«cuäiniZ. Weil aber die beschreibungen ungewiß und falsch wa-, auch sie sich zu dieser Unternehmung nicht genugsam gerü-gt , richteten sie wenig aus. An. 16,0. erhielte Robinson, einvon den Engelländischen dissentirender oder ^on-conformisti-nher Prediger nebst unterschiedlichen Engelländern von Jaco-I. erlaubnis, sich vor Neu-Engelland um den fluß HudsonMer zu lassen, und nach ihrer gewissens-freyheit daselbst,znMn. Diese segelten im sept. von Pleymouth ab, nach der süd,1 'cken gegend von Engelland zu, und wurden, nachdem sie un-^richiedlichen gefährlichkeiten entgangen, den n. nov. in einenWen von Cape-Cod in iVl^lläcKu 5 scl>l 8 getrieben. WeilMen nun der wind auf dem halse war, sie auch üderdiß keineEigenheit hatten, weiter fort zu gehen, und zu dem einen sehrMlen Hoden, und freundliche, wiewol Heydnische einwohnerMraftn, richteten sie daselbst eine neue colonie auf, Neu-Mynwuth genannt, weil Pleymouth die letzte ftadt war, vonsie in Engeüand abgesegelt hatten. Hier nun waren sie bisL"-16;6. sehr glücklich, und vermehrten sich ziemlich. Nachge-vcnds ermordeten die Narayansets, die wildesten und kriegeri-sch einwohner, unterschiedliche von ihnen und den Hollän-als den Capitain Stone, Capitain Oldham, und ande-^.wehr. Allein in dem 16,7. jähre fielen die einwohner der?wriren auf sie los, und tödteten ihrer 700.; die übrigen wur-von den benachbarten Indianern umgebracht, welche sich

^hero vor ihnen sehr gefürchtet hatten. Hierauf sie

-V der Fürst von den Magahins, welcher der einige Re-lnn> "oer die Indianer seyn wollte, einige, so mit den Engel,>, "?^n jm bündnisse stunden, feindlich an, allein dieser wurde"cygehends von einem seiner gesellen, Uncas genannt, gefan-gn,. an. 164;. auf der Engellander gutachten enthauptet,Welcher zeit an bis 7z. auf allen feiten friede war, bis daßzachen von Mounthope einige Unruhe wider die Engellän-4,, erweckte. An. 1620. drey monat nach der pflantzung deriff/Wvuth-colonie, begab sich Maffaffoit oder der oberste Com-f^Wnt. von selbiger gegend des landes in eine offensiv-und de-iwn ^ > rantz, welche er an. i6;o. kurtz vor seinem tobe für sichErben bekräfftigte, wobey feine 2. söhne, Alexander, Hhllrpp, auch zugegen waren. Er wollte die Engelländervonim verpflichten, daß sie keinen von seinen Unterthanente>, v r Heydnischen religion abziehen sollten; allein sie woll-fti" Hlests nicht eingehen, daher er seinen haß deutlich wider sieästMn ließ. Als es sich nun auch in seinem söhne noch mehrtb' ,EEte, veranlaßte solches die gäntzliche ausrottung desselbigen.er Indianer, daher als Pastaconoway, der grosse Sa-ih^s Lder Sagamore des flusses Merimack, merckte, daß esdere^ädlich seyn würde, wenn sie sich den Engellandern wi-uov / warnte er bey seinem letzten abschiede seine kinderNr<,w.'Uterthanen davor. Allein Alexander, des vorbesagtenvlt söhn, machte eine conspiration wider die Engellän-

Hierauf fiel Mianto-

dgz'graust ein behertzter mann ausgeschickt wurde, ihn vor8. ^Eichte zu Pleymouth zu bringen, welcher ihn nebst nochder Eh Personen in einem jagt-hause überfiel, worüber sichßebsfo-^sche Fürst dermaffen grämte, daß er darüber einar, vekarn und daran starb. Sein bruder Philippus kamr>o' Person mit Sausirman, seinem obersten 8ecrer->-

jqhr ,^ vbbemeldle dündnts zu erneuern, und lebte hierauf 7.ay. Mt den Engelländern in gutem Verständnis. AlleinUten. Erregte er einen allgemeinen ausstand wider die colo-

)?vfür v - / weil er solches entdeckt, ermorden,

öraft w,,*>^rdEr, nachdem man sie bekommen, am leben ge-sey, vei-f^^ ^Erauf griff Philippus öffentlich zu den waf-der äl,sseo!En Engellander,und zerstörte ihre Wohnungen mit

Er " ^^"'delt 2. ,ahr lang, bis er endlich, nachdem^WenAknE mal geschlagen worden, und dazusein weib,E an verlohren hatte, in einer hö-

^»terrhanen^^/^ErfvtlEN, ""d von einem seiner eigenen-s»l<r^ ^ den Engellandern geschlagen, mit ei.

"'ltor, Theil»

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nem Pfeile durchs Hertz geschossen wurde. Im übrigen ist dasland von unterschiedlichen nationen bewohnet, welche ihrem Ur-sprung und ankunft nach vor Tartarn gehalten werden. Siesind in verschiedene zünfte eingetheilet. Die Churchers, Ta-rentines und Mongehaus wohnen ost-und nordwärts; die Perquods und Maragansets südwärts; die Connecticuts und Mow->hucks westwärts; und die Matachusets, Wippanäph und Ta-rentins nordwärts; die Paragnets westwärts von Pleymouth.Als die Engelländer zuerst hinkamen, war ein grosses sterbenunter ihnen, so daß die anzahl der Matachusets von ,0000.bis auf;oc>. herunter kommen war. Die Pequods wurdenvon den Engelländern ausgerottet, die Mvwhucks machen inder anzahl ungefehr ;oo. mann aus, und reden eine mund-artvon der Tartarischen spräche. Sie sind lang von statur, undhaben stavcke und wohlgebildete glieder, bleiche und magere ge-sichter , schwartze äugen, lange fchwartze krause haare, aberkeine bärte. Ihre zähne sind weiß, kurtz und gleich , und dienafen insgemein platt. Ihre junge weibs - Personen sind imgesichte und am lecke dicke und aufgeblasen, haben eine weicheund glatte haut, und eine schöne gesunde färbe. Sie färbe»sich aber schwartzbraun, und sind durchgehends von beschei-denen und artigen geberden, welches in ansehung ihrer bar-barischen anferziehung zu bewundern ist. Dem gemüthe nachsind die einwohner unbeständig, verschmitzt und furchtsam,aber sehr sinnreich, können bald etwas fassen, werden baldzornig, sind dabey grausam, raachgierig, hassen die ausländi-schen , sind diebisch und durchgehends menschen - fresser. Diemanner haben insgemein 2. oder z. weiber, und diese geben dieallerleichtesten geburten von der Welt. Wenn ihre zeit kommenist, gehen sie gantz allein aus, nehmen ein bret mit sich, wel,ches 2. schuh lang. und anderthalb schuh breit, daneben aufjeder feite voller locher gebohret ist, und unten einen fuß,oben aber einen breiten riemen hat, welchen sie über die stirnthun, so daß das bret auf ihren rücken hänget; wenn sie nunzu einem bequemen gebüsche oder bäum kommen , legen siesich nieder, und werden in einem augenblick ohne sonderba-ren schmertzen entbunden, worauf sie das kind in eine jungebiber-haut wickeln, so daß desselben fersen grad an die Hin-terbacken kommen, und es aus das bret, so sie auf dem rü-cken haben, schnüren. Solcher gestalt gehen sie mit dem kin-de nach Hause, und baden es, haben die männer aber arg-wohn , daß es von einem manne einer andern nation gezeu-get worden, so schmeißen sie es ins wasser, und wenn eSschwimmet, erkennen sie es vor das ihrige. Sie lieben dieEngelländischen nahmen, als zum exempel Robin, Harry,Philipp, und sehen ihren Andern und freunden viel nach,wenn sie ihnen aber allzulange leben und beschwerlich fallen,lassen sie sie entweder aushungern oder begraben sie leben-dig. Ihre kleidung war eine rauhe haut von wilden thieren,und brust-tücher von gemsen-oder mäuse-fellen, wodurch gel-be , blaue oder rothe unten gezogen waren; seit dem aber dieEngelländer unter sie gekommen, pflegen sie von ihnen tuchzu kauffen, woraus sie ihnen mantel, mühen und röcke ma-chen. Sie schmücken sie mit blauen und weißen steinlein, dieso rund sind wie die corallen , bemahlen ihre angeflehter mitmancherley färben, und machen für ihre kinder rocke von ka-lekutsch-hüner-federn. Sie haben viel flüsse, in welchen, wiein der see, allerley vortrefliche fische gefangen werden. Dieschädlichsten dinge in diesem lande sind die ottern und ste-chende fliegen. Man hat auch allhier eichen, cypressen, stech-ten , cedern und die gemeinen fruchtbaren bäume, desgleichenauch allerhand zimmer-holtz, schiffe zu bauen, peltz - futter,flachs, lein, ambra, eisen, pech, thär, schiff-seile, mast-bäume, nebst verschiedenen gattungen von getreyde, womitsie einen grossen Handel nach Barbados und andern Engli-schen pflantz-städten treiben, von wannen sie zucker und ande-re waaren bringen. Sie handeln auch mit Engelland gegenkleider, zeuge, allerley tuch, eisen, ertz und dergleichen.Ihre müntzen, gewichte und maasse kommen mit dem En-gelländischen überein, wiewol sie sich des vertauschens mehrals des geldes gebrauchen. Die Engelländer sind anjetzo indiesem lande sehr mächtig, haben viel grosse colonie«, wer-den durch ihre eigene gesetze, so sie selbst gesteüet, regieret, undhalten alle monat Versammlungen, um, wo es nöthig er-achtet wird, neue gesetze zu machen, und die alten aufzuhe-ben , oder streit - fachen zu entscheiden. Jede Grafscbafft er-wehlet jährlich ihre eigene beamten. Beydes das geist - undweltliche regiment stehet in den Händen der Jndependentenund Presbyterianer. Die militz wird von einem General-Major , und ;. Major-Sergeanten regieret. Boston ist dieHaupt-stadt, ein sehr grosser und bequem - gelegener ort,welcher einen grossen Handel mit Barbados treibet. Des-gleichen ist es auch ein sehr vester ort, indem die dabey lie-genden berge fortificiret und mit canonen bepflantzet sind.Sie haben noch unterschiedliche andere merckwurdlge stadte,als Charlestown, Dorchester, Cambridge, so 2. Lollegmhat, Neu - Pleymouth, Reading, Sälen und andere ortermehr, welche entweder am ufer des meers oder an schiff-reichen flüssen liegen, und nach emrgen stadten m Engellandgenennet sind. König William tu- hat ihre alten privilegi»bestätiget, st> ihnen unter Carolk ll. und Jacobi ll. regierungwaren gekräncket worden.

Engelmünster, vor reiten Ingelmünster, ein vesteS

Bd schloß,