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Hoffmann, stehet; bekennet im übrigen gern , daß man nochbey keinem guten scribenten einige sichere Nachricht über diesesfest angetroffen , auch nicht einmal bey denen , so sonsten derGriechen feste mit großem ßeiß beschrieben und zusammen gele-sen haben ; Leichtlich wäre hier zu muthmassen, es sey etwasverdruckt oder verschrieben worden, und wurde es besser Lxüe-üii, heißen, welches würcklich der nähme eines berühmten Grie-chischen festes ist, das Mich allhier eben svwol, als bey Hoff-mann, seinen platz verdiente; allein- dw bey diesem artickulsich befindliche befchreibung kan sichdarzu keineswegs reimen,weil Lpkesiia ein fest Vulcani gewesen, und nicht von den The-banern allein, sondern durchgehends rn Griechenland gefeyertworden; Nur dieses kan hier noch gemeldet werden, daß dernähme kpkesins eine gewisse art ober - kleid bedeutet habe, sounsern heutigen mänteln in etwas gleich gewesen , und sonstenauch Lklam^s, wie bey den Lateinern 8sZum oder 8ngulum, ge-heissen; Woher jemand auf die gedancken gerathen könnte, dasfest Tirefiä, da es furnemlich um ausziehen und wieder anlegender kleider zu thun gewesen, habe um so viel besser den nahmenLpbekris tragen können; Allein, wie man sich einseits denen,so sich diese muthmassung wollten gefallen lassen, nicht begeh-ret zu widersetzen, so soll man doch auch dieses nicht verschwei-gen, daß Lvnettris sowol ein Weibs-als Manns-kleid gewe-sen , und sich daher» auf die oben beschriebene Veränderung derweiblichen in die männliche kleidung eben so gar wohl nicht schi-cke. *
Ephesus, eine stadt in Ionien in Klein-Asien, sonach ei-niger meynnng heut zu tage Figena heisset, ist vor zeiten, nachJustinr und Plinii aussage, die berühmteste Handels-stadt ingantz Klein - Asien gewesen, und zuerst von den Amazonen aufeinen niedrigen gründ erbauet, hernach aber von Lysimacho anden ort, da sie anjetzo stehet, versetzt , und nach seines weibeSnahmen Arsinoe genennet worden; so bald aber selbige todt war,nahm sie wieder ihren alten nahmen Ephesus an. Sie ist son-derlich berühmt wegen des tempels der Dianä , welcher unterdie wunderwercke der Welt gerechnet wurde; wie man denn 220.oder, nach anderer zengnissen, gar 40--. jähr daran gebauethat, ehe er zum völligen stände gekommen , obschon der baudurch allgemeine Unkosten von gantz Klein - Asien ist geführetworden. Der Baumeister war Chersiphron , welchen andereCtesiphon nennen; seine thüren waren von cypressen - holtz,welches polirt war, und einen grossen glantz von sich gab.Die treppen aber, die aufdas oberste theil des tempels führten,waren aus holtz vom weinstock gemacht, so man aus Cyperngebracht, wie Plinius versichert. Die statue der götttn Dia-nä war von cedern - holtz, wie Vitruvius berichtet, nach Le«nophontis aussage aber von gold, oder, wie andere wollen ,von elfenbein ; aber Mutianus ein Römischer Bürgermeisterberichtet, daß sie aus reben - holtz gemacht gewesen. Dieserprächtige tempel, so voller unschätzbaren statuen und gemähl-de war, woran die vortreflichsten künstler gearbeitet hatten,gieng L. L. 400. an eben dem tage, da Socrates mit gift hinge-richtet wurde, im feuer auf, und zum andern mal, L. L.in eben der nacht, da Alexander lVI. gebohren wurde. Nach-gehends wurde er wiederum aufgebauet, und Alexander erbö-te sich, die Ephesier mit allem , woran sie Mangel hätten, zuversehen, auch den tempel wiederum so prächtig zu machen ,wie zuvor; jedoch mit dem beding, daß sie seinen nahmen mitin eine infcription an dem tempel bringen sollten, welches sieaber nicht thun wollten. Die Türcken nennen diese stadt Lja-Llouc, und die provintz, worinnen sie lieget, 8-u-cüiun. Al-lein heut zu tage ist sie bey weitem nicht mehr in solchem zustande,doch sind noch die merckmahle der alten Herrlichkeit zu sehen, ge-stalt man allda grosse Haussen von marmorsteinen , viel umge-rissene Pfeiler und zerbrochene statuen, die unter einander lie-gen , antrift, darzu dann nicht wenig beygetragen, daß sie un-ter dem Kayser Nerone und Gallien» vielfältig beraubet und ge-plündert worden. Die vestung, welche auf einem etwas erha-benen gründe stehet, haben die Griechischen Kayser erbauet.Die vornehmste kirche, so dem heiligen Iohanni gewiedmet, istanjetzo eine Türckhche Moschee. St. Paulus hat zu zweyen ma-leu das Evangelium daselbst geprediget, und sich drey jähr da-selbst aufgehalten, auch eine Epistel von Rom an diese gemeinegeschrieben. Einige geben vor, daß auch der Evangelist Jo-hannes Mit der Jungfrau Maria hieher gekommen, daher infolgenden zelten die Bifchöffe daftlost sich dessen Nachfolger zuseyn rühmten, und solcher Ursache wegen, in der zeit der Oster-feyer der Römischen kirche etwas nachzugeben, ihrem ansehen„achtstellig zu seyn glaubten. An. 4; i. unter dem Kayser Theo-dosio dem jungern, ist allhier ein General - Oonciüum widerNestorium gehalten worden, darinnen dieser seines amts entft-tzet, und des Pelagit, wie auch anderer irrthümmer aufs neueverdammt worden. Schon lange vorhero, nemlich an. i-8. ist,wegen einrichtung der Oster - feyer, durch Polycratem, undan. 400. durch Chrysostomum, wegen Verbesserung der kirchen-sachen eine particular - Zusammenkunft allhier angestellet wor-den. Desgleichen hielt man daselbst an. 449. den beruffenenSynoäum, welcher deswegen, weil man den Bischoff zu Con-stantinopel, Flavianum, darauf ermordet, üMics genennetworden, da des Eutychis lehre grossen anhang gefunden.
-a , üb. XIV. Irb. IV. H/e/a, üb. I. ss/r«. üb.
XXXVI. c. 14. Ac. §o/r«. c. 5;. ->äla Ooncil. tom. II. bitt.lib. V. c. rz. »4. Lsn-ar. 11b. VI. c. 10. 11b. VII. c. ;z. Mtt-
lib. XIV. e. Lii-eear. c. 12. üb. I. c. 10. 5o-r»- ^
»re». üb. VlII. c. 6. Lara«. 6. L. ;6. 57. 4zo. 4z 1. 449. ^
praa« , bikoir. 6u monäe. Lpo». reise - beschreibung von Ita-lien , I. La««a?r litt. k. VIII. üb. II. Voar-rk/or-, V07SM äsüevant, üv. III. ex. 22. *
LkMIL, war eine Obrigkeit zu Athen, welche aus 50.Athenienftrn, und eben so viel andern Griechen bestund, undvon dem Könige Demophovn, die unversehens geschehene Mord-thaten zu richten, verordnet war. Draco schloß die fremdenaus, und bestellte dieses gerichte mit 5 r. Athenienftrn; Solonverminderte ihre schärfe nach seinen gesetzen , und brachte vielmacht aus ihren gerichtcn zu dem Areopagitifchen Rathe. Siemusten 50. jähr alt, und lauter solche Personen seyn, die ein un-sträflich leben führeten. , Ltken. x.
6z. , 6e Xep. ätben. leÄ.
* Ephialtes, Neptuni und Jphimediä söhn, welche sonstenAloei weid war, aber von Neptuns genothzüchtiget worden,und zwey söhne von ihm qezeuget hat, nemlich diesen Ephial-tem und Otum. Man hieß sie beyde illoiäc«, von ihrem pfleg-vatter Aloeo, bey welchem sie als seine Ander sind erzogen wor-den. Die Unsinnige fabel meldet weiter von ihnen, daß sie rie-fen gewesen, und alle jähr um eine eüe dicker, und so viel län-ger gelvorden, und sie seyen noch nicht 15. jähr alt gewesen, dasie den Himmel zu stürmen sich vorgenommen haben. Endlichhaben sie durch listigen antrieb der Dianä einander ftlbsten auf-gerieben. Ock^lk. Üb. II.
Ephippus, ein Poet, welcher in Comischen Versen geschrie-ben , und verschiedene mal von Athenäo angeführt wird, davonaber nichts mehr übrig. bi bl. sscnc.
Ephodi, sonst genannt Propheto Duran, oderDurante,von andern aber Parfait, wie auch Peripot Duran, und aufandere weise mehr, war ein berühmter Rabbiner, welcher uMdas jähr Christi i z 94. gelebet. Er soll einmal die Christliche re-ligion angenommen haben, hernach aber wieder auf das Ju-denthum gefallen ftyn. Er hat eine sehr giftige epistel an Bo-netum, einen von den ftinigen zu den Christen übergegangenenJuden, geschrieben, in Mye Mg , denselben wiederum aufseinen erstem glauben zu bringen. Von seinen schriften istnichts so berühmt, als sein werck ülsals Lxboä, von welchemer auch den nahmen empfangen. Es ist solches ein ansehnlichgrammatikalisches werck, darinnen er sich oft dem X. Kimchi wi-dersetzet , mit einer gelehrten präfation , von dem nutzen desüuäii kibüLi <Lc. Das manuscript davon, welches niemals ge-druckt worden, hat I. Buxtorf aus Constantinopel von Jaco-bs Roman»» einem gelehrten Rabbiner, empfangen, und sichdessen öfters in seinen schriften, sonderlich 6e kunNorum üim-guirsw mit nutzen bedient. Es findet sich dißmal mit den übrl-genHebräischen Buxtorfischen buchern in der bibüoelieLa pubüc»Lcsckem. kstilienüs. L«»ro^s. bibl. Xabb.
L. *
, war zu Lacedämon ein gewisser Magistrat, deraus 5. Personen bestund, welchen Lycurgus , oder, nach an-derer meynung, Chilon, oder auch gar erst der König The»»pompus aufgebracht haben soll. Anfänglich wurden sie vonden Konigen, nachmals aber vom volck erwehlt, und ihr aimwährete nur ein jähr. Das vornehmste absehen dabey war, daßsie der Könige gemalt in schrancken hielten, damit sie sich nickneine absolute herrschafft anmaßen möchten. Weil sie meist au»dem volck erwehlet wurden, so hielten sie auch viel auf des volck»freyheit; nach der zeit aber bekamen sie die vornehmsten geistkund weltlichen Verrichtungen. Wenn man das fest der Pallasbegieng, da die jungen pursche gewaffnet zusammen kamen'so richteten sie das opfer zu. Wenn man die götter um rawfragen wollte, so musten sie sich in der Pasiphaes tempel schla-fen legen, und was ihnen daselbst träumete, muste vor sichhen. Sie gaben auch etwas achtung auf den lauf der sterne -sonderlich war diese gewohnheit eingeführt, daß die Xplmn au-9. jähre eine gewisse nacht die luft und das gestirn betrachtenmusten, und wann sie dann, wie man es nennte, einen fern, Wessen sahen, durften sie dem Könige deswegen seinen Königschen gemalt stille stellen, unter dem verwand, die götterten dabey an, daß der König gröblich mißhandelt hätte;doch kain es noch auf den ausspruch des Delphischen Or-mman, ob solches den König entschuldigen, oder sein urtheil 0-kräfftiqen wollte. Diß war ohne zweifel eine staats - list, u"die Könige desto besser in dem zäum und in der forchk thalten. Sie bestellten alle feste und schau - spiele, und gEachtung, baß in einer allgemeinen trauer keine Neuerung um-lief. In weltlichen dingen hatten sie freye Hand , und mmand durste sich ihnen widersetzen; denn sie waren überLollegia, und konnten deren Mitglieder absetzen, ins gelang'werssen, oder auch wol gar auf leib und leben anklagen ,schlusse ergiengen durch die mehrere stimmen, (sie hielten » ^ter den Lxkebis gute disciplin, als welche sich alle zehen tage»ihnen stellen musten, damit sie ihre lebens - art und leides- ^schaffenheit beurtheilen könnten. Sie entschieden auch »streit - fachen, und hatten ihr auf dem marckte. ^
hatten die aufsicht über den gemeinen Klcum, und mustenihnen alle rechnungen abgelegt werden. Die zeit des 1"^theilten sie ebenfalls, und wenn sie ihr regiment anfiengen,'ches um den kürtzesten tag geschah, fieng sich das neue MM ^
Weil sie aber ihre grosse gemalt mehrentheils mißbrauchten^