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kan man so genau nicht sagen, doch ist dieses gewiß, daß ernoch zu den zeiten desKaysers Ädriani mit grossem zulaufge-lehret. Gleichwie er aber allbereits in seinem leben sich grossenrühm erworben , also hat sich selbiger nach seinem tobe ver-mehret , so, daß Lucianus vorgiebt, es sey seine irdene Internefür drey tausend dracbmas verkauft worden. Insgemein wirdihm ein gewisses Rncbiridion beygelegt / doch behaupten an-dere, daßArrianus, sein discipul, dasselbige aus den redenEpicteti zusammen gelesen habe. ich. I. c. 1.17.
19. 26. Ich. II. c. 2;. Lüb. 111 . c. iz. 22. LeÄr«,, noL Ltt.Üb. II. c. 17. 18. 19. it. üb. XV. c. 11. inftomiriana
^ Xerone. /.«cra»«,, vita Osmonaclis. Sa-turn. Üb. I. c. n. , in piocemio K aübi, cum
commentar. 8almasti. , mariud. sd kbiloft 8toic.
, Ich. XV. sä August. de L. 0 . Ilb. IX.
c. 4. La/ü«/'»»«,, ad 8partian. in vita Hsdrian. Le/«e^. inkibl. Lc.
Epicurus , einer der grösten kbilosopborum feiner zeit, vonwelchem eine eigene stete den nahmen führet. Sein vatterwar Neocles , welcher ihn mit Cherestrata A. IVI. 564;. A. L.;4i- II. L- 4lt- Olymp. LIX. 4. gezeuget. Zu seinem geburts-orte hatte er Gargetto , so in Attica gelegen. Weil die Athe-nienser pflantz-stadte in der inful Samos angelegt hatten, gienger mit seinen eitern noch in seinen jungen jähren dahin. Ab-sonderlich machte er sich mit seiner Mutter an verlassene orte, umdaselbst die geister durch sprechung gewisser Wörter zu vertreiben,oder vielmehr durch diß Mittel', nach dem damals üblichenaberglauben, die Häuser zu reinigen. In dem achtzehenden jäh-re feines alters gieng er von hier wieder zurück nach Athen,hielt sich aber kaum fünf jähr daselbst auf, sondern begab sich zuseinem vatter nach Colophon , und von bannen an unterschied-liche örter , bis er endlich gegen das sechs und dreißigste jährseines alters sich entschloß, vesten sitz in Athen zu fassen. Weiler in der Philosophie, darauf er sich in dem vierzehenden jähreseines alters gelegt, gar guten gründ hatte, kaufte er sich da-selbst einen schönen garten , um eine schule darinnen auszurich-ten. Gleichwie er aber sich schon zu Colophon grossen rühmdurch seine lehr-sätze erworben , also hatte er hier einen unge-meinen zugang, so daß ihm von gantz Griechenland und Asien,ja von Egypten selbst junge leuthe anvertrauet wurden. Diesehatten mit ihrem lehrmeister alle güther gemein , doch so, daßein jedweder freywillig und ohne zwang des andern nothdurft zuhülffe kam. Es war auch diese gestllschafft so wohl eingerichtet,daß sie sich niemals zertrennete. Über dieses hatte sie eine solchechrerdietung gegen ihren lehrmeister, daß sie seine Worte als einezöttliche Wahrheit aufnahm, auch seinen geburts-tag noch zuden zeiten Plinii feyerlich begieng. Seine Philosophie aber,darinnen er sie unterrichtete, theilte er in Lanonicam, da er diemitte!, eine fache zu beurtheilen, an die Hand gab , kbystcam,da er der cörper zeugung und Verwesung oder Veränderung lehr-te , und endlich Ltbicam, da er das gute zu erwehlen und dasböse zu meiden anmahnte. Das höchste guth setzte er in derWollust, das ist, in einer gemüths-vergnügung, nicht aber ineiner viehischen begierde, den lüften des leibes genüge zu keiften,welche sich viel seiner distipeln gefallen lassen, und dadurch ihrerstete einen gar heßlichen schandfleck zugezogen. Er brachte auchdas 8yüema des Democriti von den Atomis, wiewol etwasverändert, auf die bahne; und weil er glaubte, daß diese ohn-versehens durch ihre mannigfaltige bewegunqen die theile derWelt hervor brächten, so gieng er dadurch der Vorsehung GOt-tes etwas zu nahe. Er sprach den gottcrn alle gütigkeit oderVorsorge für das menschliche geschlecht und andere geschöpft ab,und behauptete hingegen, daß man sie wegen ihrer herrlichennatur verehren müste. Obsthon die Stoischen kbilolopbi nichtsunterliessen, was ihn verdächtig oder verhaßt wegen dieser lehremachen konnte, so legte er doch zu seiner Vertheidigung verschie-dene wercke der weit vor die äugen, darinnen er zur Verehrungder götter und Mäßigkeit anmahnte. Wie er dann selbst dasje-nige , was er qelehret, in der that auszuüben sich stets beflisse,und seine gröfte delicatesse in einer Mahlzeit, die aus Wasser,brodt und saltz bestund, suchte. Sein ehemaliger schüler, Ti-mocrates, so ein bruder des Metrodori war, welcher letzte-re dem Evrcuro eifrig anhieng, wandte sich von ihm, undredte ihm viel gottlose und schimpfliche fachen nach, die aberEpicurus mit ziemlicher Heftigkeit widerlegte. Endlich starber an dem steine, nachdem er vierzehen tage kranck gelegen,A. N. ;7iz. L. 271 L. L. 48;. Olymp. LXXVII. 2. indem zwey und siebenzigsten jähre seines alters. Kurtz vorheroverfertigte er ern testament, worinnen er verordnete, wie er esnach seinem tobe mrt fernen guthern wollte gehalten wissen. Erhat gar viel wercke verfertiget, dre Diogenes Laertius in derordnung erzehlet, doch rst nichts mehr davon übrig, ausser ei-nigen episteln, so Diogenes Laertius m seinem leben anführet.Allein was die zeiten uns benommen , das hat verschiedenerstribenten liebe zur Wahrheit oder doch zu des Epicuri 8yttsmatohierin» erseket. Unter den alten ist Lucretius und DiogenesLaertius, unter den neuern Gassendus und viel, andere. Unterseinen vornehmsten distipeln waren Neocles, Charedemus, Ari-stobulus, die seine brüder gewesen, sein knecht Mus und Me-trodorus von Lampfaco, dessen lands-leuthe Epicuro in grossermenge anhiengen. epist. kam. üb. XV. epist. 16. ds im.
üb. I. circa kn. Lük. II. äs nat. veor. Üb. I. L de kato ;üb. II. ülvs ll. v.nz. L>,oZ. Lakr/r«,, üb. X. cum noüs La-
läub. stldodrandini itemgue IVIenaxü L Xübnii sd b. I. ?/«k,guod non polüt luaviter vivl juxta ftpicur. inOsmetrio p. yo;-in 8ymssoft üb. III. c. 6. ds berieft üb. IV. c. 19.;
epift. 21. 79.; de vita beata c. 12. OrrZe»», contra Leitn in,üb. VII. p.; 7 i- erst. IV. üb. I. Kc.
L storrsteL«,, in vita Lc moribns Üpicuri Lc. *
Epidamnus, oder Epidamnum, eine stadt, so heut zu tageDurazzc» genannt wird. Sie ward von de« Corcyräern A. ül-
A. L. 6i8. II. L i;6. Olymp. Xft. 2. angelegt. SieheDurazzo.
Eptdaurus, siehe Malvasia.
* Eptdaurus, eine stadt in dem gebiethe der Lacedämonier,
welche nun Malvoisse heißet. üb. VIII. Eine andere
dieses nahmens lag in dem lande der Argier in Pcloponnesus,und war wegen dem tempel Aefculapii bekannt. Eine drittesiehe in dem art. Ragusa und bey de krixüci ftxidauro.
Lbron. Leogr. ecclestgst. ätc.
Epidius, (C.) ein Redner, dessen Plinius gedencket, hatein werck verfertiget, darinn er die bäume redend einführet.Einige vermischen ihn mit Cornelio Epicadio, einem freygelasse-nen des Syllä, dessen bey Suetonio Meldung geschiehet. Esist auch eine ansehnliche familie dieses nahmens zu Rom gewe-sen , welche berühmte männer hervor gebracht hat. x»,
L in vita Lselaris. üb. II. bell. civ.
üb. XÜIV. üb. XVI. c. 2;. <Lc.
Epigenes, ein Mrologus und Historien-schreiber, welchervon Plinto dem Beroso und Critodemo beygefügt wird, undvon dem lauf der gestirnt über 700. oblbrvacionea gemacht. Eswar auch ein Poet dieses nahmens, welcher eine tragödte ver-fertiget , desgleichen ein anderer, welcher die Cvmifche tichl-kunst erwehlet. 1 üb. VII. c. ;6. üb. XXXI. c. ;.
üb. IV. L XIV. üb.IV. onomalft c. 9.
üb. I. element karmon. de Hüt. Lrs:c. üb. III.
bibl. Lrrec. üb. II. c. 19.
* Epigones, ein lVIatbematicus , von Ambracia gebürtig,
und in Sicyon wohnhafft. Er erfand ein musicalisches Instru-ment, welches von seinem nahmen Lpigonium genennet wor-den. Seine Nachfolger wurden Hmbraciotes genennet. Erhat auch einige historische wercke gemachet, und muß mtt einemandern dieses nahmens, welcher ein Poet gewesen , nicht ver-wechselt werden. üb. IV. L XIV. / oL-a',
Üb. IV. onomsltic. c. 9. üb. I. elemcmor. üarmo-
uic. de Hüt. 6ra:c. üb. III.
Epigonus , lebte in dem III. li-eculo , und war der Urheberderjenigen ketzer, so katrixalliaui genennet werden.de brer. lab. üb. III. an. 260.
ward bey den alten Griechen ein gewisserlust-streit genennet, welchen diejenige, so wein auspresseten, untersich anstellten , wer nemlich unter ihnen am ersten den meistenmost zuwege bringen könnte; wobey zugleich dem Baccho zuehren gewisse lod-'gesänge angestimmet wurden.panrb. nivtk. p. ;4.
Epimay, siehe Espinay.
Epimenides, ein koeta Lpicus, welcher n. A. ;;88- st. 0'59Ü. L. II. i;8> Olymp. XI.V 1 . zu einer zeit mit «Lolvne lebte.Er war aus Creta gebürtig, und nachdem er hingeschickt wor-den, seines valters Vieh zu hüten, soll er 27. jähr in einer holegeschlafen haben, da denn, als er wieder nach Hause kam,niemand kannte, gleichwie auch ihm jederman unbekannt war.Dieses getichte muß von seinen langwierigen reisen in fremde»ländern ausgelegt werden. Als die Pest zu Athen regierte, ver-ordnete er, um diese stadt davon zu erlösen, daß viel weiße u>wschwache schaafe in üreopago musten geopfert werden. Er st»auch durch seine opfer und austasten die stadt so wohl geremiget,das ist , der götter zorn wider dieselbige so wohl besänftiget ha-ben, daß sie auf einmal davon befreyt worden. Nun stund esihm frey, für seine belohnung wegen geleisteter dienste zu be-gehren, was er nur wollte; allein er begnügte sich in dem ich >07zu Athen ein zweiglein von einem geheiligten öl-baum abzubre-chen, und gab darmlt denen, welche dem gemeinen wefen dienst^thun, oder zu thun vermcynen, ein schönes exempel, was tu''eine gattung lohns sie sich am meisten dafür wünschen solle'»'Man legt ihm auch das werck von dem Ursprung der Curele»und Corybanter bey. Sonst sind noch drey andere diesesmens, davon die zwey ersten geschlechts-rcgister, und der dritte/die Historie von. Rhodus in Dorischer spräche geschrieben'i.«c->err,s, in vira üb. I. Üb. de legibus.
1 er. 21. A 28. in Lorintb. 1«.^.
üb. VIII. c. 14. I'/r». üb. VII. c. 48. in 8olc>n '
dial. II. bist. kost. *
Epimetheus, war, nach den fabeln der Heydnische» Pb -ten, ein enckel des Himmels, und ein söhn Japeti, wem/,ihn, nebst Hesvero, Atlante, Prometheo und 26. andern 10 x
nen, so insgesamt von einer riefenmäßigen grösse gewesen,
stiner gemahlin Asia, oder Themis , öder Cltmene, gezeus 'Weil er seinem bruder Prometheo qeholffen,da er den ersten »'Vschen aus koth gemacht, hat ihn Jupiter zur straft in erneufen verwandelt. 'ibsogonia. L/r/l- ste, p- 7 -
Epinay, siehe Espinay. ^
LkUsslOI/I, war bey den Alten ein fest, an welchem sie» -einem erhaltenen siege lustig waren, tantzten, lieber sungen,.