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equ era
* Equicola, (Marius) ein Neapolitaner von Alutto, gebür-tig , lebte im XVI. Lculo, und schrieb lkoris ät NsmoiiÄ;äi Mrurs ä'Lmore; äs Inerementis LstüoücL sseüZionis;vilcurL cie kiöturs im Italiänischen, Mayland i;4l. IN 4 ' rc.
" Equile, (Diego 1 ') ein Neapolitaner und Minorite um-ie mitte des 17. jahrhunderts. Er begab sich nach Tyrol zudem dasigen Ertz-Hertzog Ferdinand Carl, bey dem er Hof-Prediger und HiüorioLmpirll8 wurde. Man hat von lhm:Orieins äi LsL ä'Luüris Isconäs äivesss opmione, Antwer-pen 16;;. in fol. ingleichen, welches von jenem unterschieden,cie OriZine, se ^okrlitÄte ^.uliriscL Vks
nediq I 6S0. in fol. dibl. genes!. 10. p. 404. legg.
LOOIKIä, ein fest r» Rom, an welchem die Ritter-pferdejährlich auf dem Lsmxo Usruo, an einem mit grase bewachse-nen orte exerctrt und gemustert wurden. Es war immer einwett-rennen zu Pferde, oft auch mit wägen, dabey. Sie wur-den fast jeden monat gehalten, und finden wir die tage in denalten Römischen calendern bezeichnet. Romulus hatte es demMarti zu ehren angestellet, ^a/70, lib. V. cie I.. ü. /U«-.
p'a/kr ftom. SNt. prrr/c«,. *
Eguttius, war ein vornehmer kriegs-bedientcr unter denKaysern Valentiniano und Valente an. ;6;. und an. ;7<-. wur-de er gar Bürgermeister. Ammianus Marcellinus, Zosimusund viel andere scribenten, wie nicht weniger einige alte Über-schriften gedencken seiner. <?ak-osseal» xroloxo^r. LoäicisTbeoäos
Erack, siehe Zßerack.
Eram, Egram, eine Benedictiner-Abtey in Flandern,unweit Oudenarde, an der Schelde gelegen, und zu Mechelngehörig. Sie ist an. io6z. von Balduino, Grafen von Flan-dern, gestiftet, und nachgehends von den Herren von Ouden-bürg tresilch beschenckt worden. , rmtig. plsnär. x. 49.
Slitig. üurskelä. x. 7;.
* Erard, (Maria Theresia) Superiorin bey der Mtre-va-ms cie ftetüge äe Xsncv, hatte zum vatter Johannem Erar-dum, Advocaten und Rath Catharinä von Lothringen, derPrintzeßin und Aebtißin von Remiremont, und ihre mutter warAnna Maujeu. Sie ka,n zur weit 2. stunden von Remiremontan. 1652. und gab von ihrer zärtesten kinbheit an alle zeichenihrer künftigen frommkeit und Heiligkeit von sich. Der Urhe-ber ihrer lebens-beschreibung zeuget von ihro , daß sie allezeitfür kleinigkeiten eine Verachtung gczeiget , hingegen von jugendauf die stille, die einsamreit und das gebät geliebet. Sonder-lich bezeugte sie schon sehr jung eine grosse lust zum kloster-le-den, aber einer seits waren ihre eltern zuwider, anderseits aberwar sie nicht recht mit sich einig, welche regul sie annehmenwollte. Indessen, bis sie sich zu etwas gewisses verstehen könn,te, übte sie sich in der tugend und Christlichen liebe. Endlichkam die Superiorin des klosters sseküZe äe dlsncy, aufei-ner reise nach Remiremont, Theresiam zu besuchen, und wußtesie so zu gewinnen , daß sie sich vornahm, ein Mitglied ihresklosters zu werden, und mittet fände ihre eltern auch zum ein-willigen zu verleiten. So bald sie in dem kloster gewesen, ca-steyete sie ihr fleisch auf vielerlei» weise; sie legte sich an die sonne,ihre weisse färb zu verderben, im Winter aber gewöhnte sie sichan übermäßige kälte; sie tranck bitteres geträncke , und aßwermuth, und andere ungeschmackte kräuter, an ihren speisen;sie leistete blinden gehorsam ihren vorgesetzten, und trieb ihredemuth so weit, daß sie lieber wollte einfältig scheinen, undunterthänig seyn, als aus verstand ihre pflichten in acht neh-men. Einsten befahl ihr die Superiorin sich zu bethe zu legen,dieweil sie kranck wäre. Theresia, ob sie sich schon wohlaufbefände, nahm ihren glauben gefangen, und legte sich zu bethe.Dieses alles machte ihr solches ansehen , daß sie nach und nachSuperiorin wurde, und zuerst alle andern stufen durchliefe,welches steigen in der ehre sie doch lang abgeschlagen, undsich deswegen als wäre sie thorecht gesteüet, damit man ihrmit dergleichen ehren verschonen mochte. Welches ihr doch derBeicht-vatter mißrathe«, so daß sie endlich als Superiorin ge-storben , und als ein exempel einer grossen (doch etwas extra-vaganten) frommen hat paßiren können. Siehe das lebenTheresia rc.
* Erardus, Eurargus, oder Everhar-us, (Wilhelmus)gebürtig von Langres, war im XV. Lculo einer der vornehm-sten Professoren, anfänglich unter den sslieoloZis zu Paris,und wohnte rm nahmen der Universität dem Lonciüo zu Ba-sel bey. Er war sonst einer von denen, welche die Johannaä'Arc, das magdlem von Orleans genannt, vor eine hexe hiel-ten , und starb an. 1.444. Er hat einige merckwürdige briefegeschrieben, die rn Casarrs Egaßu Bulai Hilf. Lcsä. ksrilien»Lr stehen.
* Eraricus, oder Erarius, vvn gebmt ein Rugier, wur-de nach Jldebaldo auf den Gothischen thron erhoben, abernach fünf monaten umgebracht, als er aus ergennutz mit demGriechischen Kayser einen vor sich vortherlhafften, aber vor dieGothen schädlichen vergleich schliessen wollte. promM,, Loch.III. 2. Von Sünaus Teutsche Reichs-Htstorte, wm. n. ich. m.x. 6yy. feg.
* Erasino, vor alters Erasinus, oder Arsinus, ein flußauf der halb-insul Mvrea in Argolide. Er entspringt aus dem
era
Lago ä! Valst, vor zeiten StymphaluS, verbirgt sich in Ar-gien unter das gebürge, und fällt nebst dem fluß Jnacho in,den Golf» äi Napoli äi Romania. Ä-^->, VI. p. 422. ;6-.feg. 596. VI. 76. kill. NLt. II. lvz. IV.
, not. orb. ant. II. 1;. §.510.
Erasistratus , ein berühmter üleäicus von den schülern deSAristotelis , lebte um die LXXII. OI^mp. L. U. ^692. L. L-292. v. L. 462. und soll, nach Plinii bericht, ein söhn der loch-ter Aristotelis gewesen seyn. Er lebte an dem Hofe des Syri-schen Königs Scleuci düeswris , und da dessen Printz von derersten ehe Antiochus, nachgehends 8ocer genannt, aus liebe ge-gen seine stief-mutter kranck wurde, aber aus schamhafftigkeitdie ursach verschwiegen; war Erasistratus der erste, der solchesaus den Veränderungen, die sich bey jedem eintritt oder Weg-gang der Stratonice sowol in des Printzen angesicht, als anseinem puls mercken liessen, schlösse, und die fach dem Königentdeckte, welcher hierauf selbige diesem seinem Printzen über-ließ. Er hat verschiedene wercke verfertiget, und ist im hohenalter gestorben. IV,«. üb. XIII. c. 7. üb. XX. c. 9. üb. XXVI,c. 2. üb. XXIX. c. i. in vemetr. in 87t.
üb. V. c. 7. ex. 4.in vits Aleäicorum. *
Erafmus, Bifthoff von Straßburg, war ein Graf vonLimpurg, und erwarb durch feine klugheit, sanftmuth und lie-be zur gelehrsamkeit grossen rühm. In feinen jungen jährengieng er auf die Universität nach Tübingen, und hörte alldabey Stöflero die Mathematic, und bey Braunen und Marquar»do die Rechtsgelehrsamkeit. Johanni Sturmio zu gefallen,gieng er nach Paris, und hielt ihn so werth, daß, nachdemer an. 1541. Bischoff zu Straßburg worden, und 8 . jähr her-nach endlich den vergleich mit der stadt wegen theilung der kir-chen, klöster und geistlichen gefallen traf, darinnen unter an-derm dieser das Stift St. Thomä zum Vortheil ihrer allda an-gelegten schule überlassen ward; der Bischoff nicht undeutlichzu vernehmen gab , wie dieses von ihm sonderlich auch in an-fehung Stürmn geschähe, welcher derselbigen schon seit an.i;;7> vorgestanden, oder vielmehr sie in demselben jähr aufbeseht des Raths zu erst angerichtet hatte. Er befand sich mitauf dem Lonciüo zu Trident, und starb an. i; 68 .bist. üb. V. A XÜIII. c?«rKma«. äs Lpsscox. ür§ent.
NEt/'. 6 sll. 8 /eräa». FVe-ben tkestr. *
Erafmus, ein Carthäuser-Mönch von Freyburg, hat ii»dem XV. fseculo gelebt, und von der gottseligkeit einige schrit-ten hinterlassen, , dibl. Lsrtlwf.
Erafmus, (Desiderius) wurde an. 1467. den 28. vct. züRotterdam, ausser der ehe, gebohren. Sein vatter war Ger-hardus, welcher 9. brüder hatte, und von seinen eltern zu demgeistlichen stand gewicdmet war. Gleichwie er aber zu nichtsweniger, als zu einem ehe-lostn leben geneigt war, also eröfne-te er seinen eitern, wie er gesonnen, Margaretham, eines Ms-äici tochter von Zevenbergen, zu Heurathen. Weil aber diesebey ihrem Vorsatz beständig verharreten, daß er den geistliche»Habit anlegen sollte, ergriff er die flucht, und begab sich nachRom, seine geliebte schwanger hinterlassend. Jmmittelst, alser sich daselbst durch abschreibung der ÜI88L. gar leicht fort-brachte , gebahr mehrgedachte Margaretha Erasmum, wel-cher, nach gewohnheit des landes, Gerhardus Gerhardt genen-net wurde, dafür er aber nachgehends die nahmen DesideriusErafmus angenommen. Der vatter Gerhardus legte sichRom auf die üuäis, fastete in der Griechischen und Lateini-schen spräche, wie nicht weniger in der Rechtsgelehrsamkeit-guten gründ, und horte den Guarinum mit grossem siech«Damit ihn aber seine eltern desto leichter wieder nach Hau-se bringen mochten, schrieben sie ihm, daß Margaretha ge-storben , worüber er sich heftig betrübte, und einen ordens-habit annahm. Zwar befand er dieses, wie er wieder zurückkam, falsch, doch verlangte weder er sie zu berühren, nEsie ihn oder einen andern zu heurathen. Vielmehr trachtete»sie beyde den jungen Erasmum in guten künsten und sitten z»erziehen, indem sie ihn schon, da er kaum 4. jähr alt war,zur schule schickten. Er wurde auch in dem Dom zu UtrAunter diejenigen knaben aufgenommen, welche in dem cvUsangen. Von dar führte ihn seine mutter im 9. jähre seine»alters in die schule zu Deventer, allwo er der unterrichtn"!»eines Westphälingcrs, Alexandri Hegn und Zinthii, genoy,welche, die netten tü-äis wieder einzuführen, bemühet w»'ren. Er war noch nicht über 4. jähr daselbst, als stine M»ter an der pest starb , welcher der vatter aus betrübnio.va>"darauf folgete , nachdem er seinem söhne drey vormuna-«verordnet. Diese schickten Erasmum, welcher, wegen noch Mhaltender pest, zurück gekommen war, nach Hertzogenbm»--um seine studien daftlbst fortzusetzen, hatten aber dabey A,Vorsatz, ihn in ein kloster zu stecken, darzu sich dann SUgelegenheit ereignete, als er auch von hier, wegen derund eines viertägigen fiebers, so ihn überfallen , Z»zurücke z« gehen gezwungen wurde. Er widersetzte sichals möglich war, muste sich aber dennoch, nachdem er"her eine stelle bey den Lsnonicis ssegulsrikus in dem ^Sion, so ohnweit Delft liegt, anzunehmen abgeschlagen, .dem kloster Emaus oder Stein bey Goude, unter die ^cossssgulsres begeben, und darinnen so lange bleiben, ndem Bischoff zu Eambray, Henrico von Bergis,