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gewesen. Um das jähr 8-;. ist er, wie es scheinet, vom Hofegegangen, weil sein nähme nicht mehr in den KayserlichenUrkunden steht, und auch in diesem jähre die Annaiss doiieiia-ni aufhören, von welchen er nicht ohne gründ vor den Ver-fasser oder wenigstens fortsetzet gehalten wird, weck ausser an-dern Wahrscheinlichkeiten er auch die angeführte Historie vornrlephanten auf das genaueste aufgezeichnet, also, daß es fastniemand so genau wissen können, daher ihn auch die ssnnslesI/iiurisstsmenles Lertiiiiani und der Monackus Lgoliimeolisausgeschrieben haben. ^ , XXVI. y. XXVIII.
;c>. Z 7 -
*ErcambaIdus, Erchanbaldus, Ergkenbaldus, Er-kambaldus, Erkenboldus, Hermbold, Herimbold,Horinboldus, Ertz-Bifthoffzu Mayntz aus Sachsen gebür-tig , war anfangs Übt zu Fulda, und wurde an. 1004. vomKayser mit Henrico , Bischoffe zu Wurtzburg, nach Schwein-furt geschickt, um diese stadt m die asche zu legen. Weil aberdes Grafen wittwe sich in die Arche rctirirte, und lieber ihrleben im feuer aufgeben, als lebendig die stadt ruiniren lassenwollte, liessen sie es bey der Weisung der vestungs-wercke be-wenden. An. roii. erwehlte man ihn an Willegisi statt zumErtz-Bischoff in Mayntz. In demselben jähre wurde er aucham i. april von Bernwardo, Bischoff zu Hildesheim, dazu ge-weicht. An. iol7. wohnte er der zusammenkunft derNeichs-Stände zu Liezgo bey. Graf Otto that ihm aus dem überdem Rhein gelegenen schloß Hammerstein viel schaden , undverfolgte ihn mit feuer und schwerdt, weil er selbigen wegenfeines unflätigen lebens, auf Machten eines allgemeinen Lon-cilii, nach vorgehender admonition und nicht erfolgter besse-rung, in bann gethan. Allein der Kayser nahm sich des Ertz-Bischoffs an, und ließ das schloß zerstören , worauf zwischenden streitenden parteyen ein vergleich gestiftet ward. An. 1019.soll Ercambaldus bey der einweyhung des Stifts Bambergzugegen gewesen seyn. Endlich starb er an. 1020. oder 1021.den l8. aug. nachdem er das kloster zum H.Creutz ausserhalb derstadt Mayntz erbauet. Vita p. 550.
ack an. 1020. apuck , tom. II. p. 8; 2.
/o«. ack an. 1021. ibick. tom. III. x. 767. VitaLpifc. Dilckes. ibick- tom. I. p. 490.
* Ercamdertus, oder Erkambertus, Hercumbertus,der erste Bischoff zu Minden, wozu er vom Kayser Carolo iVI.gefetzt wurde. Er wurde erst zu Würtzburg erzogen, und vonCarolo AI. reichlich beschencket. Daß er aus einer vornehmenSächsischen familie gewesen, ist daraus zu schliesset,, weil erdem kloster Fulda in Sachsen 25;. leibeigene: 2;. dörfer und170. Hufen landes schenckte. Es scheinet auch , daß sein »al-ter mit seiner familie von den rebellirenden Sachsen verjagtworden, woraufihm Carolus AI. in Francken güther gegeben,indem er dem Stift Fulda in Gollahegewe güther scheuchte,welcher Vagus von dem fluß Goüache, der in die Tauber fällt,seinen nahmen hat. Daß er zum Bißthum Minden gekommen,hat Egilwardus, Bischoff zu Würtzburg, durch seine recommen-dativn bey Carolo AI. dahin gebracht. Sein gedächtnis wirdzu Minden am prokelto Primi und Feliciani gefeyret.
, traciit. kulck. I. §. 6. V. §. 8- cbroo. Alinck.
spuck , loript. rer. Lrunluic. tom. II. p. i;8- «ö Ld-
rer. kranc. XXIV. iz;. XXVIII. 12.
* Ercamdertus, oder Erchambertus, Bischoff zu Frey-fingen, wurde an. 8;;. nach Hittone erwehret. An. 8,7- warer zu Einhoffen bey einer zusammenkunft der Bayerischen Stän.de, und brachte es nebst seinem Advocaten Oadalrih dahin,daß Isanhardus und Ellanhardus zwey Adeliche, die von ih-rem vatter und groß-vatter dem kloster Schleihdorff zugedachtegüther in Durfingsdorff und Pachtiltahofen dem kloster über-geben musten. An. 84z. wohnte er dem Convent zu Dungeihbey Verdun bey, wo. die drey brüder Lotharius, Ludovicusr>,M> Carolus einen vergleich schloffen. Endlich starb er vermuth-lich an. 8;z. als in welchem jähre sein Nachfolger erwehlet wor-den. trackit. ssriling. u. 702. red.
kranc.
* Erchangerus, oder Erchanger, Erkanger, ErckanHer, bemächtigte sich an. 911. des Hertzogthums Schwabennachdem Burchardus ermordet worden. Er war ein söhn deiGrafen Erchangeri und ein bruder von der ersten, gemahliiCaroli Lrassi. Weil er aber wjder Königs Conradi willen beiHertzogthums sich angemasset hatte, begab sich Conradus an«12. felbst nach Schwaben, um ihn zu paaren zu treiben. Infolgenden jähre wurde ein vergleich zwischen ihnen getroffen <und der Kayser heurarhete seine schwester Cunigundam. Iteben demselben iahre schlug er nebst seinem bruder Bertholdldie Lunnen auf dem ruckwege nach ihrem lande. An. 914nahm er Salomonem, Bischoff zu Costnitz und Abt zu StGallen, aefangen. Es hatte Erchanger und Berthold fein bruder, als Miss- ssssii oder Lsmec-e Xuntii , schon längst einlfeindschafft auf ihn geworffen , weck demselben der König un-terschiedene aütber, so zu Potamum, einer stadt unter ihrer ju-risdictiorygehörten, geschenckct; daher sie unter Kayser Arnulphjregicrung Salomoni nach dem leben getrachtet, und wurde rsolches auch ins werck gerichtet haben, wenn sich nicht der Bi-sthoff heimlich in einen wald begeben , und den Konrg uuhülffe angeruffen. Arnulphus citirte die beyden bruder nachMayntz, wo sie nach Untersuchung der strche des lasters der be-
leidigten Majestät vor schuldig erkannt, und nach Ingelheimgefangen gesetzt wurden. Sie hatten vielleicht gar das lebenlassen müssen,wenn nicht Hatto auf Salomonis bitte ihnen gna-de beym Konig ausgebracht. Dem ungeachtet wurden sie wiederverdrießlich, als der König Conradus dem St. Gaüen-klosterSteinheim am Boden-see nebst andern orten scheuchte, stell-ten Conrado den schaden der Königlichen Cammer vor, zu ge-schweige« , daß das schloß ihnen gehörte. Als sie nun nichtsausrichteten , fielen sie das eftift mit gemalt an, und gabendesselben Advocaten spöttische reden. Einsmals begegnet ihnenSalomon selbst, und mahnet sie von ihrem verfahren ab, weilsie sonst von neuem in des Königs Ungnade verfallen würden.Allein sie griffen ihn mit gewalt an, bunden ihn mit einempferde-zaum, und führten ihn gefangen nach Depoldisdurg, woErchangers gemahlin Bertha sich aufhielt, doch wurde er durchseinen vetter Siegfrieden bald darauf in freyheit gesetzt. Con-radus , so bald er diese that gehört, begab sich felbst nach Schwa-ben , nahm Erchanger» beym schloß Oufridingen gefangen, undschichte ihn ins elend. Allein es rebeüirte Burchardus inSchwaben, und machte dem Kayser viel zu schaffen, welcherihn anfangs im schloß Tuipl, welches vor Hohentwiel gehal-ten wird, belagert hätte, wann nicht Heinrich Hertzvg zu Sach-sen ihm ins land gefallen wäre. Unterdessen kommt auch Er-changer aus dem exilio zurück, triftet mit Burchardo und sei-nem bruder Bertholden in ein bündnis, schlägt die Römischenbey Walwis, und nimmt den titul eines Hertzogs in Aleman-nien an. Auf dem Loocilio zu Allheim wurden sie an. 916.vor Reichs-feinde erkläret, mit welchen niemand eine gemein-schaffl haben sollte, ihre güther consiscirt, und ihnen als Ver-brechern der beleidigten Majestät der köpf abgesprochen. Alsnun der Kayser Erchangern, seinen bruder Bertholden undschwester söhn, Luitfridum, in seine gewalt bekam, wurde zuAdingen das urtheil an. 917. an ihnen vollzogen. Doch schreibtdas Lkronicon 8. dalli , daß es hinterlistiger weise geschehen,weil man sie unter der Hoffnung gnade zu erlangen ins netz ge-lockek hätte. Ihre güther wurden consiscirt, ausgenommen daseingebrachte der Berthä, Erchangers gemahlin , welche nichtin das verfahren ihres gemahls wider den Bischoff Salomo-nem gewiüiget hatte. Lomin. K-eZ/». ArteM»/-. aä
an. 917. V-E. aä h. g. , red-
krsnc. cock. ckiplom. kalar. n. 17. p. iz.
Erchempertus, ein Mönch und Diaconus von Monte Caffsino. Man weiß nicht, zu welcher zeit er eigentlich gelebet.Ist er aber, wie Voßius müthmaffet, mit dem Eremperto oderHeremperto einerley, so fallt sein alter in das IX. IKcuIum.Er hat eine Historie von feinem kloster, welches von den Sa-racenen verderbt worden, nachmals aber zum neuen Wachs-thum gelanget, verfertiget. Z'oAevr». in apparat. Iscr.cke Dick. datin. 1 il>. III. c. n.
Erchenbauld cke Durban , ein gewisser Herr, der so eifrigüber recht und gerechtigkeit hielte, daß er keinem Verbrecher,er möchte seyn, wer er wollte, mit der strafe verschonte.Als er derohalben , da er auf seinem tod-bethe lag, vernom-men , daß seiner schwester söhn gewisse weibs-personen um ihrrjungfrauschafft zu bringen getrachtet hätte, ließ er ihn alsoforrgreiffen , und befahl, an ihm das recht auszuüben. Als abersolches die darzu verordnete diener unterliessen, und gedachtersein enckel nach einigen tagen ohngefehr ihm zu gesichte kam,rufte er ihm mit freundlichen Minen zu sich vor sein bethe/und schnitte ihm die kehle ab, dadurch zeigend , daß er l:e>der selbst das einmal ausgesprochene urtheil vollstrecken, al»zugeben wollte, daß der Verbrecher ungestraft davon kommensollte. Dieses geschahe nach Cäsarii bericht an. ,220.
wird dabey erzehlet, daß, als der Bischoff des orts gekommen
sey , seine beichte zu hören, er sich verwundert habe, daherunter andern seinen fünden nichts von dieser Mordthat gedawuund als er ihm solches verwiesen , habe er zur antwort gege-ben , daß er darinnen keine fünde begangen , da er die Svrechtigkeit verwaltet, welche er seinen Unterthanen zu hauvhaben schuldig wäre. Allein über diese seine Hartnäckigkeit yabe sich der Bischoff dergestalt entrüstet, daß er ihn nicht abjo>Viren wollen, sondern sey davon gegangen, und habe du m>gebrachte Hostie wiederum mit sich genommen. Als erzum Hause hinaus gehen wollen, habe ihn der Beamte zur»ruffen und ersuchen lassen, daß er zusehen möchte, ob die 0 ^stie in der monstrantz wäre? da er nun solche vermisset/er ihm selbige auf seiner zunge gezeiget haben. Indem» 'doch nicht zu verschweigen, daß die ersten erzehler vieler ^schichte Legenden - sihreiber sind.
Iib. II. , ckifguif. lik IV.
Erchi , vor zeiten ein Cistercienser-kloster in Ungarn /Vespriner Diceces, welches Thomas kalatiaus des Konigrc ^Ungarn um das jähr 1260. gestiftet. An. 1499. haben evEremiten des heil. Augustini in besitz gehabt. . ^
* Erchmoaldus, wurde an. 646. nach Aegä oder EE'ätz,nes vatters tobe Major Domüs in Neustrien , und warm»nig Dagoberts von mütterlicher feite nahe verwandt. ^ ^als ein gedultiger und gütiger mann beschrieben , weMGeistlichen sonderlich viel nachgab, allein Ansbertus ^8. Auckoini beschreibet ihn als einen sehr geitzigen mann , ^auch nicht einmal auf dem tod-bethe den armen stures ^wollen. Nach Elodovei tobe führte er mit der Komgl.