Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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angeleget, so aber nach kurtzer zeit wie-pin->Ä,^voret ,nennt sie an. 741. an den Papst ZachariamHeydnrsche bauren-stadt, und soll die Marienkirchehaben, welche nachgehends in grosses ansehen^^^en, da man fürgab, es würden daselbst die leichnameBlschoffe Adelarii und Eobani unverweslich aufbe-UN' Das Peters-kloster soll an. 6;8. von dem Könige Da-»ooerto gestiftet seyn ; wiewol andere behaupten, daß der Abtzu Hirßgau dessen nrheber sey. Nach absterben Bur-'Herrn in Thüringen, soll Kayser Otto I. dem Ertz-Mayntz, welches damals sein natürlicher söhn Wilhel-Vß, diese «ladt nebst gantz Thüringen geschencket ha-aAi Dessen nachkommen sind in dem besitz so lange ruhig' bis Ludwig der bärtige sich der provintz Thüringen^achtlget, dessen nachkommen es aufdie 200. jähr besessen;j^au> es durch Heurath an die Marggrafen von Meisten ge-^'"ss-en. Seit an. 148;. haben die Chur-und Fürsten zu Sach-N. ble schutz-gerechtigkeit über diese stadt gehabt, die Ertz-Bi-!^ste zu Mayntz aber das sus lVlstropoleo« nebst andern rech-v" besessen; allein in dem Westphalischen frieden wurde sie«n Lyur-Mayntz abgetreten. Ob nun zwar die bürger es nurlo weit verstehen wollten, als es in vorigen zelten gewe-U'.so prätcndirle doch der Churfürst zu Mayntz, JohannesMltppus, eine absolute herrschafft. Der Kayser selbst thatWen ausspruch vor den Bischofs, und erklärte die stadt inwelche mehrgedachter Ertz-Bischoff an. 1664. mitUM bes Königs in Franckreich exequirte, und darauf denW^berg bevestigte, in welche citadeüe auch das obgedachte^Peters-kloster mit eingeschlossen ist. Ausser der stadt vora,.? Bruder-oder Gothaischen thore liegt noch eine an. 1482.Ausgeführte citadelle, die Cyriacsburg genannt, allwo vor bie-M em Nonnen-kloster St. Cyriaci gestanden. Die Universi-U.Mba, so an. i;yr. aufgerichtet worden, war ehedessen inflor, und hielt man sie so hoch in Teutschland alsA?"Men in Italien. Lutherus, welcher daselbst NsMera, , en , nannte sie Tentschlands paradis, und Eobanus Ües-Uvchrte daselbst mit solchem zulauf, daß er 1500. zuhörera,» Nachdem aber die studenten allzugrosse insolentzien ge-K," ble bürger verübet, griffen diese zu den Waffen, undI^">ten selbst die Lollegia; da denn die Academie in solches„U^men kam , daß sie sich bis jetzo noch nicht erholen kön-Was die übrige Historie diestr stadt anbelanget, so hatden zeiten Kaysers Friderici I., welcher allhier eine zu-dkv?^Eunft angestellet, dieser fall zugetragen, daß, nachdemvj-, 'E, worauf eine grosse menge vvlcks war, gebrochen,vornehme Personen elendiglich das leben eingebüßet. An.belagerte Landgraf Friedrich die stadt, und that ihrd>> ^ hemm liegenden lande grossen schaden, bis endlichf lache durch Vermittelung Kaysers CarolilV., der sich in dempersönlich eingefunden, zum gütlichen vergleich kam.ss," bem ;o-jahrigen kriege ist sie von dem Schwedischen Kö-^Mavo Adolpho , und nachgehends aufs neue von demBanner erobert worden. So sind auch verschiedenegen k Ester gehalten worden, als das erste an. y;r. we-L's Mehurw der ftyertagc und fasten, und zwey andere hat^sBrfchoff Sigfried von Mayntz daselbst angestellet.

ssdurinAiN. Lompllationis cdronol.

Llstor. sum Lääit. vorn. I.

yjf vorilogü sutig. Lrkorä. I^egenci» äs 8. Lc>-

^0. somxenä. s. brsvisr. mrrisl. äs origins

^ Oent. Lrancor. sxp. lVlonr. 8eien. x. 27;.

östog. lib. III. rer. Oerm. OreFer«,, äs

litz ' fterumpub. Hsnl'. äs s. k.

krim- , encom. Lrfurt. Kebe/e/är»,, äs

d-rsorä. Lcaäem. ustsl. Holc^on. Lrpk.

lüst. proteÄioms jullirlse 8sx. in

V^-rkurr. tom. IX. p. 89l- yoi. rrr;.

^uti^. Ikur. HerII bist. äs 1 'Lmxire liv. VI. c. r.0/k«x,r s^nt. Tdur.

anp-Mamenes, ein König in Aethiopien, welcher in Meroefäbm^ster umbringen ließ, weil ihre lehre seiner person ge-* tpl lvur. lid. II. c. 8-

der A^ero, oder ArgenS, ein kleiner fluß in dem Elsaß,StrW bem Vogesischen gebürge entspringet, und unweitden Jll fällt. Iunckers anleit. zur mittl.daß H- ^ ?- 217. Eischart äs orig. strgentorst. meynet,vennss»^ ^ llrZsntvrÄtum, heutiges tages Straßburg, seine be-rin s bon diesem fluß habe. XE. iriner. Osrm. con-

8- ^ b-

tv^detz, ist der gröste fluß in der dem Eydgenößischen Can-sandigen landschafft Sißgöw, welcher sich unter,n den Rhein ergießet.

ein geW5?2 -'Kr Erghon, auch Erghnm, (Johannes)^heoIo°^Engellander aus Yorck, Augustiner-ordens, warder und krokeilor zu Oxford. Er starb in sei.

- ,'n V - st. ^^o. und ließ Lompilariones Vstrsinio-Io. LricilinZwni lil). III. 8 ermvnL 8 ; Lalculri-r^rn., ; Lerrnones vul^res öce. äe leript.

llvzuk. p ^ äils. äs 200. lcrixcoi'.

Erguel, jst kleiner strich landes hinter Viel, in dem

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Bißthum Base! gelegen, so an die Grafschafft Neuenburgarentzet. Es hat den nahrnen von dem schloß Arguel, so zuhinderst in diesem that lieget, und von Bischofs Heinrich IV.an. i28z. gebauet worden. Die einwohner dieses orts wer»den durch einen zu Courtlary sitzenden Bischösslichen Land-Vogt regieret, welcher der Reformirten religion zugethanseyn muß; nachdem es zuvor unter Viel gestanden, ist es, indem zwischen dem Bischofs und der stadt, durch Vermittelungetlicher Eydgenoßischer orten, an. 1610. aufgerichteten Ver-gleichs - tractat, dem Bischofs zu theil worden, doch so, daßder stadt Viel die freye disposition über die dortige mannschafftgelassen worden, sie derowegen auch zu ihrem panner ge-hörig , dem stadt - panner schwören, und von ihro alle or--dreS, betreffend das kriegs - wesen, empfangen muß; es hatdarauf in gleichem jähre gemeldte stadt mit diesem landleinErguel einen absonderlichen tractat dieser fache wegen unter-zeichnen lassen. An. 16,7. ist die Sachsen-Weimarische armeszugleich auch in das Erguel gerücket, hat das schloß besetzet,die Bischöffliche Amtleuthe abgeschaffet, und eine capitulationmit Den Unterthanen aufgerichtet; es geschahe aber auf re-monstration und anhalten der Evangelischen Eydgenossen an.i6;y. wiederum der abzug. *

* Erice, ein flecken und ordentlicher meer-port in dem Staa-

te der Genueser, in der Lombardie, an dem Golfo Spezzia,gegen der stadt Porto Venere über. viLtionnsirs.

* Erich, oder Ehrig, Grossen-Ehrich, eine kleine stadtin Thüringen, den Fürsten von Schwartzburg-Sondershansenzuständig; liegt zwey weilen von Sondershausen. Sie ist an.1590. gepflastert, und an. 1592. die stadt-mauer angefangen,aber nicht fortgeführet worden. Sie hat oft brand-schaden er-litten, insonderheit aber an. i;iz. 1524. und 1528.

Ixm-gm. rer. Umring tom. I. x. 54. Gregor» jetzt florik.Thür. csx>. 9. p. r?;.

* Erich, (Adelarius) ein Pfarrer zu Gandersleben, AndiS-leben und Bechern, hat an. r6n. zu Leipzig eine chronick vonJülich in sieben büchern in fol. drucken lassen, auch an einerThüringischen chronick gearbeitet, ingleichen eine beschreibungvon der stadt Langensaltza in reimen verfertiget, welche inOlearii sMsgm. rer. (slruring. tom. II. x. m. legg. stehet»Pfefferkorns Thüring. chronick, p. 1;.

* Erich, (Samuel) ein söhn Adelarii Erich, war fteöwrzu Hameln, und hernach ksftvr zu Wallensen. Er hat an.164;. von dem ausgange der kinder zu Hameln ein buch inTeutscher spräche geschrieben, welches auch ins Lateinischeübersetzt worden; darinnen er diese fabel vor eine wahre ge-schieht ausgeben will.

* Erichsburg, oder Ehrichsburg, ein schloß mit Fürstlk.chen zimmern, grüben und wall am flusse Jlm, eine stunde vonDassel im Fürstenthum Grubenhaaen, zwey meilen von Ein-decke, am Sollinger-wald, unter Chur-Hannover gehörig, istvon Erichen dem ältern, Hertzoge zu Braunschweig, an. ic?o.aus den ruäeribo« des schlosses Hundesrück gebauet, undan. i6;2. von den Kayserlichen erobert und geschleift wor-den. Schneiders befchr. des alten Sachsenlandes, x>. 2,6.

Erichthonius, der vierte König der Athenienser, kamnach Amphictyone, und zwar eben durch dessen verstossung,L. N. 249z. L. L. 1489. zur regieruna, und kund derselben;o. jähr vor. Weil er mit drachen-fussen soll gebühren wor-den seyn , so lichten die Poeten , daß er die wagen und kut-schen zuerst erfunden habe, um die garstige gestalt seiner fussfe dadurch zu verbergen. Desgleichen soll er auch ein Urheberder Panathenaischen spiele gewesen seyn. Endlich wird ihmauch die erfindung des stlbers und pragung der müntzen zu.geschrieben. L«/eL. cliron. VeÄe»«, , in marm. LrunäsLx. 74. 7;. äs Keg. ütken. *

Erichthonius, war ein söhn Dardani, und folgte sei-nem vatter um das jähr 2568. ll- L. 14,6. in der beherr-fchung von einem kleinen strich landes m Phrygien, einer pro-vintz in Klein-Asien, so hernach Troas genennet worden. L«.in cliron.

Könige in Dänemarck:

Ericus l., ein söhn Ringonis und brnder Harald!, welcheum das jähr 8den Dänischen thron besessen. Zwar solltenach dem tode Sivardi dessen söhn Ericus das regiment er-halten ; weil dieser aber noch unmündig war, hingegen Eri-cus, des Harald! bruder, sich durch seine kriegs-thaten bereitsgrossen rühm erworben, so wurde solcher auf den thron er-hoben. Vor erlangunq dieser Königlichen würde war er zudem Kayser Lndovico kio geflohen, und ließ sich nebst fernembruder zu Mayntz taufen, bekam darauf von gedachtem Kay»ser zu seinem unterhalt einen theil von Frießland, und zu-gleich beseht, die ReichS-grentzen zu verwahren , und Widerdie streisereyen der see-räuber zu beschützen. Nrcht weniger wur-de ihm Dorestatt am Rhein übergeben, welches rhm hernachher Kayser Lotharius wieder abgenommen , und chn Mstgefangen setzen lassen. Er kam. aber heimlich aus dem ge-fängnis, und suchte bey Ludovico m Teutschrand hulffe, welcherihm auch einige örter in Nieder-Sachsen gegen Danemarck zugab. Nachdem er sich nun daselbst veste gesetzt, und der liebe des

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