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rolcks versichert hatte, gieng er mit ziemlicher mannschafft aufden Kayfer Lotharium loS, verderbte dessen länder, so an derNord-see lagen, eroberte auch endlich Dorestatt selbsten wieder.Lotharius, weil er sahe, daß er ohne grossen Verlust nichts mitihm ausrichten würde, ließ sich mit ihm in tractaten ein, welcheauch mit dieser bedingung geschlossen wurden, daß er die gren-tzen des Reichs wider seine lands-leuthe, so noch immerzu mitihren raubereyen fortfuhren, beschützen sollte. Diesem ver-sprechen hat er mit gröstem fleiß nachgelebet, und die Norman-mer überall von dem Rheine und Fneßland abgehalten. Durchso viel rühmliche thaten bahnte er sich gar leicht den weg zu be-vestigung des Dänischen.throns , ohngeachtet der vorige KönigSivardus seinen unmündigen söhn, welcher gleichfalls Eri-cus hieß, darzu, wie bereits oben erwehnet, bestimmet hatte.Er that unter seiner regierung der Christlichen religion gar gros-sen Vorschub, und dauete zu Schleßwtg erne kirche auf, ließauch ein edict ausgehen , darinnen er jederman sich zu derChristlichen religion zu bekehren frey stellete. Da dann durchden eifer Ansgarii, welcher aus dem kloster Corbey in Däne-warck gekommen war, eine ungläubliche menge Heyden ihregötzen verlassen, und sich zu Christo gewendet. Über diesesvermahnte er auch Ansgarium, nach Schweden zu gehen,und selbiges volck ebenfalls zu bekehren. Inzwischen sahe sei-nes bruders söhn, Gutormus, welcher lieber selbst die Cronegehabt hatte, dieses alles mit neidischen äugen an, und ließsich endlich mit Worten öffentlich heraus , daß ihm das Reichzustünde. Weil aber die Worte nichts verfangen wollten, kames endlich zu einer schlacht, in welcher der grösseste theil vonden Unterthanen, die blüthe des Adels und das gantze Königli-che Haus, so von Regnero abstammete, umkam, und nur dereinige söhn Sivardi, welcher den nahmen Erici ebener Mas-sen hatte, übrig blieb, welcher darauf sein väterliches Reicherlangete. in ffegum vanis- seiie.
in still. Oan. cstron. Dan. , rer. Os-
rüc. bist. üb. IV. bist. Oan. lib. III. x. 44. Le»«-
Lrr klorus Osnicur, x>. 176.
Ericus II., barn oder das kind zugenannt, König in Dä-nemarck, kam an. 84?. zur regierung. Im ansang wütete ergrausam wider die Christen, ließ ihre kirchen niederreissen undalle ihre güther verderben. Nachgehends aber, als der Bischoffzu Hamburg und Bremen, Ansgarius, zu ihm kam, wurdeer auf bessere gedancken gebracht, daß er den Christen nichtallein alle freyheit verstattete, sondern auch sich selbst zu ihnenbekennete. Er vermählte sich mit der tochter Gutormi, welcher,wie unter Erico I. gedacht worden, unter dem harten treffenmit umkam, und dadurch seine tochter ins qefängnis über-lieferte , darinnen sie auch so lange blieb, bis Ericus II. durchihre schönheit bewogen ward, selbige sich zu vermählen, unddadurch beyde Häuser zu verknüpfen. Er zeugte mit. ihr Ca-nutum, welcher nachgehends die regierung an. 86;. überkom-men. ÜÄr'e/eÄ. , rer. Oan.
still. üb. IV. x. ic>;. leg. A/e«r/r«r, Kilt. van. üb. III.p. 4;. klar. Oan. x. 179. leg.
Ericus III., der gute zugenannt, kam nach seines brudcrSOlai des hungerigen tode an. 109;. auf den Dänischen thron.Als der König Canutus Lanäkn« in dem bauren-kriege in einerkirche belagert wurde, vertheidigte er selbigen mit ungläubli-cher tapferkeit, konnte aber dennoch nicht verwehren , daß ernicht von der rasenden menge wäre getödtet worden, und mu-ste zufrieden seyn, daß er sich selbst mit dem leben davon brach-te, nachdem er durch den Haussen der rebellen hindurch gebro-chen. Vorhero schon erwiese er genügsame tapferkeit, da er,(gleichwie er ein Herr von ungemeinerstarckeund grössewar)seinen bruder Olaum , worzu die von Könige Canuto beorder-te trabanten allzu furchtsam waren, selbst in der mitten ergriff,und zum gefangenen machte. Als nun nach Canuti des hei-ligen tode Olaus zur regierung kam, konnte er sich nichtsgutes zu ihm versehen, und entflöhe deswegen in Schweden,von dar er aber, nachdem Olaus vor bekümmernis wegenallzu lang anhaltender hungers-noth gestorben, durch unmu-thige stimmen der vornehmsten im Reiche, in Dänemarck zu-rück beruften wurde; da dann so bald eine gantz unverhofftewolfeile erfolgte, vhngeachtet vorhero die geringste speise vorviel geld mcht zu haben war. Er befreycte sein land vor dersee-räuber streifereyen, und züchtigte deswegen die stadt Iulinin Pommern so hart, daß der Bischoff Liemarus zu Bremenihm so gar nut dem bann drohete; der König aber gieng in ei-gener Person nach Rom, und erhielt von dem Papst, daß erein eigen Btßthum zu Lunden in Schonen aufrichten durfte,welches über die Nordsschen lander die geistliche aufsicht habensollte. Dieses ist merckwurdig , daß ein iVlullcus zu ihm ge-kommen seyn soll , welcher chn durch seine cythar erstlich trau-rig, nachgehends lusttg, und enduch gantz rasend gemacht, wel-che raserey auch 4. menschen das leben gekostet, nachdem er denWächtern, welche zu ihm ms gemach gekommen, den spieß ausder Hand gerissen. Im «brlgen soll er der Unzucht sehr ergebengewesen seyn, welches er durch eine ruft ms gelobte land aus-zusöhnen gesucht, darüber er aber an. no6. nach sieben-jäh-riger regierung in Cypern nebst seiner gemahlt» Bvdilda ge-storben. ?o»r«». Van. bist.
Üb. V. x. 201. leg. List. Oan. üb. IV. x. 67.
klorus van. x. 2; 8- *
Ericus IV., mit dem zunahmen Hatevoetmn oder Hafen-fuß , und nachgehends stämunäua oder der edle, König inDanemarck, ein söhn Erici III., kam an. n;o. zur regierung.Er führte mit Haraldo einen gefährlichen krieg, welcher es übelempfand, daß er von dem thron ausgeschlossen worden, undsich deswegen in des Nicolai lager, so ein fund Erici IV. war,begeben hatte; doch bekam er ihn endlich in einem treffenmit allen seinen söhnen gefangen, und brachte sie sämtlich um,nachdem er schon vorhero r. davon ersäuften lassen. Der ei-nige Olaus entflöhe in wcibs-kleidern, muste aber endlich glei-ches schicksal erfahren. Nachdem das Reich von den innerlichenUnruhen befriediget war, kehrte er sich gegen die Rüger, wel-che grosse räubcrey trieben, und einen Heiligen, Vitum oderSuäntovitum genannt, welchen sie aus der Christlichen reli-gion, so sie wiederum verlassen, noch übrig behalten habensollen, als einen gott anbäteten. Er richtete daselbst denChristlichen gottesdtenst wieder an, und wendete sich gegenNorwegen, allwo er den König Magnum hart tractirte, ebensowol' als die vornehmsten in Dänemarck, welche grosse aus-gelassenheiten wider die Unterthanen in seiner abwesenheit ver-übet hattuu Endlich wurde er nahe bey Rypen von einemvon Adel, Plvgio, um das jähr n;9. umgebracht,
Oan. still. lib.V. p. -1;-seg. still. Oan. lik. IV. x. 84- klvi. Oan.
x. 28». feg.
Ericus V., nach einem langen ruchlosen leben endlich.we-gen feiner erfolgten sanftmuth das lamm zugenannt, Kvnigin Dänemarck, war des vorigen schwester - söhn, und folgteihm an. 1140. Nachdem dieser, wie schon gedacht, ermordetworden, und ihn alle bedienten aus furcht verliessen» blieb erallein stehen, und vertheidigte den todten leichnam wider allebesorgte gemalt. Olaus, welcher, wie gleichfalls unter Erico IV-erwehnung geschehen, in weibes-kleidcrn entflohen, fand sichbey dieser Veränderung wiederum ein, und suchte das König-reich mit gemalt an sich zu bringen, hatte auch anfangs dasglück mehrcntheils auf seiner feite; doch wurde er endlich inSchonen bey dem flusse Thiuta getödtet. Hierauf ergab sichEricüs mehrcntheils seiner qemahlin , die nach eigenem gefal-len die regierung führte. Weil er aber sahe, daß ihn da»glück verlassen wollte, indem er von den Wenden überwundenworden, gieng er in ein kloster, allwo er auch um das jähr1148. gestorben.
üb. V. p. 21s. feg. still. Oan.1ib.lv. x. 84- Lette-
rn klar. Oan. x. 288- (egg.
Ericus VI., der heilige zugenannt, wurde von seinemvatter Waldemaro ll., nachdem sein söhn gleiches nahmen»auf der jagd umgebracht worden, an. 1242. mit zur regn-rung genommen. Sein bruder Abel machte ihm viel zu schaffen,indem er die gantze Geistlichkeit, welche sich von Erico betendigt befand, auf feiner feite hatte, über dieses hülfs-volckervon den Lübeckern bekam, welche in Dänemarck grossen fths-den thaten. Erico stunde Sachsen und Brandenburg, desglei-chen die Grafen von Schwerin bey. Doch wurde, nachdemdie schönsten örter in Dänemarck durch die kriegs-ffamme ein-geäschert waren, wieder friede gemacht. Hierauf »ahm ereinen zng in Liefland vor, und bevestigte darinnen die EHEliche religion , doch nicht ohne vorhergegangen grossen tumm»seiner Unterthanen, welche darzu von einem jeden pflüg emgewisses geld geben musten; dahero er auch von einigen derplog-penning zugenannt wurde. Als er von bar wiederzurücke kam , wurde er von den Grafen in Holstein bekriegendie Rendsburg starck belagerten; er schickte deswegen e»Etrouppen wider sie, er selbst aber gieng um das jähr rAAohn alles geleit zu seinem bruder Abel nach Schleßwtg.ser empfieng ihn sehr kaltsinnig, rückte ihm alle bishero gehabte streitigkeiten vor, ließ ihn endlich greiften, und m e»nen kabn bringen. Ihm folgte Lago, ein flüchtiger Edelmawaus Dänemarck, in einem andern, und kündigte ihm, da ^ihn ereilet, das todes-urtheil an, welches er auch, nachveuer dem Könige kaum so viel zeit gelassen, daß er das hem^Nachtmahl empfangen können, an ihm vollzogen , indem ^ihm den köpf abgehauen , und den cörper in die Sch»v A,
sencket, der nach zwey monaten gantz frisch soll gefunden wo»
den seyn; dahero der stuhl zu Rom bewogen worden, im,.,die zahl der Heiligen zu versetzen. Von seiner gemahlin Mk"thildis, Hertzogs Alberte Ist. zu Braunschweig tochter, bm".ließ er kemc kinder, dahero ihm sein bruder Abel succedn
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klar. van. x>.
Ericus VII., wegen seinen wimmernden äugen gliPpAdgenannt, König in Dänemarck, kam nach dem tode ff! ^vatters Christophori I. an. 1256. zur regierung, und rve> xnoch sehr jung war, versähe inzwischen solche seineSambiria, eine Dame von grossem muthe und geMH^eekeil. Gleich anfangs verfiel er mit der Geistlichkeit, w-'ieg,die Holsteiner und Schleßwiger beystunden, in einen ^der aber durch den tod des vornehmsten Urhebers, welchen ^frau umgebracht, ein ende gewann. Mehr machte ihm