Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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""Hi vergleichen konnte , unterbliebe. Darauf162;. den feldzügen in Lieffand und Litthauen als'Amerai-Quartlermeister bey, reiste aber das folgende jähr, wiek der Konig in seinem dienst behalten hätte, wieder

^A daus, da er aussert der ordnung sogleich in den grossen, undg^iayr darauf in den kleinen Rath gezogen wurde, und sich mitMaretha von Erlach , seiner verwandtin , vermählte; alsgegen jähr verblieben, pcrsuadirte ihn der FranzösischeAUMll äs Bassompierre an. iüzo. bey seiner zweyten Am-»iiave in die Schweitz, für seinen König ein regiment vonmann aufzurichten, und solches in Piemont zu führen;ei» k , e damit dem entsatz von Casal bey, und legte grosse ehret!n-., k aber beyneben das unglück, daß der meiste theil seiner>^ "dpen durch eine einreissende kranckheit dahin fiele, und derabgedancket wurde; als man sich hierüber mit ihm in^eorv emlresse, und seinen schaden in etwas zu ersetzen suchte,'c« ex, „ach dem zeugnis des Marschalls äs Bassompierre,wi- sonderbare großmuth von sich hervor blicken; aberg, hernach der Schatzmeister Emeri auch von der ver-»umenen summe 4000. thaler abbrach, faßte er billich einenviverwlllen gegen solche schlimme Manieren der FranzösischenN"MMrs, und schlüge deswegen hernach zu mehrmalen dief'Mite selbiges Hofs aus. Kaum war er wieder nach Haus ge-Z,Men , so suchte ihn der grosse Schwedische Held, Gustavusig^phus, der damals mit seiner armee bis in das obere Teutsch-ri?a- ^rucket, unter herrlichen promessen in seine dienste zuein-»!' .^^"n ob er sich schon dem Hertzog Bernhard, der mitabsonderlichen corpo einen zug in das Algöw vorhatte, zu-UM»eß, und bey demselben in so kurtzer zeit nicht wenig nutzenv^ ,' ^ richtete er doch seine gedancken hauptsächlich in sein„"-"/ and , das bey damaligen zeiten kriegs-erfahrene män-jelbsten zu gebrauchen wußte; wie er dann in der thatvon den Evangelischen Cantons in wichtigen affairen'»Gesandter nach Paris verschicket, und an. i6;6. mit 2000.ügW an die grentzen gelegt wurde, als die Kayserliche inÜe anzahl in der nähe postirt waren. Seine grösten dien-la,w wodurch er sich das gemeine Evangelische wesen in Teutsch-verbunden , war der kluge rath, so er Hertzog Bern-^ ^ damals in dem Bißthum Bafel sein quartier hatte,des cr -" Proviant-mangel sehr gedruckt wurde ) gegeben, sichlew- "'"hals und der 4. waldstädten Meister zu machen; erauch würcklich mit ihm die Hand an das werck, wurded,,"5 den, ersten treffen bey Rheinfelden gefangen , aberL folgenden sieg, als Rheinfelden sich ergeben muste,gen v befreyet. Nach diesen wohnte er allen kriegs-verrichtun-stin-' 5 ° der erste General nach dem Hertzog, bey, ließ auchlek^ > our bey der harten belagerung Brisachs so mercklich»u k! vaß er nach geschehener Übergabe dieser wichtigen vestung,Mnung seiner Verdienste nicht nur zu dero Cvmmendan-ka'l andern auch zu einem Gouverneur des gantzen erobertenund obersten Befehlshaber über alle bishero durchsq-hMMt' Elsaß, Frickthal und krsnslls-LsiMs besetzte örter,laktt-v Kurde; auch ernennte ihn der Hertzog bey seinem dasauf erfolgten tobe zum ersten Generalen seiner gantzenu., welches ober-commando ihm auch Ehm, Rosen undOtto, Graf von Nassau, (so die übrige fürnehmstehenk« E waren,) ohne einige widerred überliessen. Als nachge-wtt Franckreich ein vergleich getroffen wurde, und man diedj-nUte Platze solchem abtrat, auch das meiste volck in dessener be» d"ng, ward Erlach in seinem Gouvernement bestätiget;Niüw sich aber mit dieser einzigen, wiewol wichtigen, sorgehals ' Wndern bemühete sich noch in andern Verrichtungen; soHohen-Twiel entsetzen, an. 1645. und 1646.An fen, Kuppenheim und das schloß Wildenstein erobern,wein, ' machte ihn der König zu seinem General-Lieutenant,inAm k a ^alität er zu dem wichtigen sieg bey Lens viel beytrüge,die n. er dem König das folgende jähr gedienet, da erden am Rhein, so sich für das Pariser-Parlement gegendvn erklären wollte, durch seinen credit,, benetzen demdas Zuwart mitgebrachten qeld, also zu besänftigen wußte,vewl " Es dem König treu verblieb, Turenne aber, ihr Ge-' der sie anstiftete , mit wenigen die flucht nehmenverarmwehr bey diesem allen dieses manns rühm sichdie i-d, e, ie näher war er dem tode, und zog ihm sonderlichduna u. vemühung und eingenommene Verdruß eine auszeh-8ab, d^??ran er den 26. ja», an. r6;o. seinen edlen geist auf-^ kurtz vorher von dem Könige zu seinem ersten klenixo-eryen«»? auf die zu Nürnberg angestellte friedens - tractatenHerren Er hinterließ drey töchter, welche an die

Korde» * Doringenberg, Stein und Taupadel verehelichet

/Audolph von) der stadt Bern bürger und Kriegs-' 8Ä U um dieses sein vatterland sonderbar verdientwen von, ? Rudolph Graf von Nydaw neben vielen vorneh-^Adel aus den umliegenden Teutschen und WelschenErlach,f^n m,t krieg anzugreiffen gedachte, hielte sich dieserdessen ^ber that ein lehen vom Grafen trüge, ebenM' w?ii '.und gab selbigem freymüthig zu verste-w'd alN/""? meisten guther ^ Bern gelegen,m seinen gefahr unterworffen wären, könnte er sich

^af wegen -5? »lcht änderst verstehen , als wann ihm der"»cn ersttzung des erwartenden schadens wollte sicherheit

geben. Dieser aber nahm es gar zu hoch auf, und bedeutetejenem mit trotz; er mochte dann zu seinen Bernern ziehen,ihm wäre nicht noth um einen mann ; worauf Erlach ant-wortete : der Graf wurde ihn einen mann finden,oder nach andern: er wollte zeigen, daß er noch wohlfür mehr als einen mann zu rechnen sey. So bald ernach Bern kam, wurde er von der sämtlichen gemeinde zumObersten erwehlet, da er alsobald die kriegs-zucht wohl einrich-tete. Und anstatt vorhero die handwercker, wann sie-auch imkrieg-und feldzug in etwas gefehlet, sich von niemand anders,als ihren zünften, wollten rechtfertigen und strafen lassen ; so>ward durch ihn eine neue, in der that sehr nöthige, einrichtungveranlasset, nach welcher dem Kriegs-Obersten im selb überseine unterhabende mannschafft eine vollkommene gemalt zuge-standen wurde. Ohngeachtet nun Bern von Ury, Schweitz,Unterwalden, Solvtyurn , auch dem Siebenthal und landvon Haßle ziemliche hüls empfangen, mochten sie dennoch inallem nicht mehr als 5000. mann ausmachen. Woraus sichim vorbeygang einerseits der merckliche unterscheid der dama-lig-und heutigen macht dieses ansehnlichen Standes hervorthut; wie im gegentheil desselben rühm schon in diesem alten,und für ihn, so zu reden, ersten zeiten dadurch nicht wenigvermehret wird, daß solcher auch mit einer so geringen anzahlvolcks dennoch solche thaten , wie jetzo zu erzehlen ist, unterihrem preiswürdigen anführer verrichtet hat. Erlach zog dannmit dem gemelkten kleinen Haussen den feinden, welche überzoooo. mann, darunter sonderlich eine starcke reuterey, bey-sammen hatten, und das stabilem Laupen hart belagerten, ohn-erschrocken unter äugen, richtete auch seine schlacht-orbnung sowohl ein, daß ihn dieselbe ohngeachtet ihrer menge und gros-sen anzahl reystgen dennoch nicht umringen konnten; schlü-ge hierauf den gegen ihm stehenden flügel in die flucht, besässesich aber dabey so wohl, daß er, ohne die fliehende lang zu ver-folgen , schleunig dem andern flügel, auf welchem die Eydge-nossen stunden, und mit dem Adel und reuterey der feindeeinen harten gang hatten, zu hülste kam; da er dann den feindvon der feiten angreiffend, selbigen in kurtzem mit grossem nie-dermetzeln ebenfalls zertrennte. Diese Wacht, wodurch zuder folgends so sehr angewachsenen macht des Standes Berngleichsam der gründ geleget.ward, kostete selbigen nicht mehrals i22. mann; dahingegen der feind über 4?oo. und darun-ter 8c>. gecrönte Helme, verschiedene Grafen, vornemlich dievon Nydaw, Savoyen und Valendis, auch 27. panner samtallem lager verlohren. Bald hernach lockte Erlach die vonFreyburg, welche sich in selbigem kriege insonderheit feindseligwider Bern erzeiget,hatten, nächst bey der ersten stadt in einenHinterhalt am Schonenberg, da deren auf die 700. erschlagenwurden. Nicht weniger Vortheil erlangte er auf andern feitengegen dem Adel und die Grafen; deren städte, schlösser und ve-stungen meist erobert, und zum theil geschleift oder verbranntwurden, welches letztere auch der Vorstadt zu Freyburg , Gat-ter genannt, widerführe. Der friede ward erst an. 1,44. mitgröster ehre des Standes Bern geschlossen: wobey merckwürdig,daß solcher durch diesen von Erlach , obschon bis dahin derBerner Feld - Obersten, dennoch, weil er zugleich der jungenGrafen von Nydaw Rudolph und Jacobs, des vor Laupen er-schlagenen Grafen söhnen, Vormund ernennet war, auch aufder gegenseite vermittelt und geschlossen worden; zu einem klarenkennzeichen der ungemeinen Hochachtung , welche freunde undfeinde für dieses manns lügend und redlichkeit hatten. Nach-dem er letztlich auf ein ziemliches alter gekommen, ward er an.i;6o. von seinem eigenen tochtermann, einem von Rudentz ausdem Unterwaldner-land, der mit ihm in einigen streit gerathen,aus seinem schloß Reichenbach meuchelmorderischer weise ent-leibet , Massen Rudentz die zeit, da jener gantz alleine, und diebedienten auf dem selbe waren, in acht genommen, sich heimlichin das schloß geschlichen, und, wie es nachmals der blutige au-genschein gezeiget, mit dieses alten Herrn eigenem schlacht-schwerdt, so gemeiniglich vor dessen zimmer hängete, die Mord-that verrichtet, wornach er eiligst, und in ermanglung andererrächern, gleichwol von den Hunden seines entleibten schwähersheftig verfolget, die flucht ergriffen, auch folgends gäntzlich ver-stoben und verschollen ist; so daß keine weitere Nachricht von ihmzu erhalten gewesen.

* Erlach, eine ansehnliche Herrschafft in Ober-Oesterreich indem Hausruck-Viertel , nebst einem nicht sonderlich grossenschloße, welches zwischen Riedau und Neumarckt, an den Baye-rischen grentzen, lieget. Das zu dieser Herrschafft gehörige Land-Gericht ist ein Reichs-lehn. Ehemals hat sie den Grafen vonSchaumberg zugehöret, und ist nach deren abgang durch kaufan die Herren Jorger gekommen. Wolfgang Iörger besaß siean. i;8i. und dessen söhn, Helmhard Jorger, an. Ao. wor-auf sie mit des letztem tochter und erdin , Maria Elisabeth ,an Davidem, Grasen von Weissenwolff, gcdrchen, und beydessen nachkommen geblieben. Von Hoheneck, beschr. vonOber-Oester. tc»n. II. x. 784.

Erlana, ist eine feine stadt an der Rednitz, zum Nürn-bergischenBurggrafthum oberhalbgeburges gehörig. Wegendes guten lagers hat Maragraf Christian Ernst vor die refu-girte Franzosen eine neue stadt aufbauen lassen; und zu ansangdes VIII. Lculi hat allhier ein Gelehrter vom Adel, ChristophAdam Groß von Trockn» , von seinen gulhern eine Ritter-

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