ern
Kayser, womit aber Fridericus selbst übel zufrieden war, sichMr doch wieder an. 1416. zu einem gütlichen vergleich einließ.Acht jähr hernach starb Ernst zu Grätz in der Steyermarck. Erhatte zwey gemahlinnen, Marqaretham , Hertzogs Bogislar V.m Pommern tochter, die er sich an. i;yr., und Cimburgnn,Mtzogs Zemoviti in Masovien tochter, die er sich an. 14".beylegen ließ. Mit dieser letzter« zeugte er verschiedene Ander,von denen Ernestus, Ruvolphus , Leopoldus , Alexandrma undAnna in ihrer jugend verstorben, Fridericus aber und AlbertusÜbst ihren beyden schwestern zu erwachsenen jähren gekommen.Von diesen letztem ist Margaretha an. 14; 2. dem ChurfürstenMderico ll. in Sachsen beygeleget, und die stamm-Mutterves heutigen Chur-und Fürstlichen Hauses Sachsen , gleich-wie ihre schwester Catharina , so an. -44;- sich mit Marggraf>aroio I. zu Baden vermählt, dies
e r n
Z2Z
dieses Marggräflichen Hausesz,H'""'eryanerin woroen. xwn den söhnen erlangte Frideri-1440. die Kayserlichewürde. Ko», rmrisl. üug. Fug-ohren-spiegel. in Lullris. Valvasors ehre des
L^Wth. Crain. in Margarethen Churfürstin zu
ge, rc^ stebohrner Ertz - Hertzogin zu Oesterreich, todeö-ta-
Ernestus, Ertz-Hertzog von Oesterreich, der andere söhn, -.Aaystrs Maximilianu II. gebohren zu Wien den 15. jun. an.
Er ward in seiner jugend nebst seinem bruder, Rudol-Iwn/ 7^^" Spanischen Hof geschickt, allwo ihm eine von Phi-an«4>, - Drintzeßinnen zugedacht war. Es zergiengen aber diesege, als der König in Spanien einen Printzen bekam,q>.4?er Ertz-Hertzog reiftte an. Is7t. wieder nach Teutschland.^acygehends hat er unter seines bruders Rudolphi II. Kayserli-^Vegierung in dessen nahmen denOber-und Unter-Oesterrei-sck!« ^ ^nden vorgestanden, auch in den Jnner-Oesterreichi-nach absterben Ertz- Hertzog Carls, die vormundschafftAn. 1592. ernennte ihn der König in Spanien zumIgnae ^"er in den Niederlanden, allwo er auch an. 1594. an-tveap« > sich zwar bemühete, friede zu machen, damit abersonder vereinigten Niederländer ihres Mißtrauens gegen diedvv - ^ nichts ausrichtete. Es gieng auch im kriege nicht vielstt,'.wdem ein theil von des Ertz-Hertzogs völckern stets sehrwar^ ausser, daß die Spanier Gröningen verlohren.verfielen die Spanischen Niederlande mit Franckreich inthun ^ ^ worüber der Ertz-Hertzog mit den Ständen viel zu
weit»* am, indem diese det Spanier verfahren, die an derkcie!> .^ schuld waren, durchaus nicht gutheißen, und denibn-» > t alle weise vermeiden wollten. Ernestus brachte es beyUa^och endlich so weit, daß sie die beschlossene Gesandtschafftb>v?r änlich „^schoben, bis auf ihre Vorstellungen ant-kün^. Spanien käme. Weil aber diese sehr lange verzog,den Won indessen die Franzosen mit ansang des i? 9 ?- iahrsjed„>banrern in Niederland den krieg an, dessen rechten ansangMeld?- - Ertz-Hertzog nicht erlebt, indem er den 20. febr. be-mhres gestorben, nachdem er in den NiederlandendieW > ^ kräncklich gewesen war. An. 159;. schlugen ihnsolltehon Ligisten in Franckreich zum Könige vor, unddvrkk, oarzu die Infantin heurathen. Es ward aber dieserauch « s verworffen, und seine Heurath mit der Infantin bliebin ungeachtet er sich noch bey antretung seines regimentsbrnd-i. Niederlanden darauf rechnung gemacht. Sein eigenerdie D hör Kayser, welcher sich selbst nicht entschließen konnte,rnand-?Wn zu ehelichen , sie aber doch indessen auch sonst nie-Meniit ^nnen wollte, mochte die fache wol hindern. Mandew^/. ^8 dieses mißlingen seiner anschläge, sowol auf diewomit ihm die Spanier und Niederländer, sonder-Ane?^dem er keinen frieden stiften können, begegnet, viel zuIjch./Wanckhelt und tobe beygetragen. Er war sonst ein fried-NiMlA.' sanftmüthiger, gütiger Herr, dabey aber auch soSend?« "t, daß man ihn fast garnicht lachen sehen. Seine tu-vn„ , Waren eben nicht ausnehmend, doch war er hingegen frey
Lastern. ^LE,x. 109-112. "' . ^
k. III. lib. XIX. XX.
, lib. VII. M,-
.p Heryoge in Bayern:
vonwWus, war ein söhn Hertzogs Iohanniszu München,Kärm?Aarina, Graf Meinhards zu Görtz und Pfaltzgrafen inseinem ^ An. i;9t. ließ Hertzog Johannes ihm und
digey Wilhelms in den ihm zugefallenen landen hul-esfoigj.am dem er auch nach des vatters tobe, so 4. jähr daraufdekte?» 'w steter einigkeit gelebt. Ob er nun schon mit seinen>h>y dn-k^r weise in ruhe zu leben beflissen war, so machteHei ru vatters bruders söhn, Ludovicus der bärtige,'shaffen. Wie denn auf dessen antrieb die ?atricü zu?eriaassn x- Wd (einen bruder Wilhelmum, aus dieser stadtueux« ,.?' dle sie erst nach z. jähren durch den ihnen annoch ge-wiederumeinbekamen. Ober gleich hierauf seinelan^was ruhiger fuhren konnte, so währte doch solches^üttun^.'«^em Ludovicus durch seinen Hochmuth zu neuenAyfer <D/stW^senhelt gab. Um das jähr i4?o. schickte ihn derdie L-tthaiien ab, Vitoldo über dieses
, so alle ; allein er ward hieran von den Po-
ssll er verhindert. Nach dem Aven-
v<>^Bayerische Hertzog gewesen seyn, welcher den^ des gnaden geführt; es zeugen aber die urkun-
^eicherspergrschen Lbrowcr, daß schon Hertzog Luil-
pold an. 1141. diesen titul gebraucht. Im übrigen ist von ihmmerckwürdig, daß er seines svhns Alberti maitresse, AgnetemBernauerm, eines baders tochter von Augspurg, an. 14; 6. aufgutbefinden des Raths zu Straubrngen , erstlich gefangen neh-men, und nachgehends, als sie harte Worte ausgestosseN, in derDonau ersäussen lassen. Doch ließ er zu ihrem andencken eine.capelle bauen, und täglich messe darinnen lesen. Das jähr her-nach starb er den letzten jun. von seiner gemahlt» Elisabeth«,Ber-nabonis Visconti, Herrn zu Mayland, tochter, ausser den bereitsgedachten Albertum, 2. tochter nach sich lassend, davon Elisabe»rha erstlich an Hertzog Adolphum von Bergen, und nach dessentode an den Grafen Hessonem von Leitungen vermählt worden,Beatricem aber hat sich der Pfaltzgraf Johannes beygeleget.
ckr. äs Oucib. Lav. gnuLl. oojor.
lib. VII. sulial. s^llogs p. 271.
Ernestus, Alberti IV. söhn, siehe Ernestus, Ertz-Bischoffzu Saltzburg.
Ernestus, Alberti v. söhn, siehe Ernestus, Ertz-Bischoffzu Cöln.
Marggrafen zu Brandenburg:
Ernestus I. Marggraf zu Brandenburg, war ein söhn desChurfürsten Joachim Friedrichs, den er mit feiner ersten ge-mahnn Catharina, Marggraf Iohannis zu Cüstrin tochter, ge-nüget. Er wurde an. i;8;. den 1;. apr. gebohren, und warein zwilling mit dem Printzen Joachim. Nachdem er erwachst»und seinen vatter an. 1608. verlohren, hielt er sich bey seinembruder, dem Churfürsten Johann Slgismund, auf, und wie seinVetter Marggraf Friedrich zu Brandenburg an. 1611. mit todeabgieng, ward er an dessen statt Meister des Johanniter-ordensdurch die Marck Brandenburg, Sachsen, Pommern und Wen-den. Vorhero aber, als an. 1609. der letztere Hertzog zu Jü»lich, Eleve und Bergen ohne erben gestorben, und der ChurfürstJohann Sigismund die pvsseßion dieser lande ergriffen, wurdeer von seinem bruder zum Statthalter dieser lande ernennet,dahin er sich auch begab, und daselbst an. 1610. zu der Refor-mrrten religion trat, welchem exempel andere Marggrafen vonBrandenburg, und selbst der Churfürst Johann Sigismund,endlich gefolget sind. Im übrigen , weil der Pfaltzgraf vonNeuburg, Wolfgang Wilhelm, vor andern aufdie succeßion inden Jüllchischen landen anspruch machte, und es endlich dahinkam, daß der Ertz-Hertzog Leopold von Oesterreich diese landestquestriren wollte, verglich sich Ernst im nahmen seines brudersmit dem Pfaltzgraf, durch Vermittelung des Landgrafen vonHessen Mauritii zu Dortmund, traten darauf die administrationdieser lande zugleich an, und widersetzten sich dem Ertz-HertzogeLeopold, der auch endlich gezwungen wurde, sich aus diesenlanden weg zu begeben, zumal da durch hülffe der vereinigtenNiederlande unter dem commando des Grafen Mauritii vonNassau an. 1610. die stadt Jülich wiederum erobert worden. Esbemüheten sich zwar dieKayserlichen Lommillarü in diesem jährezu Cöln diese irrungen völlig beyzulegen, auch schienen die tra-ctaten zu Jüterbock an. i6n. ziemlich weit zu kommen, dochkonnte dieses werck nicht zum stände gebracht werden, weilPfaltz-Neuburg nicht in das willigte, worüber sich Chur-Bran-denburg und Chur-Sachsen verglichen. Unterdessen vermitteltedieser Marggraf Ernst nebst dem Könige in Franckreich undPfaltzgrafen Wolfganq Wilhelm zwischen dem Rath und derLutherischen bürgerschafft zu Aachen einen vergleich, ließ auchden flecken Müllhelm bevestigen, weswegen auf ansuchen derstadt Cöln und anderer, der Kayser Matthias an. 1612. inhibi-tion ergehen ließ. In dem folgenden jähre reisete er zu seinembruder nach Berlin, und starb daselbst den 18. ftpk.sä sn. 161;. x>. 774- contin. 8Ieiä. ?. IV. lib. II. §. ;g,'
Rensch. Brand, ceder-hayn p. 648.487. pfeffingers merck-
WÜrdigkeitendes XVII. üssuli sä an. 161;.
Ernestus, Marggraf zu Brandenbura, war ein söhn Jo-hannis Georg«, der ein bruder des Churfürsten Iohannis Si-glsmundl war, und das Furstenthum Jägerndorffbesaß. Sei-ne mutter warEva Christina, .Hertzogs Fridcrici zu Würtem-berg tochter, welche ihn zu Jägerndorff den jan. an. 1617.gebohren. Nachdem sein vatter des Churfürsten Friderici V inder Pfaltz partey ergriffen, muste er nebst seiner mutter seinFürstentyum verlassen, und wurde an dem WürtembergischenHofe in studien und anständigen ubungen unterwiesen. Erwollte anfangs in kriegs-dienste treten, änderte aber seinen schkuß,und that an. 16;?. eine reise nach Franckreich, und im folgendenjähre nach Italien, die er selbst in Französischer spräche beschrie-ben. Als er sich zu Genf und Regenspurg eine zeitlang ausge-halten , gieng er zum andern mal nach Franckreich und von ban-nen an. 16;?. nach Engelland, Holland und Dänemarck, da ersich eine weile an Christiani IV. Hofe aufhielte. An. 16; 8. that erdie dritte reise nach Franckreich,und kam durch Burgund und dieSchweiß an. 16^9. wiederum in das Würtemdergische, giengaber im folgenden jähre nach Holland, von bannen «ach Dantzig,nachdem erworher den König von Danemarck zu Gluckstadt ge-sprochen , und endlich an. 1641. nach Königsberg zu dem Chur-fürsten von Brandenburg, Georgw Wilhelmo. Da dieserChurfürst noch dasselbrge jähr ' ernennte ihn
dessen Nachfolger, der Churfürst Hrkdericus Wilhelmus, zumStatthalter in der Marck, welche wurde er mit sonderbaremrühme geführet. Er war etwas mrt der Melancholie behafftet,
und