Z24
ern
und wett noch andere zufalle darzu kamen, starb er an. 164».und zwar unverheurathet. Er war mit des Churfürsten Gevr-aii Wilhelmi ältester Printzeßin Louisa Charwtta versprochen,Loch die Vollziehung wurde durch feinen frühzeitigen tod ver-hindert. Lucä chron« xaZ. 76;. Benjchens cedern - hayrr,x. 919. feg.
Hertzogs zu Braunschweig-Lüneburg:
Emestus, Hertzoq zu Braunschweig und Lüneburg, regie-render Herr im lande Göttingen, war em söhn Hertzogs AlberteLes feisten von Richsa, einer Wendischen Printzeßin. Er stundseinem bruder Alberto, Blschoff zu Halberstadt, wider dessenfeinde an. i?42. bey, und legte grosse proben seiner tapferkeit ab.Nach dem tvde Hertzogs Magni mit der ketten, so an. i? 7 l.erfolgte, nahm er unter dem tltul der vvrmundschafft Braun-schweig und Wvlffenbuttel ein, und behielt solche 8. jähr. Ineben dem jähr i;?;. um Martini gerietst er mit dem Magebur-gischen Hauptmann, Busso Dus, in ein hartes treffen, darinnener selbst nebst 60. Rittern und den reichsten bürgern von Braun-schweig gefangen , doch auf vorbitte der stadt Magdeburg,„ach erlegung 4000. marck, von dem Ertz-Bischosse losgelassenwurde. Er starb an. i; 79. und ließ von seiner gemahlin Elisa-beths , Hectzog Heinrichs zu Sagan in Schlesien tochter, Ot«tonem den G.uaden, nach sich, ingleichen eine tochter mit dermutier gleiches nahmens, so sich an. 1414. mit dem GrafenWilhelmo von Henneberg vermählet. Büntings Braunschw.thron. l^IlvAe.
Ernestus < zu Zelle, Hertzog Heinrichs zu Lüneburg mittle-rer söhn, welchen ihm Margaretha, Churfürst Ernesti zu Sach-sen tochter, an. 1497. den 26. jun. gebohren. Er wurde nebstseinem bruder Hertzog Otten von Churfürst Friedrichen zu Sach-sen, seiner mutter bruder, auf die Universität nach Wittenberggeschickt, und der aufsicht Georg» Rp-rlstini anvertrauet. Nach-dem er einige zeit daselbst verblieben, und absonderlich Marti-uum Lutherum in der Theologie und Hennig Goden in denRechten gehöret hatte, gieng er auf befestl seines vatters nachFranckreich. Allein weil die unruhen in Deutschland je mehrund mehr hervor brachen, verließ er Franckreich, um sich zu Hau-se der regierung in einigen stücken zu unterfangen. Er suchtebald nach seiner zurückkunft die Lutherische religion einzuführen,und hin und wieder schulen aufzurichten. Hierauf gieng er an.i?;o. auf den Reichs-tag nach Augspurg, weigerte sich nebst«ndern Churfürsten am tage Lorporls Lbritti der proceßion bey,»uwohnen, unterschrieb die Augspurgische Confeßion, und ließsich zu mehrerer sicherheit seiner lande, endlich in das Schmal-kaldische bündnis ein, weswegen er von dem Kayser die investi«tur eine zeitlang nicht erhalten konnte. Dessen ungeachtet lei-stete er seinen bunds - verwandten wider Hertzog Heinrich denjünger« zu Braunschweig gute hülffe. Langst vorhero, nem-llich an. 1^25. half er den bauren-aufstand dämpfen, gleichwieer an. i;;;. die Wiedertäufer zu Münster zu paaren zu treibensuchte. Ob er gleich 2. jähre vorhero mit den Lüneburgern,wegen des eigenthum-rechts zum Michaelis-kloster daselbst, instreitigkeit gerathen, so wurde doch solche bald wiederum durchdie völlige religions-änderung gehoben. Weil auch die straffenLurch die räuber, zu welchen sich viel Edelleuthe gesellet, un-sicher gemacht wurden, begleitete er einsmals die reisendenkaufleuthe, und verjagte dieses gesinde durch sein lediges an-sehen. Im übrigen war er ein Herr von grossen gemüths-undseibes-gaaben; absonderlich ließ er sich angelegen seyn, sowolgeist-als weltliche Historien genau zu wissen, und liebte deswe-gen die gelehrte leutste; vor allen aber ließ er seine gnade gegenUrbanum Regium spüren, den er von dem Reichs-tage zuAugspurg mit sich gebracht, und zu seinem Hof-Prediger undGeneral - Superintendenten in dem Lüneburgischen gemacht.Er starb den n. jan. an. 1546., und also in eben dem jähre,da Luther gestorben; gleichwie er auch in einem jähr mit Me-lanchthon gebohren , und zwar in einem Hause zu Ulfen, sohernach in eine schule verwandelt worden, welches man alshelmuche anzeigungen seiner liebe gegen kirchen und schulen an-sehen wollen. Dieser Hertzog ist durch seine gemahlin Sophia,Hertzog Heinrichs zu Mecklenburg tochter, der stamm-vatter desgantzen neuern Hauses Braunschweig und Lüneburg; wie dennvon fernem söhn Henrico dieDannebergische linieherstammet,hie sich nachgehenos in die Dannebergische und Wolffenbütteli-sche getherlet. Sem söhn Wilhelm der jüngere aber hat dieZellffche und Hannoverische liyien gestiftet, davon, wie bekannt,Lie erstere ausgestorben, und das land auf die Hannoverischeoder Chur-linie gefallen, M orstione in obirmn
Urnesti. ^, xroloxogr. ?. III. pgv. 147. BÜNttNgSBraunschw. chron.
Ernestus, Hertzog zu Braunschweig, Herr zu Eimbeck undGrubenhagen, ein söhn Phlüppt des altern und Catharinä,Graf Ernsts zu Mannsfeld tochter, war an. 1518. gebohren,und in seinen jungen jähren m allen anständigen lugenden wohlunterrichtet. Nachdem er sich eunge zeit bey fernem verwandten,Grafen von Mannsfeld, aufgehalten, begab er sich an. 1527. anChurfürst Johann Friedrichs zu Sachsen Hof, und weil sich die-ser zu Wittenberg aufhielt, besuchte er Lutherr und andererkroksllorum predigten fleißig. Weil sich nachgehends der reli-gions-krieg angesponnen, schlug er sich zu des gedachten Chur-fürsten partey, und wohnte an. 1546. dem treffen bey Gingen,
ern
und das folgende jähr der Wacht bey Mühlberg bey, in welcherWerner, nebst mehrgedachtem Churfürsten, gefangen wurde.Wiewol er nun schon 2. jähr vorhero durch bekriegung seinesVetters, Hertzog Heinrichs des jüngern, sich bey dem KayserCarolo V. in grosse Ungnade gesetzet hatte, so wurde er dochbald seiner gesangenschafft wiederum befreyet. Nachdem nullsein vatter, Hertzog Philippus, an. I?;i. gestorben, trat erdie regierung an, hielt eiferig auf gute ordnungen, und fiengan. r;?4. an das bergwerck zur Clause aufdem Hartz zu bauen.Drey jähr hernach wohnte er der Wacht bey St. Quintin inFranckreich bey, und commandirte ein Spanisches regiment,verlohr aber dabey seinen bruder Johannem. Er starb an.1576. den 2. april, und hinterließ von seiner gemahlin Marga-retha, Hertzogs Georg» in Pommerm tochter, Elisabetham, diein gedachtem jähre Hertzog Iohanni dem jüngern zu Holsteinvermählt worden. bist. üb. II. iv. L XU. Büntings
Braunschw. chron. Y2. Möge.
Ernestus Augustus, Hertzog in Braunfchweig und Lüne-burg , Churfürst und Bischofs zu Osnabrück, war ein söhn Her-tzogs Georgii und Annen Eleonoren, Landgraf Ludwigs zuHessen-Darmstadt tochter, welche ihn an. 1629. den ic>. nov.gebohren. Nachdem fein vatter an. 1641. den 2. apr. gestorben,begab er sich an. 1644. auf die Universität zu Marpurg, undübernahm die würde eines keSloris m»Zni6csnr>llimi. Dasjähr darauf trat er eine reise nach Holl-und Engelland an, undan. 1646. um Michaelis befand er sich in Franckreich, vonbannen er nicht ohne gefahr in Spanien übergleng, und endlich,nachdem er durch gantz Italien über Sicilien bis nach Malthagereiset, wiederum glücklich zu Hause anlangte. Inzwischenwurde er zum Coadmtor des Ertz-Stifts Magdeburg erwehlet,nachdem er bereits an. iszg. ein Canonicat und präbende dar-von erhalten. Hierauf that er mit seinem bruder , HertzogGeorge Wilhelmen, verschiedene reifen in Italien, fiel aberendlich in ein hitziges fieber, daß man ihn bey seiner zurückkunftan. 1657. zu Wien vor todt aufnahm. Nach seiner genesunggieng er nach Hause, und wurde an. 1661. nach dem tobe desCardinals Frantz Wilhelms von Wartemberg vermöge desMünsterischen friedcns zu dem Bißthum Osnabrück erhoben.Hierauflegte er feine residentz nach Idurg, und halfnachgehendsdie streitigkeit, die sich bey erfolgtem tode Hertzog Christian Lud-wigs zwischen Hertzog George Wilhelmen und Hertzog JohannFriedrichen ereignet, beylegen. An. 1665. half er zwischenEngelland und den General-Staaten der vereinigten Niederlan-de einen frieden zuwege bringen, und ließ sich mit den General-Staaten zu Neuburg in eine defensiv-alliantz ein, doch würd»die obhandene gefahr das folgende jähr durch einen vergleich EEleve wiederum beygelegt, gleichwie auch die weitläuftigttnzwischen Schweden und der stadt Bremen durch seine unda'stderer Potentaten Vermittelung glücklich gestillet wurde. A>ensich aber an. 1667. durch den Französischen einbruch in die SbAnifchen Niederlande neue gefahr hervor that, so ließ er sichDänemarck, Brandenburg und Holland zu erhaltung der s»meinen ruhe in ein bündnis ein; wurde auch zu beytretung mdie bekannte tripel-alliantz und zu besserer Versicherung des wAachen zwischen Franckreich und Spanien an. 1668. getrost^nen friedens eingeladen. Damit er aber die auf seiner reist wVenedig genossene Höflichkeit wiederum ersetzen möchte, stWier unter dem commando des Grafen Iosiä von Waldeck NAaer Republick eine auserlesene mannschafft nach Candia zu Mfe, die noch bey übergäbe der stadt an. 1669. dienste gelewAAn. 1670. ließ es sich wegen der Corbeyischen anforderung Udie stadt Hoxter mit Münster zu einer weitläuftigkeit an, dUwurde noch alles gütlich beygelegt, worauf er das seinige o»vtrug, daß die stadt Braunfchweig erobert ward. Das 'U,hernach trat er aufs neue eine reife nach Italien an, und»freyete bey seiner zurückkunft seine Unterthanen von den bestUdurchzögen, so der krieg zwischen Franckreich und den Nft .landen verursachen konnte. Weil auch die feinde der t-d ^Pfaltz sehr zusetzten, so trat er an. 167;. mit dem Kaystr,Crvn Spanien und den General-Staaten in eine alliantz, ggerte und eroberte Trier, nachdem er den Französischen enu,unter dem Marschall äs Crequi völlig geschlagen. Das M ,de jähr gieng er mit vor Mastrich, an. 1677. vor Charte» ^und an. 1678. versetzte er dem feinde bey St. Denys einen-' elichen streich. An. 1679. that sich wegen der stadt Hamburg ^unruhe hervor, die aber durch seine Vermittelung zu Wglücklich gestillet wurde. Weil in dem jetztbesagten jähr»bruder Hertzog Johann Friedrich zu Augspurg verstorbener sich das Fürftenthum Calenberg huldigen, und nahm ichresidentz zu Hannover. An. 168z. schickte er 5000. man»» ^Ungarn, welche zu eroberung der vestung Neuhausetdem siege bey Gran nicht wenig beytrugen. In den jE» ,,„l>jähren sendete er der Republick Venedig neue hülfs-voicrer, gstsschlichtete die wegen Hamburg entstandene zwistigken-^,an. 1688. Franckreich in Schwaben und Francken emgew ^ntführte er in hoher perfon ein corpo von 8000. mann ua", §^1»Mittel-Rhein, veranlaßte auch an. 1689. durch die Altontractaten die völlige restitution des Hertzogs von zU
torp. Hierauf wollte er mit 8000. mann der Crone SPst'hülffe nach Brabant gehen, allein der einbruch der MeU
IN Schwabenarmee stieß ,
erforderte , daß erund die Übergabe