Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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getragen, dabey man ihm auch die freyhcit, feine xchmsn un-angefochten zu lassen, versprach. Er wurde dieses auch aller-dings angenommen haben, wo ihm nicht zu gleicher zeit dasJnspectorat der Llumnorum und Oecvnomie m Altorf wäreanvertrauet worden, welches amt er an. 1691. antrat. Vierjähr hernach wurde er nach Nürnberg als Diaconus an derMarien - kirche, wie auch krokeilor LloguemiT, koeseos,Hilioriarum und t-rsecre I-in^UX an dem O^mnalio EZiäianoberuffen, welchen ämtern noch an. 17°?. die Prediger-stelle beySt. Clara beygefüget wurde.. Bey erwehnten ersten bedie-mmgen geriethe er im anfang in so üble umstände, daß er ge-müßiqet wurde, einen guten theil stmes raren und kostbarenbücher-vorralhs zu verflossen. Er starb endlich den 24. sept.an. 1722. Ausser verschiedenen gelehrten disputationen, wel-che an. 1705. zum ersten, und an. 1729. zum andern mal zuNürnberg in 8 zusammen gedruckt worden, hat sonderlich sein

Lpigsnes live Lomwentarms in kragmcnta Orpkica , welchezu Nürnberg an. 17°»- in 4. heraus gekommen, bey kennerndieser art von studien ungemeinen beyfall erhalten ; gleichwieer auch eine neue aufläge von Orphei getichten sechsten, in-gleichen von Devarii karticulis Orscis besorget; nicht wenigerdes Peter Mir stcflexions sur les lävres äs >a 8ts Lcriture,und des Grafen Marstgli Italiänischen brief äs kkospkoroMinerali Lononisnü in das Teutsche übersetzet. In Schell-horns ämosnitstidus Ditterarüs wm. V. stehen etliche briefevon ihm. Er hat sein leben sechsten beschrieben, welches dennach seinem tobe heraus gegebenen predigten hinten angedrucktworden.

* Efthenek, ein flecken in Nieder-Ungarn, zwischen Stul-weissenburg und Comorra, acht stunden von der einten und ze-hrn von der andern. Einige halten es für das alte Cäsarea , ei-nen flecken in kannonia luxsriors, so andre nach Thata setzen.

Eschenthal, VaUe äi Domo OlceHa, ist dasjenige weitethal, welches sich jenseits des Gotthards, dem aus diesem ent-springenden fluß Tosa nach, in 9. Teutsche weilen lang, bis anden DaZo maggiore im Mayländischen, erstrecket. Es hat vielneben-thäler, die sich auf der feiten in die berge hinein fencken,als Vslls Vecchia, Vräls Bugnana, Valle Antrona, (da einbergwerck ist von Laveggistein, daraus man küchen - geschirrdrehet,) lind VsIIe äi Anzasca. Der Haupt-ort des Eschenlhalsist die stadt Domo ä'Osrcüa, und noch andere geringere, alsBoumatt, Dovedro, Pondozula, Ugogna, rc. Die einwvh-uer ziehen ihre nahrung mehrenlheils aus gedrehetem holtzerngeschirr und spieß-stangen. (a> Als die einwohner des Eschen-thals, die unter dem Canron Ury stehende im Liviner-thal, mittaub und ausfällen belästigten, dieser Canton aber, anstatt ge-bührender satisfaction, ledige spott-Worte erlangte, ist er an.1410. im aug. mit seinem Land-Panner in das Eschenthal gezo-gen , und hat sogleich Boumatt eingenommen; ihm folgtenauf sein ersuchen die von Zürich, Lucern, Schweitz, Unter-walden, Zug und Glaris auf dem fuß nach, welche sich sämt-lich vor Domo gelagert, den vrt eingenommen , von dcn thal-leuthen die Huldigung empfangen, und eine reiche beute mitsich nach Hause getragen; (b) hernach an. 1426. zogen ;oo.mann aus den ländern, ohne wissen ihrer Obrigkeit, «dermalin das Eschenthal und kamen plötzlich für die stadt Domo,worüber die bürger so sehr erschrocken, daß sie die stadt leer ge-lassen , und darvon geflohen; es haben sich aber die Lombarderhieraufstarckzusammengerottet, und die Schwerer in Domoumringet und belagert; sie aber hielten mit tapferer gegenwehrso lange an, bis sie von den ihrigen succurs bekommen, woraufdie Lombarder sogleich in die flucht geschlagen, den Schwei-gern mit ihrer gemachten beute freye rückkehr vergönnen mu,sten. (c) Gleich darauf, nemlich den 4. jul. an. 142«. er-folgte zu Bellentz der friede zwischen Philipp, Hertzoge in May-land, und den Evdgenossen, krafft dessen dem Hertzog daSEschen - und Liviner-thal verbliebe, die Evdgenossen aber für ihreansprach mit baarem gelb ausbezahlt wurden, so, daß Zürich,Schweitz, Zug und Glaris 17147. und einen halben gülden,Lucern, Ury und Unterwalden unter dem Wald 10001. gülden,und endlich die von Unterwalden ob dem wald 2954. gülden, anerlittenen kriegs-kvsten empfiengen. (ä) In dem jähr 1487. alsLudwig Sforzia, Hertzog in Mayland, mit Iost, dein Be-schösse von Sitten, in etwas streitigkeit geriethe, rückte gedach-ter Bischoff mit seinen Wallisern in ziemlicher anzahl einsmalsin das Eschenthal, ließ Domo belagern, und das land erbärm-lich zurichten; indessen wußten die Eschenthaler, durch Mitteleines angebotenen accords, die Walltser so lange aufzuhalten,bis der Hertzog eine starcke armee aufgeboten, mit selbiger sei-nem volck zugeeilet, den femd an dreyen orten angegriffen, ge-schlagen , und deren bey 800. auf dem platz gelassen; der übri-ge rest dieser Walltser konnten sich kümmerlich über die unweg-samen berge salviren; es erfolgte aber bald darauf, durch Ver-mittelung der Evdgenossen, ern friede, (s) (3) IX.

k-28;. b. lib. XIII- 289. (0) chron.

M8L. lik. ix. c. 4. ckwn. N8L. k. I. g^l -m.

1410. (3) ä. lid. lX. P. 284- (st)

ekron. M 80 . k. I. gä an. 1426. (e) ÄrEF/l st. loc. L Üb. XIII.r-N8. *

f Esther, ein uraltes adeliches Patritien-geschlecht, so diß-mal zu Zürich in sehr trestichem flor ist; vormals wohnten sie

andern Rhein-ström, um Kayserstuhl hekum, «nd wnMerstlich der Grafen von Habspnrg Edel-knechte und lehn-IeuMhernqch aber der Bistböffe zu Cvnstantz Beamte und Vogte zuClingnaw »nd Kayserstuhl. An. 1190. hatte Jacob Esther ei->nen grossen pfandschilling auf der stadt Kayserstuhl. An. 1269°war Johannes Odervogt zu Kayserstuhl, desgleichen Conraoan. r;2v. und Johannes an. i;;o. Dieser hatte 4. söhne »Heinrich war an. i;8). Chor-Herr zu Znrzach; Erhard, Vogt-Herr zu Rümicken; Heinrich und Johannes aber, die bevorletztere < haben, aus anlas der mit den Hertzogen von OesteHreich damals vorgefallenen Eydgenoßischen unrnhen, um ihre»sicherheit willen, sich besser in die Eydgenossenschafft hinein ge-lassen, und das bürger-recht der stadt Zürich angenommen,da sich denn bey diesen beyden brüdern das gesthlecht in zweyHaupt-linien zertheilet. Johannes, der an. i;84. bürger tZürich worden, hatte einen söhn, Gottfried, oder gemeiniglMGötzgenannt, derwurde an. 14;;. vom Kayser Sigmunb GRom zum Ritter geschlagen, und mit einem adelichen wapeweinen gecrönten luchs führende, begäbet, dahero dessen Nach-kömmlinge noch heut zu tage die. Luchs - Escher genennet wer-den : An. 1459. wurde auch sein söhn Heinrich von Kavst»Friedrich III. und an. 1494- stm sohns-sohn Hans Ja"Avon Ludwig XII. König in Franckreich, bey eroberung derstadt Genua, seiner tapferkeit halben , zum Ritter geschlagen»Johannes wurde Seckelmeister an. i?4'. und zweymal Ge-sandter , erstlich an den König von Franckreich, und dennauf den Reichs - tag nach Augspurg. Hans wurde auch Se-ckelmeister an. i;87. ünd Gesandter an den Hertzog vonLA-voyen, und den König in Franckreich. Hans Peter,dem er sich in Schwedischen kriegen treflich versucht, und vie-len Fürsten und Herren gedient, wurde des Grafen vonMannsfeld Capitatn äs Garde, und hernach Vmetianistve»Oberster. Hans Caspar und Hans Heinrich waren bey kur-tzen jähren Chur - Sächsische Oberst - Lieutenants. Ohge»nannten Götz Eschers bruder, Johannes, war einer der,iE-nannten Böcke oder Schwertler, die sich im alten Zurlwkriege tapfer gehalten, und die berühmte Schnecken - gest^schafft aufgerichtet; dessen söhn Rudvlph wurde Oberster uve»den gantzen zug in dem sogenannten Schwaden - kriege, da d>»Eydgenossen wider Kayser Maximilianum an. 1499. ins Egöw zogen, und in eben dem jähre Bürgermeister. Dessen soVAsöhn Nrcolaus gab das bürger-recht auf, zog gen BaselSeckingen, und kam als Hauptmann vor Metz um, heuUthete aber zuvor eine Griedin von Büningen, dahero st>"nachkommende die Herrsthafft dieses nahuiens im Elsa»sich gebracht, und die stamm - linien der Esther» von Bun».gen herführen. Hans Bernhard, Nicolai söhn, war.AConvents und Statthalter zu Rhvnau; sein sohns - söhn WA,ner wurde Oberster und Commendant zu Villingen; unv nnes Wohlverhaltens wegen von Kayser Ferdinand» II. zum MG.,gemacht, auch mit einem sehr schönen wapen beschencket; msein licculo hat noch einer dieser stamm - lrnie die Gericht"Hofheim von Kayser Josephs zu lehn empfangen. Von oHmeldtem Heinrich Esther, der an. i;8;> neben seinem drw>bürger zu Zürich worden, stammen her die sogenannten G«M,Esther, welche nicht weniger als die andere familie dem Fgiment rühmlich vorgestanden, und bis auf diesen tag des kie>und grossen Raths gewesen. Hans Conrad wurde an. r;"Seckelmeister; Rudolph sein bruder an. 1^69. Obmannner klöster; Marx, dessen söhn, Hauptmann in Franckrcn"wurde zum Ritter geschlagen; dessen sohns - söhn Hansrad wurde an. 1624. Statthalter; dessen sohns-söhne,rieh und Hans Caspar, wurden beyde Bürgermeister; Gh,an. 1678. Als das unter seiner regierung erbaute neue äi"haus an. 1698. von ihm inaugurirt wurde, hat er W" MGesandtschafften gedacht, die er des Stands wegen bis HU,verrichtet, wie er denn schon an. 166;. bey solenner ve w^rnng des bunds mit König Lndovico XIV. zu Paris, alssandter im nahmen der kaufmannschaffc beygewohnt; amaber wegen verarrestirung der Gensischen gefällen auffchem territorio wiederum Gesandtschaffts-weise an besagtennig geschickt wurde, bey welcher Gesandtschaffl er die rev>>wderEydgenößischen nation z»l seinem grösten rühm bestens oeHtet, auch durch andre wichtige Gesandtschafften und klugerung sich weit und breit berühmt gemacht. Er starb ain ^

dem

seines alters

Rndolph, der an. 1689. als Deputirter der Eydgenößisthk» ^gelischen Stände gratulations - schreiben zu erhebung nuiBritannischen thron, König Wilhelms III. überreicht/ ^nachdem er, wie sein vatter und bruder, die Landvog»^ §r-bnrg verwaltet, an. 1714. Rathsherr von der freyen w / Mwehtet worden. Hans Conrad, des Bürgermeisters gr» perneu einer von seinem söhn Hans Conrad, ward an. Han»Raths; zwey seiner groß-söhnen von Johannes, nemim/ Mt/Conrad und Heinrich, wurden auf gleicher zunftund dieser an. 1714. Statthalter, der dritte, Jvharw ,nchMdes grossen Raths, der ein kostbares und sehr sthoned - ^g-len - kunst - und raritäten - cabinet gesammlet. v; ^ «Acob, bemeldlen Bürgermeisters Heinrichs bruöer , w» E2673. an seine stelle RathsHerr, hat bey verlohrnem