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franen ihr vorgeben nicht allerdings unwahr befunden. Weilaber der Hertzog von Epernon um diese zeit bey dem Hof inansehen stunde, und man ihn aiso nicht zu hart beleidigen woll-te, so ward endlich ein urtheil gesprochen, daß der Handel wei-ter untersucht, die angeklagten Personen indessen los gelassen,der proceß unterdrückt, die Escoman aber ihre guther verlie-ren , und zwischen 4. mauren ihr leben endigen sollte. H/e-
/.c- p. 444 - 922 .
* Escombrara, eine insul auf der Mittelländischen see, aufder kicke von Murcia, bey dem eingang des kleinen Golfo vonCarthaaena, welche nur eine stunde im umkreis, und ihrennahmen von den sogenannten fischen, die daselbst häufig zu fin-den , hat.
Escoubleau, die familie. Das geschlecht der Herren vonEscoubleau äs Sourdis hat,sich durch die von ihm abstammen-de sprossen nicht wenig berühmt gemacht. In dem XIV. l-e-ccko lebte Petrus von Escoubleau, Herr von Sourdis, dessensöhn gleiches nahmens Manritium und Stephannm gezeuget,von welchem letztem die Marggrafen von Alluie ihren Ursprunghabe». Mauritius von Escoubleau hinterließ Johannem, einenvatter Francisci; dessen söhn Renatus von seiner gemahlin An-na von Rostaing 6. söhne und eine tochter gehabt, davon Pe-trus von Escoubleau das geschlecht fvrtgepßantzet, dessen schwie-ger-vatter, Herr von Mortagnac, ihn an. 1625. zum erben sei-ner guther eingesetzet. Stephanus von Escoubleau war, wie be-reits gedacht, ein soh» Petri II. und bruder Mauritii. Er ver-mählte fich mit Johanna von Tusseau, die ihm Johannem undJacobum gebohren. Dieser letztere begab sich in den geistlichenstand, und wurde um das jähr 1550. Bischvff von Maillezais.Sem bruder Johannes aber, Herr von Chapelle-Bellovin, rc.Ritter des Königlichen ordens, und Aufseher über die kleider-verwahrung des Königs Francisci I. henrathete an. izrg. An-toniam von Briues, die ihm gebohren Franciscum Ludovicum,den stamm - vatter der Herren von Coudray - Montpenfier,und Henricum Bsschoff von Maillezais, so an. l?y;. zum Com-mandeur der Königlichen orden gemacht worden, und an. 161;.gestorben. Franciscus, ein bruder Ludovici und Henrici, wieschon gedacht, war Marquis von Alluie, Gouverneur von Char-tres, rc. oberster Stallmeister und Ritter der Königlichen or-den. Er vermählte fich mit Jsabella Babou, Frauen von Al-luie, und wurde mit ihr ein vatter verschiedener Einher beyder-ley geschlechts. Unter den söhnen ist zu mercken Franciscus Car-dinal von Sourdis, und Henricus Ertz-Bischoff zu Bourdeaux,von welchen hernach ein mehrers; ferner Carolus, welcher denstamm erhalten. Es war dieser letztere Marquis von Sourdisund Alluie, Ritter der Königlichen orden, Oberster über dieleichte reuterey, Feld-Marschall des Königs und Gouverneurvon Orleanois, rc. Er starb an. 1666. zu Paris im 78. jähreseines alters, nachdem ihm von seiner gemahlin Johanna vonMontluc und Foix, Gräfin von Carmain und Printzefiin vonChadanois gebohren worden r. ) Franciscus Marquis von Al-luie, so in der belagerung von Renty an. 16;?. umgekom-men. 2.) Paul, Marquis von Sourdis, rc. so fich an. 1667.mit Benigna von Meaux vermählt. ;.) Henricus, Graf vonMontluc, oberster Präfident des grossen Raths, rc.
Escoubleau, (Franciscus ä') Cardinal von Sourdis, Ertz-Bischoff zu Bourdeaux, war der älteste söhn Francisci, Mar-quis von Alluie, rc. Er brachte fich sowol durch seine eigene,als seines Hauses Verdienste bey dem Könige Henrico IV. in sol-che gnade, daß ihm dieser an. 1598. bey Elemente VIII. denCardinals-Hut zuwege brachte. Das jahr darauf wurde ihmdas Ertz - Bißthum von Bourdeaux eingeräumet, welchem ermit grossem eifcr vorgestanden. Er wohnte der wähl Leonis XI.und Pauli V. bey, die auch nebst Elemente VIII. Gregorio XV.und Urbano VIII. sehr viel von ihm gehalten. Nicht wenigeransehen hatte er in Franckreich, indem er allda bey Vermählungder Königin Elisabetha mit Philippo IV. in Spanien die Cere-monien verrichtet, und an. 1624. ein Provincial-Loncllnunmit 8. seiner Weyh-Bischöffe gehalten hat. Endlich starb eran. 1628. im 8;. jähre seines alters , da- ihm sein bruderHenricus, von dem der folgende artickut handelt, in der Ertz-Bischofflichen würde gefolget. annsl.
tckll- schrill, L-F», IM. cles örcch. cle kourcl. Lc.
* Escoubleau , (Henricus) ein söhn Francisci von Escou-bleau und ^lavella von Babou, wicwol einige vorgeben, daßihn seine mutter mit dem Cantzler Chiverni gezeugt, war an-fangs Bsschoff von Mcullezais , hernach Ertz-Bischoff vonBourdeaux, Commandeur der Königlichen orden , Abt vonRoyaumont, Prully rc. Er folgte seinem bruder dem Cardi-nal von Sourdis, besten Loachuwr ex bereits gewesen war , indem gedachten Ertz - Bißthum; an. 1628. gieng er mit Ludo-vico XIII. vor Rochelle und m Italien, und ließ sich allent.halben die ausbreitung der Catholsschen religion sehr angele-gen seyn. An. Iü;4. gerieth ,er Mit dem Hertzog von Eper-non, der Gouverneur von Guienne war, und ihm auf eineallzu trotzige und gewaltsame art begegnet, von ihm hingegenm bann war gethan worden, in so grosse Mlßhelligkeiten, daßsie durch den Kömg und Papst müssen beygelegt werden. An.lö;?. folgte er, als Präfident des Marinen-Raths, dem Mar-quis von Harcourt, als derselbe die insul St. Honors und
St. Marguerite in Provence , derer sich die Spanier beiner-stert, ihnen wieder abnahm, und wie er überhaupt sehr herrsch«süchtig und gebieterisch war , ließ er den Gouverneur diel»insul, den Marquis Vitri, dermaßen übel an, daß ihm derlei«be auch hart antwortete, und deswegen zu Paris gefangen ge-setzt ward. Er hat an. 16z;. und an. 1640. bey den Ver-sammlungen der Geistlichkeit präsidirt, und ist an. 164;. ge-storben. snnsl. Oallia schrill.
hilioire cles Lrcbev. cis Lourciegux. mein. I. ;;4-
Escovedo, (Juan äe) des Don Juan von Oesterreich ss'crecarlus. In dem kriege von Granada gab der König Philipeplis II. von Spanien diesem seinem natürlichen bruder einen ge-wissen 8ecretgrium zu, nahmens Juan cle Solo. Als man abernachgehends wahrnahm, daß dieser mensch den besagten Prin-tzen, zumal nach der glücklichen fte-schlacht bey Lcpänto, n»onach der eroberung vo» Tunis , zu allerhand Neuerungen undwider das Königliche interesse lauffenden dingen anreihte, ent-fernte man ihn mit dem titul eines General - Proveditors vo»der armade, und setzte hingegen seinen feind Juan cle Escovedo,welcher in dem Hause des Gonsalvo Perez, eines vatters des W-tonio Perez, war auferzogen, und nachgehends durch den Pro-tzen Ruy Gomez weiter befördert worden, an seine vorige stelle,mit der ausdrücklichen ordre, daß er sich in derselben nach denabstehlen des Spanischen Hofes richten sollte. Allein er ficnges gar bald an, wo es sein vorfahr gelassen hatte, und sccunbir-te nicht nur, sondern erregte auch den ehrgeitz des Don Juau-Da nun der König dessen genugsam versichert war, und Escove-do sich endlich gar unterstund, an. 1577. mit sehr nachdenk-lichen commißionen von seinem Printzen nach Madrid zu korwmen, fand man weder rathsam, ihn länger aufzuhalten, nochmit einer antwort abzufertigen, noch auch (aus furcht vor vemDon Juan) wegen feines Verbrechens öffentlich zu strafe ckziehen. Endlich fiel der König, nachdem er den Cardinal u>>bErtz-Bischoff von Toledo, Don Caspar äe Quiroga, wie aMden Marggrafen von Velez, darüber z» rathe gezogen, darauf,daß man ihn (als ob es von einem privat-feinde herrührte)massacriren sollte. Er trug solches in geheim seinem Staats-8eerer»rio, Antonio Perez auf, und dieser (dem man schulvgiebt, daß er ohnedem den Escovedo als seinen mitbuhler, oderdoch als seinen verräther, bey der schönen Printzcßin von Eb»-ly, einer gemahlin des Printzen Ruy Gomez gehasst) ließ Uchen beseht gleich nach dem Oster-fest an. 1573. durch stEunbekannte Personen, deren anführer Garsia Arze soll gchew ,sen haben, am hellen tage vollziehen. Bevor Escovedo seine"geist aufgegeben, soll er den Antonio Perez als seinen mördergenennet haben. Was wegen dieser Hinrichtung in Spante"erfolgt, siehe unter dem artickul perez. Was den Don J"ckanlangt, so zog derselbe, so bald er diese begebenheit mit Mnem 8scretario vernommen, sich solche als ein offenbares ke»wzeichen des von seinem bruder auf ihn gesetzten mißtrauen» ?dermaßen zu gemüthe, daß er den i. oct. des gedachten 15 7 -'jahrs gleichfalls in dem lager vor Namur mit tobe abgieuS'Etwan 14. tage vorher hakte er an zwey von seinen vertragten, ncmlich an den Doria und an den Mendoza, deren 0"ser letztere Philippe II. Ambassador zu Genua war, mit .0"sen formalem geschrieben, daß, nachdem man ihm die ha>"abgehauen (womit er auf des Escovedo tob zielte) er ein-schlössen wäre, sich in dem ersten gestechte den köpf entzweischlagen zu lassen. IVciaco,, cle 1 g kiliong cle MrooioOe bist. cl'Mgl. tom. I. p. 29z. zc>4.
lib. LIV. bist. cle krsncs tom. III. p. 464.
* Esculapio, oder Lheronesi und pigiada, vor alters LAägurus, oder auch Kpiägung, Hpiägurum, Lp!Lgro8, eine st" ,in der Peloponnesischen landschafft Argolis am 8inu 8gro>uco'wie Herodotus VIII. 46. will, soll dieser ort ehedem eine 'sul gewesen seyn, und Oenora geheißen haben. Sie war endem wegen des daselbst befindlichen tempels des Aeiculm"! nkannt, deswegen sie auch noch jetzo angezeigter Massen
pio heisst. Die einwohner wurden Lssäckrii genannt. -Aerbauer soll wie sie geheissn haben. nv,». Kitt, »st. IV-ce»-o, cle ngturs Deorum III. Z4. , VIII. p. z6<j- i ,,
572. 574. , I. 146. III. ;o. ;S. V- v
leg. cle expeä. Iklexanclri tom. VII. 14. .
stst^m 124. II. Lrr-,«/, X. extr. XI.V. 28-.^..
in kericle p. 171. II. y. 26. 27. 28.' .
X. 9. /V/r«, OötLV. 6. n. 2. '
p. i?2. rck 8tr-cb. VIII. p. 574. Es gierigen ein»n'^^
eine ziemliche anzahl verlriebene einwohner dieser stadt au>insul Samos, und liessen sich da nieder.
, not. ach. 3nt. II. iz. §. ;iZ.
* Escurc, eine provintz in dem Königreich Marocco, Ansehen den ffüssn Hued 1a Abid und Tensift gelegen', ist "Ein-und vieh-weide über die maßen fruchtbar, hat auch gute'-^eberge und ölbäume. Hierselbst werden auch die thiee^päi-zubereitet, und treffiche tücher gewürcket, welche den
fchen nichts nachgeben. Die vornehmste städte darinnenJsadagar, Abmedina, Elemedin und Biza. '
chript. Mio. Aa-
Estcurial, ist ein klein dorf, ungefehr 7. messn vew Hy-drid, auf den Alt-Castilianischen grentzen und gegenge äs Tablada zu gelegen , woselbst ein kloster und^oi