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ward auch Parlements-Rath zu Paris. Nachdem er von die-sem Parlement an. 14; y. an den Papst Martinum III. abge-schickt worden, so ward er an. 1440. Requelenmeister äs l'MrsI,und General-oder Ober - Aufseher der Königlichen emkunften.Unter König Carl VII. an. 144;. kam er zu dem Blßthnm inCarcassonne, nach Gothofredo von Pampadour, und gab end-lich den 1;. jenner an. 1455. in derstadt Revers seinen geist auf.Ein anderer Johannes ä'Estampes war Blschoff zu Revers,und ein bruder des obgemeldten; sie wurden beyde in der nem-lichen gruft beygesetzt, so noch in der Cathedral-kirche zu Re-vers samt ihrem epicspkio gewiesen wird. ,
Lall. Lkritt. »/««c-arä, Kitt. äesNsttreZ äe8 Keguete8. 6^<L t?orrr§»s«, biüoire äe8 Lvegues äe dls>
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Estampes, (Annavon Pisteleu, Hertzoginvon) einemai-tresse des Königs Francisci I. in Franckreich, welche er sich, kurtznach seiner befreyung aus dem gefangnis, zugelegt. Sie war«ine Staats-Dame bey der Regentin Ludovica von Savoyen,Königs Francisci I. multer, und nennte sich Mademoiselle äsHeilli, denn sie war eine tochter Wilhelmi von Pisseleu, Herrnvon Heilli, aus der Picardie. Ohngeachtet nun die Vertrau-lichkeit des Königs mit ihr niemand verborgen seyn konnte,so ließ sich dennoch Johannes von Brosse, Graf von Ponthie-vre, um seine consiscirten güther wieder zu erlangen, zu einerHeurath mit ihr bereden, durch die er Hertzog von Estampesund Gouverneur von Bretagne wurde, wiewol die daher ihmzukommende einkünfte meistens seiner frauen gegeben wurden.Denn diese unterließ auch nach der Vermählung noch nicht,der verbotenen liebe des Königs genüge zu leisten, und wußtesich dieser gelegenheit so wohl zu bedienen , daß ihre brüderund anverwandte grosse beförderungen durch sie erhielten.Weil aber Franciscus I. von tag zu tage seine kräffte verlohr,und sie befürchtete, sie börste ihr ansehen nach dessen tobe,wegen der Diana von Poitiers, der maitresse des Dauphins ,nicht in dem vorigen stände erhalten können, suchte sie sich andem Hertzog von Orleans in künftigen zeiten eine stütze, derohnedem mit seinem bruder, dem Dauphin, nicht allzuwohlstunde. Zu dem ende gab sie dem Kayser an. 1544. als er inFranckreich eingefallen war, den anschlug, Espernay undChateau-Thierri wegzunehmen, weil sie hoffte, dadurch Fran-cisco den frieden um so viel eher abzuzwingen, in welchem,nach des Kaysers versprechen, absonderlich des Hertzogs vonOrleans Vortheil sollte befördert, und ihm von selbigem dasHertzoqthum Mayland überlassen werden. Ob nun wolnach Francisci tobe diß alles an tag kam, wurde doch, demverstorbenen Könige zu ehren, dißfalls keine Untersuchungangestellet. Jedoch liesse sich ihr mann , unter dem vorwand,daß sie mit Francssco I. unerlaubte gemeinschafft gehabt, vonihr scheiden , wobey dann Francisci eigener söhn, Henricus II.wider sie zeuqete; darauf hat sie ihr leben auf einem land-guthin der stille zugebracht, und, sagen einige, wiewol gantz ohnegründ, wie es scheinet, aus blossem haß gegen die Reformirtereligion, daß sie sich zu derselben bekannt habe. Einmal istes gewiß , auch so gar aus den schritten der Catholjschen scri-benten, die noch unter Francisco I. gelebet, daß damals die er-sten Reformirte eine sehr scharfe kirchen-zucht gehalten, undniemand, von was für stand er immer war, in ihrer kirchegeduldet, der in dergleichen, oder noch geringern fünden ge-lebet , als diese Anna. Le , aäält. sux memoir. äs
Lsttelnau, tom. I. p. 86;. 864. 86;. SraswE, vames Mlunt.tom. II. P. ?94- Kitt. äs krangois I. IIv. VI. IX. XI.
Kitt. äe Ilenri II. liv. I. ^2^^, bist. äs Lrsncs , tom. II.x. 1007. 1014. ic>;i. io;8- Lc. *
Estaples, oder rktaples, lat. LtapulD, 8taKulB, einewohldevestigte stadt in der Picardie, in der landschafft Bou-lonnois, am fluß Canche, zwischen Montreuil und Manthulin,etwan;. oder 6. weilen von Boulogne.
* Estarabat, eine geqend in Hyrcanien , von Dom Jeanäus Persien also genennet. Texeira nennet sie Starabat, undvon andern wird sie Strava geheißen. Einige geben dem gan«tzen Hyrcanien diesen nahmen. Die grentzen dieser gegend sindLas Chorasanische gegen morgen, das Mazanderanische gegenabend, und die Caspische see gegen Mitternacht. Sie erstre-cket sich bey 60. Französische meilen, und begreiffet zwölf rechtestädte in sich. Estarabat, so bey ;oooo. seelen in sich fasset, istdie Haupt-stadt darinnen ; es ist die nemliche, welche JofaphatBarbaras Strava nennet, und an das meer Bachu setzet.Er meldet etliche stadte, die von dieser abhängen, und Ana-nias unterscheidet Strava von Starabat, welcher auch diestadt Nirmedon ,n dieses land setzet. Die luft in dieser pro,vintz ist ziemlich ungesund, und das land bringt nur wenigkörn hervor, der reis aber und die weisen maulbeer-bäumegerathen desto besser. Die rebhuner werden auch in Überflußallda gefangen, womit sich die einwohner neben dem reis,woraus sie sich brobt backen , meistens nähren. Wo sie Wasserhaben, wird aller orten eine grosse menge seiden fabriciret,und man findet den flüssen nach eine Hütte an der andern, wosie dieselbe in kesseln ab-und aufwmden und aussieben. DieJtaliäner nennen diese seiden Stravanische. Diese seiden-znchtziehet ihnen eine grosse anzahl fremder handels-leuthe zu,welche aus Orient und Mofcau dahin kommen, um dieselbeeinzuhandeln, und wieder in ihren landen bis in Europa»»
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zu verkauffen. Chedessen hatten die von Estrabat einen Kö-nig, welcher dem grossen Persischen Monarchen zinsbar war,da er sich aber einsten aufgelehnet, so setzte ihn Cyaabas, (derihn überwunden halte) ab , und einen Statthalter an seit»stelle, um das land vor den Tartarn zu verwahren.Ilvrcsluca. , Dick. Lsoerarik. Siehe aU<V
Asterabath.
Estarac, oder Astarac, lat. gkamcum und Lttaracensi^traätus, ist ein klein ländgen in Gascogne, mit dem titul ei-ner Grasschafft, zwischen Armagnac, Bigorre und Gascogne,und erstrecket sich etwan 7. oder 8. meilen in die länge. Gar-cias Sancho, genannt der krumme, Hertzog von Gascogne -welcher zu ansang des X. sisculi lebte, hatte drey söhne, davonder letzte Arnaldus, der ungebohrne genannt, weil seinermutier Honoratä die geburt so sauer worden, daß sie darübergestorben, in der theilung Estarac bekam, und sein geschlecknso wohl sortpflantzete, daß 16. Grafen ihm hinter einander suc-cediret haben; davon der letztere nur drey töchter nach sich lietz-darnnter die älteste Martha an Gastonem II. von Foir, Gra-fen zu Candale, verheurathet wurde.
MäVttV, oder WssLVLV, teutsch Stäffis, ist einekleine, aber gar artige stadt, mit einem darzu gehörigen Amt,an dem Neuenburger-see gelegen, welche dem SchweitzerischcnCanton Freyburg unterworffen ist, und durch einen Lvo^roder Schultheiß, der in dem dortigen schloß wohnet, regier"wird. Von dieser stadt hat die Freyherrliche familie von We-VN7, Stäffis oder Stsviseo den nahmen, welche von Stavo-einem Wendischen Fürsten, entsprossen seyn soll. Dessen nach-kommen haben um das jähr 780. in dem Canton Bern in demkL58-äs-Vauä obige stadt gebanet, worzu vor zeiten eine Herr-sch äfft von zc>. dörfern gehöret. Augoniusvon 8rsvissc>, ins-gemein Steffen genannt, lebte um das jähr 99». Cnno waran. >-6o. Dom-Probst zu Lausanne. Dessen bruders söhneRainaldus, befand sich an. 1246. als Abgesandter an demKayserlichen Hofe. Johannes verwaltete um das jähr .14Adie stelle eines Gouverneurs in dem Loys-äs-Vanä und in derGrafschafft Marly. Seines bruders enckel, gleichfalls Johan-nes genannt, hat 28. Herrschafften besessen. Dessen ur-encke>-Laurentius, war Oberster unter der garde des Königs vo»
Franckreich, und hatte einen bruder, nahmens Jacobum, wei-cher Französischer Marschall und Commendant in der Grat-schafft Neufchatel gewesen. Franciscus Ludovicus Blasiuo.-ein söhn des letzter», war anfangs Hauptmann der Franzö-sischen garde, nachgehends aber um das jähr 1676. GenermGouverneur der Grafschafft Neufchatel. Er hat sein geschlEmit zwey söhnen, Frank Heinrich und Ballhasar BM/fortgesetzet, davon jener Herr zu Molondin, geheimer AAvzu Solothurn, und bis auf den tod der Madame äsmours an. 1707. auch deroselben Gouverneur und I-ieutensw-6ensrsl des Furstenthums Neufchatel gewesen. L«ce/. üewm-k. IV. abrege, p. 64;. * .
Este , lat. Ltette, eine kleine aber gute stadt, an dem WBacciqlione, in dem Paduanischen gebiethe, den Venettamrzugehörig. Plinius, Tacitus , Ptolemäus , und andere a>scribenten gedencken ihrer. Vor zeiten hat sie den titul em .Marggrafschafft geführet, und ein Bißthum gehabt, wel«.unter dem alten Patriarchen zu Aquileja gestanden. Dies"der stamm-ort des Hauses Este, wovon gleich jetzo. ^
Este, das Haus, ist eines von den ältesten in gantz Jtw' sDen Ursprung besseldigen wollen einige von einem Activ, weher König zu Alba gewesen, und zu den zeiten des RomM«,Königs Tarquinii krlsci gelebt haben soll, herleiten. Awgleichwie dieses, und was noch von andern alten ttcttüssiamm-vättern dieses Hauses, vorgegeben wird, sehrwiß, also kan man auf vesterm gründe die stamm-reihe vo"berto, so auch Azo und Groß-Marggraf genennet wird - 1 '^in dem X. und XI. ss-culo gelebet, anfangen. Diesertus war einer der mächtigsten Fürsten in der Lombard» -den zeiten der berühmten Mathildis, und vermittelte neov ^einen vergleich zwischen dem Kayser Henrico IV. und 4 -yGregorio VII. Er soll sein alter über 100. jähr gebracht - ^zwey gemahlinnen gehabt haben; die erste war Kunignnvadem Guelsischen Hause, eine erbin der alten Welsen m ^,Deutschland, die ihm Hertzog Guelfum in Bayern gcvoyMeso nach ihrem tode die ihrem gemahl zugebrachte Te»'provintzien geerdet, von welchen nachgehends dieBayern , Sachsen - Braunschweig und Lüneburg aM^smet. Seine andere gemahlin aber war ErmengardtS -Hngonis äu Maine tvchter, welche ihm zwey söhne unt-ren , davon der erste eben so wie sein groß - vatter vonterlicher feite, der andere aber Fulco geheissen. Diettehinterließ Obizonem oder Opitmm, Marggrafen undvon Este, welcher zu ende des XII. InLuli an. -den, einen söhn, Azonem II. nach sich lassende. Dlestv^die Herrschaffl Ferrara an sein Haus, und erhielt1208. die Anconitanische Marck von dem Apostoujcven '
Er vermählte sich erstlich mit Leonora, Graf ThomaSavoyen tvchter, die ihm Aldobrandinum, dessen toclM zhlektrir an den König Andream II. in Ungarn an. ver hre^worden, und 2. tvchter, Beatricem und Constanttam, ge^^^e-Nachdem diese aber verstorben, verlobte er sich wlt w ra,sella, einer tvchter Adelardi, fo Guilielmi, Herrn zu o^yer