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an. 17)4. dahin begeben, -a er denn am 27. apr. bey der ar-W anlangte, den 4. may die linien bey Etlingen verließ, undM veyHeitbrunnlagerte. Von dar ließ er den 19. jul. die!"N«He armee aufbrechen, und war gesonnen , das belager-!5W"ippsburg ztt entsetzen; allein es hatten sich die feinde der-Nltz» verschantzet, daß er es nicht vor rathfam hielt, sie da-dÄ. ""lugreiffen. An. 17)5. den 17. may fand er sich wie-0^« Heilbrunn bey der armee ein / und hätte dem feindeeme Wacht geliefert / wozu ihm aber derselbe keine gele-y-nä " ^ben wollte. Weil er nun von dem vorfeyenden frie-^'w-wercke Nachricht erhalten/ so übergab er dem Hertzoge»"^Wurtemberg den ;. oct. das commando / trat seine reisebk. am und sprach unterwegens zu Ingvlsiadt bey demsurften von Bayern ein. So bald er an dem Kayferli-»MHofe angelanget / ließ er die ordre wegen eines waffen-/üüo des gehöriger orten ergehen / und wohnte den geheimenrvnterentzien mit unermüdeter sorgfalt bey / zog sich aber da-M kine Unpäßlichkeit zu / und wurde an. 1756. den ri. apr.My nach y. uhr todt rm bethe gefunden / worauf man seinenMnam den r6. apr. in der Haupt-kirche St. Stephan mitjf/werbaren und gantz ungewöhnlichen ehrenbezeigungen zur er-N bestattete. Weil er sich niemals vermählt gehabt / so istHierlassen schafft seines bruders Ludovici Thomä PrintzeßinllMer, Victoriä / Heimgefallen, welche sich darauf an. 17; 8.«ll dem Printzen von Sachsen-Hildburghausen / Iosepho Fri-^co, vermählet. Er war ein Herr, welcher svwol wegen sei-fen '^erbarm gemüths-gaaben / als auch wegen seiner grosifnuud fast durchgehends sehr glücklichen Unternehmungen denleik- testen Helden des alterthums gleich zu schätzen. SeinegM-gesialt war mittelmäßig / doch ansehnlich, wobey er zu-die allergrösten befchwerlichkeiten ohne Nachtheil seinerAwndheit auszustehen vermögend war. Hiernächst besaß er ei-hohen und durchdringenden verstand / überlegte alle mög«tiaa "orfallenheiten voraus, war dabey in ausführung der wich-arw dwge überaus fertig, und wußte die ihm anvertrautenten ? dergestalt in liebe und Hochachtung gegen sich zu erhal-Jni daß sie unter feiner anführung doppelten muth bezeig
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bezeigten.
alA, ^r^ellen war er ein grosser meister / dagegen er gemeini-rrm^dte absichten der feinde eher erfuhr , als man die seinen«„Wen können. Seine großmuth erhellet unter andern vor-tz.,, M) daraus, daß er sowol in der äussersten gefahr, alsiedi-v, ^ glücklichsten begebenheiten seine gemüths-bewegungenvöllig in seiner gemalt gehabt, die mittet, welche ihm„j^ oor Hand waren / grossen reichthum vor sich zu sammeln,dia-n gebraucht, und sich weder den glantz seiner ruhmwür--W ih^ten, noch auch die ihm dißfalls erwiesenen ehrbezei-leit!» ? MV lm geringsten zu einer tadelhafften aufführung ver-" lassen. Daneben war er ein so vollkommener Staats-'als General, und wartete an dem Hofe die wichtigstenlvel<Ä lck"verlichsten geschaffte mit »»ermüdetem eifer ab/ durchtvvl k ^nehmende eigenschafften er auch sich aller orten so-ho^ voy munden als feinden bis an sein ende in der gröstenng erhielt. Wie er im übrigen von jugend auf anien- Aund wissenschafften / in welchen er auch selbsten eine sel«berte - ^ung besaß, grosses Wohlgefallen gehabt: also beför-
dieselben, wo er nur gelegenheit fand, und sam-insonderheit eine bibliotheck, die sowol wegen derscriml» stltenheit der darinnen enthaltenen bücher, manu-r^^ss.u»d kupferstiche, unter die vortreflichsten in gantz Eu-KgssLehvrte, und deswegen auch. nach seinem absterben demäi> pichen bücher-fchatze einverleibet worden. Kill.
LvMne. Eugen« leben.
bvve^Wntus Johannes Franciscus, Printz von Sa-fir, Ä ^"vst von Soissons, Ritter des güldenen Vliesses / Kay-N,ch.^^eral-Feld-Wachtmeister, und Oberster über ein regt-von kä" 'vß/ war der einzige söhn Emanuelis Thomä/ Printzenslin, ^t^^oyen und Fürstens von Soissons, den ihm seine gemah-dr/^heresta Anna Felicitas, eine tochter Iohannis Adami An-re„ ssMrstens von Lichtenstein, an. 1714. den 2;. sept. gedoh-Er wurde an dem Hofe des Königs von Sardinien,seines. ^ Amadei, meistentheils erzogen, welcher ihn wegenfqst wi-ferkelt und anderer gantz besondern eigenschafftenllviwn-l"n eigen kind hielt, und mit dem Ritter-orden ckellabeehrte. An. 17; 1. den 29. nov. ertheilte ihm5vkam..^?^LÜldene Vließ, worauf er an. 17;2. zu Wien^estn, iÄ'" lo fort ein regiment küraßierer erlangte. In ebenHöfen ssshb er sich in Ungarn , im folgenden aber an denNnnlÄ-und Berlin um, woselbst man ihm alle nurWen A^hre bezeigte. Zu ende des jul. verließ er den Preus-"'ch eilte nach Wien, allwo ihn der Kayser, un-^venner? lugend, im oct. zum GenerabFeld-Wachtmeistervor endigung dieses jahrs langte er bey derheiz vg'Mn armee am Rheinstrom an, und ließ keine geleaen-Man hertzhasstigkeit an den tag zu legen. In-N so berübm,-^^^^ Öffnung hatte, daß er mit der zeitAgent«« knegs-held , als sein vetter, der alte Printz^tzigeswerden wurde, fiel er an. 17,4. zu Manheim in einnov woran er m der nacht zwischen dem 2;. und» fand' Nagelst aufgeben muste, und daselbst seine ruhestät«UMillo Cib^ / 7 l^. krafft eines mit dem Cardinal
Diaria Th^FW°^n tractats, die Printzeßin von Massa,
gewisse bedingungen, das gantze Fürstenthum Massa als einheurath-guth zugesprochen.
Andere berühmte Leuthe:
Eugenius, Bischoff von Carthago, war von geburt einAfricaner, und wurde um das jähr 48°. von den rechtgläubigenzum Bischoffvon Carthago erwehlet. Worauf er an.484., alSder VandaleL Köniq Hunericus die Ariauischen Bischöffe nachCarthago berussen, mit den rechtgläubigen zu disputiren, demKönige ein vortreflich glaubens-bekänntnis darreichte, darinnener die reine lehre der rechtgläubigen wider die Arianer verthei-diget hatte. Bald darauf wurde er von Hunerico ins elendverjaget, und soll endlich nach Franckreich gekommen seyn.Auch wollen einige neuere scribenten vorgeben, daß er zu Viviersin Franckreich gestorben sey. Ihm werden folgende schriftenbeygelegt: Lxpoimo bläsi Larkolic-e; lkvologeticuL pro kicke;Lltsrcatio curn Lriaaib 6cc. cke leript. eeel. c. 97. lko-
«0^. cke luminsr. eceles. lib. II. e. 96.
in catslogo. La^o». ack an. 49;. in auötar. L'ave, Lc.
Eugenius, Bischoff von Toledo in Spanien, befand sichauf dem 5.6. und 7. Tvletanischen Loncilio. Er war in derAstronomie erfahren, stund seinem Ertz-Btßthum n. jähr vor,und starb darauf an. 646. Ihm folgte Eugenius der jüngere,der vorhero kresb^rer in der Tvletanischen kirche war. Dieser,da er zum Ertz-Bischoff erwehlet wurde, entflöhe nach Saragos-sa, und bat, daß man ihm erlauben mochte, sich in ein kloster zubegeben. Allein, auf beseht des Königs, wurde er wiederumzurück geführet, und zum Bischoff verordnet. Er präsidirte aufdem 8. 9. und 10. Tvletanischen Loncilio ; und da er diesesamt ohngefehr n. jähr geführet, starb er an. 657. Was feilne schriften anlanget, hat er des Dracvntii bücher in bexaöms-ron heraus gegeben, vermehret und verbessert, und ein carmenberoicnm cke Oxere leprimi viei hinzu gefüget ; ferner hatman von ihm kpigiÄinnEL; sein buch cke Trimmte aber, unddie übrigen schriften sind nicht mehr vorhanden,cke lerixt. eccles. c. iz. <L 14. not. sck mart^rol. Horn.
Lck ck. iz. nov. biii. Hisp. lib.VI. L. 9. §cl>orr»r, bibl.
Hisp. bibl. Lc.
Eugenius, lehrte anfänglich die Grammatik, erhielt aberhernach die vornehmste Cantzley-amter bey Hof, so, daß er No-tarius und Nagiiler 8oriniorum wurde ; letztlich hatte er theilan allen schlimmen anschlagen des Arbogastis wider KayserValentinianum den jungem, sonderlich auch an dessen tode;und weil Arbogastes wegen seiner schlechten Herkunft sich desKayserthums nicht selbst anmassen börste, hingegen »erhoffte,daß sich Eugenius wegen seiner schlechten erfahrenheit in kriegs-sachen immer würde an ihn halten müssen, und sich von ihmregieren lassen, so erhub er ihn aufden thron, welches im mayan. zyr. und zwar zu Vienne in Gallien geschahe. Der ansangwar auch nicht unglücklich; dann als sie zuerst miteinanderauf die Francken losgiengen, schlugen sie deren 2. Könige,Sunno und Marcomir, mit grossem vertust aus dem selbe.Sie wendeten sich hernach gegen Italien, und zogen dengantzen Occident auf ihre feite, nur daß Gildo, der in Afri-ca Gouverneur war, sich neutral hielte, des Vorhabens, sichfür den zu erklären, welcher die oberhand behalten würde.Im übrigen, weil Arbogastes der Heydnischen religivn zuge-than war, so muste es Eugenius, ob er schon, ein Christ,geschehen lassen, daß man an vielen orten die gotzen-tempetwieder öfnete, sonderlich den berühmten altar des flegs, fürwelchen die noch Heydmsche Römer sehr starck eiferten, indem Rathhaus zu Rom von neuem aufrichtete, Und letztlichauch, an statt des seit Constantino AI. gewöhnlichen crevtzes,den Herculem in die sühnen oder feld-zeichen setzte. Wie auchhernach Theodosius wider sie beyde durch Jllyrien im anzugwar, stellten sie güldene bilder des donnerend- und strahl«Messenden Jupiters in die enge clausen der Alpen, wo selbi-ger durchpaßiren muste, in thörichter Hoffnung, den feinddurch dergleichen hülsse abzutreiben. Aber da dieser erschiene,that dieses eine gantz widrige wurckung: dann erstlich wurdeTheodosius ohne grosse muhe aller dieser clausen und passenmeister, und als hernach beyde kriegs-heere an dem sogenanntenkalten fluß mit ihrer gantzen macht zu fechten kamen, littenzwar anfänglich die Theodvsiamsche den 5. sept. ziemlichen scha-den, so daß, wo nicht die nacht darzwifchen kommen wäre,sie diegröste gefahr gehabt hätten »völlig geschlagen zu werden, wiedann nur aus den hulfs-volckern m die 10000. Gothen, und ne«den ihnen auch Bacurus, ein Fürst der Jberier, und Lomes vo-mcüicorum, hiemit einer der vornehmsten befehlshabern beydem Theodosio, auf dem platz blieben. Aber den folgenden taggieng es dieser partey etwas besser, Massen bey. erneuerterMacht das bekannte wunder sich ereignet, da em heftige-wind-und donner-wetter auf die Eugenmner gefallen, wodurch
nicht nur ihre äugen, mund und nastn mit fand angefülletwurden, daß sie weder sehen noch athmen konnten, sondernauch der feinden pfeile mit desto grösserer Heftigkeit auf ue zufie-len, ja, wie die scribenten noch anmercken, ihre eigene Pfeile ge-gen ihnen zurück flogen. Was mcht umkam, ergab sich demuberwinder, und wurde Eugenrus, der sich nist einem kleinen restvvlckes auf einen Hügel gefluchtet, von den seinen selbst gefangen,und für Theodosium geführt ?, der chn alsvfort tödten ließ,
I t» nach-