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treffen bey Stassarda vor, worinnen er verwundet wurde.Nicht lange hernach stellten sich die Teutschen hulfs-volcker ein,mit welchen er eine starcke Französische vartey bey Marsagttaübel zurichtete, und imMontferrat die winM-quartiere be-zog. Au. 1691. übernahm er die stelle eines Commendantenin Turin, welches die Franzosen zu belagern droheten, ent-setzte die stadt Coni, fiel dem feinde, da derselbe m den Pogrenz, in die arriere-garde, und machte rhm ermge escadronszu schänden. Immittelst langten bey 12°°°. mann Kaysertt-che hülfs-völcker, unter dem Churfürsten von Bayern an, mrtwelchem er gegen das feindliche lager bey Carrgnan anruckte,und sich so weit wagte, daß der Marggrafvon Mortara an sei-ner feite erschossen wurde. Hierauf muste er den 12. sept. dieSadt Carmaqnvla mit 1 ?->->. Pferden berennen, welche er den8. oct. mit accord eroberte, nachdem man den ;i. sept. dietauf-gräben davor eröfnet hatte. An. 1692. führte er bey demeinbruch in Dauphin-, den der Hertzog von Savoyen unter-nahm , die avant-garde, und machte sich von Guilleüre, Am-brun und Gap meister, wurde aber bey Ambrun in die schütterverwundet. Nicht lange hernach überkam er von dem besag-ten Hertzoge, wegen einer ihm zugeflossenen kranckheit, das völ-lige commando, da er denn das gantze land in contributionsetzte, und sich wiedrum zurück zog. Nach geendigtem feld-zuge überreichte er zu Wien, im nahmen des Königs von Spa-nien , dem Printzen Louis von Baden den orden des güldenenVliesses, den er kurtz zuvor selbst erhalten hatte. An. 169;.wurde er zum Kayserlichen General-Feld-Marschall erkläret,und commandirte den;. oet. in der Wacht bey Marsaglia dascorp5 äe K-lMiUe, muste aber, nach einer fast ungläublichen ge-genwehr, der feindlichen menge weichen. An. 1694. führte erdas ober-commando über die Kayserlichen hülfs-völcker, wur-de aber durch den Hertzog von Savoyen, dem der König vonFranckreich neue friebens-vorschläge gethan, verhindert, etwaswichtiges zu unternehmen. An. 1695. gieng es ihm nicht bestser: denn ob man sich gleich der wichtigen vestung Cafal be-mächtigte , so brach doch bald hernach das heimliche Verständ-nis zwischen den Franzosen und Savoyern völlig aus, indemder Hertzog den bisher gekünstelten frieden im jul. an. 1696.kund machte, und so gar das commando der Französischen ar-mer auf sich nahm. Immittelst bezeigte der Kayser auf viel-fältige weife, wie vollkommen er mit Eugenii auffuhrung zu-frieden sey, und vertrauere ihm an. 1697. das haupt-comman-do der armee in Ungarn, mit welcher er den 11. sept. beyZentadieTürcken dergestalt schlug, daß sie mehr als zoooo.mann und ihr gantzes lager einbüßten. Hierauf brach er mitetlichen iooo. mann in Bosnien ein, und kehrte von dar mitvieler beute wieder nach Ungarn. An. 1698. rückte er bis un-ter Peter-Waradein, konnte aber die feinde aus ihrem wohlver-schantzten lager nicht heraus locken, worüber im oct. ein still-stand der Waffen, und an. 1699. den 26. jan. der Carlowitzi-sche friede zu stände kam. Er konnte aber der ruhe nicht langegemessen, sondern muste an. 1701. das commando über diearmee, welche der Kayser nach Italien schickte, über sich neh-men. Dieselbe führte er, weil ihm der Marschall von Ca-linat die andern wege verleget hatte, mit unbeschreiblicher ar-beit über die Alpen, warf den General-Lieutenant St. Fremontbey Carpi übcrn Haussen, und schlug sein lager bey Chiari auf,woselbst ihn der neu-angekommene Marschall von Villeroi deni.fevt. angriff, aber dabey sehr zu kurtz kam. An. 1702. deni. febr. überrumpelte er nicht nur Cremvna, und führte denjetztbesagten Marschall gefangen daraus weg, sondern behau-ptete auch den 15. aug. in der Wacht beyLuzzara wider denKönig Philippum V. und den Hertzog von Vendome die Wahl-statt. An. 170;. wurde er von dem Kayser zum Hof-Kriegs-Raths-Präsident ernennet, und blieb das gantze jähr hindurchin Wien, ausser daß er eine reise nach Preßburg that, in Hoff-nung, die mißvergnügten Ungarn aufandere gcdancken zu brin-gen. An. 1704. begab er sich abermals nach Ungarn, undvon dar ins Reich, allwo er sich bey Dvnauwerth mit dem Her«tzoge von Marlborongh conjungirte, und am iz. aug. den be-rühmten sieg bey Hochstädt befechten half, worauf er die bc-lagerung von Lanvau bedeckte, und auf seinem rückwege nachWien m Bayern alles beruhigte. An. 1705. übernahm erwledrum das commando in Italien, und griff am 16. aug.den Groß-Prior von Vendome in einem vortheilhafften lagerbey Caffano >m Mayländischen an, da er zwar dem feinde vielvolcks zu schänden machte, sich aber doch wieder zurück zog,zumal da er am halse dergestalt verwundet wurde, daß er sichbey noch wahrendem geftchte hinweg tragen lassen muste. An.1706. legte er zu Wlen als Kaystrlicher würcklicher geheimerRath, worzu chn der an. 170; verstorbene Kayser Leopoldusernennet hatte, den gewöhnlichen eyd ab, und versügte sich imapr. wieder nach Italien, allwo er am?, sept. Turin glücklichentsetzte, und das gantze feindliche lager eroberte. Solchergestalt vertrieb er nicht nur die Franzosen völlig aus Piemont,sondern brachte auch fast alles, was lmMaylandjschen und derLombardey haltbar war, unter den fuß. An. 1707. hatte erdie ehre, daß er an statt des verblichenen Louis von Baden zumKayserlichen General-Lieutenant, und zum General-Fcld-Mar-schall des H. Römischen Reichs, wie auch zum General-Gou-verneur des Hertzogthums Mayland erhoben wurde. Hierauftkreb er die Franzosen so in die enge, daß sie, krafft einer denr z. mertz geschlossenen capitulation, den 1. apr. die gantze Lom-
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bardie räumten, welchen er so dann auf dem fusse nachfolMund in Provence die beyden städte, Grace und Vence, einnalMvor Toulon aber im aug. «»verrichteter fache abziehen mu-ste ; jedoch riß er auf dem rückwege dem feinde die vestuusSusa aus den Händen. An. 1708. zog er eine armee an derMosel zusammen, brach aber, ehe man sichs versähe, nachbaut auf, und gieng mit einem küraßier- undHusaren-regimcmvoraus, mit welchen er am 7. iul. in dem lager des Hertzogvon Marlborongh ankam, und nebst demselben am 10. jul. dmberühmten sieg bey Oudenarde befochte. Nachdem hierauf Ane trouppen völlig angelanget, unternahm er den 12. auEbelagerung der haupt-vestung Ryssel, und setzte ihr dermaWzu, daß sich die ftadt den 2;. oct., die «tadelte aber den 8.mit accord ergeben muste. Vor diesem orte bekam er amsept. bey bestürmung der tenaille einen schramm-schuß an demvordem theile des Haupts, und gieng noch vor Übergabe d"«tadelte, nebst dem Hertzoge von Marlborongh, auf den CHAfursten von Bayern, welcher Brüssel belagerte, los, deraber nicht stand hielt, sondern sich eiligst zurücke zog. Am1709. den aZ. may unterschrieb er, als Kaystrlicher Gevommächtigter, die von den Mitten entworffene friedens-prastM"narien, und als Ludvvicus XIV. sich dazu nicht verstehen n>omte, ruckte er mit dem Hertzoge von Marlborongh ins selb, d"denn Tournay den ;. sept. erobert, die Französische arEunter den Marschaüen von Boufflers und Villars, den n. W'bey Malplaquet aus einem dreyfach verschantzten lager her-aus geschlagen, und Mvns den 20. oct. eingenommen wurde»An. 1710. den i2. mertz kam er über Berlin wiedrumHaag an, und erofnete nebst dem mehrgcmeldten Hertzoge vd"Marlborough denfeldzug sehr frühzeitig, inmassen man vm21. apr. die Französische linien ohne Verlust eines mannes über-stieg , und hernach Douay, Bethune, St. Venant und A-wwiewol nach harter gegenwehr, einnahm. An. 1711. denapr. brach er von Wien nach den Niederlanden auf, und umterredete sich am 12. may zu Tournay mit dem Hertzoge im"Marlborough; allein der tod des Kaysers Iostphi, so denapr. erfolget, verursachte in den gefaßten entschliessungen Uübrigen umstanden eine plötzliche anderung: denn er muste d»»commando im Reiche auf sich nehmen, und auf die FrEsen em wachsames äuge haben, daß sie der Kaystr-wahl kamHindernis in den weg legen konnten. Nachdem dieselbe den Aoct. glücklich vor sich gegangen, wartete er dem neuen Kav> ^Carolo VI. am 2;. nov. zu Infpruck auf, und reisest von ^nach demHaag, um die General-Staaten zu eifriger formtzung des krieges zu bewegen. Von dar begab er sich an.im jan. nach Londen, und bekam von der Königin Anna''erklarung, daß sie zwar noch ferner an der alliantz veste haln'-aber das commando dem Hertzoge von Ormond anvertrauewollte. Es kam auch derselbe den 6. may bey der armee 'Flandern an, und billigte den entschluß, dem feinde beyras oder Cambray eine Wacht zu liefern, und so dann M 0"Hertz von Franckreich einzudringen. Als man nun zu dem Aüber die Scheide gesetzet, und zu einem treffen anstatt mamerklärte sich jener am 28. may, daß er neuen befehl bekoEIsich nur äetenlive zu halten. Dessen ungeachtet belagertegenius den 8 . jun. Quesnoy, und machte sich den 4.von meister, vor Landreci aber muste er den 1. aug.her,, weil der Graf von Albermarle den 24. jul. beygantzlich geschlagen worden. An. 171). führte er das commudo am Ober-Rhein, weil der Kayser von dem frieden, denzu Utrecht den n. apr. geschlossen, nichts hören wollte;aber geichehen lassen, daß die feinde Landau und Freyburg Mnahmen. Kurtz hierauf trat er mit dem Marschalle vonlars zu Rastadt in Unterhandlung, und brachte daselbst -mertz an. 1714. einen frieden zu stände, welcher den 7 » ' ^ezu Baden in der Schwatz bestätiget wurde. An. 17^.er-er zum Statthalter in den Oesterreichischen Niederlanden ^nennet, muste aber noch in demselbigen jähr abermalsdie Türcken zu felde gehen, welche er den 5. aug. beyWaradein dergestalt schlug, daß sie das gantze lager »M .gliessen, und den 1;. oct. die vestung Temeswar mit a«vübergeben gezwungen wurden. An. 1717. den 17. aug-'
sich auch die haupt-vestung Belgrad an ihn ergeben, namer den tag vorher über die ungläubigen einen vollkom'' z.sieg befochten, und ihr gantzes lager erbeutet hatte. Am.^enfand er sich zwar wieder bey der armee ein, allein die A'Äoh,bezeigten weiter keine tust zum fechten, sondern warendaß sie durch Engelländische und Holländische vermttstlimv ^nen frieden erlangten, welcher den 21. jun. zu PaffE,theilsrichtigkeit kam. Von dieser zeit an hielt er sich mE.zu Wien auf, und hatte an allen Staats-kriegs-imdHandlungen den grösten antheil. An. 172;. beglenewya-Kayser nach Prag, als sich derselbe nebst seiner gemmn h erselbst zum Könige in Böhmen crönenließ. An. rvA » Edie Statthalterschaffr der Oesterreichischen Niederlande ?er bishero durch den Marquis äs Pris verwalten »all^urr^und wurde dagegen den 28. nov. von dem Kayser isipenViciirio in allen feinen Königreichen, Staaten und r. E»Italien verordnet. An. 17;2. that er abermals mn^ ^Eser eine reife nach Prag , und genoß von dem daseid rden Könige in Preussen gantz besondere ehre. A'die Franzosen, aus anlas der Polnischen Konigs-wayv ^ Mzu ansang -es oct. über den Rhein gegangen, mw a>-.