Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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lMd ränmek» mästen , also stürtzte sie sich einen feksen herabzu tode, dem Eunosto aber wurde eine capelle erbauet, inwelche durchaus kein frauen-volck kommen durfte. Allermas-stn auch des Eunosti geist nach der zeit demCleidamv erschien,und fich beklagte, daß dergleichen nur in dessen hayn gekom-men sey, wannrnherv denn die zu Tanagra auch sehr sorg-fältig waren, das weibs-volck davon abzuhalten, und da ihruen einiges Unglück zustieß, genau nachforschten , ob sich ct-wan eines dißfalls vergangen habe.

6rLc. 40.

LMI 7 EM, waren bey den meisten alten völckern diejenigererfchittene, welchen sie die aufsicht ihrer Weiber anvertraueten,damit ihnen niemand zu nahe kommen mochte. Sie mustenallerhand weibische Verrichtungen vornehmen, z. e. den stauendie haare zu rechte legen; wenn sie schliefen, den fliegen wehren,auch wenn sie ausgiengen, Mit einem Wedel neben ihnen herge-hen. Es hatten dergleichen nicht allein Kayser und Könige,sondern auch andere vornehme leuthe. An den Höfen waren sielneistentheils im grosten ansehen, indem sie stets um die Herr-schaft! herum waren, und mit ihnen sehr vertraut lebten. ZuConstantinopel waren Lunuciü so viel als Cammer - Herren,äe R.eMo kerl. luxu R.om.

Eunus, einfclav, welcher ü.V. 619. eine grosse aufruhrin «Ottilien erreget, war aus der gegend der stadt Apamea inSyrien gebürtig, dienete zu Enna in Sicilien bey einem ge-wissen Antigenrs, bediente sich der gelegenheit des grossenWiderwillens, den die sclaven in Sicilien gegen ihre Herren,von welchen sie fast durchgehends sehr scharf gehalten wurden,bezeugten. Zu beförderung seiner fache, stellte er sich, als ober weissagen könnte, und mit einigen göttern, sonderlich derDes 8vrm, vielmal gefpräche hielte. Über dieses wußte erauch unter dem reden, feuer aus dem munde zu blasen, ohnedie allergeringste beschädigung davon zu empfangen , welchekunst zu selbiger zeit noch bey weitem nicht so gemein war, alssie seither gewesen. Doch dieses alles erregte er eine gefährli-che aufruhr; der ansang wurde um die stadt Enna gemacht,welche diese sclaven einnahmen , und bey nahem alle ihre vo-rige Herren mit gröster marter hinrichteten. Eunus wurdealsobald zum König ausgeruffen, nahm alle Königliche ziera-then an, ließ auch sein weid , so er schon im sclaven-stande ge-heurathet , und ebenfalls von Syrischer ankunft war , zurKönigin crönen, wollte dabey nicht mehr Eunus , sondernAntivchus , nach dem nahmen einiger berühmter SyrischerKönige genennet werden. Als dieser bericht durch die gantzeinsul erschollen , hatte er einen ungemeinen zulaus, so daßer in kurtzem bey 60000. mann um sich hatte; sonderlich wardarunter ein gewisser Cleon aus Mitten, der sich zuvor langeauf das rauben geleget, und Achäus aus Achaja gebürtig,deren ersten Eunus zu feinem Feldherrn, den andern aber,samt noch mehrern, zu seinem Rath machte, worzu sie auchin der that sehr tüchtig waren. Ohngeachtet es nun anfangsdieser canaiüe an bequemen Waffen fehlte, so erhielten sie dochziemliche Vortheile wider die Römische trouppen, so unter demcommando Manilii, Lentuli, Hypsäi und Fulvii stunden, schaff-ten sich dadurch die nöthige Waffen, eroberten alle orte, dienicht wohl bevestigt waren, und grenzen mit den Herren, soihre knechte nicht wohl gehalten, sehr unbarmhertzig um. Alsauf solche weise ihre fachen ein jähr lang ziemlich wohl gien-gen , fieng fich blat an zu wenden, als der Bürgermeister T.Ealvurnius Piso , mit dem zunahmen krugi, wider sie zuselbe zog, und die vorherige schlechte kriegs-zncht der in Sitt-lien gestandenen armeen mit fleiß verbesserte. Dieser schlugsonderlich die sclaven von der belagerung der Alumerttnorummit Verlust von mehr als 8000. mann weg; welcher stadt diese«m so viel aussätziger gewesen waren, weil aus deren allein«jemand zu ihnen gefallen war, welches der güte und Müdig-keit der dortigen burger gegen ihren sclaven zuzuschreibenwar. Nach Pisone folgte P. Rupilius, (an dessen statt Flo-rus fälschlich M. Perpernam setzet) welcher dem krieg völligein ende machte ; Massen die rebelten , nachdem sie einmalMlt Nachdruck geschlagen und zerstreuet wurden , sich theilsunter einander selbst umgebracht, damit sie nicht in der Rö-mer Hände fallen müssen , theils, wo sie von diesen gefangenwurden, ohne gnade niedergemacht, mehrentheils auch auscreutz gefesselt worden. Der saubere König Eunus hatte sichin gewisse holen versteckt, wurde aber mit vier andern, alsfeinem koch, becker, bader, und schalcks-narren, (woraus manabnehmen kau » welche art von Ministern dieser seltsame Königam meisten werth hielte,) ergriffen, und in den kercker der stadtMorgantia geschmissen, allwo ihn bald die läuse-sucht überfiel,an deren er auch elendiglich gestorben. lib. XXXIV.

elog. 2. epir. lib. LVI. I.VIII. I.IX. IVor. lib. III. c. 19.lib. XIV.

KVOL/lH -> wurden zu Rom diejenige soldaten genennet,die ihre gesetzte jähre ausgedienet hatten. Sie wurden deswegennicht gezwungen, sondern nahmen freywlllig kriegs-dienste an,dursten auch nicht alle dünste, so andern soldaten zukommen,verrichten; und wurden eingentlich nur zu den schlachten vorbe-halten. Denn es waren mehrentheils alte und versuchte solda-ten , die das ihrige schon gethan hatten, und nur diesem oderjenem Lonluli oder General zu gefallen mitgiengen. Sie warenauch mehrentheils um den General herum, well er sich auf sie

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am besten verlassen konnte. Siehe hievon ein mehreres in demart« Llilbion. LAsstt,, äs mil. kam. * ^

Evodius , ein Patriarch zu Antiochien, wird für den Nach-folger Petri in dieser würde gehalten, welche ihm an. 40. oder'44. soll ertheilet worden seyn. Synceüus will, daß er sie 29. M-cephvrus aber,daß er sie 2;. jähr besessen,lind sein leben mit einemMärtyrer-tode beschlossen habe. Nicephorus Callistus legt ihmLommemLnos, absonderlich aber einen hrief bey, welcher dent-itui des lichts geführet. Es ist aber bey den Gekehrten schonlängst ausgemachet, daß derselbe von einem solchen mann und soalten kirchen-scribenten nicht seyn könne. Viele, sowol unter denGriechen als Lateinern, glauben, daß er mit Evodia, deren Pau-lus in dem 4. capitel der Epistel an die Philtpper gedencket, ei-nerley sey. Es kommet aber diese einbildung lächerlich heraus,Massen die Evodia bey dem Apostel Paulo eben so gewiß ein wem-'gewesen ist, als Evodius der Patriarch zu Antiochien ein mann-

biltor. eccles. Irb. II. c.in cliroN-sn. 45. L lib. III. bist. L. iä. Lara»,«,. Orve <Lc. *

Evodius, ein Bifchoff von Uzalis in Africa, welcher alt'420. florit, und mit Augnstino sehr wohl gestanden. Orosiushat ihm einige reliquien von dem H. Stephans verehret, weswe-gen er eine grosse kirche auferbauet; und als durch selbige vielwunder geschahen, ließ er die gantze Historie aufzeichnen. Er Mviel briefe an Äugustinum geschrieben, die unter des letztem we-cken befindlich. Man leget ihm auch ein buch bey von dem glEben oder von der emigkeit der dreyen Personen in der Gottheitwider die Manichäer. eave, bist. Ist.

Evodius oder Lvodus, ein Lateinischer Poet, welcher Mgute Epische verse geschrieben, die aber schon zu des Smda zelte»verlohren waren; er lebte unter Kayser Nerone. *

* Evoli , oder Eboli , lat. Lbolus, Lbolum, eine kleine stablim Neapolitanischen in krincip-uo cstm, mit dem titul einesHertzogthums, sechs meilen von dein Golso äi Salerno gelegeMösfcttcttcms cli tucm I'Imlis, p. 199.

Evora, lat. Lbom, ist die Haupt-stadt in der provintz Alen-tejv in Portugall, welche von Paulo III. auf des Königs vo»Portugall, Johannis III., anhalten, in einen Ertz-BischöfflicWsitz verwandelt worden; nachdem von den ältesten zelten her all-da ein Bifchöfflicher fitz gewesen war, davon die Verzeichnis derBischöffe bis auf den letzten bey Resendio zu finden ist. S»ewird vor die andere stadt oes Königreichs gehalten. Der Cart-nal Henricus war der erste Ertz-Bischossund gelangte von du-sem amt nach dem tode des Don Sebastian zur Königliche"würde. Gedachter Henricus hat allhier die Academie angelegt'Über dieses ist auch daselbst ein Osllcium Ingmiüioms zu finden-

cie ant. Lbor-e; cleib. äs kort.

gsogr. enciss. Schauplatz von Spanien und portu-gall. * ,

Evoramonte, eine stadt in Portugall in der provintz Ale»'tejo, ohnweit Evora. cieliL.

* Eupatoria, eine alte Paphlagomsche stadt in Klein-Afien;sie hat diesen nahmen von Mithridate Lupawre bekommen^welcher sie zu bauen angefangen hat, hernach ließ siexejus Magnns Magnäpoiis nennen. Sonsten ist noch eine andere stadt, die gleichfalls, wie diese, Eupatoria heißet, wgwder nemliche Mithridates auch hat aufbauen, und nach seMUzunahmen also nennen lassen; diese liegt sehr nahe der MvÄmisis, und ist so wie daran angehenget, und fast als eine sM.Vorstädte anzusehen gewesen: sie hat auch in Veränderung E,nahmens, wie die erstgemeldte, das nemliche geschicke gey"Udann sie nach einem Pompejo (welches ohnezweifel dergromist,) hernachmals Pomvejopoiis genennet worden. 2 ^"

, Dick. 6soAtgpb. ^

* Euphaes, folgte dem Andrvcles in dem Königreiche P pMessenier, zur zeit als Theopompus zu Lacedämon rcgiertt,§Aechmis in Arcadia den scepter führete. Unter diesem Kom»fieng der bekannte und langwierige krieg zwischen den E.dämoniern und Messeniern an, und zwar im zweyten iayeei eIX. Olymp. 74z. jähr vor Christi gebart. Alcamenes, wennzu dieser zeit König der Lacedämonier gewesen , nahm ^phium, eine stadt ohnferne von Messeniern gelegen, weg»wegen sich Euphaes mit einer Messenischen armee wlder ^heraus machte, und den Lacedämonier» eine schlacht üs'- pjewelche beyderseits so hartnäckig gewesen, daß nichts aw ^nacht beyde armeen trennen konnte. Diese schlacht

das dritte jähr der erstgemeldten Olymp. Das folgende^schlüge sich Euphaes noch einmal mit Theopompo undro, dem söhn Alcamems; sie giengen aber wieder mit Mchem Vortheil aus einander. Endlich wurden die Meßem^.^krieqens müde, und bevestigten Itome, und zogen mVzurücke in ihr land. Im zweyten jähre der Xll.giengen die Lacedämonier diese stadt anzugreissen, undarmeen wagten noch ein treffen mit einander, stritten ao^ ^drum so hartnäckig, daß der sieg auf keine seile fiel, ^

die nacht sie zum dritten mal aus einander setzete, ys" ^ ^wiederum beyderseits das vergnügen, sich des bessern vorcwrühmen. Euphaes aber hatte das Unglück, in dem treffenverwundet zu werden, daß er daran etwas zeit hernacy >muste,da er i;. jähr regieret hatte. , "u univsv'

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