Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Z82 eup evr

meyntliches Mannsbild unter die Mönche aufgenommen , meine celle eingeschlossen, worinnen sie ;8. jähr ein heiliges lebenführte. Dieses ist ungefehr, was man von dieser wunderlichenund keuschen Heiligen weiß, welche ein rechtes muster dieserlugend abgeleget, so sie vom 18. jähre ihre jungferschafft untereiner anzahl Mönche behalten, aber auch dabey eine seltsame artrrwehlet hat/ ein frommes leben zu führen. Es scheinet aber diegantze erzehlung vielen einer fadel ähnlich, und unglaublich, daßder teufe! so faul soll gewesen seyn, bey so schöner gelegenheiteiner jungfer nicht nachzustellen , und eine reife jungferschafftso hart an ihrem stamme soll gehalten haben, daß sie nichtauf eine oder andere weise davon gefallen wäre. Zu welchemnoch kommet, daß in dem Lculo , da sie soll gelebet haben,die klöster noch nicht wie heutiges tags eingerichtet waren. Die-ser Ursachen wegen verwerffen die Gelehrten diese Historie; dessenaber ohngeachtet wird sie in Griechenland aufden 2;. sept. ge-feyret. Ihr fest war in Orient sehr in ansehen; die Lateiner, undsonderlich die Carmeliten, haben sie unter die Heiligen ihres or-dens gezehlet, und ftyren sie auf den n. febr. Ihre reliquiensollen in der Abtey Beaulieu ohnfern Compiegne, wie auch inden vioecslen Soissons, Boulogne und Trier, womit an allendiesen orten mächtig gepranget wird, noch aufbehalten werden.

* Eupolemus, ein IMoricnz, der von der succeßion der Jü-dischen Könige geschrieben. Man weiß nicht, wenn er gelebet.

, contr. I. äs lcript. ecclss.

XXXVIII. Lz/r/,. xrrepar. Lvang. IX. ;o. , bibliotk.

Or-sc. IV. 6. §. ig. x>. 254.

Eupolis , von Athen, legte sich aufdie Comische ticht-kunst,und lebte in der LXXXVIII. Ol>mx. Man giebt vor, daß ihnAlcibiades , weil er ihn in seinen Lsprib durchgezogen , ersäuffenlassen, desgleichen, daß sein diener Ephialtes, welcher ihm eini-ge äiAMLiÄ gestohlen, von des Eupolis Hunde sey angefallen undzerrissen worden. Er hat viel schau-getichte verfertiget, welcheMeursius weitlauftig angeführet. uv. iv. r. hmx.

Hl/acrol-. VII. 5. encbiriä. Lc. bibl. üttlca.

bibl, 6rsecax. 72;.

* Eupsychus , ein Märtyrer von Cäsarea in Cappadocien,

war einer von denen, die Julianus äpost-na, da er zu Cäsareaangelanget, des Christlichen glaubens wegen hinrichten las-sen , dieweil er auch theil an der Zerstörung des tempels dergöttin LortiwX genommen hatte. Eupsychus war von einemgeschlecht der katriciormn, und erst neulich geheurathet, unddieser tod brachte ihm den nahmen eines Märtyrers , und er-weckte ihm einen sehr grossen rühm unter allen Christen, son-derlich denen in gantz Cappadocien. Man baute so fort eineneue kirche unter seinem nahmen, in welcher St. Basilius 8.jähr hernach die stelsorge hatte, und Bischosszu Cäsarea wurde.Jährlich aufden y. april kamen alle dahin, um seinen Märty-rer-tod zu feyren. Woraus schon ein ziemlicher verfall derkirche selbiger zeiten erhellet, und ein ansang zum dienst derHeiligen , und zumal solcher Heiligen , die diesen nahmennach der allergenausten Untersuchung eben nicht allemal wur-den verdienet haben; wovon dieser Eupsychus ein exempel seynkan, welcher nicht so fast ein Märtyrer war, als ein Christ,welcher um tumults willen von einem Heydnischen Kayser istzum tobe gebracht worden, wie dann die gewaltthätige Zerstö-rung eines öffentlichen gebäudes ehender ein politisches versehenist, als ein wahrer Christlicher eifer für die gute religion ; un-ter welchem vorwand er auch von dem listigen Juliano ist hin-gerichtet worden. 8. , Spill. 292. 8. t-reFsri«, blarr'a«-

, exlst. 6. 8oL0Me»»r, lib. V. 0. 4. LMee , vitse 88.weiss. sxr.

Eure, lat. LKum, ist ein fluß in Franckreich, welcher inPerche entspringet, daraufdurch Beausse fließt, nach Chartres,Nvgent 1e Roy, Avry und Louviers zuläuft, und endlich, nach-dem er verschiedene andere kleine ströme in sich genommen, sichoberhalb Pont äs I'Arche in die Seine ergießt. äelcr.

UUIQ. 62!!.

Eure, ein fluß in Berri, siehe Aure.

* Evrect, oder Evrecy, eine kleine stadt in der Normandie,welche ehebessen unter die gerichte zu Caen gehöret, nunmehroaber nebst dem titul einer Vicomrs ihre eigene gerichte hat.

origm. äs Lssir, p. 2H.

Evremont, ( Lli2r1s8 äs Lint veiiis, Lksvslier, 8e!gneurZe 8-ünt) war aus einem vornehmen geschlechte in der Nieder-Morniandie entsprossen, welches seinen nahmen St. Denis vonder Lerrschaffl St. Denis ä» Gast in der landschafft Contantin4i',k,ret > es soll aber vor ioo. jähren den nahmen äs Margotelleaebabt haben. Er begab sich zwar in seiner jugend in kriegs-di-üae. doch so, daß er bre 8wäiLeleFLmior2,wor;u er sonderba,zuneiauna und qeschicklichkeit hatte, stets darbey tractirte, da-von er die erste probe durch die sinnreiche comödie ä°§ Lcsäemi.§SN8 wie Pelisson berichtet, abgeleget hat. Zur zeit des Pyre-nZche7 friedens verfertigte er eme satyr-sche und politischeichnNnterdem

man hätte viel bessere conäitlone8 erhalten können, und derCardinal Mazarin habe Franckreichs nutzen sich mcht rechfen angelegen seyn lassen; er verfiel aber hledurch bey dem Fran-zösischen Hofe in solche ungnade, daß ihm auch anbefohlenwurde/ sich zu entfernen. Er selbst schrieb hiervon an emen

evr

guten freund, daß dasjenige, worüber er jetzo leiden multe,noch einmal würde gelobt werden; er hätte nichts geschrieben,als fachen, darüber der Cardinal Mazarin in seinem eigene»gewissen zur genüge wäre überzeuget gewesen, und das Mder that zu des Königs ehre und rühm gereichte. Er begab sichalso nach Holland, und von bannen nach Engellanb, woselbster in solchem stände lebte, welchen, wie in seiner wahrhaffn-gen abbildung bey dem Vigneul Marville von ihm geredet wird,die, so alles haben, verachten, und die, so nichts haben, be-neiden , die aber, welche ihr glück in ihrer Vernunft suchest ,belieben. Es soll ihm zwar frey gestellet worden seyn, wieder-um nach Franckreich zu kommen , weil er aber schon beyhohem alter war, hat er ohne noth dergleichen Veränderungvorzunehmen bedencken getragen, und also ist er auch in En-gelland den 20. sept. an. 170z. im 92. jähre seines alters gestor-ben. Sonst erhellet aus allem, was von ihm berichtet wird, daßer nach den regeln der Philosophie, die von den meynungen desEpicuri nicht weit entfernet zu seyn scheinet, gelebet, und Mum das Christenthum nicht gar zu sehr bekümmert habe. Dan-nenhero, da er kurtz vor feinem absterben erinnert wurde, daser in sich selbst gehen, sein bisheriges leben untersuchen, umauf seine Versöhnung mit GOtt gedencken möchte, gab er Mantwort: ja, ich habe schon lange darauf gedacht, und ich wolltemich gern mit meinem appetit versöhnen, aber derselbe will Mnicht mit mir versöhnen; welches er deswegen jagte, weil er,(wie er in seinem leben allezeit zu verstehen gab, auch nothjetzt an seinem ende zeigen wollte,) das gröste guth des men-schen in der Wollust des leides bestehen machte; doch hat erwenigst in seinem testament ein kleines legat für die armen ge-macht , so aber noch für kein gewisses zeichen der bekehrung an-zusehen ist. Sonst hat er vielcrley, sowol in gebundener aisungebundener rede geschrieben, und hat man solches in verschie-denen Lollsekionibu8 zusammen getragen , wie denn bekam»sind : I.S8 Oeuvrs8 äs Äonlieur äs 8sint-Lvrem»nt; Ie8 IVlemW"re8 äs la Vis äu Lomts ä'*** avant!a retrsite . ieälAS8 psräs 8a1lir-Lvrsmonr; XouvsIIsL Oeuvrsz me1ee8 äs Norss8ailit-Lvremont; 8sim - Lvremoriisng; wiewol dieses letzterewerck von dem LMkors gar nicht verfertiget, und ohne sein Mu-sen und willen gedruckt, auch unter den vorhergehenden Mvieles unter seinem nahmen, aber nicht von ihm sechsten gescho-ben worden; dannenhero zu Londen eine neue und accurate ebt-tion aller seiner wcrcke nach den originalien verfertiget worden'FÄrAö«, biii. äs Lücaä. krsnc;. melimg. ä'hili:. A

litter. tom. I. x>. 272. kea- «ic ci« wev»

ßsn. 1704. p. n;. L alibi. *

Evreux, ist eine stadt in Franckreich, in der Ober-Normaßdie, am flusse Jton, nebst einem Bailliage, Präsidialmnd Wv-thum unter den Ertz-Bischoff zu Rouen gehörig. Sie ist »valt, weil ihrer schon Cäsar in seinen Lommenmrii8, wie au»,andere Luckors8 mehr gedencken, welche sie Lbroic», Lbroicum»Aeäiolannm Lulsrcorum, Lburonicum oder Lbroicorum, hu rra, Lc. nennen, liegt sehr lustig in einer fruchtbarn gegend / usehr wohl gebanet, und hat vrel kirchen und klöster. Von ss'Bischöffen hat Franciscus Is Picard an. 1644. Capituls-verolvnungen heraus gegeben. Vor zeiten hatte sie ihre eigene GratL"unter denselben hat Robertus von der Normandie, ein sohuchardi I. des alten, in dem XI. üeculo gelebet, und ist an.gestorben. Er war Graf von Evreur, und nachmals WBischoss von Rouen. Sein söhn Richardus hinterließmum, so ohne kinder verstorben, und Agnetem. Diese wman Simonem, Grafen von Montfort, vermählet, und mamihn zum vatter Amauri II., Herrn von Montfort und Gomvon Evreux. Amauri III. söhne waren, Amauri IV., M" §1140. ausser der ehe gestorben, und Simon III. der kahle,von Montfort und Gras von Evreux. Dieses letzter» an» ^gemahlin, Amicia, Gräfin von Leicester in Engelland, gch'.Äihm nebst andern Andern, Amauri V., welcher die Graft»,''von Evreux dem Könige Philippo Augusto an. i roo. abgetr»»Ludovicus von Franckreich, Königs Philippi lll. des kuvü ^jüngster söhn, wurde Graf von Evreux, und starb den '^tean. 1; 19. Seine gemahlin, Margaretha von Artois, Wmgihn zum vatter verschiedener kinder, davon Johanna an ^Carolum IV. den schönen an. 1,26. vermahlet worden,an. i;?o. gestorben; Philippus aber durch seine gemaM LxAhannam , Königs Ludovici X. tochter, König von Na» ^worden, und an. i;4;. den 26. sept. gestorben, Carolum u-' ,.böse genannt, hinterlassend. Dieser vermählte sich an- > „pmit Johanna, Königs Johannis in Franckreich tochter?wurde von ihr an. i;6i. ein vatter Königs Caroli III- vo». jnvarra, welcher an. 1404. Evreux dem Könige Carolo *Franckreich abgetreten. Es blieb aber diese Grafschamsieviel über 20. jähr bey der Crone. Dann an. ,426. wA. ^t,Johanni Stuart, Herrn von Aubigny, Connetable von ^land, gegeben; bis endlich an. 1,69. der König Carowselbige feinem bruder, dem Hertzvge von Alencon, verueyc»»zu einem Hertzogthum gemacht. Nachdem dieser1584. ohne nachkommen gestorben, fiel es abermai ociheim. O« , rechen äe8 villss äs krrmcs. O« ^bist. Zenesl. kram;. <L Lall. Ltiriss- D«äu ssoi. /e««, serisb LpiscoL. Lbroic. M8

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